Martin-Luther-Platz – 2013 keine Sanierung mehr

Das Umfeld der Kirche soll umgestaltet werden.
Das Umfeld der Kirche soll umgestaltet werden.
Seit sechs Jahren laufen die Planungen zur Umgestaltung des Martin-Luther-Platzes. Bei der Ortsbeiratssitzung am vergangen Montag war die Rede davon, dass die Sanierung und Umgestaltung nun in diesem Jahr beginnen soll. Auf Nachfrage konkretisiert die Stadtverwaltung. Pressesprecherin Anke Hoffmann: „Die bauvorbereitenden Maßnahmen sollen noch in diesem Jahr erfolgen, der Baubeginn ist für das Frühjahr 2014 vorgesehen.“

diese Stellplätze entfallen nach der Umgestaltung
diese Stellplätze entfallen nach der Umgestaltung
Die Umgestaltung wird den Platz verändern. 81 Parkplätze werden wegfallen. Künftig sollen Autos nur noch an den Außenseiten des Platzes schräg zur Fahrbahn abgestellt werden. Die Pläne des Bauausschusses, den Platz zu asphaltieren (Neustadt-Geflüster vom 13. September 2012) sind aus Gründen des Denkmalschutzes nicht durchführbar. Nun wird der ganze Platz gepflastert. Um den Platz möglichst barrierefrei überqueren zu können wird teilweise geschnittenes Pflaster eingesetzt. Der Fußweg an der Westseite, zur Martin-Luther-Straße hin, soll deutlich breiter werden. Alle Fußwege erhalten Granitkrustenplatten. Es werden zusätzliche Fahrradstellplätze geschaffen und die Ost-Seite, zur Pulsnitzer Straße hin, soll einen unterirdischen Wertstoffcontainer bekommen. Bleiben werden die Hochbeete vor der Kirche. Die werden zwar von vielen Anwohner nur als Hundeklo empfunden, eine Entfernung dieser Beete würde aber bedeuten, dass auch die Bäume darin weichen müssten, da diese die Flächen für ihre Wurzeln brauchen.

So soll der Kirchenvorplatz aussehen. Deutlich zu erkennen, der verbreiterte Fußweg an der Martin-Luther-Strraße und die schräg zur Fahrtrichtung angeordneten Stellflächen.
So soll der Kirchenvorplatz aussehen. Deutlich zu erkennen, der verbreiterte Fußweg an der Martin-Luther-Strraße und die schräg zur Fahrtrichtung angeordneten Stellflächen.
Die Pläne zur Umgestaltung des Platzes, der Straßen und der Fußwege wurden in mehreren Bürgerworkshops und -versammlungen zwischen 2007 und 2010 erarbeitet. Zu den Kosten der Umgestaltung will sich die Stadtverwaltung nicht äußern, da die Planungen noch nicht abgeschlossen sind. Zuletzt war eine Summe von rund 850.000 Euro genannt worden. Obwohl seit der letzten öffentlichen Präsentation im Dezember 2010 schon einige Zeit vergangen ist (Neustadt-Geflüster vom 8. Dezember 2010), sollen die Pläne nicht noch einmal öffentlich vorgestellt oder diskutiert werden. Anwohner und Gewerbetreibende sollen „rechtzeitig und frühzeitig“ von dem bevorstehenden Beginn der Bauarbeiten informiert werden.

42 Kommentare zu “Martin-Luther-Platz – 2013 keine Sanierung mehr

  1. …und wieder einmal wird zu Ungunsten der Anwohner „verschönert“! :(((

    Ist genau so eine „Anti-Anwohner-Aktion“ wie zuletzt auf der Friedens- und der Gutschmidtstr., wo die ohnehin schon viel zu wenigen Parkplätze noch mehr zusammengestrichen wurden, um Bäumchen mit Rabatte drumrum auf der Straße zu pflanzen! :((

    Und jetzt gehts am Luther-Platz weiter – super Idee!!!
    „81 Parkplätze werden wegfallen.“ – garkein Problem! Bei der (auch jetzt schon) „super entspannten“ Parkplatz-Situation in der Neustadt, können wir doch locker auf 81 (!) Plätze verzichten!
    Nehmen die Anwohner dann halt ihre Autos mit in die Wohnung hoch! – Oder wie haben die sich das vorgestellt???
    Prüft denn keiner mal deren Schnaps-Ideen auf Alltagstauglichkeit???

