Thali statt Sari – Im Little India wird gekocht

Alam Ansay und Mohammed Aslam im umgebauten Little India
Alam Ansay und Mohammed Aslam im umgebauten Little India
Die Scheiben des Little India auf der Louisenstraße 48 blieben lange verhüllt. Von November 2012 bis März 2013 wartete Besitzer Mohammed Aslam auf die Baugenehmigung für eine kleine Gastronomie. Der Umbau ist geglückt und seit dem 1. Dezember wird hier statt indischen Stoffen, Möbeln und Schmuck authentisches Fast-Food im besten Sinne serviert.

frisch zubereitetes Thali-Menü
frisch zubereitetes Thali-Menü
„Ich möchte den Dresdnern die Fast-Food-Kultur Indiens zeigen“, erklärt Aslam. Er lebt seit 2009 in Dresden. Mit dem Little India lief es die letzten Jahre nicht gut. Der größte Andrang herrscht abends in den Straßen, kleine Geschäfte bleiben tagsüber verlassen, beobachtete Aslam. Nach langem Ringen entschloss er sich, ein Lokal im modernen Stil seiner Heimatstadt Mumbai (Bombay) zu eröffnen – ohne den Folklore-Stil, dessen sich klassische indische Restaurants bedienen. „Im Little India bekommen die Leute ihr Essen sofort, ohne Wartezeit und in bester Qualität“, stellt Aslam seine Idee vor. Dazu gehört auch eine kostenlose Vorsuppe.

Gemeinsam mit Koch Alam Ansay serviert er jeden Tag eine andere Auswahl  an Mittagsmenüs, Thali genannt. Thali besteht aus drei warmen Speisen, einer Schüssel Reis, selbst gebackenem Naan-Brot, Gewürzen, Mixed Pickles und einem Dessert und kann mit Fleisch, als auch vegetarisch/vegan bestellt werden. Die frisch zubereiteten Speisen gibt es auch zum Mitnehmen. Abends bietet Aslam Essen á la carte an. Zudem plant er sonntags ein Themenmenü. Daran wird, wie auch an der Vollendung der Inneneinrichtung, noch fieberhaft getüftelt.

    Informationen und Öffnungszeiten

  • Little India, Louisenstraße 48
  • Montag bis Donnerstag 11 bis 14.30 Uhr, 17 bis 23 Uhr, Freitag und Sonnabend je bis 24 Uhr, Sonntag 11 bis 14.30 Uhr
  • Achtung! Im Dezember 2013 gilt der Montag noch als Ruhetag!


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28 Kommentare zu “Thali statt Sari – Im Little India wird gekocht

  1. ich bin überglücklich. Genau das hat in der Neustadt noch gefehlt. Schade nur das es die Nachmittagspause gibt, genau dann komm ich von Arbeit und hab Hunger.

    Nichts desto trotz ich wünsche ganz ganz viel Glück. Mit dem Geschäft, was der Neustadt wirklich noch gefehlt hat!

  2. Schade…ich finde grade Gastro-Angebote gibt es in der Neustadt schon genug und ich fand das Little India immer toll und habe gerne dort gestöbert :(

  3. hm, klingt ja gut :)

    und mal noch so nebenbei, ist da nicht genau gegenüber schon ein inder? ja klar, der ist natürlich traditionell und macht kein fast food, aber…?

  4. Und so gehen auch noch die letzten Überbleibsel des Wohnviertels Äußere Neustadt flöten. Je mehr Kneipen und Bars, desto mehr abendliches Feierfolk, desto mehr Kneipen und Bars, Restaurants und Fast-Food-Tempel. Die Neustadt verkommt zur reinen Fress- und Saufmeile.

  5. @schnee: auf den ersten Blick magst du recht haben, aber Indien ist ein riesiges Land mit gigantischen regionalen Unterschieden in der Küche. Ich hoffe auf authentische Küche – das vermisse ich bei Jaipur etwas.

  6. @Jane: Im Prinzip, ja.
    Aber: Essen gehört bei mir zum „Täglichen Bedarf“, indische Staubfänger nicht. Indische Takeaways oder indonesische Fastfood-Läden sind in England und den Niederlanden Mindestausstattung eines guten Wohnstandortes. OK, wir haben keine kolonialen Hinterlassenschaften, aber der Deutsch-Türkischen Freundschaft kann man ruhig mal was entgegen setzen. Und Gemüse mit Reis statt fettiger Pizza ist auch nicht verkehrt.

  7. Wir waren gestern Abend testen. Sehr klecker. Faire Preise (Halber Liter Roter + Vorspeisenteller für Zwei + Zwei Hauptgeichte für 27€). Das Ambiente ist für einen Inder ungewöhnlich aber sehr angenehm.

