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Klokunst für die Louise

Die ersten Besucher des neuen Toilettenhäuschens bekamen ordentlich was auf die Ohren.
Die ersten Besucher des neuen Toilettenhäuschens bekamen ordentlich was auf die Ohren.

Die wenigen Tage als trostloser Betonklotz des neuen Örtchens an der Louisenstraße sind Geschichte: Graffiti-Künstler der Stadt bewaffneten sich heute nachmittag mit Spraydosen, um dem Häuschen einen angemessenen Neustadt-Look zu verpassen.
Laute, rhythmische Beats verkündeten bereits von Weitem: „Hier gibt es etwas zu bestaunen.“ DJ Said Sur la Place sorgte für die richtige Stimmung am Ort des Geschehens mit freundlicher Unterstützung des Sprayerzubehör-Ladens „supreme“ und der Scheune. Künftig lädt ein aufgesprühter Jimi Hendrix zum Verrichten der Notdurft auf dem Lehrer-Parkplatz neben Katys Garage ein. Die Idee stammt von Daniel Meinelschmidt.

Daniel Meinelschmidt ist längst kein Unbekannter mehr im Viertel.
Daniel Meinelschmidt ist längst kein Unbekannter mehr im Viertel.

Der junge Künstler kommt ursprünglich aus Halle, wohnt in Dresden und studiert Grafikdesign in Polen. Seit 15 Jahren ist er in der Graffiti-Szene aktiv und gestaltete schon andere Motive in der Neustadt, u.a. für den Szeneladen „Black Sheep“.

Ortsamtsleiter André Barth und Jens Rossa von r+b landschafts architekur sind sich einig: Der offizielle Aufruf an die Neustädter Graffiti-Künstler, sich an der Gestaltung der Betonflächen zu beteiligen, stärkt die allgemeine Anerkennung und Toleranz der Szene-Kunst. Christiane Weber von der Stesad GmbH verriet, dass bereits 2015 die Umgestaltung des Platzes rund um die Scheune fortgesetzt werden soll.

Die Errichtung der Toilette hat insgesamt 136.000 Euro gekostet. Die Benutzung ist kostenlos. Von den zwei Unisex-WC-Kabinen ist eine barrierefrei. Im Frühjahr sollen auch das Umfeld und der Fußweg vor Ort gestaltet werden.

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Ab morgen kann man Jimi Hendrix an der Fassade des neuen Örtchens bewundern.
Ab morgen kann man Jimi Hendrix an der Fassade des neuen Örtchens bewundern.
das fertige Kunstwerk
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29 Ergänzungen

  1. Hauptsache die Gestaltung des Umfeldes ist dann nicht so kahl wie mal abgebildet und nur mit langweiligem Chinagranit ausgelegt.

  2. Narrenhände beschmieren Tisch und Wände. Hört das nie auf zum kotzen.Das ist Sachbescädigung.

  3. @Pampelina: Mit Sachbeschädigung hat das im oben genannten Beispiel wohl recht wenig zu tun. Ich finde es außerdem richtig, dass den Künstlern Raum gegeben wird sich auf legalem Weg auszutoben. Und wenn nicht in der Neustadt, wo dann? Die Graffiti-Kunst gehört zum Viertel wie die zahlreichen Plattenläden, Kneipen usw. Zum Teil sind die Wandgestaltungen Auftragsarbeiten, die die Sprayer erhalten. Also warum an dieser Stelle von Sachbeschädigung sprechen?

  4. besonders toll ist das riesige „SGD“, was hinter katys nun schon ewig prangt. ist die einzige stelle die einfach nicht mehr übersprüht wird. auch die anderen gigantischen „dynamo“-lettern überall scheinen unter ewigkeitsschutz zu stehen. dort, liebe kids, gibts noch viel platz zum malen.

  5. Schade das nach jahrelangen Respekt nun ein Klohaus die Sicht auf das wohl prägnanteste Graffiti der Neustadt verdeckt.

