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AfD will reden

Bei etli­chen Anwoh­nern des Hecht­vier­tels lagen die­ser Tage kleine gelbe Flyer im Brief­kas­ten. Über­schrie­ben mit “Wir müs­sen reden … über Frei­heit, Demo­kra­tie, Tole­ranz und Gemein­schaft”. Es geht darum, dass Geschäfte und Autos beschä­digt wür­den und zum Boy­kott auf­ge­ru­fen werde, dem kön­nen man nicht taten­los zusehen.

Wer genau dar­über reden will, steht nicht auf dem Flyer, aber als Ver­ant­wort­lich im Sinne des Pres­se­ge­set­zes zeich­net Mar­tin Plötze. Das war der Neu­städ­ter Spit­zen­kan­di­da­ten für den Stadt­rat (hier im Neu­stadt-Geflüs­ter-Wahl-Check).

Flyer mit Gesprächsangebot
Flyer mit Gesprächsangebot
Als Gesprächs­ter­min ist der heu­tige Nach­mit­tag zwi­schen 17 und 21 Uhr anbe­raumt, die Adresse: Tabak­la­den am Bischofsplatz. 

Die­ser Tabak­la­den wurde in der Nacht zum 2. April von bis­lang Unbe­kann­ten mit einem Farb­an­schlag ange­grif­fen (Neu­stadt-Geflüs­ter vom 2. April 2019). Er wurde bis vor Kur­zem von Hans-Jür­gen Zick­ler geführt, der ist Kan­di­dat der AfD für die Land­tags­wah­len und stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der des Kreis­ver­ban­des der AfD.

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Der Zeit­punkt des Gesprä­ches ist offen­bar nicht zufäl­lig gewählt, denn für heute 18 Uhr hat die Undog­ma­ti­sche radi­kale Antifa (URA) eine Demons­tra­tion durch Hecht-Vier­tel und Neu­stadt ange­kün­digt. Unter dem Motto “Kein Vier­tel für Nazis” star­tet die URA ihre Demons­tra­tion an der St. Pauli Ruine im Hecht-Vier­tel (Neu­stadt-Geflüs­ter vom 2. Juli).

Polizei ist schon vor Ort am Bischofsplatz
Poli­zei ist schon vor Ort am Bischofsplatz
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32 Ergänzungen

  1. Als lang­jäh­ri­ger Bewoh­ner des Hecht­vier­tels finde ich es erschre­ckend, dass am Frei­tag, den 05.07.2019, ein Demons­tra­ti­ons­zug des Bünd­nis­ses „Dres­den nazi­frei“ am Tabak­ge­schäft und Wohn­haus von Hans-Jür­gen Zick­ler am Bischofs­platz vor­bei­ge­zo­gen ist und ihn dort mit Laut­spre­cher­an­sa­gen als Nazi beschimpft hat.

    Die­ses Ver­hal­ten ist hat in glei­cher Weise einen bedroh­li­chen Cha­rak­ter wie die Demons­tra­tio­nen von Rechts­ex­tre­mis­ten vor dem pri­va­ten Wohn­haus von Ober­bür­ger­meis­ter Dirk Hil­bert in Dresden-Klotzsche.

    Lei­der benut­zen Rechts­ex­tre­mis­ten und Links­ex­tre­mis­ten ähn­li­che Ver­hal­tens­mus­ter beim Stig­ma­ti­sie­ren ihrer poli­ti­schen Geg­ner. Der Hin­weis „Wir wis­sen, wo Du wohnst“ beinhal­tet immer eine Dro­hung mit Gewalt­es­ka­la­tion und ist geeig­net, indi­vi­du­elle Gewalt­hand­lun­gen zu fördern.

    In den Medien wird gegen­wär­tig viel dar­über dis­ku­tiert, wel­che ver­ba­len Äuße­run­gen in rechts­kon­ser­va­ti­ven Krei­sen eine aggres­sive Hal­tung begüns­tigt haben, die zur Ermor­dung des Kas­se­ler Poli­ti­kers Dr. Wal­ter Lüb­cke geführt hat.

