Herz statt Hetze

Herz statt Hetze Demo am 19. Oktober, ab 17 Uhr

Herz statt Hetze Demo am 19. Oktober, ab 17 Uhr

Morgen Nachmittag finden verschiedene Demonstrationen in Dresden unter dem Motto „Herz statt Hetze“ statt. Eine davon startet am Bahnhof Neustadt um 17 Uhr.

Zu den Unterzeichnern des Demonstrationsaufrufes zählen unter anderem die Parteien Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, die Piratenpartei, die SPD, das Bündnis Nazifrei, das Bündnis Dresden für Alle, die Neustädter Band Banda Comunale, etliche Gewerkschaften und viele weitere Verbände und Initiativen.

Im Ankündigungstext der Demonstration heißt es:

„Seit nunmehr einem Jahr haben in Dresden Hass, Rassismus und Gewalt ihre abendländische Heimat gefunden. Von hier strahlt die Menschenfeindlichkeit ins ganze Land. Die Grundfesten unseres Zusammenlebens geraten in Gefahr.

Pegida wirkt: Sachsen erlebt eine Welle von Angriffen auf Menschen, die nicht in das völkische Weltbild von Pegida passen. Ausschreitungen wie in Dresden-Prohlis, Heidenau und Freital sind das Ergebnis der geistigen Brandstiftung montäglicher Pegida-Aufmärsche. Denn diejenigen, die täglich Gewalt auf die Straßen tragen, üben ihren Hass auf den wöchentlichen Pegida-Spaziergängen ein. Dort hetzen die Wortführer*innen um Lutz Bachmann und Tatjana Festerling in widerlicher, verachtender Art und Weise gegen Menschen die flüchten mussten, die als „muslimisch“ oder die schlicht als „nicht-deutsch“ gesehen werden.

Auf der anderen Seite engagieren sich Tausende für Menschlichkeit. Sie sind das Herz unserer Gesellschaft geworden. Sie stehen für gelebte Solidarität ein, sie verkörpern die oft beschworene Willkommenskultur. Im gleichen Maße werden sie jetzt zur Zielscheibe von Verunglimpfung, Hass und Gewalt. Sie werden bedroht, weil sie sich engagieren und widersprechen!

WIR SAGEN: ES REICHT!

Es ist notwendig, dass wir auf der Straße zeigen, für welche Gesellschaft wir einstehen. Für eine Gesellschaft, die Menschenwürde an erster Stelle setzt. Für eine Gesellschaft, die Empathie als wertvolles Gut ansieht. Und für eine Gesellschaft, die sich der Hetze konsequent entgegenstellt.
Rassismus darf kein Normalzustand sein. Wenn Politiker*innen auf dem Rücken der Geflüchteten Stimmung machen, in Gut und Schlecht unterscheiden und für das Leben in überfüllten Massenunterkünften demütige Dankbarkeit verlangen, sind Menschenrechte nur noch leere Phrasen.
Dagegen müssen wir unsere Stimmen erheben. Genauso wie gegen eine Asylrechtsverschärfung, die auf Abschreckung und Abschottung setzt und das Massensterben an den Außengrenzen Europas mitzuverantworten hat.

Wir können was dafür, wenn wir nichts dagegen tun.
Deswegen gehen wir am 19. Oktober in Dresden auf die Straße.“


 

Nachtrag: Bilder von der Demonstration gibt es hier.

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59 Kommentare zu “Herz statt Hetze

  1. HinzundKunz
    18. Oktober 2015 at 18:12

    Kann dieses erbärmliche Neonazigesindel noch tiefer sinken?

    Oh ja!

    https://twitter.com/_Stolpersteine_/status/655452747374923777

    Zeigen wir diesenm Gesindel morgen einmal, was WIR davon halten!

    Link entfernt … siehe Hausordnung.

    • 18. Oktober 2015 at 18:30

      @HinzundKunz: Über die Täter weiß man noch nichts. Es kann sich auch um Metalldiebe handeln.

  2. HinzundKunz
    18. Oktober 2015 at 19:24

    @Anton Launer
    Ich nehme einfach einmal stark an, das ist nicht wirklich Dein ernst. Aber klar, vielleicht waren die gar nicht aus Metall, sondern aus Zuckerguss und der Regen könnte deshalb die Stolpersteine somit auch einfach aufgelöst haben, wer weiß? Ich würde jedoch zu bedenken geben, wie wahrscheinlich ist das aktuell und so kurz vorm November?

