Lockerungen mit Notfallbremse

35 – 50 – 100 – die Corona-Krise hat seit gestern Abend neue Kennzahlen. Nach langen Verhandlungen haben sich die Kanzlerin und die Ministerpräsident*innen geeinigt. Heute Nachmittag wurden die Pläne für die Umsetzung in Sachsen vorgestellt.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU)
Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU)

Für die Umsetzung der gestern getroffenen Vereinbarungen sind jetzt die einzelnen Landesregierungen zuständig. Sachsen Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte heute in einer Kabinettspressekonferenz: „Ich glaube, Deutschland geht zu schnell und auch zu weit in der Öffnung.“

Dennoch trägt Sachsen die gestrigen Beschlüsse mit. Es gelte jedoch den Eindruck zu vermeiden, dass die Pandemie vorbei sei. Es gehe um Eigenverantwortung, so Kretschmer, der versprach, die Testkapazitäten auszubauen.

Grundsätzlich wurde beschlossen, die aktuell geltenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie bis zum 28. März 2021 zu verlängern, dabei aber einige Öffnungsschritte durchzuführen. Diese sollen sich im Wesentlichen an den drei 7-Tage-Inzidenzwerten 35, 50 und 100 orientieren. Umso geringer der Wert, umso mehr Lockerungen könne es geben. Bei Überschreiten des 100er-Inzidenzwertes würde die Notbremse gezogen und die Maßnahmen wieder verschärft.

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Kontakte

Ab dem 8. März dürfen sich wieder Menschen aus zwei Haushalten treffen, maximal sollen aber nur bis zu fünf Personen zusammenkommen, Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt, sagt die sächsische Sozialministerin Petra Köpping (SPD). In Regionen mit einer Inzidenz unter 35 dürfen sich drei Haushalte mit maximal zehn Personen treffen. Wenn jedoch die Inzidenz wieder über 100 steigt, ist nur noch ein Haushalt plus eine Person, wie bisher möglich.

Aktuell beträgt die Inzidenz in Dresden 61,6, Tendenz leicht steigend. Komplett entfallen sollen Ausgangssperre, Alkoholverbot und die 15-Kilometer-Regel, außer die Inzidenz steigt wieder über 100.

Gesundheitsministerin Petra Köpping
Gesundheitsministerin Petra Köpping

Öffnungen

Blumenläden, Buchhandlungen, Garten- und Baumärkte dürfen ab Montag öffnen mit Begrenzung der Kundenzahl und Hygienbeschränkungen. Fahrschulen dürfen mit Tests und Hygienkonzepten wieder arbeiten. Bei Inzidenz unter 100 in Sachsen und im jeweiligen Landkreis dürfen körpernahe Dienstleistungen angeboten werden (mit Testpflicht für Kunden), für den Einzelhandel soll es Click & Meet geben. Sprich man kann anrufen und einen Termin im Geschäft seines Vertrauens vereinbaren.

Allerdings darf nur ein Kunde pro Geschäft bedient werden, bzw. wenn die Geschäfte größer sind ein Kunde pro 40 Quadratmeter, die Kontaktnachverfolgung muss gewährleistet werden. Ab 15. März dürfen Museen, der Zoo und Gedenkstätten öffnen, allerdings muss man sich Termine buchen und die Kontakte müssen nachverfolgt werden. Weitere Öffnungen sind möglich, wenn die Inzidenz in Sachsen und im Landkreis unter 50 fällt.

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Sport

Bis zu 20 Kinder können im Außenbereich gemeinsam Sport treiben. Für Erwachsene gilt, dass gemeinsamer Kontakt-Sport möglich ist wenn sie sich vorher testen lassen. Weitere Möglichkeiten soll es ab einem Inzidenzwert von unter 50 geben.

Schulen

Ab 10. März sollen Förderschulen wieder öffnen. Unterricht findet in kleineren Gruppen statt. Ab dem 15. März werden alle übrigen Schüler an den weiterführenden Schulen wieder in die Schulen gelassen – allerdings im Wechselmodell. Voraussetzung ist aber eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100. Wie Kultusminister Christian Piwarz (CDU) sagt, sollen sich Schüler einmal, Lehrer zweimal pro Woche testen lassen. Auch Musikschulen und Tanzschulen sollen mit Test möglich sein.