    In glei­cher Weise sollte dar­über dis­ku­tiert wer­den, ob die Art und Weise der ver­ba­len Angriffe auf den Dresd­ner AfD-Poli­ti­ker Hans-Jür­gen Zick­ler geeig­net ist, Gewalt­hand­lun­gen gegen ihn und mög­li­cher­weise auch seine Fami­lie zu för­dern. Gewalt hat bereits statt­ge­fun­den, indem die Fens­ter­scheibe sei­nes Tabak­la­dens zer­stört wurde und die Haus­fas­sade mit Graf­fiti ver­schmiert wurde.

    Ich selbst bin fern davon, mit der AfD zu sym­pa­thi­sie­ren, und kann dafür auf mein ander­wei­ti­ges poli­ti­sches Enga­ge­ment ver­wei­sen. Aber Hans-Jür­gen Zick­ler ist immer noch ein Nach­bar im Stadt­teil, mit dem ein fried­li­cher Mei­nungs­aus­tausch mög­lich ist, auch wenn mir seine poli­ti­sche Rich­tung nicht passt.

    Ich ver­wehre mich dage­gen, dass Men­schen von außer­halb des Hecht­vier­tels den poli­tisch moti­vier­ten Hass in unse­rem Stadt­teil schü­ren wol­len. Und die links­ra­di­kale Auf­for­de­rung „Kauft nicht bei Zick­ler“ ist ebenso zu ver­ach­ten wie die For­de­rung „Kauft nicht bei Juden“ wäh­rend der Hitler-Herrschaft.

  2. @Anton:

    Mal eine Nach­frage zum Kom­men­tar vom 5. Juli 2019 um 20:49 Uhr zum Verständnis:
    Ist die­ser Kom­men­tar wirk­lich von _​dem_​Michael Ton – (ehe­ma­li­ger?) grü­ner Lokal­po­li­ti­ker; mal nach einer Gewalt­tä­tig­keit aus Orts­bei­rat und Grü­nen aus­ge­tre­ten – oder nur unter des­sen Namen veröffentlicht?

    Beste Grüße
    Peter

  3. Denkt mal etwas über den Tel­ler­rand her­aus. Immer gegen afd… die sogen­ten grü­nen für umwelt… sie sind gegen die Men­schen und ihr Umfeld und alles was gut für uns deut­sches Volk ist.….

  4. @Michael Ton

    Ich hätte nicht erwar­tet, mit Dir mal einer Mei­nung zu sein, aber in die­sem Fall 100% Dau­men hoch!

    Ich habe das in der Gör­lit­zer mit­be­kom­men. Diese Fana­ti­ker sind doch tat­säch­lich im Stil einer Stadt­füh­rung mit Laut­spre­cher­wa­gen von “Sta­tion” zu “Sta­tion” gezo­gen und haben die Ihnen nicht geneh­men Ört­lich­kei­ten als “Nazi-Laden” mar­kiert. Nach dem Motto: Irgend­ein gehirn­am­pu­tier­ter Selbst­jus­tiz­ler wird sich schon finden… 

    Nach­dem ja auch die DNN im Vor­feld berich­tet hat, bin ich mal gespannt, ob in unse­rer Presse dar­über irgend­ein kri­ti­sches Wort fal­len wird. Wie ich sie kenne, natür­lich nicht. Haß und Hetze? Wir haben nichts gesehen.

    Für mich heißt das: Ab heute werde ich meine Tabak­wa­ren kon­se­quent bei Herrn Zick­ler kaufen.

  5. Egal ob Michael Ton echt ist oder nicht, aber was er inhalt­lich schreibt, ist eben genau das, wor­auf es ankommt. Da schau­kelt sich etwas hoch, was am Ende sehr unschön wird. Wol­len wir uns wirk­lich gegen­sei­tig die Schei­ben ein­wer­fen, Autos anzün­den oder andere Men­schen bedro­hen? Sowas kann doch – abge­se­hen von eini­gen Ver­wirr­ten – über­haupt nie­mand ernst­haft wol­len? Nie­mand braucht Extre­mis­ten und sollte sich drin­gend über­le­gen, ob er diese unter­stützt. Und ebenso ist es wich­tig zu dif­fe­ren­zie­ren, ob es z.Bsp. Nazis sind oder nur AfD-Wäh­ler (auch wenn man die eben­falls über­haupt nicht ab kann). Wer dies nicht unter­schei­den kann oder will, der macht es sich zu ein­fach und trägt am Ende auch zu einer Ver­schlim­me­rung der gegen­wär­ti­gen Situa­tion bei. Die Zeit lässt sich nicht zurück­dre­hen und wir soll­ten alle lang­sam ler­nen, mit der heu­ti­gen Situa­tion in jeg­li­cher Hin­sicht ehr­lich und ver­nünf­tig umzu­ge­hen. Das Schub­la­den­den­ken “Wir sind die Guten, die Ande­ren sind die Bösen” bringt uns über­haupt nicht wei­ter. Es mag für Extre­mis­ten die Welt ein­fach machen, aber es hilft aus mei­ner Sicht über­haupt nicht, die Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten wirk­lich zu lösen. Und eine miss­lie­bige Mei­nung zu unter­drü­cken, schafft diese noch lange nicht aus der Welt.