    Mir ist klar, Du bist dahin gehend unverdächtig, doch das Problem dabei ist, eben diese Buntmetallnummer wird auch gerade hämisch von Neonazis verbreitet, verbunden mit der zynischen Forderung nach Schließung der Grenzen, denn bekannter Maßen klauen hier ja nur Polen, Tschechen und Rumänen Buntmetalle.

    • 18. Oktober 2015 at 19:39

      @HinzundKunz: Wie wahrscheinlich das ist, ist mir schon klar. Aber ne Wahrscheinlichkeit ist eben nicht Wissen.

      P.S. Danke für den Persilschein

  3. Lenbach
    18. Oktober 2015 at 21:07

    Die Nazis von der taz verbreiten verbreiten diese „Buntmetallnummer“ auch. Und dann auch noch über Polen, tsetse:

    „In Polen gibt es erst einen einzigen Stein.“ Man wolle dort schon, sagt er und lacht: „Aber die wissen nicht, was tun, damit die Steine in der Straße bleiben. Wegen der Metalldiebe.“

    http://www.taz.de/!5110823/

  4. 19. Oktober 2015 at 00:19

    Eigentlich müsste es doch „Herz statt Selbstsucht“ heißen. Konnte man aber wahrscheinlich nicht so nennen, weil Selbstsucht seit 1990 gepredigt wird.

  5. Andreas
    19. Oktober 2015 at 00:19

    Nach http://www.dresden-fernsehen.de/Aktuelles/Artikel/1399882/Stolpersteine-in-Dresden-gestohlen-und-geschaendet/
    gab es auch eine Schändung der Steine. Das spräche dann doch eher gegen Metalldiebe.

  6. HinzundKunz
    19. Oktober 2015 at 01:37

    @Anton Launer
    Ich denke, den kann ich mit ruhigem Gewissen ausgeben! ;)
    Nur um zu unterstreichen, dass WIR mit unserer „Vermutung“ leider richtig liegen werden, sei der Blick auf den Umstand gerichtet, dass es sich dabei nicht um massive Messingbrocken in der Größe eines Pflastersteines handelt, sondern nur um 10x10cm große Platten mit einer Stärke von ca. 1-1,5 cm. Spätestens nach der Entfernung des 1. Steines wäre dass eventuellen Buntmetalldieben aufgefallen. Auf jedem Friedhof wäre die Ausbeute größer gewesen und das Risiko dabei erwischt zu werden, wäre gegen 0 gegangen.

  7. Gustav
    19. Oktober 2015 at 08:33

    Schön wie Herr Lauer hier für die Antifa die Werbetrommel rühert und damit dieses auch Unterstützt! Einfach wiederlich !

  8. Alraune
    19. Oktober 2015 at 08:58

    Gustav, widerlich wird so geschrieben, ****entfernt, siehe Hausordnung, Beleidigung****

  9. tom
    19. Oktober 2015 at 09:35

    @HinzundKunz:

    Wie kommst du darauf, dass das Nazis waren? Quelle? Was du schreibst ist eine reine Behauptung.

    Der/die Täter kann/können auch gelangweilte Halbstarke, bekiffte Studenten, betrunkene Arbeitslose, betrunkene Irgendwas gewesen sein. Immer gleich Nazis schreien ist einfach nur dämlich.

  10. qwertz
    19. Oktober 2015 at 10:18

    @Gustav

    Bitte überarbeiten Sie Ihre Orthographie. Sie nimmt sonst keiner richtig ernst…

  11. oha
    19. Oktober 2015 at 10:30

    @HuK

    Wie war das damals mit dem Asylanten der getötet wurde…

    Drück Dir die Daumen, dass Du nicht schon wieder enttäuscht wirst.

  12. 19. Oktober 2015 at 10:58

    Gary Golden, sie wurden entarnt – Zugriff!

  13. TomDD
    19. Oktober 2015 at 11:00

    das denke ich auch so. erst einmal Beweisen, bevor wieder die NAZI keule gezogen und die Bevölkerung wieder in eine Richtung schoben wird. Die arabische Welt mag bekanntlich keine jüdischen Mitbürger. 750 Asylsuchende ziehen gegenüber des jüdischen Friedhofes auf der Trinitatisstraße ein. Da bin ich erst einmal gespannt, was da alles fehlen wird. Also, mal alle ganz entspannt sein.

  14. Anne
    19. Oktober 2015 at 11:46

    Wer hat den Studenten in Dresden so brutal nieder gestochen ?