  6. F31… das stimmt!

    ich würds gut finden, wenn auf der Vorderseite des Klohäuschens die Konturen des Bildes dahinter wieder „nachgezogen“ werden würden…

  7. Was soll diese Scheiße bitte, das Bild dahinter war ein Tribut…absolute Frechheit das durch eine Toilette zu verdecken…

  8. Ganz toll. Das gefällt einigen Leuten in der Neustadt aber weniger. Vorallem den echten Graffiti-Künstlern! Niemand crossed einfach so „Asia Jeff“! Desweiteren bezweifeln jetzt schon einige, dass das Klo in nem halben Jahr noch betretbar ist, geschweige denn so genutzt wird wie ihr das wollt. Contra la gentrifizierung!

  9. Sehe ich Richtig, dass das „neue Kunstwerk“ auch noch auf der Seite des Klohäuschens ist die man von der Straße aus nicht sieht?

    Dann wäre dieses „Kunstwerk“ ja eben so Sinnlos, wie die ganze Angelegenheit mit dem Klohäuschen selbst. Wenn das in einem halben Jahr noch benuzbar ist, verspeise ich einen Besen.

    Aber das kommt eben dabei raus wenn das Yuppies ein gekapertes Szenevirtel ihren Vorstellungen anpassen:
    Es muss sauberer sein! Dafür kann man schon eimal 136.000€ in die Hand nehmen und eines der am Längsten unverändeten Grafitties der Neustadt damit verdecken – aber alles nicht so schlimm, dafür kommt ein trendiges Graffiti dorthin wo man es nicht sieht – das verschafft der Szene Respekt.

    Wenn das so weiter geht hat die Neustadt als Szenevirtel bald ausgedient. Aber hey- es sind ja nur die Künstler und Kreativen, die, die vor der Wende aus der Scheiße Gold gemacht haben, die dann nicht mehr hier Leben können weil alles zu teuer geworden ist.

  10. Späti mit Clo für 50 Cent wäre meine bevorzugte Variante.
    Spart Steuergelder, ist vermutlich sauber, bis in die Nacht offen und verdeckt kein liebgewonnendes „ASiA jEFF“ mit Doppelherz.
    Dem schwer einsehbaren Jimi Graffiti wünsche ich viel Glück im Überlebenskampf.

  11. @Yuppie: Spätis machen auch um 2 zu und jede Stunden 50 Cent zu zahlen sieht wohl auch keiner ein. Zumal einige froh sind 50 Cent in der Tasche zu haben.

  12. wie gesagt- dieses Kloh wäre am Alaunpark sehr viel wichtiger und dringender gewesen bzw. ist es noch immer.
    136.000€ was für eine Summe.

  13. das ding ist ja gratis, da werde ich jetzt immer dort auf klo gehen. spart wasser und klopapier, bis ich 136000 euro erspart habe. also wenn das ding schon bald ständig zu ist, dann bin ich das.

  14. egal, hauptsache wlan, um das 01099geschnatter zu lesen.
    10 minuten ist echt zu wenig – fürn stuhlgang wie v.a. zum lesen.

  15. @ Jeff sagt:
    Aber das kommt eben dabei raus wenn Yuppies ein gekapertes Szenevirtel ihren Vorstellungen anpassen …

    jeff hat ein problem und deswegen wahrnehmungs- und zuordnungsprobleme!

    DIE STADT sind also DIE YUPPIES, die das szeneviertel gekapert haben … lange nicht mehr swowas eindeutig wahrnehmungsverzerretes gelesen.

    Im Auftrag DER STADT hat die Firma Hering Bau hat die 136.000 Euro teure City-WC-Anlage aufgebaut.
    http://www.menschen-in-dresden.de/2014/neue-oeffentliche-toilette-in-louisenstrasse/

    Damit kann Ortsamtsleiter André Barth ein weiteres Häkchen in seiner To-Do-Liste setzen. Nach der Einführung der “Netten Toiletten“, dem Urinal an der Alaunstraße, den Anti-Pinkel-Fliesen und den Hundekotwarnhinweisen ist das nun der fünfte Streich auf dem Weg zu einer Neustadt ohne Exkremente. Die nächste geplante Hygiene-Maßnahme ist dann die Errichtung einer Toilette am Alaunplatz.
    http://www.neustadt-ticker.de/aktuell/nachrichten/toiletten-fuer-die-louisenstrasse/

    Yuppies sehen in meiner welt anderes aus, nicht so dörflich, sondern modisch –> Bild

    aus meiner sicht ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass massenhaft nutzlose, weil nichtsbrigende geldverschwendende aktionen in der neustadt von diversen personen angekurbelt werden (wobei ich die toilette nicht dazu zähle), wenn ich mir die herkunft der einiger entscheidungsträger bewusst mache …

    z.b.
    Ortsamtsleiter André Barth – geboren im erzgebirgischen Schlema, aufgewachsen ist der heute 44-Jährige in Bernsbach bei Aue …

  16. @phil lip: Ich habe mir mal erlaubt, den Bild-Link anzupassen.