  6. Es ist immer wie­der bewun­derns­wert, wie ein­fach es zu bewerk­stel­li­gen ist, dass der poli­tisch-ver­bale Aggres­sor, der seit Jah­ren nahezu täg­lich die Öffent­lich­keit mit men­schen­ver­ach­ten­den Kom­men­ta­ren ver­gif­tet, sogar noch in sei­ner Opferr­rolle bestärkt wird, wenn er sich auf ver­lo­gene Weise (allein die Farb­ge­bung des Fly­ers ist abso­lu­ter Hohn – vom Inhalt und sei­ner Absicht ganz zu schwei­gen) als fried­lie­ben­der Nach­bar insze­niert. (Die­ses selt­same Nar­ra­tiv, das Michael Ton bemüht, von “wir in unse­rem Vier­tel” und “alle ande­ren bösen Frem­den”, die es uns kaputt machen, ist allein schon absurd, weil u.a. das Conni in eben jenem Vier­tel ist (und jetzt bitte nicht: “aber die gehö­ren doch gar nicht…” – das kann man in jede Rich­tung dre­hen). Zudem wurde der Flyer – ich wohne am Alaun­park – auch in der Neu­stadt verteilt).

    Die Gleich­set­zung des nazis­ti­schen “Kauft nicht bei Juden”, das von einer Ver­nich­tungs­ideo­lo­gie getra­gen und von einer herr­schen­den Macht gegen­über einer mar­gi­na­li­sier­ten Min­der­heit sym­bo­lisch-stig­ma­ti­sie­rend auf­ge­tra­gen wurde (das “Stern-Kapi­tel” bei Klem­pe­rer ist hier­für sehr auf­schluss­reich) – allein dies mit einem Appel einer – sicher­lich lau­ten – Min­der­heit, nicht bei einem Ver­tre­ter einer völ­kisch-natio­na­len Mehr­heit ein­zu­kau­fen, von der die AfD nur den unap­pet­li­che­ren Teil ver­kör­pert, zu ver­glei­chen, ist äußerst frag­wür­dig. Denn es ver­kehrt – es sei denn man fühlt sich von einem lin­ken Main­stream (ein wei­te­res Opfer­n­ar­ra­tiv einer intel­lek­tu­el­len- und fort­schritts­feind­li­chen Reak­tion) bedroht – die dahin­ter ste­hen­den Macht­struk­tu­ren. Ob es über­haupt nötig ist, der­lei Ver­glei­che zu zie­hen, sei ein­mal dahin­ge­stellt. Aber dass diese pri­mi­tive Gleich­set­zung von Links und Rechts und das ein­fäl­tige Spre­chen von Extre­mis­mus nur den­je­ni­gen nutzt, die im Schat­ten die­ser Rela­ti­vie­rung ihrer viel zu oft unter Beweis gestell­ten, kei­nes­wegs fried­lie­ben­den Absicht nichts­des­to­we­ni­ger nach­ge­hen, sollte einen eigent­lich zu einer dif­fe­ren­zier­te­ren Betrach­tung anhalten.

