Wer erinnert sich noch an die wunderbaren Zeiten, als in der Neustadt überall Schnee lag, junge und alte Menschen auf Schlitten den Abhang von der Tannenstraße gen Alaunplatz rasten oder andere auf schmalen Brettern durch die Heide tourten?

Ach herrje, das ist noch gar nicht so lange her, war sogar erst am vergangenen Wochenende.
Nun aber sind vom Eise befreit die Straßen und Wege. Am Himmel strahlt die Sonne hold und belebend voller Hoffnungsglück. Der alte Goethe hätte wohl seine Freude am strahlend blauen Himmel.



Doch seltsam ist’s, wie konnte nur der ganze Schnee so schnell verschwinden?
Hat ihn die Stadtreinigung eingesammelt und stattdessen die Mülltonnen stehen lassen?
Und ist mit dem Ende des Schnees etwa schon der Frühling ausgebrochen?
Der verschwundene Schnee
Fragen über Fragen. Bei Bui und vorm Combo stehen schon wieder die Tulpen, auch bekannt als Frühjahrsblüher. Nun früh im Jahr sind wir definitiv dran. Aber für Tulpe und Co. könnte es nun doch ein bisschen zu früh sein, denn der Wetterfrosch prognostiziert: Es wird wieder richtig kalt, in der kommenden Woche ist wieder mit Minusgraden, teils sogar zweistellig zu rechnen.
Die Frage nach dem verschwundenen Schnee lässt sich aber auflösen. Nein, er wird nicht etwa gerade in Grönland gebraucht, der ist hübsch in der Neustadt geblieben. Ich habe ihn gefunden. Direkt an der Schiefen Ecke, wo sich sonst die Flaschentrinker*innen sammeln, dort hat ein gewisser Bomann einen Schneekasten aufgestellt. Ich habe reingesehen, die Kiste war rammelvoll und wisperte mir zu: „Ach schüttel mich, schüttel mich, die Flocken wollen alle miteinander raus.“ Ich habe das gekonnt ignoriert, nicht, dass mir noch ein Goldtaler auf den Kopf kracht. Und auch der Wetterfrosch wiegt weise mit dem Kopf und murmelt: „Schneeflocken? Die seh ich in den nächsten Tagen noch nicht.“




