Kultusminister Christian Piwarz
Kultusminister Christian Piwarz

Gastronomie

Beim Wert von unter 100 können Gastronomen ab dem 22. März Außenplätze öffnen mit Terminbuchung und Kontaktnachverfolgung und Test. Auch Kinos und Theater sollen mit Schnelltests besucht werden können.

Diese Pläne werden nun noch im Kabinett abgestimmt und im Laufe der Woche beschlossen. Die entsprechende Corona-Schutzverordnung wird dann auf sachsen.de veröffentlicht.

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43 Ergänzungen zu “Lockerungen mit Notfallbremse

  1. Und das Parlament als demokratische Institution und Gradmesser darf weiterhin die Schnauze halten. Schade!

  2. @Fragezeichen
    Von Aldi!

    Die anderen Test gibt’s von der Taskforce (Spahn und Scheuer) frühestens Anfang April.
    Bei den beiden Namen weiß man, dass man sich drauf verlassen kann! /*Ironie!

  3. Und schon geht’s los mit den Zwangsmaßnahmen: dies & das wird erlaubt, aber nur mit Test. Später: dieses & jenes darf jetzt gemacht werden, aber nur mit Impfung. Nun denn…

  4. @Franziska

    Sowas nennt man Spielregeln. Das haben die meisten schon im Kindergarten gelernt. Du offenbar nicht. Wählst du also die Freiheit, auf Tests und impfen zu verzichten, haben andere, die einsichtiger sind, dass es Dinge gibt die zum Schutz der Allgemeinheit vor einem gefährlichen Virus und wieder zu einer Normalität zurückzukehren notwendig sind, die Freiheit auf dich & deinesgleichen beim Besuch von Kultur und Theater zu verzichten. Also alles bestens, WinWin-Situation würde ich sagen!

  5. Und wer konrolliert die Tests?

    Der Rezeptionist in der Soccerarena, wenn ich zum Fußball will und mit geimpften Ärzten dort spielen möchte?

    Mit einem Test vom Aldi?

    Es hört einfach nicht auf, absurd zu sein.

    Eine Geschichte aus dem Alltag von einer polnischen Freundin:

    Mutter in Polen im Krankenhaus sich den Keim geholt und liegt nun krank im Bett.
    Der Mann dazu kriegt einen leichten Schnupfen und geht einfach weiter zur Arbeit.

  6. @Besser nicht mehr raus bzw. in die Kneipe: Was hier als Spielregeln benannt ist, ist seit mehreren Jahren ein Komplettversagen der Regierenden, welche auch nun die Bevölkerung mal wieder ausbaden muss. Schön, dass es noch Menschen gibt, die trotzdem noch hinterhertrotten. Was wurde verpennt: Klare Konzepte bei Pandemien, Digitalisierung, Klimaschutz etc.. Gewinner der aktuellen Situation sind Großkonzerne (z.B. deutsche Autohersteller), welche schön Gewinne bzw. Steuergelder ausschütten. Was hat das alles mit Corona zu tun: Laut Studie der Tufts Universität wurde in den USA analysiert, dass Fettleibigkeit ein Hauptgrund für Krankenhauseinweisungen bzw. schwere Verläufe ist, der Zusammenhang zum Alter ist allgemein bekannt. Hätte man also in Deutschland z.B. die lang geforderte Kennzeichnung der Lebensmittel (Stichwort Ampel), den Ausbau der Fahrradinfrastruktur oder die Stärkung des Freizeit- und Breitensports vorangetrieben, wäre auch in Deutschland laut Statistik die Gefahr geringer. Diejenigen, welche zur Risikogruppe zählen (Stichwort Politiker mit der Gewichtsgruppe wie Herr Braun, Altmaier etc.) haben vollkommen zu Recht Angst. Alle anderen können mit Hirn und Anstand auch die kommenden Wochen ohne schlechtes Gewisses überstehen und Spaß haben. Sport frei.

  7. Mancher Kommentator scheint in der Kindergarten-Mentalität gefangen zu sein. Er verdient es, wie ein Kind behandelt zu werden.

    Alle anderen sollen SOFORT ihre unveräußerlichen Grundrechte zurück bekommen. Ohne Tests, ohne Maskerade und ohne Impfung.

    Diejenigen, die für die uneingeschränkte Ausübung ihrer Rechte eine Maske, Tests oder eine Impfung benötigen, sollen diese tragen/machen/bekommen. Ich lache allerdings über sie.