    Wenn schon Umgestaltung, dann im Interesse der Anwohner – ist das denn zuviel verlangt?????

  2. blaueralptraum: „Die Pläne zur Umgestaltung des Platzes, der Straßen und der Fußwege wurden in mehreren Bürgerworkshops und -versammlungen zwischen 2007 und 2010 erarbeitet.“ Das würde ich so deuten, dass sich da die Bürger wohl insgesamt für eine Reduktion der Parkplätze entschieden haben. Ich meine mal gehört zu haben, dass die Hinweise der Bürger von „keinen Parkplatz wegnehmen“ bis „alle Parkplätze weg“ gereicht haben. Was ist denn dann nun Bürgerwille? Im Moment wirkts wie ein Parkplatz, auf dem zufällig eine Kirche steht – schön ist anders.

  3. @ blaueralptraum: Ja schade das mensch seine geliebte Blechkiste nicht ins Schlafzimmer mitnehmen kann, wirklich schade!
    Dann sollten wir deiner Argumentationskette folgen und einfach ein dreistöckiges Parkhaus direkt vor den Eingang der Lutherkirche setzen, da biste doch dann zufrieden, oder?
    Und – nicht alle Anwohner sind Autobesitzer! Wo bleiben in deiner Welt deren Interessen?
    Achso – noch ein Tipp: Die Straßenbahnstation liegt nur 50 m vom Lutherplatz entfernt (kennste die eigentlich?), und bald gibts auch Radfahrstreifen auf der Bautzner ;)

  4. Nichts grundsätzliches gegen Autos – wer eines braucht. Aber bitte auch bedenken, wie viel schönen öffentlichen Raum so eine Kiste einnimmt, Sicht(achsen) auf schönes (z.B. Gebäude, Pflanzen, etc.) versperrt, Leute nicht verweilen lässt oder umweltfreundlichere, praktische(re) Verkehrsmittel dort abstellen könnnen.
    Wenn man nur 5-10 Minuten Gehstrecke einplant, muss man übrigens nicht 10 x um die Kirche holpern und sich aufregen. An der Peripherie findet sich nicht nur ein freies Parkplätzchen und sogar noch für lau!

    Wenn ich mich nicht täusche, wurden und werden gerade auf der Gutschmidt-, Friedens-, und Helgolandstraße mehr Parkplätze geschaffen, indem Querparken sozusagen legalisiert wird und somit endlich dem Autobürgerwillen entsprochen wird. Jetzt kann dieser natürlich wieder meckern, dass er nur noch von einer Seite aus reinfahren darf, weil Einbahnstraßen entstanden sind.

  5. ich finde die reduzierung der parkplätze gut. der martin-luther-platz ist viel zu schön, um ihn weiter als vollgerammelten blechabstellplatz zu missbrauchen.

  6. Mal ganz grundsätzlich gedacht: Die Zeiten, in denen jeder sein Auto vor der Tür hat, neigen sich dem Ende zu. Natürlich werden Menschen weiterhin auf Autos angewiesen sein (die Beispiele sind bekannt: Familien mit Kindern, Handwerker, Wohnort nicht gut an den ÖPNV angebunden). Aber es gibt genug Menschen, zumal im Zentrum großer Städte, die ohne (eigenes) Auto auskommen können. Und hier durch den Wegfall (ggf. kostenfreier) Parkplätze den Druck zum Umdenken zu erhöhen, finde ich legitim. KLar ist ein eigenes Auto bequemer. Aber in der Stadt ist man damit sowieso kaum schneller (wenn überhaupt) als der ÖPNV. Und für längere Fahrten nach außerhalb gibts andere Möglichkeiten.

  7. Wenn ich mich nicht sehr täusche, wurde doch kürzlich ein Parkhaus gebaut oder? Und auf der Kamenzer gibts doch auch noch eins. Ich würde vorschlagen, diese auch zum Parken zu benutzen. Und dann einfach den neuen Lutherplatz genießen, der, wie richtig festgestellt worden ist, MIT den Bürgern zusammen geplant worden ist.

  8. Würde man diese komische Kugel in der Mitte entfernen und auch diese Bäume, die im Grunde nur Laub abwerfen auf unsere Autos, dann könnte man auf dem Platz noch mindestens 40 weitere PKW unterbringen.

