Asylmonologe im Projekttheater

Szenenbild: Asylmonologe im Projekttheater
Szenenbild: Asylmonologe im Projekttheater
Am kommenden Montag wird im Projekttheater ein politisches Stück mit anschließender Diskussion aufgeführt. Die Asylmonologe erzählen von Ali aus Togo, von Freunden liebevoll „Präsident“ genannt, Felleke aus Äthiopien, der erst willensstark Abschiebeversuche verhindern muss, um dann einen Menschenrechtspreis überreicht zu bekommen und Safiye, die nach Jahren der Haft in der Türkei und einer absurden Asylablehnung sich für das Lebensbejahenste überhaupt entscheidet: sie schenkt einem Sohn und einer Tochter das Leben.

„Viele Menschen wissen nicht, was los ist. Ich möchte zeigen, wie wir Flüchtlinge leben.“

So erklärt Ali, einer der Protagonisten, seine Motivation, bei dem Stück mitzumachen. Er wartet seit 2007 auf eine Entscheidung zu seinem Antrag auf Aufenthalt aus humanitären Gründen. Die drohende Abschiebung ist für ihn ständig präsent.

Die Asylmonologe beruhen auf dem Konzept des dokumentarischen Theaters: Wortgetreue Texte, die auf Interviews beruhen, verleihen den Stimmen sonst ungehörter Menschen Gehör. Professionelle Schauspieler bieten die Monologe dar, erzählen von Schritten hin zu Gerechtigkeit, indem sie nicht nur die Werdegänge von Flüchtlingen und Asylsuchenden inklusive der zunächst ’normalen‘ Lebensläufe in ihrer Heimat, der Fluchtursachen und ihrer Erfahrungen mit dem deutschen Asylsystem darstellen, sondern vor allem Geschichten von Trennungslinien und Koalitionen, von Feigheit und Mut, von Konflikten und Solidarität sind. Vor dem Hintergrund des Arbeitsschwerpunktes Demokratiebildung hat das Kinder- und Jugendhaus Louise die Aufführung der Asylmonologe initiiert.


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  • Asylmonologe, Montag, 24. März, 19 Uhr, Projekttheater Dresden, Louisenstraße 47, Eintritt: 7,- Euro, ermäßigt 6,- Euro, weitere Infos

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