Hofquartier – Pläne modifiziert

Ungefähr in dem Bereich wird der künftige Quartiersplatz liegen, auf der rechten Seite soll ein Hinterhaus entstehen. Auf der linken Seite sollen die Hinterhäuser die bestehende Struktur aufnehmen.

Ungefähr in dem Bereich wird der künftige Quartiersplatz liegen, auf der rechten Seite soll ein Hinterhaus entstehen. Auf der linken Seite sollen die Hinterhäuser die bestehende Struktur aufnehmen.

Gestern Abend wurden die modifizierten Pläne für das neue Wohn-Viertel zwischen Bautzner und Böhmischer Straße vorgestellt. Das als Hofquartier bekannt gewordene Projekt wurde vor knapp einem Jahr erstmals der Öffentlichkeit präsentiert (Neustadt-Geflüster vom 11. Oktober 2012). Die Planungen haben sich etwas verzögert. Mit einem Baubeginn, so ein Sprecher der Investoren-Familie, sei in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres zu rechnen. Das klingt nach einer guten Nachricht für den BRN-Lustgarten. Eine Vertreterin der Investoren sagte, dass sie mit dem Verein in diesem Jahr sehr gut zusammengearbeitet haben und sich durchaus eine Wiederholung vorstellen können. „Wir freuen uns über die Möglichkeit, sind aber noch unentschieden“, sagt Lustgarten-Mitorganisator Mirko Sennewald. Die Aktivisten vom Kultur Aktiv e.V. wollten eigentlich im nächsten Jahr mit dem BRN-Lustgarten auf den Russensportplatz umziehen.

Das Hofquartier im Überblick. Perspektive vom Dach des Parkhauses. Zeichnung: Planungsbüro Schubert und Horst.

Das Hofquartier im Überblick. Perspektive vom Dach des Parkhauses. Zeichnung: Planungsbüro Schubert und Horst.

Ab 2016 sollen die Drei- bis Fünf-Raum-Wohnungen dann zu mieten sein. Zu Preisen wollte sich gestern noch niemand äußern. Das rund 8.000 Quadratmeter große Gelände soll eine kleine Anliegerstraße, einen Platz, etliche Würfelhäuser und ein paar Reihenhäuser bekommen.

Gegen die Straße gab es bislang Widerstand. So befürchteten einige Ortsbeiräte, dass diese Gasse dann als Schleichweg zur Böhmischen benutzt würde. Das wollen die Planer nun mit einem Poller verhindern. Der soll den Durchfahrtsverkehr verhindern. Auch ein zweiter Streitpunkt konnte entschärft werden. Die Betreiber des benachbarten Raskolninikoff hatten befürchtet, dass durch den Neubau ihr Garten verschattet würde. In den aktuellen Plänen wird die Quartierstraße verschwenkt, so dass dieses Problem nicht mehr besteht.

Auch für den Biergarten der Kneipe "Stilbruch" soll es eine Lösung geben, die aber gestern Abend nicht näher erläutert wurde.

Auch für den Biergarten der Kneipe „Stilbruch“ soll es eine Lösung geben, die aber gestern Abend nicht näher erläutert wurde.

Die Ortsbeiräte hatte noch ein paar Änderungsvorschläge. Ein entsprechender Antrag der Grünen forderte unter anderem, die ebenerdigen Parkplätze in einer Tiefgarage unterzubringen und die Straße und den Platz als verkehrsberuhigte Mischverkehrsfläche auszuweisen. Auch ein zweiter Poller am Eingang der Böhmischen Straße soll her. Insgesamt aber wurde dem Bebauungsplan zugestimmt.

  • Weitere Informationen und die Pläne zum Ansehen gibt es auf dresden.de

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25 Kommentare zu “Hofquartier – Pläne modifiziert

  1. Armin Günther
    5. November 2013 at 19:28

    Recht freundlich kommentieren? Bei solch einem architektonischen Müll? Fällt den Architekten heute nichts anderes mehr ein, als den Grundrisswinkel der ewig gleichen Kuben zu verändern? Ein Armutszeugnis diesen Mist in ein gewachsenes Gründerzeitquartier zu bauen und an fehlendem Einfühlungsvermögen für das Areal nicht zu überbieten.

    Mit Bedauern

    Armin Günther

  2. Chris
    5. November 2013 at 19:33

    Da kommt mir unweigerlich in den Sinn:

    Little boxes on the hillside,
    Little boxes made of ticky-tacky,
    Little boxes, little boxes,
    Little boxes, all the same.
    There’s a green one and a pink one
    And a blue one and a yellow one
    And they’re all made out of ticky-tacky
    And they all look just the same…

  3. Rotenbürger
    5. November 2013 at 20:45

    @ Chris: na wenn dann die Weeds-Muttis einziehen ist doch alles wieder in Ordnung…

    @Anton: Bildunterschrift erstes Bild noch mal prüfen!

