Grüne fordern Pop-Up-Spuren fürs Rad

Die Stadträtinnen Susanne Krause (Sprecherin für Mobilität) und Ulrike Caspary (Sprecherin für Rad- und Fußverkehr) haben heute an der Bautzner Straße ihre Forderungen zur Förderung des Radverkehrs in Dresden vorgestellt. Dabei geht es im Wesentlichen um mehr Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer während der Corona-Pandemie.

Ulrike Caspary und Susanne Krause fordern Pop-Up-Spuren für den Radverkehr
Ulrike Caspary und Susanne Krause fordern Pop-Up-Spuren für den Radverkehr
Die Politikerinnen fordern angesichts des aktuell stark zurückgegangenen Autoverkehrs mehr Schutzstreifen für den Radverkehr. „In vielen anderen Städten zum Beispiel in Bogotá oder New York aber auch in Berlin gibt es sogenannte Pop-up-Radspuren – schnell geplant und ausgeführt, außerdem reversibel“, sagt Susanne Krause. Solche Spuren könnten auch an einigen Stellen in Dresden installiert werden.

Die Grünen haben erst einmal sieben Stellen in Dresden vorgeschlagen. In der Neustadt sind das:

  • Bautzner Straße (zwischen Lessingstraße und Waldschlößchenstraße)
  • Königsbrücker Straße (stadtwärts zwischen Hermann-Mende- und Fabricestraße)
  • Leipziger/Antonstraße (zwischen Rehefelder Straße und Carolaplatz)

Ulrike Caspary: „Wenn mehr Leute vom Auto aufs Rad umsteigen, sinkt auch die Feinstaubbelastung“. Feinstaub sei auch ein Faktor für die Verbreitung der Corona-Viren.

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Petition für breitere Geh- und Radwege auf Dresdner Brücken

Olaf Matthies vom ADFC Dresden hat eine Petition an die Stadt Dresden eingereicht. Er fordert, die Gehwege auf Albert- und Marienbrücke jetzt temporär zu verbreitern. Die Petition findet sich hier.

13 Kommentare zu “Grüne fordern Pop-Up-Spuren fürs Rad

  1. Kann mir mal jemand den Zusammenhang erklären, wenn wegen „stark zurückgegangenen Autoverkehrs mehr Schutzstreifen für den Radverkehr“ einrichtet werden sollen/müssen? Also in der Spielstraße wären dann Radwege zwingend erforderlich, auf der Schnellstraße mit viel Verkehr aber nicht? Oder wollen die Damen jetzt die Schutzstreifen einfordern und sich dann später beschweren, wenn die (weil wieder mehr Autoverkehr) verschwinden? ;-)
    „Feinstaub sei auch ein Faktor für die Verbreitung der Corona-Viren.“ ist wohl wissenschaftlich erklärt? Kann ja sein, aber gehört habe ich davon noch nie, also bitte eine Quelle zu dieser Aussage.

  2. @Stefan E: Belegt ist es noch nicht, wie so fast gar nichts zu Corona, aber es gibt Auffälligkeiten bzgl. Feinstaub. Finde der Artikel hier beschreibt es ganz gut.

    „Kann mir mal jemand den Zusammenhang erklären, wenn wegen „stark zurückgegangenen Autoverkehrs mehr Schutzstreifen für den Radverkehr“ einrichtet werden sollen/müssen?“ – Ich würde das so interpretieren, dass nun der Platz für die Radwege vorhanden ist und man das daher umsetzen kann.

  3. Über Fahrradwege kann man schreiten.
    Schutzstreifen sind allerdings unnötig und teilweise negativ. (Super, reicht ja, wenn ich knapp an dem Streifen vorbei fahre. Gibt da übrigens Gerichtsurteile, dass auch dort 1,5 m mindestens eingehalten werden müssen!)

    Da würde seitens der Autofahrer einfach reichen, wenn man den 1,5 m Abstand einhält. Und ja, der Gesetzgeber sagt da, dass bei einer schmalen Straße nicht überholt werden darf.

    https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/klimaschutz/stvo-novelle-1688854

  4. Diesen Artikel sollten die Damen lesen. Manchmal ist es einfach nicht gut, genug Zeit zum „Denken“ zu haben. Nachdenken würde ich empfehlen. Mein nächstes Auto wird wieder ein Diesel und Kreuzfahrten mache ich jedes Jahr.