  8. @pieschener hmm, gigantische Unterschiede, okay, darüber habe ich noch nicht nachgedacht, zugegeben..
    @jean64 nur naja, hmm, naja..wars zu kalt, zu heiß, zu fade, zu angebrannt, zu pikant oder was ganau naja? gib mir ein Adjetiv! ;)

  9. Jubee:

    Gegen essen ist ja auch nichts einzuwenden. Aber mal ehrlich: Ich glaube nicht, dass es da irgendwelche Engpässe oder zu wenig Abwechslung in der Neustadt zu befürchten gibt… also noch ein weiterer Laden hätte einfach nicht sein müssen. Zumal es schon mindestens drei Lokalitäten mit indischer Küche in der Neustadt gibt (Jaipur, Maharadscha, Scheune – mehr fällt mir spontan nicht ein.

  10. Sehr, sehr, sehr leckere Küche. Viel besser als im Jaipur und vor allem eine hellere Atmosphäre, die trotzdem sehr familiär ist! Speisekarte ist viel, viel länger als man von außen denkt! Insgesamt anfangs skeptisch, aber am Ende – auch preislich – positiv überrascht.

  11. gerade weil man als anwohner nicht immer komplett essen gehen möchte, finde ich genau das konzept super.

    Kann das Gemecker nicht verstehen.

  12. Waren heute dort essen und sind begeistert: super leckeres Essen mit angenehmer Wartezeit und gerechtfertigten Preisen- sehr angenehm, wenn man um die Ecke wohnt und einfach schnell etwas Gutes essen möchte. Wenn man das typische „Wir-waren-heute-essen“-Gefühl haben will, kann man ja immer noch ins Jaipur gehen, aber uns hat es im Little India irgendwie besser gefallen, sodass wir dort sehr gerne Stammgäste werden.

    Toitoitoi, dass es gut läuft!

  13. Waren gerade das erste mal im Little India. Weil wir es einfach nur mal ausprobieren wollten, und garnicht soviel Hunger hatten, haben wir uns ein Thali zu zweit geteilt und zwei Lassis dazubestellt.

    Schon bei der Bestellung wurden wir umständlich darüber aufgeklärt, dass sie nur Verlust damit machen, wenn man sich zu zweit ein Thali teilt, weil man ja soviel Reis und Naan dazunehmen darf wie man will. Wir versprachen das System nicht auszunutzen und versicherten noch ein zweites Thali zu bestellen, wenn wir dann noch Hunger hätten.

    Das Thali kam, nach einem zweiten Besteck mussten wir fragen. Der Geschmack des Essens war durchschnittlich, die Lassis waren gut. An den Nachbartischen wurde gefragt, ob noch Reis und Naan benötigt wird, wir wurden links liegen gelassen. Letztendlich war die Standardportion für uns aber okay, wir wollten ja nur probieren…

    Nach dem Bezahlen haben wir versucht vorsichtig vorzuschlagen, dass sie ja eine Zusatzgebühr für die zweite Person verlangen könnten, wenn sie Angst davor haben, dass zu viele Kunden sich quasi kostenlos von Reis und Naan ernähren wollen. Wir wurden sehr unfreundlich angegangen und mit vollkommen unlogischen Argumenten überhäuft (dabei wollten wir nur helfen). Zum Abschied wurde uns gesagt, dass man sich freuen würde, wenn wir nicht mehr wiederkommen.

    Kopfschüttelnd verließen wir den Laden und konnten kaum glauben, was da gerade passiert war…

    Fazit: Essen durschnittlich, Service unterirdisch.

  14. Dass die Neustadt zur Fress- und Saufmeile verkommt sehe ich genauso wie Jane, und als Anwohnerin bedauere ich auch, dass durch das Eröffnen eines weiteren „Restaurants“ (passt als Begriff für mich nicht damit zusammen, dass man Fastfood anbieten will) ein weiteres normales Ladenlokal verloren geht. Denn nach dem Umbau zur gastronomischen Nutzung wird das wohl auch in Zukunft so bleiben wenn die Infrastruktur im Laden einmal da ist.
    Eine weitere Möglichkeit, zu Essen ist für die Anwohner an sich nicht notwendig, die Auswahl ist groß und bereits vielfältig und ja auch nicht der erste Inder im Umkreis, in Laufnähe sind, wie auch Vorredner schon schrieben, Scheune, Jaipur und Maharadscha…
    Dies zeigt doch, dass das Angebot sicher darauf abzielt, mit dem Partyvolk den Umsatz zu machen, was wiederum weiteren Lärm und Verschmutzung nach sich zieht.
    Ich verstehe den Sinn ehrlich gesagt auch nicht, direkt gegenüber eines inzwischen eingesessenen Inders mit gleichem Angebot sein Glück zu versuchen, zumal die Preise auf den ersten Blick nicht gerade Fastfood-like anmuten, jedoch das Ambiente ziemlich karg und nicht sonderlich bequem rüberkommt. Dann doch vielleicht lieber 3 € drauf legen, und in etwas ansprechenderer Athmosphäre essen.
    Ich gebe der Sache eine begrenzte Haltbarkeit, in spätestens 2 Jahren wird da doch die nächste Fressbude eröffnet…