    Dass Metho­den der per­sön­li­chen Bedro­hung und ebenso dass die Beschä­di­gung von Eigen­tum Straf­ta­ten sind, bedarf kei­ner wei­te­ren Aus­füh­rung – hier­für gibt es Gerichte und Straf­er­mitt­lungs­be­hör­den. Aber wieso es so schwer begreif­lich ist – obwohl man mitt­ler­weile ja die Lite­ra­tur aus der Wei­ma­rer Repu­blik gewis­ser­ma­ßen als Quelle ers­ter Hand her­an­zie­hen kann – , dass durch die Art, wie der poli­ti­sche Dis­kurs geführt wird, in die­ser Form aggres­sive völ­kisch-natio­nale Bestre­bun­gen bestärkt wer­den, deren Ziel nicht in einem demo­kra­ti­schen Zusam­men­le­ben mit Mei­nungs­viel­falt besteht, bleibt mir, nach nun eini­gen Jah­ren, die ich in Sach­sen lebe, eines der größ­ten Rät­sel. (Und ja, das ist die Steil­vor­lage, mich als fremd zu dis­kre­di­tie­ren, bei Bedarf gibt es noch wei­tere Charakteristika ;) )

  7. Ich war zwar nicht auf der Demo, aber so wie die gan­zen getrof­fe­nen Hunde hier in den Kom­men­ta­ren bel­len scheint sie ja ein rich­ti­ger Erfolg gewe­sen zu sein. Cool.

  8. Und die links­ra­di­kale Auf­for­de­rung „Kauft nicht bei Zick­ler“ ist ebenso zu ver­ach­ten wie die For­de­rung „Kauft nicht bei Juden“ wäh­rend der Hitler-Herrschaft.”

    das ist wider­li­che rela­ti­vie­rung der shoa.

  9. Liebe Vorkommentator/​innen, was wollt ihr? Das der schlei­chende Rechts­ruck und das Strei­tig­ma­chen von Räu­men ein­fach umkom­men­tiert blei­ben? Es ist doch all­seits bekannt, dass das Still­hal­ten und Igno­rie­ren die Rech­ten ermu­tigt und von die­sen als Bestä­ti­gung ver­stan­den wird. Die Mel­dun­gen über rechte Umtriebe in Neu­stadt und Hecht­vier­tel sind ja wohl nicht zu über­se­hen (Hit­ler­ge­burts­tags­fei­ern, Erlen­klause, Bedro­hun­gen links aus­se­hen­der Leute in der Gör­lit­zer etc.). Wenn man dage­gen nicht auf­steht, führt das zu einer Nor­ma­li­sie­rung. Wenn 1000 Leute gegen Nazis im Kiez auf die Straße gehen, ist das auch eine Ermu­ti­gung für die Gas­tro­no­men und Gewer­be­trei­ben­den, rechts­las­ti­ges und ver­hal­tens­auf­fäl­li­ges Kli­en­tel in ihren Loka­len nicht zu dul­den. Die in Neu­stadt und Hecht­vier­tel in Ansät­zen noch erleb­bare links­li­be­rale Atmo­sphäre ist gerade für Dres­den immens wich­tig. In dem Sinne bin ich der Antifa für das (eigent­lich ja schon recht späte) Mobi­li­sie­ren der Leute aus­ge­spro­chen dankbar.

  10. Klar, die Auf­for­de­rung den Tabak­la­den von nem AfD-Typi zu boy­kot­tie­ren mit der Juden­ver­fol­gung gleichsetzen.
    Und Dres­den Nazi­frei hat die Demons­tra­tion übri­gens auch nicht organisiert.
    Haupt­sa­che 100% zustimmen!!!1111
    Läuft bei Eini­gen hier…

  11. Hihihi…reden wol­len die? Ganz klar einem sehr begrenz­ten AfD-Hori­zont geschul­det. Eh AfD-Men­schen­feinde und Ras­sis­ten, über Dinge, über die es keine Dis­kus­sion bedarf, weil ein Pro-Argu­ment nur ver­bre­che­risch begrün­det sein kann, da gibt es auch rein gar nichts zu reden!
    Der Dis­kurs, er wird schon geführt wer­den, aber anders, näm­lich ange­mes­sen … [GG Arti­kel 20 (4)]!

