Was wird aus dem Hole of Fame?

Die letzte Gitarre steht noch vor der nackten Wand.

Die letzte Gitarre steht noch vor der nackten Wand.

„Gewerbeeinheit zu vermieten“ – steht in großen Lettern am Schaufenster der kleinen Galerie. Drinnen ist schon alles leer geräumt. Nur eine Gitarre steht noch vor einer nackten Wand. An der anderen Wand, ein leeres Regal.

Seit mehr als sechs Jahren wird im „Hole of Fame“ Kunst gezeigt – Ausstellungen, Vorträge, Diskussionen, kleine Konzerte. Sogar eine Sanierung des Hauses hat die Galerie überstanden. Und das soll jetzt alles vorbei sein?

Nein.

Nicolai Leicher und Inho Choi vor dem "Hole of Fame"

Nicolai Leicher und Inho Choi vor dem „Hole of Fame“

Das knallige Plakat im Schaufenster ist Teil einer Ausstellung der Künstler Inho Choi und Nicolai Leicher. Gestern Abend wurde die Ausstellung eröffnet und ist noch bis zum 3. Oktober zu sehen. „Es soll auch ein Hinweis auf die Probleme im Dresdner Kreativen sein“, sagt Nicolai. So seien gerade im Drewag-Gelände viele günstige Mietflächen weggefallen. Auch in der Neustadt wird der Raum für Büros, Ateliers und Werkstätten immer knapper. „Wir wollten zeigen, wie eine Galerie ganz ohne Kunst aussieht.“

Die beiden Künstler studieren an der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) bei Professor Eberhard Bosslet Bildhauerei. Die Ausstellung „Gewerbefläche zu vermieten“ ist noch bis 3. Oktober im „Hole of Fame“ zu sehen und wird dann mit einer Finnisage beendet.

Gewerbeeinheit zu vermieten

  • Ausstellung im Hole of Fame, Königsbrücker Straße 39, 01099 Dresden, Donnerstag und Freitag: 18 bis 21 und zu Veranstaltungen. www.holeoffame.de
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13 Kommentare zu “Was wird aus dem Hole of Fame?

  1. DD Hecht
    23. September 2018 at 20:09

    Ehrlich … sieht seit Jahren einfach nur nach unfertigem Umbau eines Ladens, für was auch immer, aus! ;->

  2. christoph
    24. September 2018 at 07:29

    @ Hecht… ist aber Kunst!

  3. RG Blauwal
    24. September 2018 at 08:35

    „Wir wollten zeigen, wie eine Galerie ganz ohne Kunst aussieht.“
    Die beiden jungen Männer haben den Ausstellungsraum mit großem Sachverstand, einer ausgefeilten Räumtechnik und viel Gefühl für die eigene innerer Leere ausgeräumt. So eine professionelle Umsetzung kenne ich eigentlich nur aus dem Umzugsgewerbe! Die schwarz-weiße E-Gitarre ist im Übrigen ein bemerkenswerter Spiegel der Gesellschaft (Polarisiert und ohne Strom läuft gar nichts). Aber nur auf den ersten Blick, denn es heißt ja: „ganz ohne Kunst“. Geschickt!

  4. darcy
    24. September 2018 at 13:19

    @ rg Blauwal Ich stimme Ihnen ja gerne zu. Aber warum polarisiert denn eine schwarz-weisse E-Gitarre? Weil sie an die Hochzeit der Scorpions erinnert? Habe ich da irgendwas nicht mitbekommen? Mir ist das ein bisschen zu bedeutungsschwer.

  5. RG Blauwal
    24. September 2018 at 14:10

    Die Scorpions haben geheiratet? Wen denn? Da hab ich was nicht mitbekommen!
    Die Polarität von Schwarz und Weiß ist dir zu bedeutungsschwer, darcy? Ok. Die Gitarre an sich polarisiert nicht, sondern ihre Farben beschreiben die Polarität bzw. Spaltung der Gesellschaft. Klingt gut, oder? Hat mir auf jeden Fall viel Spaß gemacht mit dir über Kunst zu reden.

    Bis dahin

  6. michel neumann
    24. September 2018 at 15:44

    @darcy

    Waas, die Scorpions haben geheiratet?

  7. 24. September 2018 at 17:00

    [‚hoːxtsaɪt] vs. [‚hɔχʦaɪ̯t]

  8. statler & waldorf
    24. September 2018 at 17:31

    @darcy

    Schön, dass ich nicht der einzige Banause bin. Da fehlt mir jetzt irgendwie der intellektuelle Zugang. Die beiden hübschen sollen mal gut auf ihre „Installation“ aufpassen. Sonst gehts dem Werk wie Beuys’ Badewanne.

  9. RG Blauwal
    28. September 2018 at 22:27

    IHR seid nicht die einzigen Banausen und da fehlt EUCH jetzt der intellektuelle Zugang… Richtig, statler & waldorf!?

  10. statler & waldorf
    29. September 2018 at 12:56

    @RG Blauwal

    Stimmt !

    Das Schnabeltier, das Schnabeltier
    vollzieht den Schritt vom Ich zum Wir.
    Es spricht nicht mehr nur noch von sich,
    es sagt nicht mehr:“Dies Bier will ich!“
    Es sagt:“Dies Bier,
    das wollen Wir!“
    Wir wollen es, das Schnabeltier!

  11. RG Blauwal
    29. September 2018 at 17:55

    Jetzt seid ihr wieder auf Kurs! Und nicht nachlässig werden, ihr beiden Racker.

  12. statler & waldorf
    30. September 2018 at 17:30

    @RG Blauwahl

    Beschimpfungen sind wir ja gewohnt. Aber „Racker“ hat UNS noch niemand genannt…..

    ;-)

  13. kurth
    30. September 2018 at 21:08

    Wenn ich mal kurz im Vorbeigehen einen, zumindest was die Einschätzung dieses Kommentarverlaufs angeht, objektiv/en/eren Einwurf auf dem Tresen lassen darf? …zum fremdschämen, … leude …

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