  15. Gustav
    19. Oktober 2015 at 11:46

    SOWAS UNTERSTÜTZT DAS NEUSTADT GEFLÜSTER!

    https://mopo24.de/#!nachrichten/farbbeutel-und-graffiti-anschlag-auf-semperoper-und-reiterstandbild-theaterplatz-20452

    WER ZU DEMOS DER ANTIFA AUFRUFT WIE IN DIESEM ARTIKEL UNTERSTÜTZT AUCH DIESE AKTION DER ANTIFA/GRÜNEN/SPD/PIRATEN/GEWERKSCHAFTEN.

    HERZLOS!

  16. Bernhard
    19. Oktober 2015 at 11:51

    @Torsten: Du willst aber damit nicht sagen, dass es vor 1990 im Sozialismus (per definitionem vielleicht) keine Selbstsucht gab? Waren das alles bessere Menschen?

  17. Gustje
    19. Oktober 2015 at 12:05

    Mensch Gustav, senke die Stimme, Du weißt doch, dass Du immer so schnell heiser wirst. Und jetzt komm zurück an den Küchentisch und trink Deinen Beruhigungstee aus.

  18. Sahar
    19. Oktober 2015 at 12:33

    Können wir auch was dafür, wenn deutsche Waffen und deutsches Geld mit morden in aller Welt? Saudi Arabien welches wie auch Katar den IS hintenrum unterstürzt (wer unterstützt eigentlich Saudi Arabien?), produziert das G36 selbst unter Lizenz. „Steini“ und „Mutti“ lassen Grüßen! Ganze Landstriche im Nahen Osten sind durch Uranmunition der NATO verseucht (Deadly Dust) und mit dieser wird auch weiterhin getötet, schnell so wie auch langsam. Die einen gehen nun auf die Strasse, weil ihnen Angst vor den fliehenden Menschen gemacht wird, die anderen gehen auf die Straße gegen die, die Angst haben. Die Vorderungen bei diesen Veranstaltungen berühren in keiner Weise die Ursachen. Immer schön den Symptomen hinterherjagen.

  19. qwertz
    19. Oktober 2015 at 12:58

    @Gustav

    LÜGENPRESSE! LÜGENPRESSE!

  20. Fidel
    19. Oktober 2015 at 13:11

    „Im gesellschaftlichen Sinn bezeichnet man als Hetze unsachliche und verunglimpfende Äußerungen[3] zu dem Zweck, Hass gegen Personen oder Gruppen hervorzurufen, Ängste vor ihnen zu schüren, sie zu diffamieren oder zu dämonisieren.“ Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hetze#Hetze_im_politisch-gesellschaftlichen_Sinn

    Das kleine ABC der Hetze wurde Ihnen präsentiert vom Neustadt-Geflüster und seinen Kommentator_innen.

  21. 19. Oktober 2015 at 13:48

    Hallo lieber Sahar,

    so ist es!

    Ergänzend möchte ich hinzufügen, dass die jeweiligen Forderungen die Ursachen nicht nur in keiner Weise berühren. Sie helfen sogar dabei eine konstruktive Auseinandersetzung mit den Zusammmenhängen des Waffenhandels und den eigenen Wirtschaftsinteressen zu verhindern.

    Vorsatz oder Fahrlässigkeit?

  22. Radler
    19. Oktober 2015 at 13:59

    Danke an Fidel für die Definition. Dann sollten wir alle mal das Herz suchen gehen. Aber zuerst einmal alle auf die Demo von Sahar! Er/Sie hat doch schon eine angemeldet, oder?

  23. HinzundKunz
    19. Oktober 2015 at 14:40

    @tom @Gustav @TomDD @oha
    Genau … hahaha … wenn der braune Bodensatz der Gesellschaft sich schon einmal zu Wort meldet … hahaha … heult doch!
    (Ach ja, das macht Ihr ja gerade.)

