Supermarkt für vegane Ernährung

Letzte Vorbereitungen für Chef Andreas Zengler - am Sonnabend wird eröffnet. Foto: Youssef Safwan
Ist im Eröffnungsstress, Supermarkt-Chef Andreas Zengler. Foto: Youssef Safwan
Kein Fleisch, keine Tierprodukte – aber sonst eigentlich ein ganz normaler Lebensmittelmarkt. Am Sonnabend ist Eröffnung auf der Bautzner Straße.

Er hat seinen Traum verwirklicht, Andreas Zengler. Schon im Alter von 17 hat er aufgehört Fleisch zu essen. Heute ist er 38 und überzeugter Veganer. „Ich habe mir schon immer einen Markt gewünscht, in dem ich einfach einkaufen kann, ohne ständige genau nachzuprüfen, ist das vegan oder nicht“, sagt er. Genau so einen Markt will er nun am kommenden Sonnabend eröffnen. „Noch ist viel zu tun, aber wir schaffen das“, schmunzelt er.

2011 hat er in Berlin zum ersten Mal einen solchen Supermarkt gesehen, seitdem reifte die Idee. Am schwierigsten war es die geeignete Lage zu finden, berichtet Andreas. Doch hier, am Haltestellenknoten, mit Rewe gegenüber, sei die Lage gut. Auf insgesamt 186 Quadratmetern wird es rund 1500 Produkte geben. Fast alles Lebensmittel und ein bisschen Kosmetik, Zahpasta und -bürsten. An einer Frischetheke werden Brötchen verkauft und einen Imbiss zum mitnehmen gibt es auch.

Andreas hat sich vor 21 Jahren entschieden, fleischlos zu leben. Foto: Y. Safwan
Hat sich vor 21 Jahren entschieden, fleischlos zu leben: Andreas Zengler. Foto: Youssef Safwan
„Ich will mit dem Laden nicht nur Veganer und Vegetarier erreichen“, sagt er und erklärt, dass auch bei der übrigen Bevölkerung ein Umdenken einsetze und zunehmend Alternativen mit fleischloser Kost gesucht würden. Und davon gibt es reichlich. Das reicht von sogenanntem Fake-Meat über diverse Soja- und Saitan-Produkte bis hin zu veganem Bier und Wein. Bei letzterem komme es auf die Herstellung an, erklärt Andreas.

Apropos Soja, dieser für zahlreiche vegane Speisen so wichtige Grundstoff ist häufig auch in der Kritik, Gentechnik und Regenwaldrodung sind hier die Stichworte. Andreas zeigt eine Packung: 100 Prozent ohne Einsatz von Gentechnik. Derart behandeltes Soja würde hauptsächlich für die Tierproduktion hergestellt. Viele Produkte hier im Laden sind darüberhinaus auch Bio und vor allem die Frischeprodukte kommen aus der Region. Dafür arbeitet er mit dem Regionalvertrieb „Onkel Franz“ zusammen.

  • We Love Vegan, Supermarkt, Bautzner Straße 24, 01099 Dresden, Montag bis Freitag: 10 bis 20 Uhr, Sonnabend: 10 bis 18 Uhr.
  • Eröffnung am 29. August

Zur Eröffnung am Sonnabend wird es zwischen 12 und 18 Uhr ein Hoffest geben. Es kocht der Buchautor und TV-Koch Björn Moschinski. Ansonsten gibt es den üblich verdächtigen Eröffnungskram: Tombola, Glücksrad, Livemusik, Kinderschminken, Rutsche, Hüpfburg und Rabatte-Würfeln.

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7 Kommentare zu “Supermarkt für vegane Ernährung

  1. Ich muss immer etwas schmunzeln wenn ich „Vegan“ im Zusammenhang mit „Bio“ höre. Die Bio-Landwirtschaft ist auf die Kreislaufwirtschaft angewiesen, kein Biohof ohne Tierhaltung und eben der Düngung aus der Tierhaltung. Es gibt in De vielleicht eine Handvoll Bauern, die das umgehen. Naja, umfangreiches Thema, Landwirtschaft ist mehr als glückliche Körner :)
    Nichtsdestotrotz wünsche ich viel Erfolg!

  2. Zum Thema Soja:
    Ja, für den Sojaanbau wird Regenwald gerodet. Aber! Das meiste Soja wird immer noch für die Tiermast eingesetzt. Heißt im Unkehrschluss: Wenn direkt das Soja gegessen wird, ohne Umweg durch den Tiermagen, wird zur Sättigung eines Menschen wesentlich weniger Anbaufläche benötigt. Also unterm Strich deutlich besser!

  3. „.. bei der übrigen Bevölkerung ein Umdenken einsetze und zunehmend Alternativen zur fleischlosen Kost gesucht würden…“. Danke für diesen Gag.

  4. Kommentare geschlossen und gelöscht. Da die Diskussion hier mal wieder ausgeartet ist, habe ich alle Kommentare, in denen es sich nicht um den Laden drehte, sondern um die Vergangenheit des Besitzers, gelöscht. Außerdem ist die Kommentarspalte hier jetzt zu.

Kommentare sind geschlossen.