Mmmh…panadas auf der Kamenzer

Aus einem Zelt auf dem Hechtfest wurde ein eigener Laden

Aus einem Zelt auf dem Hechtfest wurde ein eigener Laden

„Werbung brauche ich nicht“, sagt Karl Zschommler. Immer, wenn ein Gast zufrieden seufzend seinen Empanada-Laden auf der Kamenzer Straße verlässt, stellen sich drei neue an. Angefangen hat alles 2014 auf dem Hechtfest und weitergehen soll es mit Filialen in Radebeul und Striesen. Die Erfolgsgeschichte einer gefundenen Marktlücke.

Empanadas, sagt Karl, bieten viele Restaurants in der Neustadt an. Die Frische mache bei ihm den Unterschied. Spinat und Champignons, Süßkartoffeln und Mais werden frisch in den dünn ausgerollten Teig geschlagen, für den Karls Frau ein eigenes Rezept entwickelte. Verraten haben sie es noch niemandem. „Es haben schon viele gefragt“, sagt Karl nicht ohne Stolz. Auf dem Hechtfest vor zwei Jahren verkauften die beiden erstmals ihre gefüllten Teigtaschen und stießen auf ein enormes Feedback. Es folgten Stände auf dem Radebeuler Weinfest und auf dem Weihnachtsmarkt auf der Hauptstraße. „Die Kunden fragten immer wieder nach einer Filiale“, erzählt Karl. Und so kam es denn.

Empanadas, frisch gefüllt und mit drei verschiedenen Soßen zur Auswahl

Empanadas, frisch gefüllt und mit drei verschiedenen Soßen zur Auswahl

Die gesamte Inneneinrichtung, berichtet er, ist in Eigenarbeit entstanden. Die Wände bemalte ein befreundeter Maler aus Spanien. An dem Geschäft arbeitet die ganze Familie mit – genug zu tun gibt es. Am Donnerstag und Samstag steht der auffällige, aber schmucklose schwarze Truck auf dem Alaunplatz, am Freitag auf der Lingner Allee. „Die Leute sind neugierig und kosten“, sagt Karl „dann fragen andere, ob es schmeckt und probieren, egal was.“ Die Flyer für sein Geschäft liegen für den Druck bereit, aber „ich hatte einfach noch keine Zeit. Mein Essen ist meine Werbung.“

Karl kam mit seiner Frau aus Kolumbien hierher. Im Dezember werden es vier Jahre. Karls Großvater kam aus Sachsen und der Enkel entschied sich für Dresden, weil es eine angenehme Größe hat. „Es ist die Hauptstadt von Sachsen, aber trotzdem nicht so groß wie Berlin. Ich mag keine großen Städte.“ Für nächstes Jahr gibt es große Pläne: zwei weitere Filialen, eine am Blauen Wunder und eine in Radebeul,  will Karl eröffnen. „In Lateinamerika werden Empanadas gegessen wie hier Kebap. Das möchte ich den Leuten hier zeigen.“

Empanadas – Öffnungszeiten und Informationen

  • Kamenzer Straße 13, Montag bis Sonntag 11 bis 22 Uhr
  • Telefon 01575 1429002
  • aktuelle Informationen auf Facebook
Karl Zschommler in seinem Empanada-Geschäft auf der Kamenzer Straße: "Ich will, dass alles funktioniert"

Karl Zschommler in seinem Empanada-Geschäft auf der Kamenzer Straße: „Ich will, dass alles funktioniert“

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6 Kommentare zu “Mmmh…panadas auf der Kamenzer

  1. Vorbeifahrer
    18. August 2016 at 17:01

    Ich hab da schon gegessen. Das Lädchen wird völlig zurecht lobend erwähnt. Die vegane Fraktion kann sich den Weg allerdings sparen…

  2. Pimpanella
    18. August 2016 at 18:08

    Wirklich sehr zu empfehlen. <3

  3. hungriger
    18. August 2016 at 19:23

    echt lecker da, aber leider werden die öffnungszeiten nich eingehalten. so stand ich schon zwei mal vor verschlossener tür mit leeren magen :/

  4. Schlu
    18. August 2016 at 20:30

    Lecker lecker lecker,… Leider wird die Ladenöffnungszeit nicht eingehalten und stehe somit öfters vor einem verschlossenem Laden

  5. Lola
    18. August 2016 at 22:10

    Ein eigener Laden? Da freu ich mich! Alles Gute für Karl und den Rest der Familie.

  6. Tau
    19. August 2016 at 08:26

    Der einzige Laden, in dem die scharfe Soße auch wirklich scharf und nicht einfach nur rot ist. Die lockeren Öffnungszeiten stören mich nicht, im Gegenteil, ich muss immer schmunzeln und fühl mich wieder wie in Südamerika. Viel Erfolg weiterhin!

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