    Wo ist eigentlich die FDP, wenn man sie mal braucht?

  9. ähm, es wurde doch kürzlich ein riesenparkhaus eröffnet? auch im Parkhaus Kamenzer Straße soll ja die Kapazität noch nicht erschöpft sein. Also scheint mir die Parkplatznot in dem Teil der Neustadt eher nicht existent zu sein.

  10. @Kurt:
    Wie stellst Du Dir das vor? Da müßte man doch vom Parkhaus nach Hause laufen. Möglicherweise mit Einkaufstüte oder durch den Regen! Kaum zuzumuten und mit Kindern physikalisch unmöglich!
    Außerdem müßte das bezahlt werden, was dem Menschenrecht auf kostenlosen Zugang zu Parkflächen widerspricht!

  11. @ blaueralptraum: S.ebnitzer hat Recht – die von Dir angeprangerte Maßnahme bringt auf den benannten Straßen MEHR Parkmöglichkeiten als vorher! Vor allem die Gutschmidstraße (Schrägparken) als auch die nördliche Friedensstraße nimmt jetzt mehr auf.

    Statt immer nur danach zu meckern kann man auch mal die Öffentlichkeitsveranstaltungen zum Thema besuchen (letzten Sommer) und sich richtig informieren/ diskutieren. Und: einen Baum statt einer Blechkiste finde ich keinen schlechten Tausch…zumindest haben da alle Anwohner was von, nicht nur eine ausgewählte Gruppe.

  12. Ich wohn ja am Lutherplatz und bin einer dieser miesen Verbrecher, die ein Auto haben und es auch – gelegentlich – benutzen. Ich find die Umgestaltung aber trotzdem gut. Und find’s auch okay, dass da Parkplätze wegfallen.

    Aber ich glaube, es gibt auch Leute, die ein Auto nicht zum Spass fahren, sondern wirklich darauf angewiesen sind (z.B. Arbeit in ländlicher Gegend, Pendler, ÖPNV ist teuer und schlecht ausgebaut, Eltern wohnen woanders und müssen gepflegt werden, ….) – und die echt finanziell zu knabbern hätten, wenn sie sich einen Stellplatz in einem der Parkhäuser mieten müssten. 60 Euro monatlich wie im Parkhaus auf der Bautzner sind nicht von jedem einfach aus dem Ärmel zu schütteln.

    Will sagen: Weniger Autos (und Parkplätze) in der Neustadt find ich auch richtig. Aber Polemik à la „seine geliebte Blechkiste nicht ins Schlafzimmer mitnehmen“ etc. ist nicht nur nervig, sondern auch ein wenig unsozial gedacht. Ganz so einfach isses halt auch nicht.

  13. @information:
    Klar gibt es immer Fälle für die dies oder das grade besonders schlimm ist, da muß dann auch eine Einzelfall-Lösung gefunden werden. Ob die Mehrheit der Lutherplatz-Parker jetzt derart betroffen wäre, würd‘ ich mal bezweifeln…

  14. Also wirklich sinnvoll wäre es doch, den Alaunpark zu asphaltieren und zum Parkplatz zu machen. Das löst das Problem mit dem Müll dort und gleichsam noch das des Parkplatzmangels in der Neustadt. Und die ganzen Jugendlichen bleiben auch weg.
    Ich werde mal bei der Stadt anrufen, wie’s damit aussieht. Die bekomme ich bestimmt auf meine Seite.

    (Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.)

  15. @ information: Tschuldigung, da sind wohl die Pferde mit mir durchgegangen, is halt ne emotionale Sache für nen Verkehrsingenieur.
    Noch was zu den Preisen – ich würd sagen, das Gegenteil von „ÖPNV ist teuer“ ist der Fall: Autofahren ist halt nicht nur mal Benzin nachkippen. Die versteckten Kosten für Versicherung, Tüv usw. werden gern milde lächelnd ausgeblendet, sind aber definitiv da! Laut ADAC liegen die Kosten pro 100 km für einen Polo bei 35,51 Euro. Das sollte so ungefähr ein Job-Ticket sein und da darf man dann auch gern mehr als 100 km im Monat fahren. Außerdem gibts heute viel mehr Möglichkeiten der Mobilität als nur reflexartig zum Autoschlüssel zu greifen. In meiner Laufbahn sind nur wenige Beispiele aufgetreten wo’s wirklich ohne Auto gar nicht ging (z.B. in Kleingießhübel), alles andere waren einfach nur bequeme Ausreden.