    Georg Elser Fanklub

  12. @Michael Ton Es geht kaum erbärm­li­cher! Pass auf, wenn irgend­wann 6 Mil­lio­nen AfD‘ler in einer Art von Straf­la­ger waren, nur ein­mal ange­nom­men, selbst dann, wäre es noch immer ein erbärm­li­cher Vergleich!
    Georg Elser Fanklub

  13. Im Fall Zick­ler ganz klar nötig, aber einen “Kri­tik­punkt” teile ich hin­ge­gen schon und möchte des­halb diese Frage in den Raum wer­fen: wenn Rassisten,Faschisten und Ultra-Natio­nale in den NETTO gehen,ob es dann ver­nünf­tig ist von einem “Nazi-Laden” zu reden, wenn sie dort auch noch bedient wer­den? …Echt? Und wenn Ras­sis­ten bzw. Natio­na­lis­ten nebst Faschis­ten am Bag­ger­see her­um­lüm­meln, dann gehen wir alle nicht mehr baden, oder was? Was ist denn das für eine Her­an­ge­hens­weise? Es näm­lich genau die­sem Ver­hal­tens­re­flex (es tut weh zuzuhören…dann gehe ich da nicht mehr hin) geschul­det, dass die sich hier breit­ma­chen konn­ten. Reflek­tiert Euch – Venceremos!

  14. Er hat unter sei­nem Namen den glei­chen Kom­men­tar auf der FB-Site des Neu­stadt-Geflüs­ters gepos­tet, ich denke daher schon, dass der Kom­men­tar von ihm stammt.

  15. Hin­weis an “Peter”: Ich schreibe immer mit Klar­na­men. Eine namens­glei­che Per­son im Hecht­vier­tel gibt es bis­her nicht. Unter­schied­li­che Mei­nun­gen wird es immer geben – die Frage ist, wie wir sie äußern und wie wir damit umgehen.

  16. @kekskrümel Nun, diese Leute reden ja auch ohne Scham vom “Bom­ben­ho­lo­caust”. Tja, und in dem Zusam­men­hang darf ruhig an den Vor­fall erin­nert wer­den, wobei Zick­ler einen jun­gen Men­schen fest­hal­ten und damit ver­hin­dern wollte, dass er Mobi-Pla­kate für eine Antifa-Demo, anläss­lich des all­jähr­lich wie­der­keh­ren­den Nazi­auf­marsch um den “13.Februar” in Dres­den, unter die Eisen­bahn­brü­cke, gleich neben Zick­lers Laden klebt. Ende vom Lied, und ange­mes­sene Reak­tion, jener Zick­ler bekam ordent­lich eine geklebt und die Maler­bürste vor den Latz.
    Dass der nicht “koscher” ist, war eigent­lich schon damals für jeden Men­schen erkennbar.

    Lie­ber C. …, ich zumin­dest, ich habe es nicht vergessen. ;)

    Ven­ce­re­mos!

  17. Zum Thema “Kauft nicht beim Juden” hier noch 2 Links zum Nachlesen:

    The Anti-Nazi Boy­cott of 1933 was a Jewish led inter­na­tio­nal boy­cott of Ger­man pro­ducts in response to vio­lence and harass­ment by mem­bers of Hitler’s Nazi Party against Jews fol­lowing his appoint­ment as Chan­cellor of Ger­many on Janu­ary 30, 1933.”
    “The boy­cott began in March 1933 in both Europe and the US and con­ti­nued until the entry of the US into the war on Decem­ber 7, 1941”

    https://en.wikipedia.org/wiki/Anti-Nazi_boycott_of_1933

    Am 1.4.1933 sollte – angeb­lich als Ant­wort auf die Boy­kott­auf­rufe aus Lon­don – in ganz Deutsch­land ein soge­nann­ter “Abwehr­boy­kott” gegen jüdi­sche Geschäfts­leute statt­fin­den. Diese Aktion wurde am 4.4.1933 für been­det erklärt.

    https://www.h‑ref.de/feindbilder/juedische-kriegserklaerungen/daily-express.php

  18. Immer­hin gesteht Phil­ipp noch ein, dass einige der Mass­nah­men gegen die poli­tisch Anders­den­ken­den Straf­ta­ten dar­stel­len. Die Begrün­dung, dafür gibt es Gerichte und Straf­er­mitt­lungs­be­hör­den impli­ziert mir, dass es gedul­det wird (ist ja für einen guten Zweck) und gege­be­nen­falls kann ja dann ermit­telt wer­den. Wie hoch da die Erfolgs­chan­cen sind, mag jeder selbst beur­tei­len. Wie dem auch sei, ich für mei­nen Teil finde weder das eine noch das andere ok und bin nicht der Mei­nung, dass man Straf­ta­ten als not­wen­di­ges Übel o.ä. recht­fer­ti­gen kann.

