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Ich bin Ahmed, wer sind Sie?

Sprachkurs: Karin Barrios im Kreis der Lernenden.
Karin Barrios im Kreis der Lernenden.
Die frisch gegründete Sprachschule Bebas auf der Martin-Luther-Straße führt Sprachkurse für Flüchtlinge durch. Und da die Förderung solcher Kurse nicht jedem gewährt wird, unterrichten sie einfach ein paar Männer gratis.

„Ich bin Elisabeth, wer bist Du?“ ruft die Deutschlehrerin in die Runde und wirft die Mütze einem jungen Mann zu. Der fängt und antwortet: „Ich bin Ahmed“, dann überlegt er kurz: „Und wer sind Sie?“ und wirft die Mütze zum Nächsten. So geht es reihum. Die Männer lachen. Als sich die Chefin der Sprachschule, Karin Barrios, mit ihrem Zwillings-Schwangeren-Bauch in die Runde stellt, machen sie große Augen. Inzwischen sind die Fragen etwas komplizierter geworden.

Deutschlehrerin Elisabeth mit Schülern
Deutschlehrerin Elisabeth mit Schülern
„Fünf Tage pro Woche, jeweils fünf Stunden lernen die Männer hier“, erklärt Karin Barrios. Die meisten sind aus dem Flüchtlingsheim von der Katharinenstraße, der Neustadt-Grüne Torsten Schulze und das Projektteam „K9 – kreativ – integrativ“ haben den Sprachkurs mit eingerührt. „Für zwölf Asylbewerber bekommen wir die Förderung offiziell durch die Arbeitsagentur“, erklärt Karin Barrios. Weitere fünf hatten nicht so viel Glück, ihr Aufenthaltsstatus lässt keine Förderung zu. Daher hat die Sprachschule beschlossen, die fünf einfach mit zu unterrichten.

„Vielleicht findet diese Idee ja Nachahmer bei anderen Sprachschulen“, hofft Karin Barrios. Hier auf der Martin-Luther-Straße geht es nicht nur um die Sprache, sie wollen den Männern auch die deutsche Kultur (Stichworte: Weihnachtsmarkt, Fußball) näher bringen. Der erste Kurs geht über acht Wochen, danach sollten sich die Männer im Alltag schon ganz gut verständigen können.

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27 Ergänzungen

  1. 16.11. „Bücher für Flüchtlinge“ Zitat : `Aus diesem Grund gibt es schon seit März Gratis-Deutsch-Kurse für Asylbewerber.´
    War der Kurs in der Bibliothek auf der Köni ausgelastet oder Montag / Dienstag einfach zu wenig?

    Auf jeden Fall ist ein Deutschkurs eine begrüßenswerte Sache, auch wenn nicht jeder Asyl bekommen kann.
    Dann heißt es vielleicht nicht nur in der Türkei´ich habe in Dresden Deutsch gelernt´

  2. zugegeben Mo + Mi jeweils 1,5 h kam mir gleich etwas mickrig vor, aber da hier jeder Zweifler gleich in die Nähe von Rassisten, Faschisten oder Volltrotteln gerückt wird, habe ich lieber die Klappe gehalten und das besagte Lehrbuch gesponsert.

  3. „Fünf Tage pro Woche, jeweils fünf Stunden lernen die Männer hier“

    Ist das jetzt ein spezielles Angebot nur für Männer aus dem Flüchtlingsheim in der Katharinenstraße? Wenn ja, warum ist das so? Oder gab es schlicht keine weiblichen Interessenten?

  4. @aramist: In dem Flüchtlingsheim auf der Katharinenstraße gibt es keine Frauen. Frauen und Kinder werden in der Regel dezentral in Wohnungen untergebracht. Grundsätzlich ist der Anteil an Frauen unter den Flüchtlingen außerdem recht gering. Warum das so ist, kann man hier nachlesen.

    Und da der Großteil der Gruppe in der Unterkunft von der Katharinenstraße wohnt, hat sich das vermutlich so ergeben.

  5. Wie valide sind denn die Aussagen auf der verlinkten Homepage, Anton?
    Ist das tatsächlich immer so oder befinden wir uns hier im Raum der Mutmaßung?

  6. @Toto: Aus der Selbstdarstellung von asylfakten.de: „Mit dem Thema Asyl verbindet uns, dass wir in den vergangenen Jahren zahlreiche Veranstaltungen zum Thema im Freistaat moderiert haben, mal im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung, mal im Auftrag der Landesdirektion Sachsen, also der zentralen Ausländerbehörde im Freistaat. Man kann also davon ausgehen, dass wir uns ein wenig auskennen.“

  7. apropos Asylfakten:
    Vor Monaten schon wagte ich die Aussage, dass Deutschland in der so genannten Flüchtlingsfrage mit (perversem) Vorsatz versagt. Genau um das zu legitimieren, was nun geschieht: Krieg mit (unverdeckter) deutscher Beteiligung!

  8. @julia: Ich bin erschrocken über Deine Äußerungen! Mensch! Was hat das deutsche Asylversagen damit zu tun, dass der IS Leuten den Kopf abschlägt? Oder mitten in Europa, wie zu letzt in Paris, unschuldige Menschen dahinmetzelt???
    Ist das nicht ein wenig zu kurz gedacht? Wenn nicht sogar pervers und menschenverachtend???

  9. ja karsten, was hat denn „das deutsche Asylversagen damit zu tun“?

    zumal julia, m. e., friedensbewegt argumentiert und nicht wie du es dir für deine argumentation herbei halluzinierst.

    … einfach nur noch peinlich!

  10. @egal: Na ja, das war mir klar, dass Du jetzt auch noch auf dem Plan trittst. Und Deine Ausfälligkeiten kennt man ja bereits. Die Hausordnung gilt halt nur selektiv.