    (Quelle: http://www.rp-online.de/auto/ratgeber/top-25-betriebskosten-der-beliebtesten-autos-1.2662280)

  16. Wegfall der Parkplätze ist sch… das kann jeder Anwohner nachvollziehen der schön mal Abends Runden um den Lutherplatz gekreist ist.
    Zumindest sollte man mal darüber nachdenken, ab 19 Uhr nur noch Anwohner parken zu lassen. Das funktioniert doch in den Kneipenvierteln anderer Großstädte auch, z.B. Schanze in Hamburg oder München Schwabing.
    Kneipenbesucher können doch gern mit Taxi oder den Öffentlichen kommen.

    Das sollte mal beim Ortsbeirat eingekippt werden!

  17. information: Ja, es gibt Leute, die auf ein Auto angewiesen sind, keine Frage. Den ländlichen Wohnort können wir für die Neustadt mal aussschließen, den schlechten und teuren ÖPNV auch. Ich habe wenig Verständnis für Einpendler in die Neustadt, die ihre Karre direkt vorm Laden parken wollen, bzw, die sind selber schuld. Wer in der Neustadt arbeitet, wird das wohl weit überwiegend südlich vom Alaunplatz und westlich von der Prießnitzstraße tun – und da kommt man mit ÖPNV und etwas laufen überall hin. Und dann bleiben m.E. nicht mehr so furchtbar viele übrig, die zwingend in der Neustadt parken müssen.

  18. Gespaltener Meinung bin ich. Klar kann man sich freuen, wenn ein Platz aufgewertet und verschönert wird. Doch zu was für einem Preis? Meines Erachtens ist hier eine Umgestaltung zum gegenwärtigen Zeitpunkt purer Luxus. Können wir uns den, angesichts dringender Sanierungsaufgaben in anderen Wohngebieten, leisten? Das Bogenvirtel hätte deutlich mehr Bedarf.
    @ den offenbar besser verdienenden Ökos hier:
    wer bitte aus der ursprünglichen Bevölkerungsschicht in der Neustadt kann satte 60€ mtl. nur für einen PKW-Stellplatz im Parkhaus berappen? Es geht nicht darum mal ein paar Meter weiter zu laufen. Das muss man auch jetzt schon.
    ÖPNV ist für die meisten Arbeitswege und viele Besorgungen noch lange keine praktikable Möglichkeit. Ohne wirkliche Not müssen nun mutmaßlich nicht 81 Autobesitzer, sondern ganze 81 Haushalte am MLP auf ihren Stellplatz verzichten. Ich verstehe gut, wenn das jemand sauer aufstößt.

  19. @Karschti: Ich denke nicht, dass es purer Luxus ist. Die Fahrbahnen sind ziemlich im Eimer, das Parken völlig chaotisch.
    Es gibt sicher 1000 andere sinnvolle Möglichkeiten. Aber die Neustadt ist Sanierungsgebiet, da fließen nun mal Gelder speziell in den Stadtteil, die ansonsten gar nicht flössen.

    Und ganz ehrlich: wenn es dabei um die Kosten geht, frage ich mich, wie die Leute dann ein Auto anschaffen, Versicherung, Steuer, Sprit und Reparaturen bezahlen. Klar sind 60 Euro mehr im Monat eine Menge Geld. Dann überlegt man es sich halt zweimal, ob die Karre so dringend ist.

    Ich habe mal gelesen, dass die Neustadt in Dresden den geringsten Anteil an Autobesitzern hat (Weißig den höchsten). Die Neustädter haben sicherlich nicht deswegen kein Auto, weil sie keinen Parkplatz finden, sondern weil sie ohne Auto klarkommen.