  15. Tja, genehmigt wird viel, und auf dem freien Markt ist das nun mal eben so – aber die Konsequenz ist halt auch, dass viel eröffnet wird. (Aber zum Glück ja irgendwann auch wieder geschlossen- allerdings wie ich vorher schon schrieb, wenn zur Gastronomie einmal umgebaut wurde, bleibt das in diesem Laden auch sicherlich so).
    Ich finde zig Backshops genauso unnötig wie einen weiteren Imbiss, da es dem Viertel bzw. seinen Bewohner keinen Mehrwert bringt – meiner Meinung nach aber mehr Lärm und Dreck der Partygänger, die aber schon genügend Angebote vor der Nase haben.
    Ein kleiner Händler wäre mir persönlich, und ich denke vielen anderen Anwohnern auch – da lieber gewesen.

  16. Als ich das erste Mal vom Thali-Restaurant in DD hörte, war ich hellauf begeistert. Genau das vermisse ich schon lange! Nun, nach insgesamt über 1 Jahr in Indien vermisse ich halt die dortige Küche.
    Das Grundkonzept läßt sich nur schwer umsetzen: Es wird nachgereicht (von allem), bis man satt ist. Aber mal schauen!
    Erster Besuch: angenehm moderne Atmosphere, auch das ist Indien. Preise: O.K. für ein schnelles Mittagessen. Mir zu teuer, um dort oft zu essen, aber für gelegentliche Besuche in Ordnung.
    Das Essen: Gut. Leider vermisste ich die Vielfalt und tiefe indischer Aromen. Bitte, passt Euch nicht wie so viele ausländische Restaurants an’s deutsche an! Das Brot – nun, so schlechtes fand ich nie in Indien. Ein hartes Brett, kein Geschmack. Wie soll ich damit das Essen greifen?
    Daß Reis und Brot nachgereicht werden, weiß ich nur aus diesem Forum. Im Little India kein Hinweis darauf, wir wurden auch nicht darauf hingewiesen.
    Noch mal? Demnächst versuche ich es noch mal. Aber bis jetzt von mir nur ein so O.K. Lieber gehe ich für 7,99 ins Kamasutra, da schmeckts richtig!

  17. Zweiter Versuch – und diesmal deutlich besser. Curries aromatisch, Brot weicher, Nachschlag angeboten.
    War wohl letztes Mal einfach ein schlechter Tag.
    Weiter so!

  18. Super gutes essen und seht netter Service!!!!
    Ich hätte am liebsten den Teller abgeleckt:-)))

  19. Ich war zuletzt mit einem Bekannten dort essen. Mein Palak Paneer war so unglaublich lecker wie es vor vielen Jahren in der Scheune mal war, und sowohl das Mutton Tikka meines Bekannten als auch das frittierte Gemüse waren köstlich.
    Bei anderer Gelegenheit wurde meiner Liebsten und deren Freundin vom zusätzlichen Vorspeisenteller mit den Worten „Das schaffen sie nicht alles“ abgeraten. Das habe ich so noch nicht erlebt und ist in meinen Augen ein weiterer Pluspunkt.
    Zum Thema Ambiente: Das ist mir ziemlich egal, wenn das Ecken gut schmeck!
    @Anton: So langsam entwickelt sich das NG zu meinem persönlichen Neustadt-Tripadvisor! ;-)

  20. @Booby: Das trifft scheinbar nicht nur auf Dich zu. Allerdings ist das nicht ganz unproblematisch. Denn wenn Neustadt-Kneipen-Besucher X irgendwo unzufrieden ist und nun seine Meinung loswerden will, googelt er des Etablissement und landet halt häufig beim Imbiss-Test des Neustadt-Geflüsters. Daher sind die Kommentare, die nach Monaten eintreffen, in der Regel eher negativ. Aber schön, wenn es mal ne Ausnahme von der Regel gibt.

  21. @Anton: Mein Tripadvisor-Kommentar bezog sich weniger auf vorherige Kommentar-Bewertungen. Ich koche und esse halt gerne international, freue mich immer, hier auf neue Restaurants hingewiesen zu werden, und arbeite die Liste dann systematisch ab! ;-)
    Ocakbasi, Little India und To waren dabei sehr positive Erfahrungen, nochmals danke für die Hinweise!
    Und sorry für die späte negative Rückmeldung zum Amsterdam, hier war ich einfach enttäuscht darüber nicht das Gewünschte essen zu können. Ansonsten halte ich nicht viel vom anonymen verbalen Abkotzen im Internet!

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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