    Außerdem ist André Barth der mit Abstand hippste Ortsamtsleiter, den die Neustadt je hatte. Ich denke da nur an seinen Vorvorgänger, der war … nun ja. Und nicht zuletzt, Erzgebirger sind eigentlich nicht als Geldverschwender bekannt …

  17. der Ortsamtsleiter ist auch der Stadt unterständig und vom „Geldsegen“ der Stadt und damit den Auswertigen- obersten Dresden/Neustadtfremden mit abhängig.

    Beispiel: es geht schon lange Jahre um die Sauberkeit im Alaunpark – die Ideen zum Mehraufstellen von Papierkörben bzw. mehr und größere Müllbehälter = ein zuständiger Leiter der Stadt (wohnt im Süden der Stadt im Einfamilienreihenhaus) hatte diese wichtigen Anregungen einfach verworfen- die Neustädter sollen doch vermüllen und das Aufstellen von mehr Mülleimern bringe in seinen Augen sowieso nichts- …-
    Seit letztem Jahr wurden nun doch mehr Mülleimer aufgestellt. auch bei der Infoveranstaltung (wo dieser Leiter am Rande auch dabei gesessen hat) und der Internetumfrage zum Alaunpark wurde klar, dass bei der Ordnung oberste Priorität hat: mehr -ausreichende Anzahl von Mülleimern und öftere Leerungen durch die Stadtreinigung.

    Die Meinung- die Entscheidungsträger sitzen vom „Brennpunkt“ zu weit weg- stimmt meist schon ganz richtig.- wenn diese Leute öfter und direkt vor Ort wären= kämen wahrscheinlich passendere und schnellere Lösungen zu Stande.

  18. Freunde der Ordnung und/oder/sowie des Neustädter Lebens, insbesondere @phil ip,

    auf den Ortsamtsleiter lasse ich nichts kommen, hätten wir so engagierte und unsere (durchaus sehr divergierenden) Interessen ausgleichende und dennoch im Dienste der speziellen Neustädter Sache stehende Menschen nicht, sähe es hier längst anders aus.

    Statt irgendwelcher Verbote und Bevormundungen wie andere Politiker bevorzugen (wie etwa das m.E. sinnlose Späti-Verkaufsverbot) setzt Herr Barth auf konstruktive Lösungen „mit Flucht nach vorn“!

    Mir sind Leute lieber, die statt nörgeln oder verbieten, Probleme auch mal anpacken und lösen! Egal wo sie herkommen oder welcher (sofern demokratischen) Partei sie angehören.

    (Selber) Machen statt meckern oder verbieten! Das gebietet sich auch im Sinne unserer Republik Neustadt.

    Nu aber: „Schiff“ ahoj im neuem Klo! ;-)
    Mirko

    @anni: danke für die aufmunterenden Worte bzgl. des Kreativzentrums Neustadt und sei gewiß, der Bart(h) ist da und sonst auch nicht so lang wie glaubst ;-) Er ist schon sehr nahe am Geschehen im Ortsteil!

  19. Mirko: ja, das hört sich ja gut an. Dann hoffen wir mal, dass Herr Barth uns lange erhalten bleibt.

    Anton: vor 3-4 Jahren -da wurde bei dem Genannten auf Granit gebissen.

  20. OA-Leiter Herr Barth: Dafür! Ich kann mich ebenfalls nur lobend über Herrn Barth äußern und bin froh, dass wir so einen engagierten Mann hier als OA-Leiter haben. Danke!

  21. Danke für die Beförderung Herr Launer.
    anni 5 Stck mehr und 30% mehr Inhalt auch ohne Herr Barth dessen Einsatz ich gut finde.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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