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Interview mit dem Oberbürgermeisterkandidaten Friedrich Boltz

Das Neu­stadt-Ge­flüs­ter hat mit dem ein­zi­gen Neu­städ­ter OB-Kan­di­da­ten ein kur­zes In­ter­view geführt.
Neu­stadt-Ge­flüs­ter: Herr Boltz, warum wol­len Sie Ober­bür­ger­meis­ter werden?
Boltz: Weil ich ein an­de­res Ver­ständ­nis von Kom­mu­nal­po­li­tik für er­for­der­lich halte. Der­zeit ver­ste­hen sich Stadt­rat und Stadt­ver­wal­tung als "die Stadt", sie se­hen sich als ge­ne­ral­be­voll­mäch­tigte Re­prä­sen­tan­ten und Ent­schei­der. Nach mei­nem Ver­ständ­nis sol­len sie als treu­hän­de­ri­sche Ver­wal­ter im Auf­trage und im In­ter­esse der Bür­ger­schaft han­deln. Da­bei ha­ben sie eher Mitt­ler als "Schieds­rich­ter" zwi­schen den un­ter­schied­li­chen Vor­stel­lun­gen, Mei­nun­gen und In­ter­es­sen zu sein. Ver­wal­tung und Stadt­rat ha­ben die Bür­ge­rIn­nen in ih­rer Rolle als ei­gent­li­cher "Sou­ve­rän" zu ak­zep­tie­ren und mit ih­rem Fach­wis­sen zu un­ter­stüt­zen. Da­für gibt es viel­fäl­tige und an­dern­orts er­probte For­men und Me­tho­den der Bür­ger­be­tei­li­gung, de­ren Er­geb­nisse üb­ri­gens in der sach­li­chen Qua­li­tät weit über die der­zeit üb­li­chen Bür­ger­ent­scheide hin­aus­ge­hen. Reale und vor al­lem qua­li­fi­zierte Bür­ger­be­tei­li­gung muss fes­ter Be­stand­teil von Ent­schei­dungs­pro­zes­sen und Ver­wal­tungs­han­deln sein. Das ist mir wich­tig, nicht das Amt.
Neu­stadt-Ge­flüs­ter: Was würde Ihre Po­li­tik von der der an­de­ren Kan­di­da­ten unterscheiden?
Boltz: Aus mei­ner Sicht ein an­de­res Grund­ver­ständ­nis von Ent­schei­dun­gen und Ent­schei­dungs­pro­zes­sen. Es geht um Lö­sun­gen, in de­nen sich alle Be­tei­lig­ten wie­der­fin­den und und nicht um Ent­schei­dun­gen mit der Macht ei­ner – ge­ge­be­nen­falls auch tak­tisch or­ga­ni­sier­ten – Mehr­heit, bei de­nen die un­ter­le­gene Min­der­heit eben ein­fach ver­liert. Und na­tür­lich un­ter­schei­det mich nicht zu­letzt die Un­ab­hän­gig­keit von Par­teib­in­dun­gen und da­mit von par­tei­po­li­ti­schen Zwän­gen. Ver­pflich­tet fühle ich mich dem Pro­gramm der "Bür­ger­Liste Dres­den", nach­zu­le­sen auf www.buergerliste-dresden.de.
Neu­stadt-Ge­flüs­ter: Wie würde die Neu­stadt von ei­nem Ober­bür­ger­meis­ter Boltz profitieren?
Boltz: Vor al­lem wohl durch Ver­ständ­nis und Ak­zep­tanz für das ei­gene "Ge­sicht" der Neu­stadt in all sei­ner Wi­der­sprüch­lich­keit und durch die Ab­leh­nung ei­ner Zwangs­an­pas­sung an ir­gend­wel­che sonst üb­li­chen Nor­men und Stan­dards ohne zwin­gende Notwendigkeit.