    Ansons­ten finde ich erschre­ckend, wie sich Einige darin über­bie­ten, für AfD und wei­ter rechts immer neue mög­lichst dras­ti­sche Bezeich­nun­gen zu fin­den. Bringt uns zwar über­haupt nicht wei­ter, aber ver­mut­lich hilft es dem eige­nen Ego, dass man auf der guten Seite ist. Und es macht auch das Leben so schön ein­fach. Man könnte sich auch fra­gen, warum in zwei Mona­ten wohl ein Vier­tel der Sach­sen die AfD wäh­len wer­den und über­le­gen, wie man zumin­dest ein Teil die­ser Men­schen erreicht und über­zeugt, eine andere Wahl zu tref­fen. Aber was soll’s, sind halt pau­schal Nazis etc. mit begrenz­ten Bil­dungs­ho­ri­zont und reden wol­len wir mit denen auf kei­nen Fall. Sehe ich in bei­den Fäl­len als falsch und über­haupt nicht ziel­füh­rend (weni­ger AfD-Wäh­ler) an, aber wir kön­nen ja die Stra­te­gie noch paar Jahre pro­bie­ren, irgend­wann wird es schon funktionieren …

  19. Eine sehr schöne und abso­lut wich­tige Demo. Die Neu­stadt hat sich selbst­ver­ge­wis­sert und end­lich mal ein deut­li­ches Zei­chen gesetzt. 

    Erschre­ckend, wie sich hier mitt­ler­weile Rechte und gewalt­be­reite Nazis breit­ma­chen. Zweite ins­be­son­dere in den Läden von Ahmet Özer. Selbst in der Neu­stadt ist man nicht mehr sicher, wenn man bunte Haare trägt, Migrant ist oder ander­wei­tig aus dem Ras­ter fällt.

    Das Pro­blem ist nicht zu wenig Tole­ranz, son­dern zu viel Tole­ranz gegen­über men­schen­ver­ach­ten­den Mei­nun­gen. Es ist eine Mär, zu glau­ben, dass das die Leute erst recht zur AfD treibt. Dort, wo es wesent­lich mehr Druck auf die AfD gibt – von Leip­zig über Ber­lin und Ham­burg bis nach Han­no­ver und Stutt­gart – schnei­det sie jeden­falls deut­lich schlech­ter als in Dres­den ab. 

    Die­ses Gesuhle im Opfer­my­thos ist echt gran­dios. Man haut ohne Ende Men­schen­ver­ach­ten­des raus. Und da ist Zick­ler als Anhän­ger des Höcke-Flü­gels ganz vorne mit dabei. Die URA hat auf ihrer Home­page ja einige Zitate ver­öf­fent­licht, da rol­len sich einem die Fuß­nä­gel hoch: 

    Gebt aber schon mal allen Wen­de­häl­sen einen Tipp. Sie sol­len sicher­heits­hal­ber eine AfD-Bro­schüre im Kel­ler ver­ste­cken, damit sie spä­ter mal behaup­ten kön­nen, sie hät­ten in die­sen schwe­ren Zei­ten auch Wider­stand geleistet.” 

    Das sind doch fins­terste Fantasien. 

    In Dres­den hat sich ein Sumpf an Rech­ten und gewalt­be­rei­ten Nazis ent­wi­ckelt, mit flie­ßen­den Gren­zen. Es muss doch zumin­dest gelin­gen, die Neu­stadt davor zu bewahren.

  20. @Ole: Oh vie­len Dank für die­ses hilf­rei­che Detail. Und im Sommer/​Herbst 1939 gab es den Ver­tei­di­gungs­schlag gegen die Aggres­so­ren aus Polen… LTI

    @Anwohner: Es ist viel­sa­gend, dass du einen neu­tra­len Hin­weis auf Str­at­ta­ten so deu­test, als würde ich damit deren Dul­dung impli­zie­ren. Dass ich von kei­ner spe­zi­el­len Par­tei spre­che, würde in dei­ner Logik hei­ßen, dass ich Nazi-Gewalt ebenso dulde. In mei­nem Welt­bild aber (das sich in mei­ner Aus­sage spie­gelt) ist eine Straf­tat etwas, um des­sen Bewer­tung sich die zustän­di­gen Behör­den und nicht der Inter­net­troll küm­mern. Denn zumin­dest im Ide­al­fall spielt für diese es dann keine Rolle, wel­cher Natio­na­li­tät, poli­ti­schen Rich­tung etc. jmd angehört. 