  5. Ist doch jetzt festgelegt, das Autofahrer innerorts mindestens 1,5 m Abstand halten müssen, außerorts sollten es 2 m sein.

    Klar ist aber, das ab kommender Woche, der Autoverkehr wieder zu nehmen wird. Läden öffnen, der 15 km Radius ist auch aufgehoben.

  6. Schon lustig, wenn Menschen wie TomDD meinen, nur sie würden nachdenken bzw. mit „Nachdenken“ müsste jeder zum selben Ergebnis kommen, und dann selbst so putzig eindimensional denken. Freund Blase, bessere Luft ist nur ein möglicher Grund, weshalb der Radverkehr gefördert werden sollte. Im aktuellen Zusammenhang dürfte die Argumentation der Damen hier so aussehen, dass Radfahren zum einen die Gesundheit fördert, zum anderen die Ansteckungsgefahr im Vergleich zum ÖPNV mindert. Und Radfahrstreifen erhöhen die (gefühlte) Sicherheit von Radfahrern. Der Rest ist selbsterklärend, hoffe ich. Kreuzfahrten bleiben mMn aus ökologischer Sicht weiterhin fatal und zerstören die Wirtschaftsstrukturen an den Orten, die man sich anguckt und die man doch eigentlich auch für alle anderen erhalten will.

  7. Diese Damen fordern also. Dann fordere ich daß Radfahrer zukünftig mindestens 1m Abstand zu Fußgängern halten müssen, nicht schneller als 10km/h auf Gehwegen fahren und bei Rot gefälligst stehenbleiben und Fußgänger anklingeln oder motzen wenn man nicht schnell genug die Straße überquert. Außerdem fordere ich daß Licht am Fahrrad auch tagsüber verpflichtend eingeführt wird.
    Und da wir gerade beim fordern sind fordere ich daß Bezieher von Sozial- und Transferleistungen verpflichten sind mindestens 10h pro Woche etwas für die Allgemeinheit zu tun. Also Parks vom Müll befreien, für ältere Menschen einkaufen oder ähnliches.
    Klingt ganz schön doof was ich da fordere und einiges davon sollte, zumindest in meiner Welt, eigentlich selbstverständlich sein. Aber so ist das nunmal mit Forderungen.
    Besser fände ich man macht Vorschläge und diskutiert dann sachlich darüber.
    Aber wenn die Argumente schwach sind ist es natürlich besser zu fordern damit man seinen wirren Ideen Nachdruck verleiht…
    Für meinen Fall ganz klare Ablehnung der Forderungen.

    Wurde die Markierung im Bild eigentlich wieder ordnungsgemäß und rückstandsfrei aus dem öffentlichen Verkehrsraum entfernt oder muss ich erst fordern daß dies gemacht wird?

  8. @ Ichkannsnichtmehrhörenesgibtnichtnurschwarzundweiss

    … nicht „diese Damen fordern“, sondern es braucht ganz allgemein und selbstredend gute und sichere Radwege, damit auch Fahrradfahrer sicher fahren können. Die Bereitstellung der Infrastruktur hängt der Entwicklung auf den Straßen weit zurück.

    Es geht, wie im Text beschrieben, um mehr Sicherheit für Radfahrer und wer dagegen ist, hat den Schuss nicht gehört.
    Debatten wie im Mittelalter.

  9. @goldfish
    Wo habe ich geschrieben daß ich gegen Sicherheit für Radfahrer bin? Mir stößt nur gewaltig auf daß ständig irgendwer irgendetwas fordert.
    Anders sieht es aus wenn jemand seine Vorschläge einbringt und man darüber diskutiert ohne demjenigen der gegenteilige Ansichten vorwirft daß er den Schuss nicht gehört habe…
    Wenn alle Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen würden gäbe es solche Diskussionen wahrscheinlich nicht, da aber alle nur an sich denken werden wir uns weiterhin im Kreis drehen und mit Dreck bewerfen.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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