  20. dieses reflexhafte ideologisierte anti-auto-Gegeifer vieler hier ist zum K…..
    Ihr haltet euch eben für die besseren Menschen (angebl. Umweltschutz)- da haben Autonutzer aufs Land zu ziehen

  21. @Rabe
    Danke für Deine differenzierte und fundierte Meinungsäußerung!
    Ich kann der Argumentation jedoch nicht vollständig folgen: Wo wurde denn gefordert, Autonutzer auf’s Land zu verbannen? Wo wurden Ideologien verbreitet? Es wurden hier und in anderen threads Argumente, die eher gegen Autos (vor allem im Stadtverkehr) sprechen, vorgebraucht und Alternativen für bestimmte „usecases“ benannt. Wenn Du das anders siehst, steht es Dir doch frei, Gegenargumente vorzubringen.
    Ob sich jmd. der Diskutanten für „besser“ hält, kann ich nicht sagen (das wäre aber im Übrigen eher ein psychologisches und kein verkehrspolitisches Problem), ich für meinen Teil halte zumindest die Argumente der „Autogegner“ bisher für besser…

  22. @ Rabe:
    http://www.duden.de/shop/nachschlagen/duden-praxis-rechtschreibung-und-grammatik-2
    Ist gar nicht teuer – es lohnt sich!

    Noch etwas: Es geht nicht darum, das Auto zu verdammen. In einer inter- und multimodalen Zeit mit Herausforderungen wie dem Struktur- und demografischen Wandel ist das auch oft gar nicht möglich. Allerdings haben die letzten Jahrzehnte in Stadtplanung und -politik, wie nahezu überall in Deutschland, zu einem Ungleichgewicht zu Gunsten des Automobils geführt. Die daraus entstandenen Probleme kann Jeder sehen und es wird auch noch Jahrzehnte dauern, diese zu beheben.
    Das Fahrrad ist da nur ein möglicher, praktischer Ausweg, siehe Kopenhagen, Amsterdam, Münster.

  23. lassen wir mal dahingestellt, ob man privat ein Auto braucht, wenn man in der Neustadt wohnt (ich brauch zufällig eins, weil ich Berufspendler bin und wenn ich das richtig verstanden habe, wegziehen sollte/müsste)- ich stelle mir aber immer wieder die Frage, warum die „Kneipengänger“ mit dem Auto in die Neustadt kommen (es stecken kaum in der Hälfte der geparkten Autos Bewohnerparkausweise) … ich würde für solch Gelegenheiten auf Straßenbahn und/oder Taxi zurückgreifen, könnte doch durchaus passieren, das man zufällig etwas Alkohol zu sich nimmt ;-)

  24. Pendeln als Beruf?
    Ja, nee, schon klar ;)
    Arbeitsplatz wechseln wär‘ auch ’ne Option
    (nochmal ;) )
    Bus und Bahn, Fahrgemeinschaft, carsharing, Wochenendbeziehung,… es gibt immer Alternativen. „Ich brauch ein Auto“ ist für mich wirklich nur in Einzelfällen wirklich wahr. (Was nicht heißt, dass es nicht ausgerechnet bei Dir der Fall ist…kenn‘ ja die Umstände nicht.)

  25. Sollen Abends und am WE nur noch Anwohner parken dürfen.
    Neustadtbesucher gern weiterhin, aber per Taxi oder Öffentlichen. Alternativ Parkhaus Bautzner!

  26. @Anja: Das dieses Parkhaus von Besuchern nicht genutzt wird, ist mir schleierhaft. Selbst zur BRN war das nicht mal zur Hälfte gefüllt, während auf der Weintraubenstraße der gesamte Fußweg zugeparkt war.

  27. Generell sagt zeigt schon eine einfache Rechnung, dass nicht die Auswärtigen schuld sind: vor ein Gründerzeithaus passen vielleicht 4-5 Fahrzeuge längs auf die Straße.
    Frage 1: Wieviel Autos darf es im Haus geben, damit die Bilanz aufgeht?
    Frage 2: Wie sieht das aus, wenn es zusätzlich noch ein Hinterhaus gibt?
    Frage 3: Wieviel Autos gibt es tatsächlich pro Haus?

    Das kann je spaßeshalber mal jeder für sein Gebäude durchrechnen. Die Rechnung wurde mal im Hecht aufgemacht, als es dort um Anwohnerparkausweise ging – fand ich sehr schlüssig!

    Fazit: Gründerzeitviertel sind nicht darauf ausgelegt, dass jeder 2. oder 3. Haushalt ein-zwei Auto(s) sein eigen nennt. Wer hier wohnt, sollte das wissen.

