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Fünf Fragen an den Direktkandidaten Stephan Schumann, SPD

Gemeinsam mit dem Online-Journal „Pieschen-Aktuell“ haben wir den aus unserer Sicht wichtigsten Kandidat*innen des Wahlkreises 160 fünf Fragen gestellt. Die Antworten veröffentlichen wir täglich, jeweils um 12 Uhr. Die Reihenfolge richtet sich danach, wieviel Zweitstimmen die jeweiligen Parteien bei der letzten Bundestagswahl in Sachsen erhielten.

Stephan Schumann, SPD - Foto: Julian Hofmann
Stephan Schumann, SPD – Foto: Julian Hofmann

Stephan Schumann will als Direktkandidat der SPD in den Bundestag einziehen. Er tritt im Wahlkreis Dresden II – Bautzen II an, zu dem auch der Stadtbezirk Dresden Neustadt gehört. Ein Jura-Studium hat er nach eigenen Angaben unter anderem mit einem Nebenjob im Mieterverein Rügen-Vorpommern finanziert. Diese Erfahrung habe in sehr geprägt. Er arbeitet als Strafverteidiger in einer Dresdner Anwaltskanzlei. Im Wahlkampf ist er vor allem mit der Serie „Schumann trifft“ präsent, deren Ankündigungen man auf vielen Plakaten begegnen kann. Auf der Landesliste seiner Partei zur Bundestagswahl steht er auf einem chancenlosen Platz 11.

Frage: Ein Teil Ihrer Wähler wohnt in der Dresdner Neustadt. Wenn Sie einem Ihrer künftigen Bundestagskollegen den Stadtteil kurz beschreiben sollten, was würden Sie besonders hervorheben?

Das Leben findet hier auf der Straße statt und es ist ein Treffpunkt für Menschen aus der ganzen Stadt. Wer in Dresden Essen aus aller Welt sucht, gern in kleinen Läden einkaufen geht oder feiern will, der/die kommt in die Neustadt. Gleichzeitig leben hier viele Menschen auf engem Raum in wunderschönen Gründerzeitvierteln. Vor allem junge Menschen aber auch Familien mit Kindern prägen das Viertel. Das geht natürlich nicht immer gut zusammen. Auch deswegen ist die Neustadt das politischste Viertel der Stadt, in dem das Zusammenleben immer wieder neu diskutiert und ausgehandelt wird.

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Eines der wohl wichtigsten Themen unserer Zeit ist der Klimawandel, die Dresdner Neustadt ist einer der heißesten Stadtteile Dresdens. Worin besteht aus Ihrer Sicht der effektivste Weg, den Klimawandel aufzuhalten? Sehen Sie im Programm Ihrer Partei beim Klimaschutz noch Reserven?

Um den Klimawandel aufzuhalten, müssen wir vor allem die Produktion erneuerbarer Energien massiv ausbauen. Ohne neue Stromtrassen, Solaranlagen und Windräder kann der Umstieg nicht gelingen. Hier braucht es mehr Tempo und Durchsetzungsvermögen. Für Dresden ist aber auch der Ausbau unseres Nahverkehrs, der Radwege und der E-Auto-Infrastruktur von riesiger Bedeutung, damit auch der Verkehrssektor seinen Anteil leistet. Wenn wir das schaffen, kann es auch gelingen, früher aus der Kohle auszusteigen. Hier wünsche ich mir mehr Tempo.

Falls Sie in den Bundestag einziehen, was können Sie ganz konkret für die Bewohner oder Gewerbetreibenden hier vor Ort tun?

Ich möchte in allererster Linie Ansprechpartner für alle Fragen und Anliegen sein, die mit der Bundespolitik zu tun haben. Als Abgeordneter hat man einige Möglichkeiten, Lösungen zu finden.

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Aber ganz konkret: Viele Menschen in Dresden leiden massiv unter steigenden Mieten. Um diese Situation zu entspannen, bin ich für einen gesetzlichen Mietenstopp. Ich habe selbst Mietrechtsberatung durchgeführt und erlebt, was das für die Betroffenen bedeutet. Zugleich müssen Städte wie Dresden aber auch zusätzliche Mittel bekommen, um neue günstige Wohnungen zu schaffen.

Kleine Gewerbetreibende wollen vor allem fair behandelt werden. Meine Mutter betreibt selbst einen Blumenladen am Wilden Mann. Mir ist wichtig, dass Steuerschlupflöcher geschlossen werden, damit auch große Konzerne ihren gerechten Anteil leisten. Zusätzlich muss auch hier das Mietrecht angepasst werden. Ich möchte, dass auch gewerbliche Mieterinnen und Mieter verlässlichen Kündigungsschutz bekommen.

Warum sollte man Sie und Ihre Partei wählen?

Ich bin Rechtsanwalt geworden, um Mandantinnen und Mandanten bei ihren vielfältigen Problemen konkret zu unterstützen. Oft gelingt das auch. Man merkt aber, wo der Einzelfall an Grenzen stößt und es bessere Gesetze und konkrete Hilfen braucht. Das muss aber Politik leisten: Die Regeln so schreiben, dass der Einzelfall gut gelöst wird. Und diese Regeln werden im Parlament gemacht.

Dafür will ich arbeiten: Wo die bestehenden Regeln nicht ausreichen, wo sie zu ungerechten oder schlechten Lösungen führen, müssen sie überarbeitet werden. Das gilt im Mietrecht, bei den Steuern, aber auch im Gesundheitswesen. Deswegen möchte ich nach Berlin. Und deswegen bitte ich um Ihr Vertrauen und Ihre Erststimme.

Assi-Eck, schiefe Ecke oder soziale Ecke, wie bezeichnen Sie die bekannteste Kreuzung der Neustadt?

Ich habe es als Assi-Eck kennengelernt und habe dort selbst – trotz oder wegen des Namens – immer wieder schöne Abende mit Bier und spannenden Gesprächen verbracht.

Vielen Dank für das Gespräch.

Weitere Informationen zu Stephan Schumann

  • geboren 1988 in Dresden
  • mit 16 Jahren in die SPD eingetreten
  • 2007 Beginn Jura-Studium in Greifswald, nach Abschluss wissenschaftlicher Mitarbeiter
  • 2017 Wahl zum stellvertretenden Juso-Bundesvorsitzenden
  • 2018 Rückkehr nach Dresden
  • Frühjahr 2021 Abschluss des Rechtsreferendariats und Beginn der Arbeit als Strafverteidiger
  • mehr über Stephan Schumann auf seiner Homepage

Morgen erscheint das Interview mit Silke Müller, FDP.

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