    Wir sehen uns dann gleich – Ihr solltet Euch also etwas Warmes anziehen! ;)

  24. HinzundKunz
    19. Oktober 2015 at 14:56

    @oha
    „Drück Dir die Daumen, dass Du nicht schon wieder enttäuscht wirst.“
    Was sollte mich dabei bitte enttäuschen? Weißt Du selbst nicht, stimmt`s? Es zeigt aber sehr schön, welch verwirrter Geist in Dir wohnt. ;)

  25. _
    19. Oktober 2015 at 15:11

    @Gustav (den besorgten Bürger):
    Mir scheint auch, dass die Antifa (nach deiner Definition alles was nicht besorgter Bürger ist) in ihrer Radikalisierung noch ein paar Stufen hinterher hinkt. (vorsicht Lügenpresse)
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/leipzig-buergermeister-jung-wird-bedroht-a-1058491.html

  26. julia
    19. Oktober 2015 at 16:04

    @ HinzundKunz „Wir sehen uns dann gleich – Ihr solltet Euch also etwas Warmes anziehen!“ … ist das eine Aufforderung zu Gewalt?!

    • 19. Oktober 2015 at 16:12

      @julia: Ich habe es nicht so verstanden. Sonst wäre das so auch nicht erschienen.

  27. Alraune
    19. Oktober 2015 at 16:32

    Denkmäler in Dresden verschandelt, Farbattacken und Schmierereien und Plakat von “ Herz statt Hetze “ an Denkmal geklebt. Da muß man nur sagen es reicht.

    Wer war es ?

    Zitat BILD Dresden “ : Die Jugendlichen versuchten vor der anrückenden Streife zu flüchten, wurden jedoch von den Beamten gestellt.

    „Der Inhalt der Aufkleber und Plakate ist offenbar linksorientiert. “

    noch Fragen ?

  28. okris
    19. Oktober 2015 at 16:39

    @Anton:

    Wir sehen uns dann gleich – Ihr solltet Euch also etwas Warmes anziehen!

    @julia: Ich habe es nicht so verstanden. Sonst wäre das so auch nicht erschienen.

    Was soll man, wenn man seine Postings vorher gelesen hat sonst herauslesen Anton? Die Sorge, dass die Leute von Pegedia sich erkälten ja wohl nicht…
    Aber beim Thema Gewalt nehmen sich ja leider beide Seiten nichts..

  29. dd-jazz
    19. Oktober 2015 at 16:41

    Als (nicht nur historisch-infantil-) permanent Symbol-Herz-„“Familen“-„Namens-Missbrauchte“ wünsche ich vor allem allen Seiten mehr HIRN…
    Das Symbol sollte geschützt werden.
    Gegen jedes Politikum.
    Weil es vor allem werbe-u.politisch permanent missbraucht wird: Herz-+ Kapital_Infarkt= scheinheilig-verdächtig.
    ((ich bin grundsätzlich gegen Blöd-Ida// kontrovers-menschlich erlebt ist allerdings auch ein Eröffnungsredner (einer heutigen Gegendemo) indischer Herkunft und hier inzwischen von Gentrifi-Schaben-Schwiegereltern verhei(r)matet und leider auch nur ein Zweck-Heiliger, der sich selbst am Nächsten ist= Intelligenz-Sabbel-Bla der Blattgold-Kaste)hmm,tja, EIN flach-satirsicher Kontext-Elbkiesel muss mal sein…
    Verzerrend finde ich vor allem, dass einerseits (und mit jedem Schritt zuviel) Blöd-Ida wieder zur dankbar-medial-hypenden Verkorksung beitragen wird, während Gegendemos die Schwarz-Weiß-Symbolik eher anheizen, als dass die inhumane Asylpolitik konkret behandelt wird (nöööp: wer sich weit aus dem Fenster lehnet, sieht mehr…. oder fällt raus?)…
    kontextbefreit:
    Habe heute eine (ehemals norddeutsche) Finnin kennengelernt , deren Mann (-Schwede-) für kurze Zeit an der Uni verpflichtet ist, die die Neustädter als “ Pippi-Langstrumpf-Akademiker“ bezeichntete und wir HERZlich-befreiend-verständig lachen konnten…= den Hunden wars eh schietegal-obwohl die Ploziei (norddeutsch-finnisch) aus anderen Gründen daneben stand und dennoch mitschmunzelte…(und ich zolle den „V.-M.s“ inzwischen sogar zunehmenden Respekt ob der überbordenden Situationen) ))

    DANKE SUSANNE! und deinem Schweizer BernerSennenhund, der auch links wedeln kann…

  30. Alraune
    19. Oktober 2015 at 18:00

    @ dd-jazz

    sag mal, welcher normalgebildeter Bürger tut sich das an, so einen Kauderwelsch zu lesen ? Es sei denn , du willst eh nur was von dir geben, was keinen interessiert und nach der zweiten Zeile total abschreckend sein soll.