    Bestenfalls kann ich Dir mal wieder beim Denken behilflich sein. Was das Destabilisieren von stabilen Gesellschaften und Staaten betrifft, habe ich auch so meine Meinung. Das sollte man besser bleiben lassen. Allerdings sagt mir mein geistiger Horizont, dass diese Medaille auch eine Kehrseite hat. So muss man dann nämlich damit klarkommen, dass man auch mit Staaten bzw. Regierungen kooperieren muss, die es z.B. mit den Menschenrechten nicht ganz so genau nehmen. Und genau an diesem Punkt müssen sich dann unter anderem auch die (selbsteingebildet) ultraintelligenten Linksextremen, zu denen Du ja unumstritten gehörst, mal an die eigene Nase fassen…

    Desweiteren scheint es manche Leute zu überfordern, die Zeitachse zu erfassen und Vergangenheit und Gegenwart auseinander halten zu können. In Syrien und Irak sind die Messen gesungen. Da kannst Du, verehrtIn „egal“ mal zu den Hinterbliebenen von Paris und zu den potentiellen nächsten Opfern, zum Beispiel Deinen Angehörigen, gehen und ihnen ins Gesicht sagen, dass sie halt Pech gehabt haben. Weil DU das so entschieden hast und DU das so verantwortest. DIR ist es egal, dass sie aus humanitären Gründen getötet oder zu Krüppeln geschossen werden, weil DU es aus humanitären Gründen und friedensbewegt ablehnst, gegen den IS vorzugehen.

    Und damit ist für MICH die Frage beantwortet, wer von uns beiden peinlich ist…

  11. @Karsten
    Pass auf Karsten, sollte es Dein Ansinnen sein, hier stets in der Rolle des „besorgten Wutbürgers“ aufzutreten um auf diese Art den zugegeben sehr gelungen dargestellten Bildungsmangel dieser Pegida-Jünger abzubilden bzw. vorzuführen der da dahinter steht und welcher in diesem Land bzw. dieser Stadt seuchenartig um sich greift, dann gelingt Dir das wirklich immer besser.
    Sollte genau das eigentlich nicht Dein Ziel sein und Du diesem Irrsinn sogar wirklich selbst glauben, dann kann ich Dir zumindest noch so weit helfen, zu empfehlen, Dir endlich ein Dich weniger überforderndes Hobby zu suchen.

  12. @Karsten Schön, Du hast meine Einschätzung noch doppelt unterstrichen, klasse! Hahaha, nichts von dem, was Du erzählst, ist wirklich durchdacht. Du erzählst teilweise sogar denselben Unsinn wie „unsere“ Regierung, als deren „Kritiker“ Du ja verstanden werden möchtest. Hahaha … da möchte ich mal den Bp Gauck(ler) frei zitieren: „Du bist Dunkeldeutschland“!

  13. @Anton: Das würde ich weiter hinterfragen wollen.. Was waren das für Veranstaltungen? Wer war da eingeladen? Kann man aus den Aussagen der Teilnehmer auf die Gesamtheit schließen? Fragen über Fragen…

  14. ach Anton :).. ich habe doch keine Aussagen in den Raum gestellt :).. ich hinterfrage doch nur.. warum so schmallippig?

  15. Ach toto, gib Dir nen Ruck, beweise, dass Du mehr kannst, als rumtrollen und frag bei den Machern von Asylfakten.de nach. Mir fehlt dafür die Zeit, ich sehe das auch nicht als meine Aufgabe an.

  16. Anton, du hast eine Aussage in den Raum gestellt, welche ich zugegebenermaßen hinterfragt habe, da mir das Faktenwissen dazu einfach fehlt.. Augenscheinlich fehlt es da nicht nur mir, sonst hättest du es uns ja zuteil werden lassen.. Nichts desto trotz, bewundernswert ist dein Vertrauen in die Gemeinschaft von asylfakten.de

  17. @toto: Mir fehlt das Verständnis und die Zeit für Deine Scheindiskussion. Ich habe Dir Möglichkeiten aufgezeigt, Dich weiter zu informieren. Das kannst Du bestimmt schon selber. Ja, ich vertraue den Machern von asylfakten.de – da sich die Erkenntnisse der Website mit meinen sonstigen Erkenntnissen decken.

    In der Zeit in der Du mir hier Fragen stellst, hättest Du schon drei Mails an asylfakten.de schicken könne.

  18. @julia
    „Vor Monaten schon wagte ich die Aussage, dass Deutschland in der so genannten Flüchtlingsfrage mit (perversem) Vorsatz versagt.“

    Wo kann ich das denn nachlesen? Will hier auf keinen Fall eine neue Diskussion entfachen, nur meinen Horizont erweitern. Nur eben ganz allein für mich.

  19. Anton, Verständnis? Du hast eine Vermutung hier als Fakt präsentiert: „Warum das so ist [..]“ und bist jetzt verstimmt, wenn man (in dem Fall ich) die faktischen Hintergründe dazu wissen möchte, auf deren deine Aussage basiert. Eine Scheindiskussion kann ich hier nicht entdecken, aber vielleicht klärst du mich mal auf, wo die ist :)…

  20. @ toto @Anton … um evidenzbasierte Fakten scheint es sich nicht immer zu handeln. Aus dem Artikel: Nehmen uns Asylbewerber die Arbeitsplätze weg? … ‚Ausdrücklich nein. Die Firmen haben so viele offene Stellen wie noch nie und es fällt immer schwerer, diese zu besetzen.‘ . Statt solchen Sätzen zu trauen, sollte man doch besser Kaugummi kauen, zumindst zum gegenwärtigen Zeitpunkt.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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