Mehr Möglichkeiten für Bäume und Bänke in der Dresdner Neustadt fordert ein Vorschlag der Neustadt-Grünen, der auf der letzten Sitzung im Stadtbezirksbeirat einstimmig beschlossen wurde. Finanziert werden soll das Vorhaben durch Spenden von Bürger*innen. Damit sollen die Weichen in Richtung grüneres Stadtbild gestellt werden. Außerdem wünschen sich die Grünen, dass die direkte, spendenbasierte Beteiligung von Pflanzprojekten einfacher wird.

An der Bautzner Straße, zwischen Super- und Drogeriemarkt, klaffen zwei leere Baumscheiben. Zwei von drei Bäumen, die hier einst standen, haben nicht überlebt.
„Viele Neustädter Bürger*innen sind der Meinung, dass das Stadtbild eine Veränderung braucht“, sagt Grünen-Stadträtin Ulla Wacker. „Sie haben ihr Anliegen, einen Park oder einen Straßenabschnitt zu begrünen, an uns herangetragen“, ergänzt Grünen-Stadtbezirksbeirat Norbert Rogge. Mit dem Ziel, bürgerliches Engagement zu bündeln und Bürger*innen zur Beteiligung zu motivieren, haben sie nun den Vorschlag formuliert, der nun dem Oberbürgermeister zur Bearbeitung vorgelegt wird. Darin fordern sie zunächst die Pflanzung von 15 Bäumen und die Installation von fünf Sitzbänken an Standorten in der Dresdner Neustadt.
Mit Spenden zu einem grüneren Stadtbild
Finanziert werden soll das Vorhaben vor allem durch Spenden von Bürger*innen. Etwaige Finanzierungslücken sollen, nach Verfügbarkeit, aus dem Stadtbezirksbudget kompensiert werden. Von der Stadt Dresden wurden bereits Möglichkeiten für Baumspenden etabliert, eine Übersicht findet sich auf dresden.de. „Viele Leute wissen aber nicht davon und finden auf der verschachtelten Website keinen Zugang“ sagt Wacker. Oft können Bauvorhaben wegen mangelnder finanzieller Mittel nicht umgesetzt werden. Daher sei es „naiv, die Möglichkeit, Spenden von Bürger*innen nicht einzusetzen“, sagt Rogge. Die Kritik, dass es das falsche Signal senden könnte, wenn Bürger*innen für die Erfüllung öffentlicher Aufgaben aufkommen sollen, lehnt Rogge ab. Er ist der Ansicht, wenn Bauvorhaben durch Spenden finanziert werden, erführen sie größere Akzeptanz in der Bevölkerung. Die Art der Spenden kann so aussehen, dass eine Person für ein Objekt (Baum oder Bank) spendet, oder das Geld in einen großen Topf fließt, der dann zur Finanzierung des gesamten Projektes genutzt wird.
Bäume sind günstiger als viele denken
Der Baum selbst ist oft nicht teuer, die begleitenden Baumaßnahmen hingegen schon. Rogge rechnet mit circa 2000 Euro pro Baum. Vor allem die Entsiegelung des Bodens kann hohe Kosten verursachen, abhängig vom Standort. Mit immer heißer werdenden Sommern und immer weiter schwindendem Grundwasser ist die Entsiegelung des Bodens aber ohnehin eine Maßnahme, die Stadt zukunftsfähig zu machen und dem Klimawandel zu begegnen.
Fertig gepflanzt ist noch kein fertiger Baum
Damit ein frisch gepflanzter Baum auch ein hohes Alter erreicht, bedarf es zunächst viel Pflege, zum Beispiel Bewässerung, Schnitt, Insektenschutz. In dieser Phase passiert es nicht selten, dass Bäume, die noch nicht resistent genug sind der Witterung zu trotzen, sterben. Auch über Baumpatenschaften könne man nachdenken, meint Wacker. Das würde die Stadt entlasten und die Chancen auf nachhaltigeres Grün im Viertel verbessern.
Ziel der Neustadt-Grünen ist es, in den nächsten Jahren 50 Bäume zu pflanzen. Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung grünere und zukunftsfähigere Stadt, und auch in Richtung Buga Dresden 2033. Die Bundesgartenschau will „städtebauliche, ökologische und gesellschaftliche“ Veränderungen zu erzielen, indem die Stadt „konkrete Schritte in Richtung Klimaanpassung“ geht, heißt es im Momentum Buga Dresden 2033. Wacker und Rogge kämpfen mit ihrer Initiative für mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität und bessere Luftqualität in der Dresdner Neustadt.






















Entsiegelung und Baumpflanzungen bezuschusst der Bund über das KfW-Programm Nr. 444 (Link zur Seite: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/%C3%96ffentliche-Einrichtungen/St%C3%A4dte-und-Gemeinden-gestalten/F%C3%B6rderprodukte/Nat%C3%BCrlicher-Klimaschutz-in-Kommunen-(444)/).
Bitte unbedingt mal prüfen, ob hier Zuschüsse möglich wären!
An der unteren Lutherstraße wurden m.E. vor Kurzem zwei neue Bäume als Ersatz für die abgestorbenen gepflanzt. Das waren zwei von nur dreien, welche beim Lutherplatzumbau hier gepflanzt wurden, weil PKW-Abstellplätze viel wichtiger gewertet wurden, und eine Schattenwirkung erzielten diese Winzlinge auch kaum.
Weil an der Lutherstraße gepflanzt wurde, ist anzunehmen, daß auch die Lücken der Bautzner Straße im GB7 der Verwalzung längst in Planung sind. Wurde das denn kurz abgeklärt für auch die anderen Vorschläge?, also Anruf im Umweltamt/ASA reicht. Da sitzt ja auch Eva Jäh.
Denn die Verwaltung nimmt externe Bemühungen und Finanzierungen allzu gerne an, um aber ihr eigenes Engagement am Ort zurückzufahren. Dann hat man sich ins eigene Fleisch geschnitten, dann dauerts u.U. noch Jahre länger bis zum Resultat.
Bitte auch ein Bäumchen für den Mittelteil der Sebnitzer, Richtung Kamenzer Straße. Und was ist mit dem Zebra auf dem Bischofsweg?
Seit 1986 pflanzt Fielmann für jeden Mitarbeiter jedes Jahr einen Baum. Haben wir auch schon genutzt hier in Dresden. Ging schnell und problemlos. Und Fielmann is ja gleich ums Eck….
Und warum können die Stadträte Rogge und Wacker hier nicht mal antworten, wenn man schon mal ne Frage stellt? Wurde es nun mit dem Fachamt abgeklärt, daß man hier keine Doppelgleisigkeit zum Nachteil der Spender erzeugt?
Ansonsten muß davon ausgegangen werden, daß es nicht abgeklärt wurde, man also vorab keinen Kontakt zum Fachamt hatte.
Dann sind solche Offerten weniger sinnvoll, und scheinen eher der politischen Selbstdarstellung zu dienen.