  8. @ Besser (nicht) in die Kneipe

    …schon die/deine Textzeile (Zitat) „… Wählst du also die Freiheit, …!“, in Verbindung mit dem Rest deines geistig abfälligen und vor allem peinlichem Kommentars im Kontext zu sehen, tun einfach nur weh! DEINE von DIR gemeinten „Spielregeln“ zeugen von dem, was man eindeutig der RECHTEN zuordnen kann! Insbesondere, jene auszugrenzen die nicht DEINEM IDEAL und DEINEM Mainstream entsprechen. Jeden davon, von jedwedem gesellschaftlichen Leben und jeder Teilhabe auszuschließen und zu missbilligen, was nicht in DEINESGLEICHEN Weltbild passt und vor allem nicht dem, was gerade propagiert wird. Übelste Masche die plumper nicht offensichtlich ist. Vermeintlich verortest du dich eher im Linken Bereich, dazu hast Du aber eher nicht das Format! … die Truppe ist längst weitergezogen und macht aus meiner Sicht inzwischen POLITIK, da bist du mit solchen Floskeln echt zu spät dran! LG suha

  9. @Anton:
    Du hast natürlich recht.
    Ich finde es trotzdem erschreckend, dass 709 auf Bundesebene gewählte Abgeordnete alle drei Monate bei einem der wichtigsten Themen aktuell die komplette Macht an eine Kanzlerin und 16 auf Länderebene(!) gewählte MPs abgeben.
    Das offensichtliche Desinteresse der Kanzlerin in der Fragestunde des Bundestages ist dann nur das Sahnehäubchen.

  10. Also wenn man hier zu kritisch gegenüber der Regierung schreibt, wird das offensichtlich nicht veröffentlicht. Neuer Versuch bezüglich Spielregeln und dem/derjenigen, welche nicht mehr in die Kneipe möchte. Was ist denn der Ausgangszustand: Seit Jahren sind uns zahlreiche Themen bekannt, allg. z.B. Anforderungen bei der Digitalisierung, beim Klimaschutz, bei der Ernährung etc., geht man dort eine Ebene tiefer kommen dann Fragestellungen, wie die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung, den Auswirkungen der Ausbeutung der Landschaft, der nicht umgesetzten Kennzeichnung von Lebensmittel (Stichwort Ampel), der mangelhaften Förderung des Freizeit- und Breitensports und der Förderung des PKW-Verkehrs (Autoindustrie) inklusive des schleppenden Ausbaus der Radverkehrsinfrastruktur: Was ist der Zusammenhang zu Corona und den Regeln: Ein Studie der Tufts Universität in den USA belegt nach der Analyse von 900000 Fällen, dass 4 Vorerkrankungen für 2 Drittel der schweren Verläufe sorgen (siehe: https://science.orf.at/stories/3204966/). Eine davon ist Dickleibigkeit. Der Zusammenhang zu bestimmten Alterskategorien ist allgemein bekannt. Hätte man also in den vergangenen Jahr(en) annähernd seine Hausaufgaben gemacht, wären auch in Deutschland die Chancen für schwere Verläufe gesunken. Gleichfalls wüsste man dann nach einem Jahr sicherer, wo denn genau die Pandemietreiber sind und könnte (neben dem zielgerichteten Schutz) vermutlich auch viele Bereiche wieder öffnen. Auch das öffentliche Leben wäre sehr viel einfacher (Vergleich Digitalisierung, z.B. Baltikum, Skandinavien). Da dies aber alles nicht bzw. kaum geschehen ist, wird mal wieder an die Vernunft der Bürger appelliert. Da zumindest ich nicht möchte, dass ich oder Familiemitglieder irgendwann wie ein Herr Braun oder ein Herr Altmaier aussehen, bedeutet dies als (ehrenamtlicher Trainer) seit Wochen das Training, was man sonst stetig der Allgemeinheit zu Gute kommen lässt, im Kreise der Familie anzubieten. Allg. hilft beim Verhalten im öffentlichen Raum aus meiner Sicht Hirn und Anstand ohne mit dem Finger auf andere zu zeigen und gefühlt jede Woche mit neuen Regeln die Bevölkerung zu verwirren. Sport frei!