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Eine Ergänzung

  1. Lei­der kann ich in Face­book für die nächs­ten 3 Tage nichts pos­ten, weil ich zu den Aus­schrei­tun­gen in den USA ge­schrie­ben habe, dass die De­mons­tran­ten ver­su­chen soll­ten das Weiße Haus zu be­set­zen und eine neue ge­mein­wohl­ori­en­tierte Re­gie­rung zu bil­den. Nun bin ich für 3 Tage in Face­book ge­sperrt. Des­halb poste ich meine Ant­wort an Herrn Boltz auf seine Mess­sage im Face­bok Mes­sen­ger hier:

    Sehr ge­ehr­ter Herr Boltz:

    Um die­ses Ideal ei­ner neuen Le­bens­weise um­zu­set­zen, brau­chen wir wohl ein völ­lig neues Ge­sell­schafts­sys­tem. Mit dem Ka­pi­ta­lis­mus von heute wird das wohl nix. Da setzt sich im­mer wie­der der stärkste, im ma­te­ri­el­len oder mi­li­tä­ri­schen Sinns durch und legt die Re­geln fest. Wie hier jetzt mit Co­rona das von der Bill Gates Foun­da­tion ge­spon­serte RKI und seine Hand­lan­ger. Wir müs­sen also eine ganz an­dere Po­li­tik wäh­len und die Ver­tre­ter der al­ten heu­ti­gen Po­li­tik aus ih­ren Äm­tern ja­gen. Be­züg­lich Co­rona ha­ben wir zwar wie­der Lo­cke­run­gen, die aber wohl nicht un­um­kehr­bar sind. Be­züg­lich Kli­ma­wan­del ma­che ich mir auch Sor­gen, weill aber den­noch nicht auf Re­ei­sen ver­zich­ten. Kreuz­fahr­ten brau­che ich dazu aber nicht. Mich in­ter­es­siert die Kul­tur in den fer­nen Län­dern und die exo­tie­che Na­tur in tro­pi­schen Län­dern. Hier ge­ben die Men­schen Un­sum­men aus um mal ei­nen Tag im "Tro­pi­cal Is­land" zu ver­brin­gen, in Län­dern wie Ite­lien Spa­nien oder Thai­land oder den Phil­ip­pi­nen aber wächst das al­les ein­fach so. Über­wäl­ti­gend, wenn man da szum Ers­ten Mal er­lebt. Hier ist die Palme der In­be­griff der Tro­pen­welt und in den tro­pi­schen Län­dern gibt es ganze Wäl­der da­von. Die re­li­giöse Kul­tur an­de­rer Län­der ist auch hoch in­ter­es­sant. Ob das Mo­scheen sind oder die Kla­ge­mauer in Je­ru­sa­lem oder die hei­li­gen Stät­ten in Is­real über­haupt oder die bud­dhis­ti­schen Tem­pel in Asien, sie da da­hin ge­stellt. Ich war in Thai­land, in Laos und in Viet­nam und meine Frau stammt aus den Phil­ip­pi­nen, mit der Pe­tra mit der ich auf den Pro­tes­ten ge­gen die Wald­schlöss­chen­brü­cke war, bin ich micht mehr zu­sam­men. Aber da ist na­tür­lich das Pro­blem, erst mal nach Thai­land, Laos oder in die Phil­ip­pi­nen zu kom­men und da wird es schon wie­der kli­ma­feind­lich. Aber ich bleibe dann auch min­des­tens ei­nen Mo­nat dort. Auch in Is­rael bin ich gleich 3 Wo­chen am Stück ge­blie­ben um wirk­lich weit­ge­hend al­les zu se­hen was mich in die­sem Land in­ter­es­siert hatte. In Ägyp­ten war ich auch 3 Wo­chen, habe von der an­ti­ken Kul­tur al­les ge­se­hen was ich wollte. Aber CO2 freies und auch sonst kli­ma­freund­li­ches Ke­ro­sin würde ich aus­drück­lich begrüßen. 

    Die Ver­tei­lung un­se­res Wohl­stan­des muss end­lich ge­rech­ter von­stat­ten ge­hen. Kriege müs­sen end­lich be­en­det wer­den, die Ko­lo­ni­sie­rung afri­ka­ni­scher und an­de­rer Län­der muss drin­gend be­en­det wer­den und die Le­bens­grund­la­gen in den Her­kunfts­län­dern un­se­rer Flücht­linge müs­sen un­be­dingt wie­der­her­ge­stellt wer­den. Ich denke, dann löst siich das Flücht­lings­pro­blem von selber.

