Bücherbus mit Kultur

Heute steht ein imposanter Doppelstocker vor der Scheune. Ab 12 Uhr gibt es rund um den Bus ein offenes Programm. Wer will, kann sich Bücher und Kunst ansehen. Ab 13 Uhr findet dann eine Lesung statt. Der Bus wird heute noch bis 18 Uhr vor der Scheune für Besucher geöffnet sein.

Kultur-Bus vor der Scheune.
Kultur-Bus vor der Scheune
Das Programm der Initiative „Weltoffenes Dresden“ heißt „Requiem für die Zukunft“. Der Bus tour vom 1. bis zum 15. Februar durch die ganze Stadt.

Programm vor der Scheune

  • Sonnabend, 8. Februar
  • 13 Uhr, Lesung im Bus „Schlachthof Nr. 5“ von Kurt Vonnegut, es liest Thomas Stecher, Schauspieler

Am Morgen des 14. Februar 1945 kriecht ein amerikanischer Kriegsgefangener aus dem Keller eines Schlachthauses in Dresden. Nicht nur die Stadt ist zerstört. Zerstört sind auch die Überlebenden. Einer der wichtigsten Antikriegsromane der Weltliteratur.

  • 15 Uhr Zeitzeugen-Gespräch im Bus

Ein Erinnerungs-Gespräch mit dem Zeitzeugen Jürgen Dudeck und Michael Pietrusky vom Dresdner Sigus e.V. Jürgen Dudeck war in der Bombennacht vom 13. Februar 1945 zehn Monate alt und erlebte selbige als Kleinkind. Er erlebte die Nachkriegsjahre als Trümmerkind und erzählt vom Umgang seiner Großeltern mit der Ausbombung ihrer Wohnung auf der Kurfürstenstraße (jetzt Hoyerswerdaer Straße). Nach dem Mauerbau trat Jürgen Dudeck der Jungen Gemeinde bei und enttrümmerte, organisiert von der Aktion Sühnezeichen, mit einer Gruppe junger Engländer das Diakonissenkrankenhaus. Er wird auch von Versöhnungsarbeit und seinen Erinnerungen an Lothar Kreyssig (Richter und gleichzeitig Oppositioneller und Widerstandskämpfer im Dritten Reich, Gründer Aktion Sühnezeichen) berichten, sowie im Zwiegespräch mit Michael Pietrusky auf die Thematik Widerstand in Diktaturen und humanistisches Handeln eingehen.

  • Mittwoch, 12.2.2020
  • 16.30 Uhr, Lesung im Bus „Gegen den Hass“ von Carolin Emcke, es liest Anna-Katharina Muck, Schauspielerin und Ensemblemitglied des Staatsschauspiels Dresden
  • 18 Uhr Lesung im Bus, es liest die Autorin Heidrun Hannusch die wahre Geschichte zweier Dresdner Jüdinnen in England aus ihrem Buch „Todesstrafe für die Selbstmörderin“ und andere Geschichten.


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