    Und meine Bezeich­nung der Afd als unap­pe­tit­li­cher Teil der deutsch-natio­na­len Rich­tung ist kein Über­bie­ten, son­dern ange­sichts des­sen, was diese Leute (gerade der Dresd­ner Ange­ord­nete Maier kann als Vor­zei­ge­fall gel­ten) so von sich geben, eine recht nüch­terne Umschreibung.
    Und natür­lich, wenn die Argu­mente aus­ge­hen, bemüht man sich als Hob­by­psy­cho­loge und rais­son­niert über das Ego anderer…

  21. @andi Da kannst Du ja froh sein, dass vor Dei­ner Tür nicht demons­triert wird, bei dem Unfug den Du schreibst. 

    Es scheint ja dann wohl ziem­lich beson­ders und extra schlimm zu sein, wenn Du den Namen Ahmet Özer erwähnst, dass sich in einem Laden von einem Tür­ken, jetzt schon sol­che Leute treffen.

    Des­wei­te­ren scheint ist es nun sogar schon mitt­ler­weile ein Kri­te­rium zu sein in wel­chem Stadt­teil man wohnt. Das ist dann noch ne Stufe schär­fer wie der “Nazi” und sein “Süd­län­der”.

    Wie Du einen “Migran­ten” oder einen z.B. asia­tisch abstam­men­den in Dres­den gebo­re­nen unter­schei­den willst, ist mir auch ein Rät­sel. Jetzt sag nicht, dass Du Men­schen anhand von Optik ein­teilst, bewer­test und in Grup­pen ein­teilst. Das hat “Geschmäckle”. Zumal es ja noch wei­ter­geht mit bun­ten Haa­ren. Die Zschäpe hat ja auch bunte Haare, nur mal so nebenbei. 

    Erschre­ckend auch Dein letz­ter Satz, dass klingt sehr stark nach Gren­zen. Eine Abgren­zung inner­halb einer Stadt! Nicht die Grenze um einen Staat, die dafür sorgt, dass es über­haupt einen Staat gibt. 

    Ich halte fest.
    Zitat: Ralph Waldo Emerson
    “Ver­su­che nie­mals jeman­den so zu machen, wie du selbst bist. Du soll­test wis­sen, dass einer von dei­ner Sorte genug ist.”

  22. @Philipp
    Wenn ich mir die “Mass­nah­men“ der rech­ten und lin­ken Extre­mis­ten ansehe, brau­che ich kein Jurist sein um diese als Straf­ta­ten zu erken­nen. Da ist eine Seite nicht bes­ser als die andere.

    Und ja, wenn jemand zu einer von der Antifa orga­ni­sier­ten Demo geht, weiß er (hof­fent­lich), wem er damit eine Legi­ti­ma­tion ver­schafft. Ist umge­kehrt ganz genauso, wer sich z.Bsp. bei Pegida mit auf den Platz stellt. Wobei ich Letz­te­res eher als einen Hau­fen Ver­wirr­ter sehe, aber wer da meint hin­ge­hen zu müs­sen, soll dies tun.

    Das mit dem Über­bie­ten war nicht auf Dich bezo­gen, son­dern auf einige der ande­ren Bei­träge hier.

  23. @ oha: Ich kann dir in dei­nem Geschwur­bel nicht folgen.

    Typi­sches AfD-Gelabere.

    Habe ich irgendwo gesagt, dass ich Leute nach der Optik beur­teile? Nein. Das behaup­test du ein­fach mal so. Zwar übelst wahr­heits­wid­rig, aber ihr scheint das zu können.

    Ahmet Özer kri­ti­siere ich nicht, weil er einen tür­ki­schen Hin­ter­grund hat. Ich kri­ti­siere ihn, weil er ein mas­si­ver tür­ki­scher Natio­na­list und Erdo­gan-Fan ist. Und kei­ner­lei Pro­bleme mit deut­schen Faschis­ten hat.

