Corona-Fälle in Dresden

Das Dresdner Gesundheitsamt meldet mit Stand heute, 28. Februar 2021, 12 Uhr für die vergangene Woche 339 Neuinfektionen, das sind fast genauso viele wie in der Vorwoche, die Corona-Ampel des RKI zeigt auf „Rot“, 29 Personen wurden in der vergangenen Woche neu in ein Krankenhaus aufgenommen, 8 Personen verstarben laut Totenschein an einer Covid-19-Erkrankung.

Corona-Virus - Modell
Corona-Virus – Modell

Weltweit sind mehr als 113 Millionen Infizierte gemeldet, mehr als 2,5 Millionen Todesfälle wurden in Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet, Details in der Übersicht der Johns-Hopkins-Universität. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt einer Mitteilung der WHO zufolge bereits in der sechsten Woche in Folge, ebenso sinkt die Anzahl der registrierten Todesfälle.

Deutschlandweit sind die Infizierten-Meldungen in der vergangenen Woche geringfügig angestiegen. Eine Übersicht dazu gibt es auf zeit.de. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt heute laut RKI bei 63,8. Die Quote positiver Fälle pro Test ist in der 7. Kalenderwoche gefallen und liegt nach Angaben des RKI bei 6,12 Prozent.

Die wichtigsten Zahlen für Dresden

339 neue Fälle in den vergangenen 7 Tagen. 20.345 Genesene (Schätzung), nach dieser Schätzung gibt es aktuell 826 Infizierte. 58,9 Fälle pro 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche laut RKI-Ampel. 22.083 bestätigte Fälle insgesamt. 912 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. Quelle: Gesundheitsamt Dresden
339 neue Fälle in den vergangenen 7 Tagen. 20.345 Genesene (Schätzung), nach dieser Schätzung gibt es aktuell 826 Infizierte. 58,9 Fälle pro 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche laut RKI-Ampel. 22.083 bestätigte Fälle insgesamt. 912 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. Quelle: Gesundheitsamt Dresden

Die Corona-Ampel des Robert Koch-Instituts zeigt immer die letzten sieben Tage an. Also heute vom vergangenen Sonntag bis Sonnabend. Am Sonntag, dem 28. Februar 2021 zeigte die Ampel weiterhin auf rot mit einer 7-Tage-Inzidenz von 58,9. 8 Personen sind laut Totenschein in der vergangenen Woche an einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Offenbar wurden aber noch weitere 48 Todesfälle aus vorherigen Wochen nachgemeldet. Insgesamt werden in Dresden nun 912 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet.

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Todesfälle nach Alter

Laut RKI sind bisher in Dresden 16 Personen im Alter zwischen 35 und 59 Jahren gestorben, im Alter zwischen 60 und 79 Jahren waren es 204 und die größte Gruppe der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 sind die über 80-Jährigen mit insgesamt 692.

Dashboard und andere Übersichten

In das Dresdner Corona-Dashboard trägt das Gesundheitsamt den Tag ein, an dem das Labor den positiven Test dem Gesundheitsamt meldet. Diese Fälle werden teilweise auch nachträglich eingetragen. Daher gibt es für die letzten Tage in der Übersicht immer eine deutlich geringere Zahl, die dann innerhalb der nächsten Tage mehrfach korrigiert wird.

Diego Jahn hat auf der Website www.coronavirus-dresden.de mit den Daten vom Gesundheitsamt interessante Übersichten angefertigt, wie die tatsächlichen 7-Tage-Inzidenzen aussehen, wenn man die Nachmeldungen berücksichtigt. Eine umfangreiche Übersicht mit Zahlen und Daten hat auch Neustadt-Geflüster-Leser Fidel in mehreren Tabellen zusammengetragen.

Maskenpflicht im Freien auf gekennzeichneten Plätzen und immer wenn sich mehrere Menschen näher kommen.
Maskenpflicht im Freien auf gekennzeichneten Plätzen und immer wenn sich mehrere Menschen näher kommen.

Sachsen: Lockdown bis 7. März verlängert

Seit Montag, dem 15. Februar gilt eine neue Sächsische Corona-Verordnung mit ersten Lockerungen. Schulen und Kitas können eingeschränkt öffnen und ab März auch Friseure, außerdem ist es erlaubt, vorbestellte Waren im Einzelhandel abzuholen, Details hier. Diese Verordnung gilt vorerst bis zum 7. März. In der kommenden Woche wollen die Ministerpräsident*innen mit der Kanzlerin das weitere Vorgehen ab dem 8. März besprechen.