    DEN optimalen Wohnort wird es nie geben – jeder Standort verlangt Kompromisse! In der Neustadt ist u.a. einer, dass man möglichst ohne Auto klar kommen sollte – oder jeden Abend Parkplatz sucht – oder einen gewissen Betrag zusätzlich ausgibt, damit das Baby im Trockenen steht.

    Es aber als generell „Anwohnerfeindlich“ zu bezeichnen, wenn Parkplätze wegfallen, ist Quark: es gibt eben genug Anwohner, die den richtigen Schluss für sich gezogen haben und sehr gut mit dem „Wegfall“ klarkommen. Dafür bekommen sie eben: mehr Platz, sichere Straßenquerungsmöglichkeiten, besseren Fahrbahnbelag (Radgeeignet), Grün…

    @ Anton: durfte man am BRN-Wochenende ins Parkhaus rein? Ich sah mal einen, der wollte – dann wegfahren musste…

  28. @ E-Haller: Ich kann bezeugen, dass es zur BRN möglich war, im Parkhaus zu parken UND dass es total leer war.
    Ich möchte mal noch anmerken, dass das ÖPNV-Netz von Dresden mit Abstand das beste ist, das ich kenne.

  29. Oh. @E-Haller: Ja durfte man, nur nicht aufs Dach, da stand ein Security-Mann, der Autofahrer wieder in die unteren Etagen verwies, aber dort war viel Platz.

  30. @Christl: Das Netz mag mit Abstand das Beste sein, die Preise nerven mich aber langsam. Solltest Du schulpflichtige Kinder ab einem Alter von 15 Jahren haben, zahlen diese – so sie keine Monats- oder Wochenkarte benötigen – ab November 2013 für Fahrten mit Bus und Bahn 2,20 Euro, jetzt 2,00 Euro. Zweimal Training pro Woche kostet 8,00 Euro bzw. 7,50 Euro für die Viererkarte. Ermäßigte Einzelfahrten und Viererkarten gelten für alle möglichen Menschen, aber nicht für Schüler mit amtlichem Schülerausweis ab 15 Jahren.

  31. @Peter: Bei vier Fahrten die Woche kommst Du dann mit der Abo-Monatskarte schon günstiger. Und falls der Schulweg der Gören länger als 3,5 Kilometer ist, gibt es übrigens Zuschüsse von der Stadt Dresden, allerdings sind die Bearbeiter der Stadtverwaltung dabei ziemlich pingelig. Infos hier.

  32. @Peter Bei den Preisen stimme ich dir definitiv zu. Manche Kommentare hier klangen aber so, als würde nur 2 Mal am Tag ein Bus in Dresden fahren.

  33. @Anton: Das mag sein, die sind aber nicht übertragbar und ich habe drei Kinder. Mich stört einfach das Prinzip – und bis vor einer Woche hätte ich gar nicht vermutet, dass 15jährige trotz des Schülerausweises die Einzelfahrten/Viererkarten voll zahlen.

  34. @Peter
    es gab mal (vor ca. 3 Jahren noch) eine Azubi-Monatskarte – vielleicht geht das ja auch (noch) und gilt auch für Schüler. Eine Schulbescheinigung wird wohl leicht zu bekommen sein??

  35. @fuchs: Wir scheitern nicht am Preis, das ist nicht das eigentliche Problem, uns geht’s doch gut, ach was, fantastisch. Mir geht es eher um das Prinzip, gerade aus Sicht der „Umwelt“erziehung. Was ändert sich denn an Einkommen, Hinternbreite oder Standfläche der betroffenen Jugendlichen oder deren Eltern, wenn die Kinder 15 werden und nach wie vor in die Schule gehen und wahrscheinlich noch drei weitere Jahre gehen werden… Welche Ermäßigungen gezahlt werden ist eine politische Entscheidung, und die passt mir nicht. Wie so viele politische Entscheidungen.

  36. @ Peter: So ganz erschließt es sich mir auch nicht – frag doch mal bei den DVB an? Wenn man so ein Schülerberechtigungsausweis hat, sollte man eigentlich ein Anrecht auf alle ermäßigten Karten haben können…

  37. @ Peter und E-Haller:
    Der richtige Ansprechpartner ist der VVO, die machen die Regelungen. Das mit dem Schülerausweis hat Aussicht auf Erfolg, drück die Daumen!!!

    Ansonsten gibts ja auch noch die Familienkarte, wenn mal 2 Kinder gleichzeitig unterwegs sind.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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