  11. @Hechtler

    Hätte, wäre, könnte… ist alles schön und gut was in der Vergangenheit verpennt wurde. Sehe ich übrigens größtenteils wie du. Es hilft uns aber in der aktuellen Situation nicht, sich darüber zu beklagen was nicht geschehen ist bzw. falsch o. nicht gemacht wurde. Jetzt ist es an der Zeit, pragmatische Maßnahmen zu finden um möglichst zeitnah aus der Krise/Pandemie zu kommen. Das momentan verbockte neueste Wirrwarr der Regierung halte ich im übrigen nicht für besondert geeignet darfür, insbesondere die Lockerungen, die uns mit ziemlicher Sicherheit in einen neuen Lockdown im April/Mai führen werden. Letztlich sind m.E. Impfen und Testen eben die einzigen wirklich wirksamen Maßnahmen, die auf absehbare Zeit wirklich einen dauerhaften Effekt erzielen. Von einem Lockdown in den nächsten zu taumeln ist sicherlich keine nachhaltige Strategie. Und Leute, die da bockig sind und sagen „Ich mach da nicht mit“, weil mir „die da oben gar nix zu sagen haben“ sind dann halt außen vor. Im 2.Schritt muss man dann natürlich mittelfristige und langfristige Korrekturen an den Dingen, die schiefgelaufen sind, erarbeiten und umsetzen.

    @der brüllende Rest

    Leute, die mich in Großbuchstaben anschreien um ihre Meinung kund zu tun ignoriere ich einfach. Wie schon mal in einem anderen Beitrag geschrieben. Das Recht auf eine eigene Meinung sollte jedem zugestanden werden, nicht aber auf eine eigene Realität.

  12. Nachtrag: ich halte es im übrigen für ziemlich schizophren, wenn Leute die im Zuge der Pandemie z.B. YouTube Videos als Quellen für ihre kruden Theorien referenzieren und auf Facebook und Co ihre Meinung kundtun (und damit klaglos die oft recht fragwürdigen AGB amerikanischer Medienunternehmen akzeptieren) und andererseits sofort Diktatur und Einschränkung der Freiheit wittern, wenn es mal im Sinne der Gemeinheit gilt, seine eigenen Befindlichkeiten und egoistischen Ansprüche hinten anzustellen.

  13. Ich verstehe die Welt nicht mehr und unsere Politiker schon lange nicht mehr die haben doch alle die Realität verloren es interessiert die doch nicht wie der einzelne Bürger zu Recht kommt gerade jetzt. Es gibt nur noch irgendwelche verrückte Regeln und Drohungen wenn nicht mit gespielt wird, so kann man nicht mit uns Menschen umgehen. Ich behaupte ja nicht das es das Corona nicht gibt aber man sollte endlich lernen damit zu leben und der Tod gehört eben auch dazu. Sicherlich ist es für die betreffenden sehr schlimm und auch für die Angehörigen aber wieviel anderes Leid gibt es auf dieser Welt das interessiert keinen wenn Kinder verhungern oder missbraucht werden oder Menschen durch Unfälle oder anderen Krankheiten von unserer Erde gehen, da wird kein Wort verloren! Also liebe Politiker und auch alle anderen kommt endlich von euren hohen Ross runter und gebt allen eine Chance vernünftig zu leben auch mit Corona.