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Belegung Intensivstationen

In der vergangenen Woche wurden 29 Covid-19-Patienten neu in Dresdner Krankenhäuser aufgenommen. Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie in Dresden 1962 Patienten stationär behandelt. Quelle: Gesundheitsamt – auch hier gibt es offenbar Nachmeldungen für die Vorwochen. Laut DIVI-Intensivregister werden in Dresden 25 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen behandelt, davon werden 15 Patienten invasiv beatmet. Aktuell sind nach diesem Register in Dresden noch 50 Intensiv-Betten frei. Damit hat sich die Lage gegenüber den Vorwochen deutlich verbessert.

Corona-Schutzimpfungen

Impfstoff jetzt auch für Priorisierungsgruppe 2 - Foto: MasterTux,Pixabay
Impfstoff jetzt auch für Priorisierungsgruppe 2 – Foto: MasterTux,Pixabay

Am 11. Januar 2021 haben die sächsischen Impfzentren in den 13 Landkreisen bzw. Kreisfreien Städten ihren Betrieb aufgenommen. Bis dahin wurden zuerst Bewohner und Personal von Pflegeeinrichtung sowie Beschäftigte in Krankenhäusern geimpft. Das Dresdner Impfzentrum befindet sich in der Messe Dresden, Messering 6, 01067 Dresden. Fragen und Antworten rund um die Impfzentren gibt es auf den Seiten des Deutschen Roten Kreuz und auf sachsen.de. Das RKI veröffentlicht täglich ein Impfquotenmonitoring.

Mit Stand vom 28. Februar wurden in Sachsen knapp 200.000 Menschen geimpft, davon haben inzwischen rund 91.000 Menschen den vollen Impfschutz durch die Zweitimpfung erhalten, das sind rund 2,2 Prozent der Einwohner Sachsens. Quelle: RKI.

Seit dem 25. Februar gibt es auch Impftermine für Personen der zweithöchsten Priorisierungsstufe, Details hier.

Die Arzneimittelbehörde der USA haben den Impfstoff von Johnson & Johnson zugelassen, der im Gegensatz zu den bisher verfügbaren Präparaten keine Zweitimpfung benötigt und nicht tiefgefroren transportiert werden muss. Wenn dieser Impfstoff die Zulassung in der EU erhält und lieferbar ist, können Impfungen auch in Hausarztpraxen vorgenommen werden.

Corona-Ampeln

Die Stadtverwaltung zeigt auf dresden.de seit Mitte Februar drei Corona-Ampeln. Die eine zeigt das aktuelle Infektionsgeschehen, wie es beim Gesundheitsamt gemeldet wird an, die andere den Stand des RKI, die dritte die RKI-Zahlen für Sachsen. Die Ampeln zeigen jeweils, wie viele Fälle es pro 100.000 Einwohner in Dresden in den vergangenen sieben Tagen gab. Da für aktuelle Einschränkungen und eventuelle Aufhebungen nur auf die Daten der RKI-Ampel zurückgegriffen wird, werden hier ab sofort diese beiden Ampeln angezeigt.

RKI-Ampeln Dresden und Sachsen. Stand: 28. Februar 2021
RKI-Ampeln Dresden und Sachsen. Stand: 28. Februar 2021

Test- und Quarantäneregelungen

Betroffene mit Symptomen sollen sich an ihren Hausarzt oder die Corona-Ambulanz am Universitätsklinikum wenden. Für gesetzlich Krankenversicherte übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Wenn ein positives Testergebnis vorliegt, meldet das Labor an das Gesundheitsamt. Das ermittelt die Kontaktpersonen und legt fest, welche Personen zu testen sind. Das Gesundheitsamt selbst führt Corona-Tests ausschließlich im Rahmen von Umgebungsuntersuchungen durch. Die Kosten trägt die öffentliche Hand.

Fragen zu Testpraxen werden auch unter Telefon: 116117 beantwortet. Corona-Tests für Personen ohne Symptome führen darüber hinaus niedergelassene freie Labore in Sachsen durch. Seit vergangener Woche gibt es auch im Industriegelände ein Corona-Test-Center. Die Kosten sind selbst zu tragen.