    Ich mag mir garnicht vorstellen, wie du im echten leben aussiehst und ob du da genauso wirres Zeug redest ohne innerhalb von Sekunden als Alleinunterhalter dazustehen.

    In diesem Sinne, ich hoffe es war klar und deutlich formuliert.

    Gegen Gebühr wird dir Anton unter Umständen auch bei geringer Hoffnung auf Erfolg Unterricht gegen Gebühr in dieser Sache geben.

    Grüßle

  31. 19. Oktober 2015 at 20:20

    @Bernhard:

    „@Torsten: Du willst aber damit nicht sagen, dass es vor 1990 im Sozialismus (per definitionem vielleicht) keine Selbstsucht gab? Waren das alles bessere Menschen?“

    Guter Punkt. Ich denke vor 1990 war Solidarität geheuchelte Staatsräson („Solidarität mit den Völkern der Welt“, Soli-Beitrag…). Seit 1990 ist Selbstsucht offene Staatsräson („Jeder ist seines Glückes Schmied“, Ich-AG…).

    Wer Selbstsucht, Konkurrenz und Wettbewerb predigt, braucht sich nicht wundern, wenn „Wirtschaftsmigranten“ gehasst werden.

  32. sylvia
    19. Oktober 2015 at 20:43

    @Torsten: Ich denke, vor 1990 gab es auch echte Solidarität, und zwar gelebte. Es kommt immer auf den einzelnen Menschen an, und solcherlei Verallgemeinerungen sind schlichter Humbug :-( (… um es mal nett auszudrücken).

  33. Sahar
    19. Oktober 2015 at 21:27

    @ Radler

    Ja, habe ich und zwar nicht nur zum Geburtstag von Pegida, weil alle Medien die Werbetrommel gerührt haben, sondern jeden Montag 19 Uhr auf dem Jorge-Gomondai-Platz.

  34. Radler
    19. Oktober 2015 at 22:02

    @Anton: Wenn ich die schwarz vermummten Gestalten sehe und lese, wie viel Gewalt und Aggression bei einigen Gegendemonstrationen stattfindet, dann hätte es statt „Herz statt Hetze“ eher „Gewalt und Hetze“ heißen müssen. Und es erstaunt mich immer wieder, dass z.B. ein gewisser Hinz und Kunz hier schreiben darf, was er will und sogar zu Gewalt aufrufen darf – und angesichts der aktuellen Ereignisse und dem, was er sonst so von sich gibt, ist es nicht anders zu verstehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du dies gutheißt. Indem du allerdings diese Kommentare zulässt, machst du dich mit schuldig. Das hat nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun (die angesichts der aktuellen Ereignisse eh zu hinterfragen ist – sie wird massiv eingeschränkt bzw. werden Menschen mit anderer Meinung selbst von höchster Stelle (siehe z.B. Thomas de Maizière) bedroht – es ist erschreckend).

    • 20. Oktober 2015 at 10:16

      @Radler: Meinst Du solche schwarz Vermummte hier? Wenn mich nicht alles täuscht, hat es auf beiden Seiten Gewalt und Aggression gegeben, zumindest, wenn man der Presse und dem Polizeibericht trauen möchte. Ich habe das Geschehen auf der anderen Elbseite nicht verfolgt, da ich ab ca. 17.30 Uhr in der Scheune war.

      Mein Fotograf berichtete mir jedoch, dass er auf der Demo vom Bahnhof Neustadt zum Schloßplatz weder einen schwarzen Block noch Gewalteskalation beobachten konnte. Ausnahme: Böllern, die in den Demonstrationszug hinein geschmissen wurden.

      Und nochmal: Nein, „Zieht euch warm an“ ist in meinen Augen kein Gewaltaufruf. Allerdings hatte HinzundKunz weiter oben ein Foto verlinkt, auf dem zu sehen war, das man als gewaltverherrlichend ansehen könnte, ich habe den Link inzwischen entfernt, bitte um Entschuldigung, dass mir das durchgerutscht ist.

  35. Radler
    19. Oktober 2015 at 22:07

    Und zum Thema nazifrei: Erst die Stimmung aufheizen und Gewalt sähen und dann wundern, wenn der Funke aufgeht und die Lage außer Kontrolle gerät. Die Schuld liegt eindeutig bei nazifrei und ihren Anhängern (Stichwort Antifa)!

