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Sachsen-Ticket

Demo für Skatepark am 18. Juni

Die In­itia­tive "Ru­dolf Rollt" ruft zu ei­ner De­mons­tra­tion für den 18. Juni auf. An die­sem Tag en­det ihre Pe­ti­tion für ei­nen "so­zia­len Ort für Alle, statt Park­platz­wüs­ten auf der Frie­dens­straße". Kon­kret geht es in der Pe­ti­tion um das Ge­lände zwi­schen Grund­schule und Fried­hof an der Martha-Fraenkel-Straße. 

Transparent an der Brache
Trans­pa­rent an der Brache

Das Grund­stück be­fin­det sich im Ei­gen­tum der Sach­sen-En­er­gie, die plant dort ei­nen Park­platz mit Bäu­men und Elek­tro­tank­stel­len zu er­rich­ten. Da­ge­gen gab es Pro­test aus dem Stadt­be­zirks­bei­rat und auch zwei Pe­ti­tio­nen. Die zweite, bei der Pläne für ei­nen Ska­ter­park bzw. eine Moun­tain­bike­stre­cke vor­ge­schla­gen wur­den, fand ziem­lich viel Re­so­nanz, mehr als 4.300 Leute ha­ben diese Pe­ti­tion un­ter­zeich­net. In ei­ner Pres­se­mit­tei­lung heißt es von der In­itia­tive "Ru­dolf Rollt": "Wir brau­chen ei­nen so­zia­len Ort, der für Jung und Alt Mög­lich­kei­ten bie­tet sich sport­lich und so­zial zu be­tä­ti­gen und da­mit eine nach­hal­tige Ver­bes­se­rung der Le­bens­si­tua­tion in der Neu­stadt er­mög­licht. Durch die Ver­bin­dung mit Grün­flä­che und Sitz­mög­lich­kei­ten kann so, ein Kul­tur- und Mi­lieu-über­grei­fen­der Ort entstehen."

Un­ter­stützt wird die Pe­ti­tion nach An­ga­ben der In­itia­tive un­ter an­de­rem durch den Mal­wina e.V. als Be­trei­ber des Hor­tes der an­gren­zen­den Grund­schule. Zu­dem un­ter­stützt der Ar­beits­kreis Sport­li­che Kin­der-und Ju­gend­ar­beit der Lan­des­haupt­stadt Dres­den in ei­nem of­fe­nen Brief an die Stadt und den Ober­bür­ger­meis­ter Dirk Hil­bert (FDP) die In­itia­tive mit fol­gen­den Wor­ten: "Aus un­se­rer Sicht trägt solch ein Ort we­sent­lich zur Stei­ge­rung der Le­bens­qua­li­tät al­ler Bewohner/​innen des Quar­tiers bei."

Die In­itia­tive hat sich zum Ziel ge­setzt, brei­ten po­li­ti­schen Druck auf­zu­bauen, denn das sei die ein­zige Chance das Vor­ha­ben umzusetzen. 

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Provisorischer Parkplatz

In­zwi­schen hat die Sach­sen-En­er­gie ei­nen Teil der Flä­che auf­ge­schot­tert und ein­ge­zäunt. Au­tos ste­hen nun schon dort. "Da­bei han­delt es sich um eine Park­platz-Aus­gleichs­flä­che für die Fern­wärme-Bau­maß­nahme an der Gro­ßenhai­ner Straße", sagt Sach­sen-En­er­gie-Spre­che­rin Nora Wein­hold. Be­züg­lich der Um­set­zung für de ge­plan­ten rich­ti­gen Park­plat­zes habe das Un­ter­neh­men in­zwi­schen Bau­an­trag bei der Stadt­ver­wal­tung eingereicht. 

Provisorischer Parkplatz
Pro­vi­so­ri­scher Parkplatz

Kirche hält sich zurück

Ent­schei­den­den Ein­fluss für die Be­wirt­schaf­tung der Flä­che di­rekt ne­ben dem Fried­hof hat auch die Aus­sage der Fried­hofs­ver­wal­tung, das ist in dem Falle die evan­ge­li­sche Kir­che. Al­brecht Nollau, der Vor­sit­zende des Fried­hofs­aus­schus­ses, äu­ßert sich zu­rück­hal­tend: "Wir vo­tie­ren als Kir­chen­vor­stand über Bau­vor­ha­ben je­weils im Ein­zel­fall, wenn uns die ent­spre­chen­den Pla­nungs­vor­la­gen zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den. Die Ent­schei­dung trifft in je­dem Fall das Bau­auf­sichts­amt; un­ter Um­stän­den auch ge­gen un­ser je­wei­li­ges Votum."

Die Kir­che freue sich über krea­tive Ideen und ist zum Aus­tausch dar­über mit Bür­ge­rin­nen und Bür­gern gern bereit.

