Kein König, keine Krone

No King. No Crown. Foto: David Ohl
No King. No Crown. Foto: David Ohl
Ab heute ist das neue Album der Dresdner Indie-Folk-Band „No King. No Crown.“ mit dem Titel „Smoke Signals“ im Handel. Gegründet wurde die Band vom Singer und Songwriter René Ahlig. Er veröffentlichte sein erstes Folk-Pop-Album „Heart to Escape“ 2012, seine zweite LP „Without Yesterday“ 2016. Dazwischen war er europaweit auf Tour. Auch online machte er die Runde, schaffte es mit seiner letzten Platte unter die Top-30-Singer-Songwriter-Charts auf iTunes und zum „Newcomer of the week“ bei Ampya.

Für das neue Album war „No King. No Crown.“ mit Unterstützung der Initiative Musik erstmals als Band im Studio, um ihren musikalischen Stil zwischen Indie-Folk, Kammerpop und Singer-Songwriter zu einem neuen Indie-Folk-Sound zu verdichten: Mit Wurzeln im Akustik-Gefilde und Einflüssen aus Hip-Hop und Ambient.

Wie hat das mit der Musik und Dir eigentlich angefangen?
Musik mache ich schon sehr lange, aber als ich vor zehn Jahren in Neuseeland und Australien war, hatte ich angefangen Akustik-Folk Songs zu schreiben, da es mir dort nicht möglich war in Bands zu spielen. Also kaufte ich mir eine Akustikgitarre und schrieb das Jahr über sechs Songs, die ich dann, zurück in Deutschland, aufgenommen und auf die erste EP „At least it remains forever“ gepresst hatte. Da ich mich schon zu Beginn nicht festlegen wollte, ob aus dem Projekt eventuell irgendwann mal eine Band und nicht nur ein Solo-Projekt wird, gab ich dem ganzen direkt den Namen „No King. No Crown.“ Der hält und bewährt sich immer noch als passend. Ich könnte mir keinen besseren Bandnamen vorstellen.

Wie kam es dann dazu, dass sich das Soloprojekt in eine Band verwandelte?
Bei der Produktion des Vorgänger-Albums „Without Yesterday“, Ende 2016, hatte ich viele Instrumente noch selbst im Studio eingespielt, wollte das Album live aber genauso präsentieren, wie es auf Platte klingt. Daher hatte ich in befreundeten Bands herumgefragt, ob mich jemand für die Tour unterstützen würde und Lust hat in wenigen Wochen an einem Live-Set zu basteln. Gesagt, getan. Zum Release von „Without Yesterday“ standen wir zu sechst auf der Bühne und spielten die meisten Konzerte der Tour zu viert oder fünft.


Anzeige

Oberschule und Grundschule

In der Neustadt zu Hause: No King. No Crown. Foto: David Ohl
In der Neustadt zu Hause: No King. No Crown. Foto: David Ohl
Über die letzten 18 Monate hat sich dann eine Vierer-Formation als Erfolgsrezept herauskristallisiert und wir haben Mitte 2017 angefangen am neuen Album „Smoke Signals“ zu schreiben, welches nun heute erscheint.

Ich übernehme Gesang, Akustikgitarre, Ukulele, Synthesizer; Martin: Synthesizer, Percussion, Beats, Gesang; Ole: Geige, Banjo, Gesang; Hannes: E-Gitarre, Gesang. Für das Konzert in der Scheune am 15. Februar werden noch Ole’s Bruder Anton, der Trompete spielt und Benjamin am Cello mit von der Partie sein.

Warum Indie-Folk?
Indie-Folk, weil wir eben keinen klassischen Folk spielen sondern uns in verschiedenen Musikrichtungen bedienen und somit eine neue Form des Folks schaffen. Indie-Folk Bands sind z. B. Mumford and Sons, Daughter oder Bon Iver, mit denen wir uns auf jeden Fall identifizieren und auch zusammenpassen. Atmosphärisch, elektronisch, aber doch irgendwo Wurzeln in der Akustikmusik.

Warum „Smoke Signals“?
Weil das Album elf Rauchzeichen beinhaltet, bei denen ich das Feuer selbst gelegt habe oder noch immer mit den Brandschäden kämpfe.

Wie wars beim Dreh im Ostpol?
Auf einem Montag um 12 Uhr mittags in den Ostpol zu gehen, war etwas eigenartig, da man ja sonst nur zu Veranstaltungen in den Abendstunden dort hingeht, aber so hat man das Lokal mal ganz anders gesehen. Wir hatten bis 18 Uhr Zeit alle Szenen zu drehen, was recht sportlich war, da wir anfangs eine Wohnzimmerkulisse bauen mussten und später dann den Barbereich nutzen wollten. Letztendlich hat alles super geklappt.

Ein riesengroßes Dankeschön an der Stelle noch mal an Jörg und die gesamte Ostpol-Crew! Ein Feierabendbier gab es natürlich dort auch noch. Es war wirklich aufwändig, hat jedoch echt Spaß gemacht. Mit dem Resultat sind wir sehr zufrieden.

No King. No Crown. Smoke Signals

Ab heute im Handel. Infos unter: nokingnocrown.de. Konzert am 15. Februar in der Scheune. Tickets im Vorverkauf für 11,70 Euro.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.