  14. @Besser nicht in die Kneipe: Da ist man ja in bestimmten Bereichen eine Meinung. Aus meiner Sicht macht es aber keinen Sinn andere Menschen für ihr Tun und Handeln anzuprangern, gerade auch, wenn diejenigen, welche die Marschrichtung vorgeben, sich nur bedingt als gute Beispiele eignen. Dafür, dass wir unserem Nachwuchs oder jungen Erwachsenen wertvolle Monate unwiederbringlich „gestohlen“ haben, kann ich mich nur entschuldigen. Die Vergangenheit ist auch nicht mehr zu ändern. Für die Zukunft wäre es aus meiner Sicht aber auch ein erster Schritt Verständnis für den Wunsch zur „Normalität“ aufzubringen, nicht gleich Jeden zu verurteilen, der aus dem Wunsch heraus sich nicht permanent an die stetig ändernden Regeln hält, aber die allgemeine Marschrichtung mitgeht. Wem das nicht passt bzw. der sich mit der Situation unwohl fühlt, kann inzwischen oft auch selbst die Konsequenzen ziehen, sich azyklisch bewegen, zentrale Orte meiden, den Lieferdienst nutzen etc..
    Gleichfalls haben wir es auch jetzt in der Hand als Bevölkerung für dieses Jahr Ziele zu definieren und auch Zeichen zu setzen. Unabhängig der kommenden Bundestagswahl gibt es in Dresden zahlreiche Möglichkeiten Kunst, Kultur, Sport und Gastronomie zu unterstützen und/oder etwas für sein eigenes Wohlbefinden zu tun. Ein Beispiel wäre z.B. der geplante Palais Sommer (https://palaissommer.de/). Eine weitere Möglichkeit wäre z.B. direkt mit der Staatskanzlei in Kontakt zu treten (buergerbuero@sk.sachsen.de). Viele Vereine sehen sich aktuell mit Austrittswellen konfrontiert. Auch dort besteht die Möglichkeit sich einzubringen und ein klares Zeichen zu setzen. Ein weiteres Beispiel wäre, beim Profifußball einfach den Fernseher in Zukunft nicht mehr anzuschalten und damit absurde Europareisen der Vereine nicht mehr zu unterstützen, während der „Normal-Bürger“ nicht mal in der Pension bzw. im Hotel um die Ecke einchecken darf. (Dass jetzt oben ein Beitrag zweimal erscheint verwirrt, war aber keine Absicht.)

  15. Was hier polemisiert wird, meine Güte. Es wird nur gemotzt und gemotzt und gemotzt. Differenziertes Draufschauen, kann das überhaupt noch jemand?
    Habe heute im Spiegel einen sehr passenden Kommentar dazu gelesen:

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/kritik-an-corona-politik-wie-die-bundesregierung-sich-unter-druck-setzen-laesst-kolumne-a-d502767f-168e-4429-9c7b-c33cff9f9efb

    Mehr gibt’s dazu eigentlich nicht zu sagen.

    Und nun weiter mit dem Gemecker, dem Gejammer und dem Bessergewisse. *kotz*

  16. Kneipe

    „Das Recht auf eine eigene Meinung sollte jedem zugestanden werden, nicht aber auf eine eigene Realität.“

    Nein, Meinung ist Meinung. Eine Meinung zu etwas anderem umzudeklarieren um sie dann doch bekämpfen oder verbieten zu können, ist kreutzgefährlich. Dann wäre Meinung nur noch das was von oben erlaubt ist. Alles andere wird „nicht zugestanden“. Was für eine Anmaßung.

    Ich will dir da gar nicht zu viel unterstellen. Ich nehme solche Einwürfe einfach nur ernst und denke sie zu Ende.
    Was ist mit den Juden und ihrem das Meer teilenden Moses?
    Den Christen und ihr Wasser zu Wein verwandelndem und nach dem Tod wieder auferstandenen Jesus?
    Den Muslimen und ihr sich mit Engeln unterhaltender Mohammed?

    Ist das eine legitime Meinung? Den offiziellen Zahlen, Verlautbarungen und Zwangsmaßnahmen der Regierung zu misstrauen, aber eine nicht zugestandene Realität?

    Das ist ne gefährliche Sackgasse und hoffentlich wohl eher nicht so ernst gemeint.

  17. @Phil

    Realität = Corona Pandemie. Es gibt nur diese eine Realität, keine andere oder alternative Realität. Menschen sind gestorben und sterben auch weiter im überdurchschnittlichen Maße bzw. im Vergleich Mittel der letzten Jahre an diesem Virus. Das ist statistisch erwiesen. Und komm mir jetzt nicht mit „Trau keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast.“. Das gleiche könnte ich über eure angeblich seriösen alternativen Quellen auch behaupten (und hätte damit vermutlich auch recht).

    Meinung =! Realität. Man kann verschiedene Meinungen haben, was jedoch nichts (aber auch gar nichts) an der Realität ändert.

    Und um mal ein nicht ganz so ernstes Zitat aus „From Dusk Till Dawn“ zu nutzen: „Was sind das? Verrückte? Nein, Verrückte explodieren nicht, wenn das Sonnenlicht sie triff, ganz egal wie verrückt sie sind.“

    Die Dinge die du aufzählst sind Religonen, nicht Meinungen. Zudem benötige ich niemanden, der meine Gedanken zu Ende denkt. Aber danke fürs Angebot was ich gern ablehne.