Bei dem Bau der 148. Grund­schule, die sich et­weas we­ni­ger als die im Ge­setz ge­for­der­ten 35 Me­ter vom Fried­hof ent­fernt, ist die Fried­hofs­ver­wal­tung im Zuge der Er­stel­lung des Be­bau­ungs­pla­nes um­fäng­lich ein­be­zo­gen wor­den. "Wir ha­ben dem Bau der Grund­schule zu­ge­stimmt", so Nollau. Auch dem Bau des Wohn­hau­ses am Bi­schofs­platz auf der an­de­ren Seite des Fried­hofs habe die Fried­hofs­ver­wal­tung un­ter Auf­la­gen zu­ge­stimmt. So durfte zum Bei­spiel der Bau­herr keine Bal­kons in Rich­tung des Fried­ho­fes anbringen. 

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"Rudolf rollt" Demo

  • Die De­mons­tra­tion soll am Frei­tag, dem 18. Juni um 17 Uhr vor dem Rat­haus star­ten und dann in die Neu­stadt ziehen.
  • Wei­tere In­fos un­ter: rudolfrollt.noblogs.org
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6 Ergänzungen

  1. Nur mal so aus Neu­gier, wie­viele Skate­board- oder Moun­tain­bik­e­fah­rer neh­men denn ihre Groß­el­tern mit auf den Spie­platz? Oder wer­den die Bes­ta­ger (Ü60) jetzt selbst im Skate­park aktiv?

  2. …es ist er­staun­lich, dass „Ru­dolf“ sich noch im­mer nicht auf der an­de­ren Seite des Fried­ho­fes um­ge­schaut hat, wollte oder konnte.

    Es gibt an­dere Ecken, die man so nut­zen könnte, even­tu­ell mal ei­nen Blick Rich­tung Hel­ler, ehem. De­po­nie hin­ter dem Edeka wer­fen.. oder wenn je­der Un­ter­stüt­zer 100,-€ bei­steu­ert gehts auch in Eigenregie…

  3. Für mich ist nicht zu ver­ste­hen, wie ein Skate­park die Le­bens­qua­li­tät ver­bes­sern soll und warum diese Lärm­be­läs­ti­gung in ei­nem Wohn­ge­biet ge­plant wird. Für mich als An­woh­ne­rin ist es eher eine Ver­schlech­te­rung. Hat denn auch mal je­mand an die Lärm­be­läs­ti­gung für die An­woh­ner gedacht?
    Und sind von den Be­für­wor­tern auch Toi­let­ten ge­plant? Oder müs­sen da­für die Haus­wände und Fried­hofs­mauer her­hal­ten? Wie viele An­woh­ner des Vier­tels ha­ben denn der In­itia­tive zu­ge­stimmt? Wo­her kom­men denn die 4.000 Be­für­wor­ter und warum er­rich­ten sie nicht vor ih­ren Haus­tü­ren so­ziale Treff­punkte? So­ziale Treff­punkte sind ja an sich ganz gut, aber ge­rade wenn diese mit Lärm­be­läs­ti­gung ein­her­ge­hen, müs­sen sie ja nicht mit­ten in ei­nem Wohn­ge­biet sein!

  4. Liebe co­lin: Von ei­ner Pla­nung kann über­haupt keine Rede sein. Hier han­delt es sich um eine Pe­ti­tion bzw. For­de­rung … falls diese recht­zei­tig ge­nug Ge­hör fin­det, dann müsste ge­plant wer­den. Wo­für es hin­ge­gen schon ei­nen kon­kre­ten Plan gibt, ist die Be­bau­ung als Park­platz, die­ser Plan wurde nun schon als Bau­an­trag bei der Stadt ein­ge­reicht. Im We­sent­li­chen ver­stehe ich die Pe­ti­tion und auch die mor­gige Demo als Pro­test ge­gen die Er­rich­tung ei­nes Park­plat­zes, was ge­nau auf der Flä­che dann ent­ste­hen könnte, dar­über ge­hen die Mei­nun­gen wohl aus­ein­an­der. Nicht zu­letzt müsste dar­über mit der Kirch­ge­meinde ge­spro­chen wer­den und auch von dort sind un­ter­schied­li­che Si­gnale zu hö­ren, des­we­gen lässt das obige State­ment wohl ziem­lich viel Interpretationsspielraum.

  5. Noch ein­mal die Frage: Wo­her kom­men 4.000 Be­für­wor­ter? Die An­woh­ner ha­ben durch das zü­gige Zu­par­ken des Plat­zes doch auch ein State­ment ab­ge­ge­ben. Viel­leicht könnte die Flä­che auch ge­teilt werden?
    Ich teile die Mei­nung von "Er­staunt, warum nicht ein an­de­rer Platz da­für ge­fun­den wer­den kann.Gibt es auch eine Pe­ti­tion ge­gen ei­nen Skate park oder wird die Zu­stim­mung al­ler An­woh­ner vorausgesetzt?

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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