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Das Purimfest

Haman war ein übler Kerl: Als oberster Regierungsbeamter des persischen Königs, wollte er alle Juden in seinem Reich ermorden. Durch das Los (hebräisch Purim) bestimmte er den Zeitpunkt des geplanten Massakers.

Der Jude Mordechai war Angestellter am Hofe des Königs Ahasveros (griechisch und lateinisch als Xerxes I. bekannt). Um die Juden zu retten, überzeugte Mordechai seine Adoptivtochter Esther, eine schöne Jüdin, bei König Ahasveros vorstellig zu werden.

Rabbi Akiva Weingarten, Leiter der jüdischen Gemeinde Dresden, beim Gebet. Foto: Herbert Lappe
Rabbi Akiva Weingarten, Leiter der jüdischen Gemeinde Dresden, beim Gebet. Foto: Herbert Lappe

Sie war erfolgreich. Statt der Juden ließ der König den bösen Hamann und dessen Brüder töten. Die Juden waren gerettet und König Ahasveros und die schöne Esther werden ein Paar.

Soweit die biblische Geschichte, die vermutlich im 3. Jahrhundert v. Chr. im Buch Esther niedergeschrieben wurde. Sicher ist, dass Juden seit mehr als 2000 Jahren das Purimfest begehen.

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Purim soll ausgiebig, auch mit stark anregenden Getränken, gefeiert werden, wie im
Lied vom Rabbi Elimelech:

Und als der Rabbi Elimelech,
geworden ist sehr fröhlich,
geworden ist sehr fröhlich Elimelech,
hat er ausgezogen die Tfilin [Gebetsriemen],
und hat aufgesetzt seine Brille,
und geschickt nach Fiedlern den zwei.

Und als der Rabbi Elimelech,
ist geworden ganz betrunken-fröhlich,
ist geworden ganz betrunken-fröhlich Elimelech,
hat er den Gottesdienst beendet,
mit einem herzigen Gebet …

Im Judentum gibt es zwei Feste, die an die Rettung der Juden von ihren Feinden erinnern: Zu Pessach erinnern wir der erfolgreichen Flucht aus der ägyptischen Sklaverei unter Pharao, angeführt von Moses. Und zu Purim der Rettung vor Haman durch Mordechai und Esther. Jeder mag für sich entscheiden, wieweit dabei göttlicher Beistand im Spiel war. Dass diese Feste bis heute so bedeutsam sind, erklärt sich aus der langjährigen Verfolgungsgeschichte der Juden vom Mittelalter bis zum Holocaust.

Die neue Synagoge auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs
Die neue Synagoge auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs

Noch heute gehört die Judenfeindschaft nicht der Vergangenheit an. Ich bin davon überzeugt, dass das gegenseitige Kennenlernen von Juden und Nichtjuden bei gemeinsamen Erlebnissen ein starkes Mittel zum Abbau von Judenfeindschaft ist.

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Und dazu gehört auch das gemeinsame Feiern. So, wie das Purimfest: Letztes Jahr gemeinsam mit Christen in der Elim-Gemeinde. Dieses Jahr mit Nachbarn, Freunden und Bekannten mit oder ohne Konfession. Und je ausgelassener der Abend wurde, desto besser verstanden sich alle Gäste.

Video vom Purimfest der jüdischen Kultusgemeinde Dresden

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Ein Gastbeitrag von Dr. Herbert Lappe. Der 1946 in London geborene Sohn jüdischer Emigranten übersiedelte mit der Familie in die DDR nach Dresden. Der IT-Berater war langjähriger Mitarbeiter im Vorstand der jüdischen Gemeinde und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dresden und wesentlich verantwortlich für den Bau der Neuen Synagoge in Dresden (2001).

Ein Kommentar

  1. Die Frau war die Königin und sie hat unter Lebensgefahr den Weg angetreten zu ihrem Mann und König, denn es stand unter Todesstrafe ungerufen vorm Königin zu erscheinen, auch als Königin. Sie hat mit ihrem Mut ihr Volk gerettet.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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