Baustart am Russensportplatz

Bagger-Gucken war heute Morgen die große Sensation in der Kita.
Bagger-Gucken war heute Morgen die große Sensation in der Kita.
Seit heute wird gebaggert. Der Spielplatz mit dem Netz wird umziehen. Stadt braucht Spenden für Bäume und Bänke. Russensportplatz soll im Frühjahr fertig sein.

Es knirscht, schnurpst und rumpelt. Ein einsamer Bagger schaufelt den Weg vom Russensportplatz zur Paulstraße. Die Kindergarten-Knirpse schauen begeistert zu. Der westliche Zugang zum neuen Platz ist der erste Bauabschnitt. Heute war Baustart. „Wir wollen die Fläche im Frühjahr 2016 an die Bevölkerung übergeben“, sagt Detlef Thiel, der Chef vom Grünflächenamt.

Dabei entsteht ein Weg von der Paulstraße aus. Das ist die kleine Verbindungsstraße zwischen Königsbrücker und Förtstereistraße. Der Weg soll dann von der Förstereistraße bis zum „alten“ Alaunplatz führen und außerdem eine Zufahrt zum Gelände des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) gewährleisten. Das Gelände liegt im Nordwesten des neuen Platzes und die Zufahrt war Bestandteil des Kaufvertrages.

Hier soll es dann bald einen Durchgang zum Alaunplatz geben.
Hier soll es dann bald einen Durchgang zum Alaunplatz geben.
Auf der Fläche ist nun wieder neuer Rasen gesät worden, der schon ein paar Zentimeter aus der Erde guckt, außerdem wird der Ahorn- und Robinienwuchs entfernt. Eine markante Linde am Zugang Parkstraße soll, wenn der Wurzelverlauf es zulässt, erhalten bleiben.

Der Spielplatz mit dem Kletternetz muss erneuert werden. Diese Gelegenheit wird genutzt und die Spielstätte verlegt, so wird der Konflikt mit den rasenden Radlern gleich gelöst. Ebenfalls angelegt wird eine Fläche für das Stadtgärtnern. Künftig sollen elf Bäume Schatten spenden sowie acht Bänke zum Ausruhen einladen.

Baustart am Russensportplatz
Baustart am Russensportplatz
Sowohl für die Bäume als auch für die Bänke gingen bereits einige Spenden ein. Das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft braucht jedoch weitere Spenden für den Fonds Stadtgrün, damit es möglich ist, die genannten Bäume zu pflanzen und die Bänke aufzustellen. Es fehlen noch etwa 2000 Euro für Bänke und 2200 Euro für die Bäume. Insgesamt kostet dieser erste Bauabschnitt rund 240 000 Euro.

„Leider reicht das zur Zeit verfügbare Geld nicht, um die komplette Planung, die auf den Wünschen einer sehr umfangreichen Bürgerbefragung basiert, umzusetzen“, sagt Detlef Thiel. Ballspielplätze, Tischtennis-, Boulder- und Ruhebereiche würden weitere 800 000 Euro kosten, die nicht im städtischen Haushalt verfügbar sind.


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Die 14 000 Quadratmeter große Fläche wird trotzdem ab kommendem Jahr nutzbar sein, da der städtische Regiebetrieb derzeit die Unebenheiten auf der Wiesenfläche durch Bodenauftrag ausgleicht und damit Unfallgefahren beseitigt. Auch die angrenzende Sandsteinmauer zum Kita-Gelände wurde bereits erneuert.

Weiterhin entsteht bis zum Jahresende in der Nähe der Marktfläche im Auftrag des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft eine öffentliche Toilette, die unentgeltlich nutzbar ist. Damit hofft die Stadt auf mehr Ordnung und Sauberkeit auf dem Parkgelände.

Die Spenden für den Park werden über den Fonds Stadtgrün der Stadt gesammelt.

10 Kommentare zu “Baustart am Russensportplatz

  1. Oh wie süüüüüß! Kann man sich richtig vorstellen, wie da zarte Jungenträume geweckt werden: „wenn ich groß bin, will ich Baggerfahrer werden“. Wie süüüüüüüß!!!! :-)

  2. „Ich bin zufrieden mit der jetzigen Umsetzung. Mehr Haushaltsmittel stehen einfach nicht zur Verfügung“, so Stadtrat Torsten Schulze (45, Grüne), der sich über die letzten Jahre für die Öffnung der Grünfläche eingesetzt hatte.

    Quelle: https://mopo24.de/nachrichten/dresden-rathaus-planung-irrsinn-alaunpark-wiese-10129

    Dazu ist festzuhalten, dass das Kooperationsbündnis aus Linken, Grünen und SPD für den Doppelhaushalt 2015/16 verantwortlich ist. Offensichtlich wird zwar vieles auf einmal versprochen bzw. verlangt, nur mit der gleichzeitigen und sofortigen Umsetzung hapert es, weil Dresden eben keine eigene Gelddruckmaschine hat. Soviel zum Realitätsabgleich….

    Ich hatte im März 2015 mal bei der Stadt angefragt, wie viele private Spenden denn beim „Fonds Stadtgrün“ eingegangen sind:

    2011 550,00 €
    2012 3.076,13 €
    2013 6.124,70 €
    2014 7.885,00 €
    2015 (bis zum 26. März) 750,00 €

    Ins Verhältnis gesetzt, hält sich die private Spendenbereitschaft für Stadtgrün (stadtweit gesehen) also in Grenzen.

    Ich komme zu dem Schluss, dass viele Menschen viel fordern, aber selten bereit sind, dementsprechend zu handeln.
    Da ist es doch gut, dass wir – demokratisch gewählte – Politiker haben, die letztendlich (gesamtstädtisch) agieren/entscheiden und als Sündenböcke herhalten müssen. Diese schimpfen oft und gerne auf die – angeblich geizige und lahme – Stadtverwaltung… und so schließt sich der Kreis. ;-)

  3. schön – dass es nun los geht!!!

    – bei den Bäumen: da hätten sicher auch ein paar von den vorhandenen Jungbäume (Robinien und Ahorn) stehen bleiben können. Denen hat der Standort sicher gefallen und sind gut angewachsen…. und es hätte einiges Geld weniger gekostet erst neue Bäume zu pflanzen- wo das Geld dafür anscheinend noch fehlt…

    -und ich freue mich schon mal auf das Stadtgärtnern dort… :-)

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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