Fehlschicht im Puschkin

Fehlschicht
Fehlschicht
Am kommenden Sonnabend tritt in der Vergnügungsstätte „Puschkin“ im fernen Pieschen die wohl legendärste Band der Neustadt auf: „Fehlschicht“. Ihr Song „Endlich sind wir annektiert“ trägt den Film zur Bunten Republik Neustadt 1990 und auch das Gefühl der damaligen Zeit.

Später musste Frontmann Zack unbedingt berühmt werden und die Band litt an Auflösungserscheinungen. Irgendwann gab es dann sogar eine Spontandemo zum Hause des Sängers unter dem Motto „Fehlschicht statt Frühschicht“, die dann wiederum in einer Dresdner Zeitung so kommentiert wurde: „Rund 50 arbeitslose Jugendliche haben gestern in der Neustadt für den Erhalt von Arbeitsplätzen demonstriert“. Da hatte wohl irgendwer nicht richtig zugehört.

Zum Konzert am Sonnabend präsentiert die Band ihr neues Album „Nackt am Strand“, da lässt sich überprüfen, ob der eigene Anspruch „der Spaß an der Musik ist größer als die musikalisch-handwerklichen Fähigkeiten“ immer noch gilt.

  • Fehlschicht im Puschkin: Sonnabend, 12. Oktober, 20 Uhr, Eintritt: Vorverkauf: 8 Euro (mit CD), 7 Euro (ohne CD), Abendkasse: 9 Euro.
  • Das Neustadt-Geflüster verlost zweimal zwei Freikarten. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Einfach eindeutiges Interesse hier in der Kommentarspalte bekunden. Fehlschicht-Geschichten von damals können sich vorteilhaft auf das Losglück auswirken.

16 Kommentare zu “Fehlschicht im Puschkin

  1. Öhm, das Puschkin ist aber nicht mehr in Pieschen sondern in der Leipziger Vorstadt, welche zur Neustadt gehört, oder?

  2. Wieso Fehlschicht-Geschichten ?

    1. bin ein zugereister Pieschener ( Hubertustrasse )

    2. bin Baujahr Ende der 40er

    3. Fehlschicht kenn ich nicht

    4. das muß sich ändern

    5. bin für fast alles unbekannte offen zum Erkunden

    6. habe an dem Abend Zeit

    7. meine Frau will auch mit

    uff, Ali hofft auf das Glück.

    Ali Mente

  3. Ali Mente hat sicher nix dagegen, wenn ich bei ihm die Maske klau…

    Wieso Fehlschicht-Geschichten ?

    1. bin eine zugereiste Freitalerin

    2. bin Baujahr Ende der 30er

    3. Fehlschicht kenn ich nicht

    4. das muss sich ändern

    5. bin für fast alles Unbekannte offen zum Erkunden

    6. habe an dem Abend Zeit

    7. mein Mann will auch mit

    uff, Annam Nese hofft auf das Glück.

    Danke Ali :-)

  4. Früher war sowieso alles besser. Der Nickernbus sammelte einen in der Neustadt ein und brachte einen in’s Schloss, woselbst die endgültig vorletzte Trauerfeier ob Fehlschichts Ableben gegeben wurde. Auch in der Scheune fanden noch Konzerte statt und danach Disse bis zum Morgengrauen. Kassettencover noch liebevoll gebastelt mit nacktem Zack, über den ästetischen Gewinn ließ sich damals, und umso mehr heute (nuja, wir sind alle nicht jünger geworden…) streiten. „Fehlschicht stirbt“? Von wegen! In unseren Herzen haben sie sowieso immer gelebt und nun sind sie also wieder erstanden. Nachdem wir 23 Jahre belogen, 23 Jahre betrogen wurden, die ganze Scheisse weggeschluckt, Ideale verbogen und Kinder (v)erzogen haben und niemand in Sicht ist, der uns annektieren wöllte oder könnte, immerhin ein Lichtblick im tristen Dresdner Alltag. Auch wenn diese und hoffentlich weitere Konzerte meine Existenzkrise nicht wirklich mildern können, eine willkommene Aufmunterung vor dem wohl doch wieder ausfallenden Generalstreik am 4.November. (Am 4.11. um drei!!!)

  5. Lieber Anton,ich bitte auf Knien um die Freikarten, ich hab Fehlschicht von Anfang an gelieeeeeeeeebt. Wir waren soooo jung damals. Um das nochmal Revue passieren zu lassen benötige ich dringenst die Freikarten. DANKEEEEEE

  6. Am 3. Februar 1990 im Bronxx gesessen, übervoll, laut, stinkend, muschebubu, herrlich und Julia, Uli, Uta und andere weintrinkende, pfeiferauchende Konsorten kennengelernt; zu Mehreren auf Teekisten gesessen, billigen Rotwein getrunken, viel gelacht und über die Rettung DER Welt oder wenigstens unserer kleinen, der mit den drei Buchstaben, gesponnen. So eng war’s, dass gerade noch die Kippen ihren Weg zum Fußboden fanden. Die Julia verpasste mir dann einen neuen Namen, der mir immer noch gelegentlich zugerufen wird und U fand ich toll. Sie luden mich dann ein, zum nächsten Fehlschichtkonzert mitzukommen; Fehlschicht klang gut, Name Programm? inner jungen, teils der Arbeiterklasse zugehörigen intelektualiserenden Gemeinschaft? Sie spielten inner Kirche oder nem Gemeindehaus (nicht dem Pep, aber wo war’s dann?), dort dann bin ich auch der U näher gekommen. Das Konzert war auch schön und der Anfang einer großen Liebe (natürlich zu Fehlschicht). Aber das ist dann die nächste Geschichte und wegen derer Fortsetzung gehe ich am Sonnabend ins Konzert, egal, ob mit oder ohne Freikarte. Mit dir, Anton, oder?!

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.