  18. @Hechtler

    Du schriebst: „Für die Zukunft wäre es aus meiner Sicht aber auch ein erster Schritt Verständnis für den Wunsch zur „Normalität“ aufzubringen, nicht gleich Jeden zu verurteilen, der aus dem Wunsch heraus sich nicht permanent an die stetig ändernden Regeln hält, aber die allgemeine Marschrichtung mitgeht.“

    Ich glaube nicht, das Franzi, Gartenbank & Co zu diesem Typus Mensch gehören. Bei Phil habe ich mir noch keine abschließende Meinung gebildet, immerhin scheint er ja die ein oder andere Gegenmeinung zumindest zu reflektieren. Du kannst ja ansonsten mal beispielhaft ein paar andere Posts von den zuerst genannten Leuten unter verschiedenen Beiträgen zur Corona Lage durchlesen, dann weißt du wovon ich spreche. Mit diesen Leuten gibt es noch nicht mal einen gemeinsamen Konsens, dass es die Pandemie überhaupt gibt.

    Bei den anderen Dingen stimme ich dir zu, aber das hatte ich ja schon geschrieben.

    @Anton – gibt es eigentlich ne Suchfunktion gefiltert nach Kommentatoren?

  19. Kneipe

    „Menschen sind gestorben und sterben auch weiter im überdurchschnittlichen Maße bzw. im Vergleich Mittel der letzten Jahre an diesem Virus. Das ist statistisch erwiesen.“

    Quelle zum statistischen Nachweis? Wir hatten neben dem Virus schließlich noch eine andere massive Beeinträchtigung, die vergangene Jahre nicht einfach vergleichen lässt. Den Lockdown. Wären ohne monatelanger, isolierter, in Angst und Einsamkeit gehaltener Einpferchung der Alten auch so viele an/mit dem Virus gestorben? Oder braucht es dafür dann doch keinen so genauen Nachweis? Wahrscheinlich nicht. Das weiß schließlich jeder.

  20. Ein Mann fährt mit seiner Frau auf der Autobahn. Plötzlich hören sie im Verkehrsfunk die Warnung, dass ihnen ein Falschfaher auf ihrer Fahrspuhr entgegen kommt.
    Sie rufen entsetzt “ … Einer? … Hunderte !“
    Dass die Beiden Phil und Franziska hießen ist eine böswillige Unterstellung. Wahrscheinlich war der Verkehrsfunk „gekauft“.

  21. @ Phil
    Auf jeden Fall. Angst ist gesundheitsgefährdender als jede Bakterie und jeder Virus. Und ob z.B. Menschen an Krebszellen sterben oder an der Todesangst, die sie ab Diagnose begleitet, wird auch nicht weiter untersucht.

  22. Hallo Franziska,
    Meine Höhenangst verhindert zumindest zuverlässig, durch Absturz um’s Leben zu kommen…
    Angst vor Lungenkrebs verhindert u. U., mit dem Rauchen anzufangen und der Krebs patient stirbt ganz sicher nicht aus Angst!

  23. Nochmal ganz langsam, um es sich auf der Zunge zergehen zu lassen. Ich fürchte, die Sätze könnten sonst zu leicht überlesen werden:

    „Angst ist gesundheitsgefährdender als jede Bakterie und jeder Virus.

    Und ob z.B. Menschen an Krebszellen sterben oder an der Todesangst, die sie ab Diagnose begleitet, wird auch nicht weiter untersucht.“

    Ein schönes Wochenende uns allen
    Peter

  24. „Wären ohne monatelanger, isolierter, in Angst und Einsamkeit gehaltener Einpferchung der Alten auch so viele an/mit dem Virus gestorben?“
    „Und ob z.B. Menschen an Krebszellen sterben oder an der Todesangst, die sie ab Diagnose begleitet, wird auch nicht weiter untersucht.“

    Mir gefällt’s immer besser hier. Was man so alles lernt. Wieviel Augen einem hier geöffnet werden. Das kann man sich mit Draht nicht nachbiegen!
    Wann kommt denn endlich mal wieder das Argument mit den falsch positiven Tests?