Personen, die ein positives Testergebnis erhalten, unterliegen einer Absonderungspflicht (Quarantäne). Die aktuellen Quarantäne-Regeln sind hier zu finden.

Erläuterungen

  • Fallzahl: Anzahl aller labordiagnostisch bestätigten SARS-CoV-2-Fälle, die der Falldefinition gemäß § 11 Abs. 2 IfSG entsprechen und gemäß § 11 Abs. 1 IfSG an die Landesuntersuchungsanstalt Sachsen bzw. an das Robert Koch-Institut übermittelt werden.
  • Einweisung Krankenhaus: Anzahl aller labordiagnostisch bestätigten SARS-CoV-2-Fälle, die aufgrund einer COVID-19-Erkrankung in stationärer Behandlung sind.
  • Sterbefall: Anzahl aller labordiagnostisch bestätigten SARS-CoV-2-Fälle, welche laut Totenschein an einer COVID-19-Erkrankung verstarben.
  • Annahmen zur Schätzung genesener Fälle: Die Zahl der genesenen Fälle stellt lediglich eine Schätzung dar. Eine entsprechende Meldung an das zuständige Gesundheitsamt erfolgt nicht. Die zugrunde liegenden Annahmen entsprechen den Schätzparametern auf Landesebene (Sachsen). Es wird von einer Genesung 14 Tage nach Meldedatum bei Fällen ohne gemeldete Hospitalisierung und von einer Genesung 30 Tage nach Meldedatum bei Fällen mit gemeldeter Hospitalisierung ausgegangen.
  • Annahme zur Schätzung der aktuell Infizierten: Die Zahl resultiert aus den gemeldeten Fällen abzüglich der Sterbefälle und der Genesenen. Somit kann es sich auch hier nur um eine Schätzung handeln.

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20 Ergänzungen zu “Corona-Fälle in Dresden

  1. So lange nichts gegen Massenansammlungen unternommen wird, wird der Wert auch nicht zurück gehen.
    Grad zB auf der Oschatzer in Pieschen, da seit längerem kein Durchkommen wegen einer Demo oder ähnlichem. Die Leute stehen teils ohne Mundschutz dicht bei dicht und niemand interessiert es!

  2. @ich
    gehe mal am A-Park vorbei. Auch dicht an dicht,
    niemanden interessierts. Ordnungsamt, Polizei – Fehlanzeige.
    Wenn der Wert dann wieder hoch suppt,
    sind das die ersten, die wieder rum wüten oder wirr denken.
    Und diejenigen, die sich an Hygieneregeln halten, sind wieder einmal die Dummen.

  3. @ Molotow

    Hast Du Dich eigentlich auch bei den Verkehrsbetrieben beschwert, dass dort die vermutlich größten Menschenmengen tagtäglich – komplett ohne Einhaltung der Mindestabstände – „durchfließen“, zu insgesamt wer weiß wievielen Tausenden?
    Wie ist da die Relation zu den (vermutlich) paar Dutzenden (?) Menschen im Park?

    Oder hast Du Dich vielleicht bei der Stadt oder der Polizei darüber beschwert, dass Busse und Bahnen überhaupt fahren dürfen und so leichtsinnig das Leben aller aufs Spiel setzen? Immerhin verstößt man dabei ja, erlaubterweise offensichtlich, gegen die C.-Verordnung des Mindestabstandes, der wiederum zwingend erforderlich in Geschäften ist, weswegen ja nun die meisten Läden, Kneipen, Restaurants etc. für immer dichtmachen werden und somit nicht nur die Neustadt, sondern ganz Dresden und das ganze Land eine einzige Geisterstadt bleiben wird.

    Und woher weißt Du, dass steigende Zahlen an den Menschen im Park liegen würden und nicht z.B. an den Menschen in der Bahn? Kausalitätszusammenhang?

    Und, letzte Frage, falls die Bahnmenschen auch daran beteiligt sein könnten, würdest Du die steigenden Zahlen auch Ihnen mit anlasten oder dann doch eher dem Gesetzgeber, der das „steigende Risiko der Ansteckung durch fehlende Abstände“ in Bus- und Bahnfahrten erlaubt bzw. billigend in Kauf genommen hat?