    Mo­bi­li­tät muss durch preis­wer­ten ÖPNV ge­löst wer­den der dann aber auch jede Ecke im Land zu at­trak­ti­ven Zei­ten er­rei­chen muss. Ich hätte auch nichts da­ge­gen, wenn ich ein­fach ein am Stra­ßen­rand ste­hen­des Auto mie­ten könnte. Sollte doch ge­hen, in­dem ich Geld in ei­nen Au­to­ma­ten ste­cke je nach be­ab­sich­tig­ter Stre­cke. Dann be­nutze ich das Auto, stelle es am Ziel wie­der ab. Für die Ruck­fahrt nehme ich ent­wer­der ge­nau das­selbe Auto oder auch ein an­de­res. Viel­leicht ist auch eine Kom­bi­na­tion ver­schie­de­ner Fort­be­we­gungmit­tel bes­ser prak­ti­ka­bel. In der Stadt funk­tio­nie­ren ja da auch die Elek­trorol­ler zum Fort­be­we­gen. Ich könnte also mit Elek­trorol­ler zu ei­ner weit ent­fern­ten Bus­hal­te­stelle fah­ren, den Rol­ler dort ab­stel­len, in den Bus stei­gen und in die Stadt fah­ren. Ich wünschte mir viel mehr miet­bare Fahr­rä­der im Land. Dür­fen für die Äl­te­ren Men­schen gerne auch E‑Bikes sein. Mit gro­ßen sta­bi­len Ge­päck­trä­gern, da­mit man mit die­sen Fahr­rä­dern auch zum Ein­kau­fen fah­ren kann. So sollte an je­der Bus- oder Bahn­hal­te­stelle ein Miet­park für Fahr­rä­der oder Elek­trorol­ler sein. Und eine un­kom­pli­zierte Re­gis­trie­rung. Für die Rol­ler aber brau­che ich zum Ein­che­cken das über­teu­erte mo­bi­lie In­ter­net. Bes­ser wäre da zu­nächst mal eine Fahr­karte für Bus oder Bahn, die am Ziel­ort op­tio­nal den Elek­trorol­ler ent­hält, bis zum end­gül­ti­gen Ziel­ort. Dann würde ich mich mit ei­nem Code auf der Fahr­karte re­gis­trie­ren und könn­ten den Rol­ler bis zu mei­nem end­gül­ti­gen Ziel be­nut­zen und ihn dann dort ste­hen las­sen oder auf der Rück­fahrt wie­der benutzen.

    Plas­tik­müll ist ein wei­te­res Pro­blem. Ich kann hier gar nicht ver­ste­hen warum man das Plas­tik nicht sor­ten­rein sor­tie­ren und dann wie­der ein­schmel­zen kann wie man das mit Me­tall­schrott seit dem vo­ri­gen Jahr­hun­dert macht. Dann würde das Zeug we­nigs­tens nach Ge­brauch wirk­lich wie­der verwendet.

    Ich kann mich auch über kleine Dinge des Le­bens freuen, ge­nieße die Na­tur und wün­sche mir eine Welt, in der wirk­lich alle Men­schen glei­cher­ma­ßen an den Er­run­gen­schaf­ten des tech­ni­schen Fort­schrit­tes teil ha­ben, wo aber all diese Dinge, wenn sie nicht mehr­ge­braucht wer­den, nicht un­sere Müll­de­po­nien ver­grö­ßern son­dern die Roh­stoffe wie­der so auf­be­rei­tet wer­den dass sie in neuen Er­zeug­nis­sen wie­der zur An­wen­dung kom­men, ein ge­schlos­se­ner Kreis­lauf so zu sa­gen, wie das in der Na­tur auch der Fall ist. Ein Le­be­we­sen stirbt, sein Fleisch wird ge­fres­sen, ist so Nah­rung für eine Viel­zahl an­de­rer Or­ga­nis­men und der Rest ver­west und ist wie­der Nah­rung für die Pflan­zen­welt. Ein ebenso ge­schlos­se­ner Kreis­lauf für un­sere Pro­dukte und dren Roh­stoffe wäre sehr wünschenswert.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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