  25. Jo ich lese inzwischen manchmal nur noch die Kommentare und gar nicht mehr die Texte…. :) naja, Spaß. Habe gestern gelesen, dass die Schnelltests für Schüler schmerzlose Abstriche aus dem vorderen Teil der Nase sind. Anton oder wer es sonst vielleicht weiß – gibt es solche Tests, und wenn sie halbwegs zuverlässig sind, warum landen die irgendwie nicht beim Pflegepersonal? Unsere sind klassisch, d.h. tränende Augen und Zwiebeln in der Nase, alle drei Tage. Warte auf die Gurgeltests oder ähnlich angenehmere Alternativen
    .. Alt & Wunderlich, alles ok bei Euch auf Station? Wird es schon bissel friedlicher? Seit unser Team fast vollständig geimpft ist, fühlt es sich trotz offener Fragen zu Ansteckungsmöglichkeiten schon etwas entspannter an. Grüße

  26. Kneipe

    Dein Link klärt aber nunmal nicht inwiefern ein Jahr Lockdown dazu beigetragen hat oder nicht. Auch steht da nix wer überhaupt wirklich an dem Virus starb, oder zum Zeitpunkt des Todes nur einen positiven Test hatte. Das kann er auch gar nicht, weil niemand das weiß und es auch keinen kratzt. Das ist so! Das bedeutet nicht das es zwangsläufig deswegen nicht stimmt, aber was nicht eindeutig bewiesen, ja nichtmal umfassend untersucht wird, muss doch bezweifelt werden dürfen.

    Aber klar gebe ich eines zu. Ich würde diese Pandemie Story nichtmal glauben, läge ich selbst auf dem Covid-Sterbebett. Jetzt nicht mehr.

  27. Franziska und dem Rest der Schwurbeltruppe hier steht es frei sich nicht impfen zu lassen. Dann wünsche ich viel Erfolg in den nächsten Monaten. Können wir bitte aufhören mit diesen Menschen zu diskutieren und deren wirren Thesen noch Argumente entgegenzusetzen? Ja die Situation ist derzeit beschissen und so ziemlich jeder Mensch wünscht sich ein Stück Normalität. Dann gibt es aber derzeit leider die Realität, und die ist derzeit nun mal so wie sie ist!

  28. Kneipe

    Interessant ist übrigens auch noch dieser letzte Satz bei Statista.

    „Seit Mitte Februar liegen die Sterbe­fallzahlen erstmals wieder unter dem Durch­schnitt der Vorjahre.“

    Wir sind noch voll drin in der Pandemie oder nicht? Fünfstellige Neuinfektionen und trotzdem UNTER dem Durchschnitt der letzten Jahre? Worum genau geht es also bei der Pandemie Bekämpfung jetzt noch? Auch wenn man das auf die Impfung schiebt. Von mir aus. Es reicht also das die Risikogruppen durchgeimpft werden. Man kann die anderen in Ruhe lassen. Und zwar nicht nur mit der Impfung sondern mit allem. Es steht in deinem Link. Wieso interessiert das keinen?

  29. @Phil
    Deshalb schrieb ich ja, auch mal auf die nachfolgenden Links klicken und nicht nur die Landingpage lesen. Hier sind die Ursachen für die hohe Übersterblichkeit etwas genauer erläutert. Du darfst 3x raten, zu welchem Schluss die Wissenschaftler gekommen sind. https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbefallzahlen.html
    Und die momentan im Vergleich zu den 3 Vormonaten geringe Sterblichkeit liegt schlicht und ergreifend daran, dass der Lockdown dann schlussendlich gewirkt hat. Warten wir mal ab, wo wir im April/Mai stehen.

    @Daniel – du hast ja Recht, don´t feed the troll. Mir blutet halt trotzdem das Herz, wenn ich Dinge wie von Franzi geschrieben hier unwidersprochen lesen muss, die sich spätestens in ihrem letzten Kommentar vollständig ins Aus geschossen hat.

  30. Wie Frank: Stöckchenalarm!

    Deshalb: Wir werden alle sterben (Klassiker!).

    https://www.youtube.com/watch?v=U7-60tyLQhA

    (Begleitend dazu kann ich nach Erfahrungen aus familiärem Umkreis bestätigen, dass es einem Lungen-, Nieren- oder Magenkrebs völlig egal ist, ob man von ihm weiß oder nicht und deshalb Angst vor ihm hat oder nicht.)