  4. Lotto
    5. November 2013 at 21:24

    ja, phantasielose „ticky-tacky boxes“. die eigentümer haben angst sich zu outen wegen potenzieller entführungsgefahr, sagt ihr blaublütiger vertreter der zuständigen bank. finanziell reicht es jedoch nicht, mehr zu wagen! wenigstens passt es zum parkhaus, von dem der neustädter ortsvorsteher sagte, nachfolgende generationen müssen über dessen schönheit entscheiden. si tacuisses, philosophus mansisses, aber die sind hier eh nicht am werk……….

  5. christoph
    5. November 2013 at 21:25

    sehr schön ist der Teil mit den Befürchtungen der Raskolnikoff Betreiber…. wann ist der Garten mal nicht verschattet??? in dem Hof friert man doch auch im Sommer, oder irre ich mich?

  6. archinasi
    5. November 2013 at 21:34

    Ja ein Armutzeugnis der Architektur. Da muss es doch mal ordentliche Wettbewerbe geben und nicht die Projekte unter der hand verteilen, da wuede die Architekur auch lebdiger werden und nicht so eine daemliche Wiederholung der 90er.
    lg
    ein Architekt

  7. fritz gurke
    5. November 2013 at 22:51

    @armin hat recht! wie soll man da noch ruhig bleiben?! seit jahren wird hier nur noch verschlimmbessert und man soll noch gute miene zum bösen spiel machen.

  8. piggi bob
    6. November 2013 at 08:48

    jedem sein einzeln stehendes hüttchen in einer gesellschaft von individualisten, solche leute sind nicht in der lage in einem kompakten gebäude zu wohnen. strafe folgt, keiner hat nen garten, den man so nennen kann. der aber gut möglich wäre. am besten auch noch gartenzäune dazwischenstellen.

    ich sehs schon, wenn man abends/nachts auf dem weg da durchgeht: alle paar meter gehen in abfolge die bewegungsmelder und lichter an.

  9. Nine
    6. November 2013 at 10:22

    @ archinasi: Find ich gut.

    Lasst doch einfach mal alle Architekten, die Interesse an nem Projekt haben, einen Entwurf machen und dann wird entschieden, was am besten aussieht und sich am besten in der zu bebauenden Gegend passt. Und vorallen sollten die Anwohner der Gegend mitsprechen können.

  10. Alauner
    6. November 2013 at 13:32

    Hauptsache dagegen!

  11. anni
    6. November 2013 at 14:12

    so wie die Häuser aussehen- orientieren die sich nicht an den umliegenden Bestand!—also falsche bzw. überschönte Darstellung der Projektanten und Planer.

  12. Micha
    6. November 2013 at 15:19

    Was ist denn der Bestand? Eine Brachfläche. Umliegende Bebauung ist geschlossene Bauweise an den vorhandenen Straßen. In den Höfen der Neustadt gibt es jedoch häufig niedrigere einzeln stehende Häuser. Die Häuser des Hofquartiers liegen nun nicht an einer bereits vorhandenen Straße mit entsprechender Bebauung sondern im Hof. Der Name Hofquartier deutet zusätzlich darauf hin, woran man sich orientiert. Die offene Bebauung mit Grünflächen dürfte für die zukünftigen Bewohner mit einer hohen Lebensqualität einhergehen. Die Architektur ist zeitgenössisch und zeitgemäß, und einfache Formen sind sowohl wirtschaftlich als auch energetisch sinnvoll. Die Gründerzeit ist nunmal vorbei. Wenn ich nicht schon schön wohnen würde, dann könnte ich mir das dort sehr gut vorstellen.

  13. Tom
    6. November 2013 at 18:07

    das ist wieder so toll! irgendwelche westmuttis breiten sich aus und rufen nachts die Polizei. oder reiche Eltern kaufen gleich die tollen Wohnungen für ihre tollen sprößlinge. die Neustadt hat sich echt ins negative verändert. einfach schlimm!!!die „alte“ Bevölkerung wird durch die steigenden mieten vertrieben und nur spacks ziehen zu!

  14. unfassbar
    6. November 2013 at 20:36

    @ Micha
    sehe ich auch so. Alle Hinterhöfe in der Neustadt sind mit mehr oder weniger offenen, einzelnen Häusern bebaut. Manchmal viel zu hoch und dadurch recht schattig und zu dicht bebaut. Hier wird es ja eher flach gehalten und offen.

    @piggi bob
    „ich sehs schon, wenn man abends/nachts auf dem weg da durchgeht: alle paar meter gehen in abfolge die bewegungsmelder und lichter an.“

    Über was man sich so alles aufregen kann? tsch..

