Mehr Platz im Westen ab Frühjahr

Beräumter Russensportplatz Foto: Archiv
Beräumter Russensportplatz Foto: Archiv
Na, wenn das kein Weihnachtsgeschenk ist! Stolz berichten die Neustadt-Grünen heute auf ihrer Website, dass der Stadtrat gestern die Mittel für die Öffnung des Russensportplatzes bewilligt hat. Bis Ende März soll die Grünfläche geöffnet werden.

Neustadt-Grüner und Stadtrat Johannes Lichdi am Telefon euphorisch: „Die Fläche ist da, beräumt und kann nun genutzt werden“. Die im vergangenen April vorgestellte Gestaltung mit Sportplatz und Parkumgestaltung wird es aber im kommenden Jahr noch nicht geben. Im Stadtratsbeschluss heißt es wörtlich: „Der im Etat des Amts für Abfallwirtschaft und Stadtgrün für die grundhafte Sanierung der Wege im Alaunpark eingestellte Betrag von 220.000 Euro ist vorrangig für die Öffnung der Westerweiterung des Alaunparks bis zum 31.3.2015 sowie die Gewährleistung der Verkehrssicherheit dieser Fläche sowie zur Fortführung des lokalen Handlungsprogramms für Ordnung und Sauberkeit im Alaunpark und der Westerweiterung zu verwenden.“

Die Fläche des ehemaligen Russensportplatzes wurde schon vor etwa einem Jahr beräumt und mittels grünem Zaun abgegrenzt. Dieses Jahr konnte das eingezäunte Gras dort ganz in Ruhe wachsen. Außerdem hat sich die Rot-Grün-Rot-Orangene Kooperation auch darauf verständigt, die Fläche zwischen der bisherigen Erweiterungsfläche und der Tannenstraße für den Alaunpark zu erwerben. Derzeit wird ein neuer Aufstellungsbeschluss für den gesamten Bereich zwischen dem Alaunpark alt und der Königsbrücker Straße beraten.

noch ist das Gelände abgesperrt
noch ist das Gelände abgesperrt

14 Kommentare zu “Mehr Platz im Westen ab Frühjahr

  1. sehr schön, aber erstmal abwarten ob die verwaltung reibungslos mitspielt. wenns denn soweit ist, kann man ein experiment wagen und per entlassungserklärung aus obrigkeitlicher gestaltungshoheit die fläche an die neustädter übergeben. man könnte parzellige flächenpaten auf teilarealen registrieren oder auch alles chaostheoretisch entwickeln lassen. der umbauplan bliebe auf eis und es würde sich zeigen, was die neustädter noch auf die beine stellen können. falls da nix kommt, greift plan B des umbaus. funktioniert es, wäre es mal positive überregionale presse für unsere stadt.

  2. Ein Schritt in die richtige Richtung! An der Gestaltung gab es ja deutliche Kritik in der Bürgerversammlung, denn genau das was nepumuk vorschlägt, geht der Verwaltung nicht in den Kopf.

    Spannend bleibt auch die Frage, ob der Bereich als Ausgleichsfläche für wegfallende Veranstaltungsorte zur BRN (bspw. unser Lustgarten oder die ehemalige Aluna-Bühne) dienen könnte. Ein entsprechendes Konzept http://kulturaktiv.org/wordpress/wp-content/uploads/2014/04/LuGAluna2015.pdf haben wir vorlegt, allerdings sah es in den Vorgesprächen gar nicht gut aus :-( Vor allem unser Vorschlag einer Patenschaft für die Fläche (wir müssen nach der BRN sowieso aufräumen und könnten relativ easy auch Reparaturen vornehmen o.ä., bspw. könnten wir die Pipi-Rinne dort bis zum Bau eines Klos hinhängen) scheint die Verwaltungshirne zu überfordern… Auch unser Argument, dass dadurch der zentrale Bereich der BRN entlastet werden würde, sei ein Trugschluss, denn genau andersrum wäre es: durch unsere Kulturangebote kämen immer noch mehr BRN-Besucher. Kurzum: da engagieren sich die Bürger ehrenamtlich, um ein hochwertiges Kulturprogramm zu organisieren und dann kommen noch mehr Bürger, um sich das anzuguggen. Furchtbar. Diese Bürger. Denken selbständig, handeln sogar und wollen sich einfach nicht (weg-)verwalten lassen… ;-)

  3. @HannaS: So sieht’s aus. Vor 3 Wochen Samstag Vormittag auf dem Wochenmarkt: Ein kleiner Junge musste dringend für kleine Jungs und fragte seinen Vater: „Toilette?“ Dieser antwortete: „Nein, Baum.“
    Der Park wird vergrößert, d.h. es kommen noch mehr Leute in den Park, aber es gibt keine öffentliche Toilette am Alaunplatz. Wo soll das hinführen?

