Bäckerei Rißmann heißt ab heute George

Bäckerei Rißmann wird jetzt von der Bäckerei George beliefert.
Bäckerei Rißmann wird jetzt von der Bäckerei George beliefert.
Seit heute hat die Bäckerei mit der mehr als 100 Jahre alten Tradition einen neuen Besitzer. Michael Langer, der am Weißen Hirsch die Bäckerei und Konditorei George betreibt, hat die Filiale an der Königsbrücker/Ecke Louisenstraße übernommen.

Die Bäckerei gibt es bereits seit 1908. Das Haus sollte schon einmal den Ausbauplänen der Königsbrücker Straße weichen, doch trotzig wurde hier weitergebacken. 1997 übergab das Ehepaar Rißmann die Bäckerei an Holger Thielemann, der kannte das Unternehmen, hatte hier einst als Lehrling angefangen. Aus gesundheitlichen Gründen hat Thielemann jetzt die Bäckerei aufgegeben.

Geschlossen: die Rißmann-Filiale auf dem Bischofsweg
Geschlossen: die Rißmann-Filiale auf dem Bischofsweg
Der neue Inhaber, Michael Langer, übernimmt aber nur die Filiale an der Königsbrücker Straße. Die Bäckerei im Keller und die Filiale am Bischofsweg bleiben vorerst geschlossen. Berühmt waren die Rißmann-Bäcker für ihre Eierschecke, an der sich der Legende nach einst schon Erich Kästner labte. Wie ein Insider berichtet, hat Thielemann das Eierschecken-Rezept an Langer übergeben. Vielleicht kann wenigstens diese Legende dann noch etwas weiterleben.

Zu besten Zeiten hatte die Bäckerei Rißmann insgesamt vier Filialen. Neben der auf der Königsbrücker und am Bischofsweg, gab es ein Lädchen am Alaunplatz und eins in der Rudolfstraße. Im Neustadt-Geflüster wurde das Neustadt-Original Ende 2017 gewürdigt.


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Die Bäckerei George hat ihre Hauptfiliale auf der Bautzner Landstraße zwischen dem „Med Dürüm“ und „Foto Wolf“ und noch eine Filiale in Weißig auf der Hauptstraße. Weitere Infos unter: www.baeckerei-george.com.

Nachtrag: 15. Februar

Die Filiale am Bischofsweg ist jetzt eine Zweigstelle der Dresdner Mühlenbäckerei.

6 Kommentare zu “Bäckerei Rißmann heißt ab heute George

  1. da geb ich dir Recht, die Eierschecke habe ich mir auch immer gegönnt, wenn ich bei Oma in der Louise 8 war…
    und nie werde ich diesen Geruch auf dem Weg dahin vergessen…zuerst der süße, holzige Geruch an der kleinen Drechselei und kurz darauf wehte schon der Duft des Bäckers aus den vier Kellerfenstern…herrlich und nicht zu übertreffen…übrigens war auch immer noch ein Pudding Eclair mit (Kunst)Schokoüberzug dabei…

  2. Man kann nur hoffen, dass der Filiale Bischofsweg zeitnah wieder neues Leben eingehaucht wird. An mangelnder Kundschaft sollte es nicht liegen …

  3. Viel Glück, Herr George! Wir können uns glücklich schätzen, so so einige echte Bäcker in der Neustadt zu haben.

  4. Ach ja, in den 90ern konnte man dort noch nach durchfeierter Nacht früh in den Keller und die Brötchen ofenwarm direkt beim Bäcker kaufen.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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