  36. julia
    19. Oktober 2015 at 22:09

    Weiter oben stehts (doch): … deutsche Waffen und deutsches Geld … , sind die eigentlichen Ursachen für IS, Flüchtlingsströme und Pegida. Dazu die unsäglichen Hartz 4 Gesetze, eine durch und durch neoliberale Wirtschaftspolitik. Und wenn ‚du‘ seit Jahren nur 345 Euro in der Tasche hast, dann wirds knapp mit der (eigentlich vorhandenen) Toleranz für einen beliebigen, knapp zwanzigjährigen Syrer, der dir ein Schild: ‚mir ist kalt‘, vor die Nase hält. Dazu das geblöcke der Pegida Leitkühe und fertig ist die seit einem Jahr währende ‚Wahnwache‘ für den (ganz persönlichen) Weltfrieden. Der reicht zwar nur, drei meter von hier und um ‚mein‘ Eigenheim, aber immerhin.

    Bitte nicht denken, dass ich irgendwas davon gut finde, aber so (oder so ähnlich) ist ‚das‘ gelaufen.

    P.s. meine Rechtschreibkontrolle kennt das Wort Pegida nicht und schlägt Pepita vor. Recht so.

  37. 19. Oktober 2015 at 22:27

    @Sylvia:
    „solcherlei Verallgemeinerungen sind schlichter Humbug“
    – Selber verallgemeinert ;)

    Ich möchte individuelle Handlungsmöglichkeiten nicht verleugnen. Dennoch haben gesellschaftliche Ideen einen Einfluss auf einzelne Handlungen (gilt vice versa).

    M.E. lief das Gros der staatlich gewünschten Solidarität zu DDR-Zeiten ritualisiert ab (Kuchenbasar, Solimarken-Kleben). Und Ausländerfeindlichkeit war auch damals bekannt. Gut dargestellt wird die Distanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit der Solidarität am Beispiel chilenischer Migranten in dem DDR-Kinderfilm „Isabell auf der Treppe“ (1984).

    Und heute wird bei vielen Gelegenheiten (Schule, Berufsberatung, Arbeitsamt) auf die Vorteile von Selbstsorge, Selbstvermarktung und Egozentrik als wichtige Ressourcen in der Lebensgestaltung hingewiesen. Klappt ja auch oft. Erstmal.

    Sylvia, vielleicht erzählst Du was über die echte, gelebte Solidarität aus der DDR und bringst mein Gedächtnis auf Trab.

  38. Ratscha
    19. Oktober 2015 at 23:50

    Viel Hetze, wenig Herz! Es gruselt mich, wie Menschen aufeinander gehetzt werden.

  39. Johannes
    20. Oktober 2015 at 01:12

    @Radler

    und wenn ich heut so die Chinaböller betrachte, die mir als friedlichem Gegendemonstranten vor die Füße geflogen sind, während vor mir der Mob skandiert hat: „Hier marschiert der nationale Widerstand“ – und ich rede jetzt tatsächlich nur von meiner eigenen Erfahrung, die Berichte, die man im Mopo- und SZ-Ticker lesen konnte, klangen ja noch wesentlich krasser – und die Aufrufe betrachte, die Hooligans gestartet haben https://mopo24.de/nachrichten/dresden-droht-zum-pegida-geburtstag-hooligan-chaos-20284, könnte ich gleiches wohl über Pegida behaupten.

    Da ich mir aber durchaus bewusst bin, dass es auch auf Seite der Linken gewalttätige Ausschreitungen gab, muss ich zumindest anerkennen, dass es unabhängig meiner persönlichen Meinung auf beiden Seiten Riesenvollpfosten gab, die auch mit der Härte des Gesetzes bestraft werden sollten.

  40. HinzundKunz
    20. Oktober 2015 at 02:22

    @Radler Genau dass ist es, dieser, Dein verbaler Erguss, was mit widerlicher Hetze bezeichnet werden darf, ja bezeichnet werden muss! Du gehörst sicherlich auch zu den Gründen, dass es so etwas wie die Antifa gibt, geben muss, also bitte halt die Luft an, oder erzähle den Unsinn der braun vergilbten Tapete an Deiner Wand!

    Wenn Du einmal der Reihe „früher war alles besser?“, hier auf der Seite folgst, könntest Du feststellen, dass der Herr Launer so seine eigenen Erfahrungen mit dem Klientel, welches Du hier verteidigst, machen „durfte“! ;)

  41. HinzundKunz
    20. Oktober 2015 at 02:30

    @okris
    Ja, denn von dem Platz kam ja erst einmal niemand mehr weg! (Was zum Plan gehörte und großes Geheule bei Pegida auslöste, bis hin zu wüsten Drohungen von Bachmann an die Stadt!)
    Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich sage, nicht für das, was Du meinst, heraushören zu können. ;)

  42. HinzundKunz
    20. Oktober 2015 at 02:37

    @Alraune Nö! Wie sollte denn die Frage auch aussehen?