  4. Vor allem gibt es doch schon seit ewigen Zeiten eine Toilette für die Marktbetreiber (Blechkiste vorne im Park), wieso wird diese nicht einfach für den Otto-Normal-Parkbesucher geöffnet?

  5. Ich möchte die Freude nur ungern trüben, aber März geht bei Einhaltung der Vorschriften (Rechtskraft Haushalt und Vergabezeitraum ca. 8 Wochen)nicht. Davon abgesehen, müsste eine vergabefähige Unterlage erarbeitet werden und Bauzeit wäre auch nicht schlecht.

    Das Ganze geht zu Lasten des vorhandenen Parkteils, da wird das Geld entsprechend Vorschlag RGR bei der notwendigen Instandsetzung der Parkwege eingespart.

  6. guten tach, herr amts_mann,
    es soll doch gerade nix „gestaltet“ werden – nur zaun weg – da brauchts weder unterlage, vergabe noch bauzeit.
    meinen sie, dass sie die fläche schon noch bißchen herrichten müssten, bevor der „eiserne vorhang“ fällt? mein tip: nix machen – einfach tore auf – entspannt zurücklehnen.
    die interimsnutzung geht desweiteren nicht zu lasten des eigentlichen alaunparks, da dieser weiterhin oberste priorität zu binden hat. eher kann man die zusatzfläche sich selbst überlassen. ich garantiere ihnen, solange sie uns da ne mülltonne hinstellen (es reichen die großen am marktplatz), räumen wir den mist selbst weg. so wie oft genug auch im park und anderswo.
    im übrigen werden die ramponierten wege schon seit jahren nicht mehr gepflegt, vielmehr drehen „ihre“ amts-kräfte (nicht die müllsammler) im lkw lieber ihre runden anstatt was zu machen, und beschädigen massiv die wege. das sieht man halt nicht vom bürostuhl aus. der vor jahren noch mehrfach mit sandschlämmdecke ausgebesserte „katastrophenweg“ parallel zum bischofsweg ist ein „schönes beispiel“ für typisches dresdner amts-schilda. dort gehört asphalt hin und nichts anderes.

    also lieber amts_mann, lege schonmal das passende werkzeug bereit, alles andere steht hier noch nicht an.

  7. na, amts_mann, da muss schon bissel mehr kommen, wer hier nun was und in welcher reihenfolge will. ich sehe jetzt nicht mehr durch, denn oben stehts anders berichtet. „die neustadtgrünen“ sind hier in dem fall identisch mit herrn lichdi. meiner meinung nach will er erst die nördliche erweiterungsfläche gesichert wissen (ankauf) und dann die gestaltung des westteils angehen. bis zur gestaltung soll das gelände (soweit möglich) unbürokratisch geöffnet werden. wie die geldmittel für den westteil (ru-sportplatz) und die unterhaltungsmittel der heutigen parkfläche überhaupt im zusammenhang stehen, erschließt sich dem bürger nicht. eigentlich dürfte das eine mit dem anderen nix zu tun haben.

    anton, siehst du hier durch oder kannst nochmal nen artikel machen? man muss da jetzt die dinge klären, damits ggf auch mit dem lustgarten dort klappt. so nett es vom amts_männel ist, sich hier dankenswerterweise zu äussern: wenns konkret wird, wirds wie gewohnt einsilbig.
    ich halte im übrigen nur wenig von lichdis derzeitigen galloppierenden alleingängen. keine ahnung was ihn reitet, dass der a-park bis zur köbrü gehen muss – das ist völlig sinnfrei.

  8. @ nepumuk: Meinste, dass er den ganzen Bereich haben will? „Aufstellungsbeschluss“ (im Artikel der Neustadtgrünen) heißt doch m.E. nur, dass ein B-Plan hersoll. Ob der Sinn macht (da so ziemlich alle Gebäude zwischen Russensportplatz und Königsbrücker unter Denkmalschutz stehen): keine Ahnung. Zudem: hat das Land (SIB) „Auszugsabsichten“?

    btw: alles kleingeschrieben ist echt ätzend zu lesen ;)

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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