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Die Neustadt-Synagoge: Ort für Spiritualität und gelebtes Miteinander

Neustadt-Geflüster bei Google bevorzugen

Fast drei Jahre sind vergangen, seit die Synagoge der Jüdischen Kultusgemeinde in der Dresdner Neustadt ihre Türen geöffnet hat (Neustadt-Geflüster vom 4. September 2023). Seither ist sie aus dem bunten Leben der Neustadt – zwischen Kunst, Kultur und lebendiger Nachbarschaft – nicht mehr wegzudenken. Inmitten des Trubels ist ein Ort der Ruhe, der Besinnung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts entstanden.

Die neue Synagoge auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs - Foto: Archiv Anton Launer
Die neue Synagoge auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs – Foto: Archiv Anton Launer

Mehr als ein religiöser Raum

Die Synagoge ist weit mehr als ein Gotteshaus. Sie versteht sich als Haus der offenen Begegnung, in dem die Pflege jüdischer Traditionen und ein lebendiges Miteinander selbstverständlich zusammengehören.

Unsere Sabbatgottesdienste sind dafür beispielhaft: Viele Menschen kommen zum Gebet, viele bleiben im Anschluss zum herzlichen Austausch beim gemeinsamen Beisammensein. Hier begegnen sich Menschen unterschiedlichster Hintergründe, Lebenswege und Überzeugungen – respektvoll und auf Augenhöhe.

Vielfalt als verbindende Kraft

Wie in der biblischen Geschichte vom Turmbau zu Babel (1. Buch Mose 11,1–9) erklingen auch bei uns viele Sprachen. Doch während sie dort trennten, führen sie hier zueinander. Vielfalt wird bei uns nicht als Hindernis, sondern als Bereicherung erlebt.

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Mit Konzerten, Vorträgen und interreligiösen Gesprächen setzt die Gemeinde zudem kulturelle und gesellschaftliche Impulse im Viertel. So entstehen Momente der Reflexion, des Dialogs und der Verbundenheit.

Jüdische Kultusgemeinde an der Eisenbahnstraße Dresden - Foto: Herbert Lappe
Jüdische Kultusgemeinde an der Eisenbahnstraße Dresden – Foto: Herbert Lappe

Engagement als Fundament

Dieses vielfältige Gemeindeleben ist nur möglich, weil wir auf ein starkes Fundament aus Ehrenamt und gelebter Nachbarschaftshilfe bauen dürfen. Da wir keine staatliche Förderung erhalten, tragen wir die laufenden Kosten für Betrieb und religiöse Angebote eigenständig.

Unser Dank gilt allen, die uns bisher unterstützt haben:

  • der christlichen Elim-Gemeinde, die uns zu Beginn ihre Räume öffnete;
  • den zahlreichen Freiwilligen, die etwa unseren Garten mitgestaltet haben;
  • dem Stadtbezirksbeirat Dresden-Neustadt sowie den privaten Spenderinnen und Spendern, die unsere Arbeit Tag für Tag ermöglichen.

Mit Zuversicht in das vierte Jahr

Die Erbauer des Turms zu Babel wollten einst einen Turm bis in den Himmel errichten – ihr Hochmut ließ das Bauwerk unvollendet. Wir hingegen blicken mit Zuversicht und Bodenhaftung in unser viertes Jahr.

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Damit die Synagoge auch weiterhin ein offener und sicherer Hafen für Spiritualität, Kultur und Begegnung bleibt, sind wir auf Unterstützung angewiesen. Jede Spende trägt dazu bei, unsere religiösen Angebote zu sichern und den offenen Charakter unseres Hauses dauerhaft zu bewahren.

Spenden an:

  • Jüdische Kultusgemeinde Dresden e.V.
  • IBAN: DE21 8505 0300 0221 3326 77
  • Verwendungszweck: „Spende“

Ein Gastbeitrag von Dr. Herbert Lappe. Der 1946 in London geborene Sohn jüdischer Emigranten übersiedelte mit der Familie in die DDR nach Dresden. Der IT-Berater war langjähriger Mitarbeiter im Vorstand der jüdischen Gemeinde und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dresden und wesentlich verantwortlich für den Bau der Neuen Synagoge in Dresden (2001).

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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