    Bin gespannt, ob Du auf diese Fragen eingehen kannst und eine ernstgemeinte und reflektierte Antwort zu geben bereit bist, das wäre super. Vielen Dank.

  4. Oh Franziska,
    ausgerechnete diejenige, die mit verirrten Verschwörungstheorien aufwartet, Links zu dubiosen bis höchst fragwürdigen Internetseiten und Inhalten postet und keine reflektierten Antworten auf sehr gute bis logisch aufgeführte Argumente hat, auch auf Nachfrage (z.B. beim Artikel „AstraZeneca: Mehr Impfberechtigte“) nicht darauf eingeht und diese mit noch obskureren Phantastereien „beantwortet“,
    erwartet eine ernstgemeinte, reflektierte Antwort??
    Damit noch mehr holzdenkendes (wobei ich dem Holz damit wahrscheinlich grosses Unrecht antue) Geschreibsel möglich ist und noch mehr schwachbrüstige Links??
    Unter diesen Voraussetzungen wäre eine Antwort von Herrn Molotow leider, leider für‘n Ar…h.

  5. Massenansammlungen sind also schuld.
    Aha.

    Ich beobachte überall, wie Leute zusammen stehen. Auf Arbeit, mit Fremdfirma im Haus, da wird zu viert ein Regal aufgebaut.
    Mit Kinnwärmer.

    Oja, die Bahnen sind voll. Am Schillerplatz war was los am Wochenende. Und jeden Morgen in Pieschen warten kleiner Kinder auf einen Bus. An die Vierzig, locker.

    Der Lockdown steht doch nur noch auf dem Papier.
    Erinnert mich an die staatlichen Demos der DDR: Alle mussten hin, über Arbeit oder Schule und am Ende hat jeder so für sich gequatscht und keiner den Sozialismus gehuldigt.

    Ich habe fertig, mich aufzuregen, verzichte mittlerweile ohne Unmut auf Sauna und Sport und warte was da kommt.

    Maskenpflicht im Auto bei fremden Haushalten, ich lach mich schlapp wie sich alle daran halten.
    Nichtmal die Feuerwehr.

    Man richtet sich eben ein, ist ja irgendwie auch nichts passiert. Obwohl mir eine gute Freundin und Ärztin erzählt hat, das in Pirna im Krankenhaus echt die Hölle los war und erst die letzten Tage Ruhe eingekehrt ist.

    Jeder 10te Deutsche ist über 75 Jahre alt.
    Und irgendwie hat auch der Bhakdi recht und nicht nur der Schwarzmaler Lauterbach.

    Wegen der vielen Mutanten gibt es in der Zukunft bestimmt fünffach Impfungen. Man soll ja nicht vergleichen, aber beim RKI hab ich ein schönes Bulletin von weit vor Corona gefunden, wie eine Influenzawelle das Gesundheitswesen an seine Belastungsgrenze führen kann.

    Und wer gefährdet ist.

    Sechsfach-Impfung?
    Da war mal was, da wollten die Krankenkassen nicht zahlen. Die brasilianische Variante nicht.

    War Spaß, ich weiß nicht was nicht.

    Und mein Liebling: nur um die zehn Prozent der Risikogruppe waren die letzten Jahre gegen Grippe geimpft.

    Alles wird sich einschleifen.
    Ärgerlich das das so lange dauert.
    Wegen der Sauna.

    Bei so vielen Widersprüchen kann ich die Franziska sehr gut verstehen.
    Nur die ganz politisch Korrekten und die Hypochonder im Freundeskreis begrüßen die Maßnahmen noch.

    Und doch trifft man sich nicht.
    No Party, today…
    Manchmal vor der Schauburg stehend, fühlt sich das schon apokalyptisch und dystropisch an.
    Ich habe ja auch nichts wirklich Schlimmes in meinem Leben erlebt und höre jetzt endlich auf euch zu langweilen.

  6. @ich und @Molotow: Wer Angst hat, sich draußen an der frischen Luft mit einem Virus anzustecken, von dem die meisten gar nichts oder kaum was merken, sollte besser nicht mehr raus gehen und den Rest der Bevölkerung endlich in Ruhe lassen. Dieses Gejammer ist ja nicht mehr auszuhalten.
    Um die 50 von 100000 in DD haben das Virus, ok, lass es 500 sein, wir haben schließlich Winter, dann sind immer noch 99500 gesund. Leute, langsam muss doch mal wieder Verhältnismäßigkeit einkehren!