  31. „Und die momentan im Vergleich zu den 3 Vormonaten geringe Sterblichkeit liegt schlicht und ergreifend daran, dass der Lockdown dann schlussendlich gewirkt hat.“

    Nein. Die Propaganda hat nur bestens funktioniert.
    Siehe u.a. Psychologie der Massen von Gustave Le Bon.

    „unwidersprochen lesen muss“

    Dann hast Du nicht aufmerksam mitgelesen, Kneipengänger. Widerspruch gegen jede anderweitige Meinung gibt es mehr, als es Kommentare mit anderweitigen Meinungen gibt.

    Ein schönes Wochenende allen.

  32. Wenn Propaganda für weniger Tote sorgt, sollten wir in jedem Krankenhaus wieder Wandzeitungen aufhängen!

  33. @Seldon
    Genau, und Motivationstraining für Krebskranke. Ist ja schließlich nur ne Einstellungssache und des Glaubens, ob man daran stirbt oder nicht. Oh Herr, lass Hirn regnen (und Franzi keinen Regenschirm dabei haben) ;-)

  34. Hey Schwesterchen,
    ja, soweit alles beim Alten, trotzdem aber rückblickend so viele Sterbefälle wie noch nie. Das fällt schon auf.
    Mich hat die zweite Impfung dann doch für zweit Tage ins Bett verbannt, das ich aber dann auch wieder völlig beschwerdefrei verlassen konnte. Die geringe Impfbereitschaft stimmt mich nach wie vor nachdenklich, zumal von „Gift“ gesprochen wird und manche, deren Chancen auf Nachwuchs so oder so mehr als gering sind (Verhütungsmittel Gesicht/Kopf), sich einreden (lassen), die Impfung würde sie unfruchtbar machen.
    Über die Empathielosigkeit einiger meiner Mitmenschen möchte ich nichts mehr sagen, genau so wenig zur Sucht nach Aufmerksamkeit, die der ein oder andere zu verspüren zu scheint.
    Wie Obama letztens zitierte: „Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung, nicht aber auf eigene Fakten“.

    Ich trage ordnungsgemäß meine Maske, lasse mir dreimal die Woche in Rachen und Nase rumwühlen und versuche denen ein wenig Zuwendung zukommen zu lassen, die gerade auf gewohnte Besuche verzichten müssen.

    Und selbst?

    Beste Grüße und viel Kraft!

  35. @ Alt & Wunderlich: hui, das mit dem Gesicht war heavy, leider weiß ich nur allzu gut, wie man auf so frustrierte Gedanken kommt grade….wenn die Art und Weise, die eigene Meinung vorzutragen und das Gesicht, das sie hervorbringt sowie das Verhalten sich ungünstig ergänzen, macht das nicht gerade ne Sympathiewelle. Wie auch immer. Mir geht es gut. Habe im zweiten Lockdown in die Kinderkrankenpflege gewechselt, was vieles, wenn auch nicht alles, leichter macht. Testhäufigkeit bei Personal und Angehörigen ist gleich, über Arbeit ohne Maske gibts zum Glück null Diskussion. Die Impfbereitschaft war hoch, ich kann nicht sagen, ob TROTZ oder WEGEN fehlenden Drucks durch den Arbeitgeber. Dass die Bereitschaft gewertschätzt wurde, hat zumindest mich gefreut, ist das tendenziell junge Team doch alles andere als Hochrisikogruppe. Unsere Patient*innen sind es auch nicht, wohl aber ihre Angehörigen, denen man zum Glück auch in den schwierigen Zeiten zu Beginn des neuen Jahres Besuche ermöglichen konnte. Außerdem hat man als jüngeres bzw in meinem Fall nicht mehr so junges Pflegepersonal häufig Eltern und Großeltern zu versorgen, das war für einige auch ein Grund pro Impfung. Man geht mit weniger Bedenken hin, auch wenn die Wahrscheinlichkeit, trotzdem zu erkranken/anzustecken nicht null ist. Zur Verträglichkeit kann ich für mich sagen, war toi toi nach beiden Impfungen nix zu merken, den allermeisten ging es ähnlich, anderen wie Dir, Schlimmeres hatte glücklicherweise niemand. Von der verbleibenden Möglichkeit auf spätere Wirkungen sollten wir es hinter uns haben. Ruhige Dienste und ein hoffentlich infektionsarmes Frühjahr wünsch ich :) Grüße

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