  43. Radler
    20. Oktober 2015 at 11:01

    @Anton: Nein, diese sehe ich jetzt in diesem Video das erste Mal. Ich meine die, die vom Bahnhof Mitte aus bzw. auf der Marienbrücke standen. Aus dieser Ecke kam auch hauptsächlich die physische Gewalt. Insgesamt war der Theaterplatz abgeriegelt und es waren sicher nur die hartgesottenen dort. Alle anderen haben sich nicht an den Gegendemos vorbei getraut. Ich habe mir die Sache zwischen 18:40 und 19:20 von dem rechtselbischen Elberadweg aus angesehen bzw. war mal kurzzeitig bis zur Hälfte auf der Augustusbrücke. Wobei ich auf der Marienbrücke sehr viele schwarzgekleidete Menschen gesehen habe (soweit man dies aus der Entfernung sehen kann, waren diese vermummt – auf diversen Videos auch vom sz-ticker sieht man das ja dann auch) und abschreckenden Krach (so habe ich gar nicht erst den Versuch unternommen, über diese Brücke zu gehen).

  44. maria
    20. Oktober 2015 at 22:40

    @HinzundKunz:
    „Wir sehen uns dann gleich – Ihr solltet Euch also etwas Warmes anziehen! ;)“
    Das soll „Herz“ zeigen? Ich glaub das zeigt eindeutig in welche Richtung dein Herz (falls vorhanden) tendiert!

  45. sylvia
    21. Oktober 2015 at 13:26

    @Torsten: Das tu ich gern, aber ganz sicher nicht hier und öffentlich an dieser Stelle. Außerdem gehört es nicht zum Thema des Threads.

  46. HinzundKunz
    23. Oktober 2015 at 04:16

    @maria Mach Dir mal bitte um MEIN Herz keine Sorgen, dem geht es prächtig! ;)

  47. E-Haller
    23. Oktober 2015 at 10:32

    Interessante Diskussion. Festzustellen ist also, dass es auf beiden Seiten Vollpfosten gibt/ von beiden Seiten teilweise die Aggression ausging/ beide Seiten nur auf Agressionen reagiert haben => keiner Schuld ist.

    Ich für meinen Teil kam vor einigen Jahren ins grübeln, ob ich mit DIESER Art des Protestes von der linken Seite noch klarkomme. Die Geschichte dazu:

    Demo um den 13. Februar, von den Rechten angemeldet für den Vorplatz des Neustädters. Alle Straßen blockiert, Busse mit rechten Demonstranten kamen nicht zum Versammlungsort. Alles ok.

    Dann trat ein kleines Grüppchen von ca. 30 Rechten auf den Plan, welche zu Fuß von ihrem sonstwo abgestellten Bus in den südlichen Hecht spazierte und erstaunlich guter Laune waren (wähnten sich kurz vor dem Ziel). Auf einmal kam aus allen Straßen immer mehr Antifa (o. ä.) und rieben die Gruppe von hinten her auf, wobei insbesondere ein am Ende laufender kleinerer Typ mit Faustschlägen und Fußtritten bedacht wurde (nach gefühlt unendlich langer Zeit kam die Polizei und alles rannte weg). Die Aggression, die da zu sehen war, hat mich schockiert: da treffen wildfremde Manschen aufeinander und sprechen dem anderen das Lebensrecht ab, lediglich weil er eben anderer Gesinnung ist/ war (bevor jetzt irgendwer kommt: natürlich gibt es das andersrum genauso. Aber legitimiert es diese Gewalt – oder will nicht gerade die Linke besser/ humaner etc. sein?).

    Was für mich aber die zentrale Frage war (und immer noch ist): Was erreicht man damit? Bildet sich irgendwer ein, dass dieser Zusammengeschlagene „geläutert“ wurde?
    Auf heute übertragen:
    Lassen sich Pedidisten davon überzeugen, dass sie etwas „Falsch“ machen, indem man ihnen die Autos abfackelt??? Denkt irgendwer, dass die Plakate, Blockaden oder auch der Austausch von Gewalt irgendeinen von denen zum Umdenken bewegt?