  15. Unfassbar
    7. November 2013 at 08:00

    @ Tom
    Empfehle dir dringend die Neustadt zu verlassen. Wenn die Toleranzgrenze schon bei „Westmuttis“ erreicht ist. Erweitere deinen Horizont mal außerhalb der Neustadt/Dresden/Sachsen.
    Sonst erstickst du irgendwann noch im eigenen Mief.

  16. cosimus
    7. November 2013 at 09:40

    Freiflächen sind die seltenen Stellschrauben der Stadtplanung, oder könnten es sein. Wenn die Freiraumflächenbebauung im Viertel (Z.B. massiv Tieckstraße, Martin-Luther-Straße, oberhalb des Alaunparks etc. pp.) auf Gutverdienerhaushalte und junge Familien ausgerichtet ist, dann entspricht das zwar der momentanen Nachfrage. Wie es allerdings in wenigen Jahren mit den Massen jugendlicher Neustädter aussieht, die jetzt noch auf den zahlreichen Spielplätzen sich tummeln, aber dann keine Angebote mehr vorfinden werden, bin ich sehr gespannt.
    Eine zweistöckige Bebauung in den Hinterhöfen scheint mir ansonsten in der Neustadt durchaus normal zu sein, wo oft ehemalige Nutzgebäude wie WErkstätten zu Wohnraum umgestaltet wurden.

  17. Konrad Stransky
    7. November 2013 at 11:35

    Komisch, keiner sagt das Dingsifizierungswort. Dabei wirbt sogar Engel & Völkers damit:
    „Gentrifizierung in universitätsnahen Lagen
    Neben den beliebten Lagen wie Striesen und Blase-
    witz sind für langfristig orientierte Anleger auch Stadt-
    teile wie Gorbitz, Naußlitz oder Cotta interessant. Die
    drei letztgenannten Stadtteile sind aufgrund bezahl-
    barer Mieten und der guten ÖPNV-Anbindung zur
    Universität im Stadtteil Plauen zunehmend bei Studenten
    beliebt. In den traditionell von Studenten geprägten Stadt-
    teilen wie „Äußere Neustadt“ oder „Leipziger Vorstadt“
    findet gegenwärtig ein Gentrifizierungsprozess statt. Die
    Immobilien werden dort weiterhin durch Sanierun-
    gen aufgewertet. So konnten hier bei den Mieterlösen
    während der vergangenen Jahre deutliche Steigerungen
    erzielt werden – der Trend wird sich fortsetzen.“
    http://www.engelvoelkers.com/pdfs/research/Dresden_WGH_2013_2014.pdf

  18. googlehupf
    7. November 2013 at 12:56

    Ich bin für ein Hochhaus mit Gründerzeitfassade. Idealerweise ginge dem Bauherren die Knete aus, so dass es innen beim Rohbau bliebe. Da wäre dann für fast alle was dabei: innovative Architektur, günstige Miete, Einfügung ins Stadtbild und Westmuttis wollen da auch nicht drin wohnen.

  19. HinzundKunz
    7. November 2013 at 13:33

    @cosimus
    Aber auch durch Neubauten mit 6 Etagen wurden schon Hinterhöfe zugebaut, zumindest im Hecht!

  20. archinasi
    7. November 2013 at 14:41

    „Die Architektur ist zeitgenössisch und zeitgemäß, und einfache Formen sind sowohl wirtschaftlich als auch energetisch sinnvoll.“
    Na da spricht wohl einer, der da Mitverdient. Hier ueberwiegt einfach das wirtschaftliche und das kreative geht den Bach runter. Über Gemack laesst sich streiten, also warum gibt es keinen Wettbewerb.

  21. Tom
    7. November 2013 at 19:53

    @Unfassbar@

    ich wohne bestimmt schon länger hier als du. denke auch, das es nicht allein meine Meinung ist! werde auch bei meiner Meinung bleiben, das die ganzen Zuzüge es erst ermöglichen, das die Neustadt so verschandelt wird!(nicht nur Architektur)

  22. Unfassbar
    8. November 2013 at 11:35

    @ Tom
    Ob ich oder du hier länger wohnen spielt keine Rolle, und ich bezweifle auch das du das gewinnen würdest. :-)
    Aber genau weil du bisher wohl nur hier wohntest, würde dir eventuell eine Horizonterweiterung außerhalb der Neustadt helfen Veränderungen in dieser etwas entspannter zu sehen.

  23. Teacher
    13. November 2013 at 13:07

    Wie lange wird es wohl dauern, bis sich die künftigen Bewohner („Gringos“ ;) ) über den „Lärm“ der Kneipen beschweren?

  24. fred
    13. November 2013 at 22:52

    also ich finde das schön,
    was habt ihr denn alle?
    wartet doch mal ab bis es fertig ist.

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