Dresdner Wende – Sonderausstellung

Die Ausstellung „Die Welt der DDR“ im Simmelhochhaus zeigt seit dem 7. Oktober die Sonderausstellung „Fokus.Dresdner.Wende“ mit Pressefotografien von Ulrich Häßler. Die Fotos sind noch bis Ende März zu sehen.

Dresden zur Wendezeit - Foto: Ulrich Häßler
Dresden zur Wendezeit – Foto: Ulrich Häßler
Die Fotografien Hässlers stellen im Rahmen der Friedlichen Revolution 1989 eine Besonderheit dar. Denn die Fotografien und die Ereignisse Ende der 1980er Jahre gehen um die Welt und erscheinen damit in den internationalen Printmedien. Sie sind Zeugnis des gesellschaftlichen Umbruchs in Dresden.

Ulrich Häßler, 1943 geboren, ist seit 1967 Fotograf und Wahldresdner, arbeitete als Pressefotograf für den Allgemeinen Deutsche Nachrichtendienst (ADN), die einzige zugelassene Nachrichten- und Bildagentur der Deutschen Demokratischen Republik. Nach der Wende war er Fotoredakteur bei Bild Dresden. 2009 veröffentlichte er das Buch „Rote Brause Dresden“ mit Fotos aus der DDR.

In dieser Ausstellung sollen die gesellschaftlichen und regionalen Rahmenbedingungen mit Bildern der sogenannten einfachen Bevölkerung beleuchtet werden. In den Fotografien Häßlers spiegeln sich deren Biografien, stricken sich um sie herum die sich überschlagenden politischen Ereignisse, die sich teils gravierend auf das private Umfeld auswirken und heute wieder kontrovers debattiert werden.


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Die Kulisse der Dresdner Bevölkerung ist nicht das Schöne und Edle, sondern die Tristesse des überdurchschnittlichen Verfalls, der sich an der Altbausubstanz sowohl in Dresden als auch überall in der DDR zeitgleich ablesen lässt. Gleichzeitig werden innerhalb der Stadt aber auch an der Peripherie Satellitenstädte für Zehntausende errichtet. In diesem Spannungsfeld zwischen alt und neu lassen sich die spannendsten Biografien nachvollziehen.

Nach der politischen Wende wird die Alt- und Neubausubstanz schlagartig Spielplatz einer Generation, die ihre Erwartungen an das Neue und die unverhoffte Freiheit richtete. Insofern stellt Ulrich Hässlers fotodokumentarische Praxis ein besonderer Glücksfall für die Bewertung der Friedlichen Revolution in Dresden dar. Denn sie stellen nie ein singuläres Ereignis, sondern die Gleichzeitigkeit von zeitgeschichtlichen Abläufen dar, die sich zu einem Gesamtbild fügen lassen.

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