    Eigentlich hilft, wenn überhaupt, nur die sachliche Diskussion. Dafür scheint aber keine Basis da und wer es dennoch versucht, steht ganz schnell in einer bestimmten Ecke, siehe Frank Richter.

  48. SHARP
    23. Oktober 2015 at 13:04

    E-Hallers Kommentar bringt es auf den Punkt.

    Natürlich wird man die Hartgesottenen nicht überzeugen, aber die allermeisten dieser Pegida-Hanseln haben doch ganz allgemeine Probleme mit dem Verstehen der immer komplexeren Welt. Beim Erklären derselben haben die (eigentlich dafür zuständigen?) politischen Akteure in den letzten 10 bis 15 Jahren kläglich versagt. Stattdessen wurden nur „alternativlose Entscheidungen“ verkündet.
    Und da muss sich auch die sogenannte „Linke“ (jetzt nicht die gleichnamige Partei, die ist ja nur ein kleiner Teil der „linken“ Bewegung) leider vorwerfen lassen, entweder besserwisserisch-akademisch zu agumentieren – womit man „das Volk“ eben nicht erreicht – oder mit sinnloser Gewalt als selbsternannte „Gute“ zu antworten. Geändert hat das in den Jahren gar nix und ist zur reinen Folklore verkommen – Wäre Zeit, mal über einen neuen Ansatz nachzudenken? Da bin ich auch ganz bei Frank Richter.

    Nur Idioten tun immer wieder das Gleiche und erwarten ein anderes Ergebnis…

  49. Laberbacke
    23. Oktober 2015 at 13:37

    Kommentar gelöscht. Beleidigungen.

  50. sahar
    23. Oktober 2015 at 14:13

    @ SHARP & E-Haller

    schließe mich an

    Frank Richter, der beinahe Einzige in der Öffentlichkeit, der differenziert und sachorientiert versucht einen Dialog herzustellen für die, die auf beiden Seiten noch erreichbar sind

    (kein) Dialog
    (kein) Kompromiss/Konsens
    (kein) Frieden

  51. Zschertnitzer
    23. Oktober 2015 at 21:40

    Die Frage, die man bei diesem Ansatz zuerst klären sollte, ist ja, ob die Linke (nicht nur die Partei) denn selbst überhaupt plausible Antworten auf eine (angeblich) immer komplexere Welt hat. Sich über die Art der Vermittlung zu verständigen, wäre der zweite Schritt. Bisher habe ich bei Punkt 1 schon immer größere Zweifel.

  52. 24. Oktober 2015 at 11:48

    Aus meiner Sicht hat die Linke (auch die Partei) die richtigen Antworten seit Jahrzehnten:

    – Gleichmäßigere/Gerechtere Aufteilung von Ressourcen/Gewinnen sowohl auf lokaler als auch globaler Ebene
    – Stopp von Waffenexporten

    Beides würde m.E. zu einer etwas angenehmeren Stimmung auf diesem Planeten führen. Das Volk hat ich m.E. keine Probleme mit dem Verstehen der „immer komplexer werdenden“ Welt, sondern es hat keinen Bock etwas abzugeben oder sich zu bewegen. Daher wird die CDU dauer-gewählt. Oder die AfD im Falle, dass die CDU nicht mehr träge genug ist.

  53. 24. Oktober 2015 at 13:55

    @Torsten:
    „Aus meiner Sicht hat die Linke (auch die Partei) die richtigen Antworten seit Jahrzehnten:

    – Gleichmäßigere/Gerechtere Aufteilung von Ressourcen/Gewinnen sowohl auf lokaler als auch globaler Ebene

    Leider Nein: Denn wer entscheidet über die Aufteilung von Resourcen. Die „Linke“ (wer auch immer das ist)?
    Die Menschen sind nicht so gestrickt. Neid und Missgunst sind oft stärker als Zusammenhalt speziell in größeren Gruppen. Das gilt auch und besonders speziell für „Linke“

  54. 25. Oktober 2015 at 01:15

    @Thogo:

    Denn wer entscheidet über die Aufteilung von Resourcen.

    – Der Stärkere, besser Organisierte, Lautere …

    „Neid und Missgunst sind oft stärker als Zusammenhalt speziell in größeren Gruppen. Das gilt auch und besonders speziell für „Linke““

    Meine Erfahrung ist eine andere. Aber wie heißt es schon bei Shakespeare so schön? – Zusammenhalt lies in the eye of the beholder.

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