    Aber die ängstlichen Deutschen rücken sogar im Sommer die Strandkörbe am Meer weiter auseinander, weil es jemand anordnet. Irre.

  7. Liebe Gartenbank, kann es sein, dass Du Infizierte mit Neuinfektionen verwechselst? Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 865 Fälle in Dresden, sind also 173 pro 100.000 Einwohner. Was die Ansteckungsgefahr an der frischen Luft angeht, hast Du jedoch recht, die ist gering, solange man sich nicht über einen Zeitraum von 15 Minuten näher als einem Meter kommt, oder jemandem direkt ins Gesicht spricht, singt, hustet oder ähnliches.

  8. @Dresdner Gartenbank

    Das Gejammer von Wirrdenkern und Verschwörungsideologen ist ja nicht mehr zum Aushalten . . .
    Nicht wahr, mein Bester – erste mal an die eigene Nase packen(-:

  9. Lieber Anton,
    50, 173, 865… völlig egal. Die Zahlen sind Schall und Rauch im dichten Nebel, sie stimmen sowieso nicht. Das Zufallstestprinzip, die nicht genormten Tests und die Dunkelziffer sind schuld.
    Die positiv Getesteten sitzen außerdem in Quarantäne und bewegen sich nicht in der Öffentlichkeit.
    MfG

  10. Liebe Gartenbank, wenn die Zahlen egal sind, solltest Du sie aber auch nicht anführen, um zu suggerieren, dass keine Gefahr besteht.

    Ja, natürlich haben die Tests Schwächen, dennoch geben sie einen recht guten Überblick über das Infektionsgeschehen, nicht zu den tatsächlichen Infektionen, die sind wahrscheinlich ca. fünf bis zehnfach höher, aber über die Entwicklung. Das war ja nun im Herbst und Winter gut zu erkennen. Die Infektionszahlen gingen hoch, dann folgten die Krankenhauseinweisungen, dann die vollen Intensivstationen, dann die steigenden Todeszahlen.

    Und ja, es sieht gerade stark danach aus, dass wir die zweite Welle hinter uns haben. Und ein großer Teil der Hochrisiko-Gruppe ist schon geimpft. Und wahrscheinlich werden die neuen Virusvarianten zwar ansteckender sein, dafür aber harmloser verlaufen und es spricht viel dafür, dass eine dritte Welle bei Weitem nicht mehr so viele Krankenhauseinweisungen und Todesfälle nach sich zieht.

    Dennoch ist es meiner Ansicht nach verfrüht, jetzt schon im großen Stile zu lockern. So schwer es mir fällt, aber da muss ich dem MP Kretschmer zustimmen. Andererseits geht es natürlich auch nicht ohne Lockerungen. Ich hoffe, dass mit dem jetzt gefundenen Kurs die Infektionszahlen nicht wieder in die Höhe schießen.

  11. „Angst essen Seele auf“ – guter Film von Fassbinder. Andere Thematik, aber zumindest der Titel ist scheinbar aktueller denn je.

  12. Mal eine Frage an die Maßnahmenversteher, vielleicht habt Ihr ja Erklärungen für Sachverhalte, die den so-titulierten „Wirrdenkern“ (also all jenen, die die Maßnahmen nicht verstehen) nicht einzuleuchten scheinen?
    Hier 2 Aussagen zu den C.-Verordnungen:

    1. Treffen sind mit Angehörigen des eigenen Hausstandes,(…), sowie mit einem Angehörigen eines weiteren Hausstandes erlaubt.

    2. Sobald eine haushaltsfremde Person mit im Auto fährt, müssen alle Auto-Insassen einen medizinschen Mund-Nasen-Schutz tragen.

    Bedeutet das:
    Zwei Freunde dürfen sich in einer Wohnung treffen (ich nehme an, ohne Maske und Mindestabstand), absolut legal und rechtskonform, dann steigen beide in ein Auto ein und sofort liegt eine Straftat mit Bußgeldbestand vor?

    Kann jemand diesen Widerspruch aufklären? Ist das Infektionsrisiko auf benachbarten Pkw-Sitzen höher als auf der Wohnzimmercouch?