    Rede doch mal mit den zahl­rei­chen Kur­dIn­nen hier in der Neu­stadt! Oder den nicht-kur­di­schen Anhän­ge­rIn­nen der tür­ki­schen Oppo­si­tion. Es gibt in der Neu­stadt genug ent­spre­chende Läden. 

    Sagen wir mal so: Die mögen ihn wegen sei­nem tür­ki­schen Natio­na­lis­mus nicht. Mit sei­nem Kuscheln mit Pegida und der Iden­ti­tä­ren Bewe­gung schießt er dann voll­kom­men den Vogel ab.

  24. @andi

    Du sagst: “Habe ich irgendwo gesagt, dass ich Leute nach der Optik beur­teile? Nein. Das behaup­test du ein­fach mal so. Zwar übelst wahr­heits­wid­rig, aber ihr scheint das zu können.”

    Hab ich gesagt beur­tei­len? Warte, nö.… EINTEILEN in “Grup­pen”.
    Du redest von Migran­ten und Leu­ten mit bun­ten Haa­ren, oder ander­wei­tig aus dem Ras­ter fallenden.

    Woran erkennst Du einen Migran­ten? Typi­sche Merkmale?
    Wer darf bunte Haare tra­gen und wel­che Nach­teile erge­ben sich dadurch? Wes­halb werde ich bun­ten Haa­ren zu Opfer?

    Wel­ches Ras­ter? Gibt es eine mensch­li­che Norm?

    Woher weißt Du, dass seine Gäste Faschis­ten sind. Wel­che Gesprä­che wur­den geführt, um zu die­sem Schluss zu kommen?

    Auch habe ich nicht gesagt, dass Du in kri­ti­sierst, weil er Türke ist. Du hast ihn an den Pran­ger gestellt, oder sei­nen Namen genutzt, um zu dra­ma­ti­sie­ren und Ihm zu schaden.

    Dies tust Du in Dei­ner Ant­wort erneut. Dir geht es nicht um meine Aus­sa­gen. Dir geht es darum jeman­den zu scha­den und genau des­halb muss Du es wie­der zum Thema machen.

    Ich wünsch Dir alle Gute

  25. Unsere Dis­kus­sion neigt ins Sinnlose.

    Ich habe Ahmet Özer kri­ti­siert, weil er ein übels­ter tür­ki­scher Natio­na­list ist und den Kon­takt zu deut­schen rechts­ra­di­ka­len Krei­sen sucht.

    Mit dem trau­ri­gen High­light, dass Iden­ti­täre in einem sei­ner Läden in der Nacht auf den 20. April Hit­lers Geburts­tag gefei­ert haben.

    Sorry, du redest doch wirr, um vom Thema abzu­len­ken. Woran ich einen Migran­ten erkenne? Viel­leicht daran, dass er Ahmet Özer heißt und keine Gele­gen­heit aus­lässt, Erdo­gan abzufeiern. ;-)

    Davon abge­se­hen ist der Migran­ten-Hin­ter­grund ja über­haupt nichts schlim­mes. Außer für AfD­ler und Pegi­di­gis­ten. Ich kri­ti­siere Özer ja nicht des­we­gen, son­dern weil er ein Anti-Demo­krat ist. Pro AKP und pro Pegida: Da tref­fen sich die Richtigen…

  26. Kom­men­tar ent­fernt – Auch eine als Frage ver­klei­dete Belei­di­gung bleibt eine Belei­di­gung.

  27. Ahmet Özer kennt und tole­riert gerne seine Nazi Kund­schaft! Auf sei­nen eige­nen Face­book Pro­fil ist zu sehen , wie er mit einem bekann­ten Fascho, der nen Hit­ler­grüß macht posiert! Auch dass er Erdo­gan Anhän­ger ist ist kein Geheim­nis und er ver­steckt es nicht!

  28. @skrivva. War. Der Post ist seit einer Weile nicht mehr zu sehen. Bzgl. sei­ner Ein­stel­lung zu Erdo­gan gibt es unter­schied­li­che Aus­sa­gen von ihm. Das bekannt gewor­dene Bekennt­nis zu Erdo­gan schrieb er in der Nacht des Put­sches. Wäh­rend einer Ver­an­stal­tung in der Scheune sagte er mal, dass er ein Geg­ner der Erdo­gan – Poli­tik sei.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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