  13. Liebe Franziska, schau einfach in Paragraph 1 der Corona-Schutzverordnung. …Es wird empfohlen, die Zahl der Haushalte und Personen, mit denen Kontakte zulässig sind, möglichst konstant und möglichst klein zu halten. Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zu anderen Personen von 1,5 Metern einzuhalten (…) Es wird empfohlen, im öffentlichen Raum einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz (…) zu tragen, wenn sich Menschen begegnen. Diese Grundsätze gelten für alle Lebensbereiche, einschließlich Arbeitsstätten.

    Im Auto ist das mit den 1,5 Metern ziemlich schwierig. Und ja, das Infektionsrisiko auf benachbarten Pkw-Sitzen ist höher als auf der Wohnzimmercouch. Denn um die Wohnzimmercouch hast Du wesentlich mehr Raum als im Auto.

  14. Hallo Anton,
    danke für Deinen Versuch einer Erklärung. Aber um Empfehlungen geht es ja hier nicht, sondern um Straftatbestände.
    Ob es empfohlen wird, in der eigenen Wohnung eine Maske zu tragen, wenn Besuch kommt, ist deshalb irrelevant, weil die Nicht-Befolgung dieser Empfehlung keine Straftat ist. Im Fahrzeug hingegen ist es eine. Der Widerspruch bleibt.

    Was den Raum um die Couch herum angeht…was hat dieser mit dem Abstand zwischen den beiden auf der Couch sitzenden Menschen zu tun?
    Mehr noch, in der Wohnung schaut man sich gewöhnlich bei einem Gespräch an (die Atemluft geht also direkt zum Gegenüber), während mindestens der Fahrer im Auto bei eventuellen Konversationen gewöhnlich geradeaus auf die Straße schaut, die Chance also geringer ist, den Gesprächspartner mit seinen „Ausscheidungen“ zu treffen.

  15. @Franziska:

    Ist Dein Auto größer, als Deine Wohnung? Ich hab Verständnis für Deine Zweifel, aber hier brauchen wir jetzt keine Haare spalten…

    Natürlich sind das immer Versuche mögliche Regelungen zu finden und in Worte zu fassen. Ich denke, da kann man etwas nachsichtig sein, dass nicht alle Lebenssituationen gut abgebildet werden.

    Wenn Du magst, kannst Du mal Fragen beim BUND e.V. zum Thema Umgang mit der sächsCoronaSchVO zur „Woche des guten Lebens“ stellen: (0351) 275 14800

    …die haben anscheinend einen kreativen Umgang mit der Auslegung, oder das Problem findet in deren Welt (Anfang Mai) nicht statt… (siehe UTOPIA)

    (Vom BUND. e.V. lernen, heisst Corona ignorieren/ausblenden lernen..?)

  16. Hallo Franziska, ich bin mir nicht sicher, ob das schon ein Straftatbestand ist oder nicht doch eher eine Ordnungswidrigkeit. Die Strafe von 100 Euro lässt mich eher auf Ordnungswidrigkeit tippen. Aber das nur am Rande.

    Ja, die Regelungen sind widersprüchlich. Einige haben ja auch vor Gericht keinen Bestand. In der Regel entsteht die Corona-Schutzverordnung aber auch innerhalb von wenigen Tagen, da verwundert mich das nicht. Vor allem wenn man bedenkt, dass es im deutschen Recht ziemlich viele sich widersprechende Gesetze gibt.

    Wenn man sich den Absatz mit den Kraftfahrzeugen mal genau ansieht: „Eine Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes besteht (…) in Kraftfahrzeugen, die mit Personen aus unterschiedlichen Hausständen besetzt sind, insbesondere im beruflichen Kontext und bei Fahrgemeinschaften“ – dann ahnt man, was der Gesetzgeber erreichen will.

    Um nochmal auf den Raum zurück zu kommen. Der Raum um die Menschen herum ist durchaus wichtig. Auch wenn sie sich gegenüber sitzen und vielleicht sogar direkt ansprechen. Denn so haben die Atemluft und die Aerosole viel mehr Platz sich auszubreiten. Nach meinem physikalischen Verständnis sind die Gefahren höher. Zumal Du in einem normalen Auto ja näher als 1,5 Meter sitzen musst. Im Wohnzimmer auf der Couch hast Du die Möglichkeit auszuweichen und Abstand zu halten.

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