Asphalt für den Bischofsplatz

Asphalt statt Pflaster am Bischofsplatz
Asphalt statt Pflaster am Bischofsplatz
Wie die Stadtverwaltung heute mitteilt, soll ab Montag am Bischofsplatz das Kopfsteinpflaster durch eine Asphaltdecke ausgetauscht werden. Genau genommen handelt es sich um den Abschnitt zwischen der Johann-Meyer-Straße und dem Dammweg. Damit sollen vor allem die Bedingungen für den Radverkehr verbessert werden. Außerdem wird auch die Straßenentwässerung erneuert.

Die Arbeiten sollen jeweils auf einer Seite der Straße stattfinden, so dass der Autoverkehr auf der gegenüberliegenden Seite mit rollen kann. Die Umleitung ist ausgeschildert. Von Montag 22. Oktober bis Sonnabend 10. November verkehrt keine Straßenbahn. Ein Ersatzverkehr wird eingerichtet. Die Haltestelle Bischofsplatz befindet sich dann außerhalb des Baufeldes auf der Johann-Meyer-Straße. Die Zufahrt und der Zugang zu den Grundstücken werden weitestgehend unter Baustellenbedingungen gewährleistet.

„Mit der jetzt begonnenen Baumaßnahme auf dem Bischofsplatz wird ein entscheidender Mangel im Radverkehrsnetz behoben“, sagt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne). Fahrradfahrer sollen künftig bequem auf separaten Radfahrstreifen auf Asphalt fahren können. Dies erhöhe Komfort und Sicherheit deutlich.

Antrag von Grünen und SPD

Die Maßnahme geht auf einen gemeinsamen Antrag von SPD und Grünen zurück. Im Juli vergangenen Jahres hatten die beiden Stadtratsfraktionen gefordert, die Verkehrssicherheit am Bischofsplatz zu erhöhen (Neustadt-Geflüster vom 12. Juli 2017). Ursprünglich war geplant, den Bereich erst nach der Sanierung der Königsbrücker Straße anzufassen (Neustadt-Geflüster vom 18. Juli 2017). Johannes Lichdi, Stadtrat für die Grünen und einer der Initiatoren des Antrages, freut sich über die Mitteilung. „Gut, dass es jetzt losgeht, mein Dank geht an den Baubürgermeister“, sagt er. Im Oktober 2017 war der Antrag im Bauausschuss beschlossen worden.


Anzeige

Mitarbeiter gesucht bei Simmel

Der S-Bahnhof-Vorplatz soll gleich mit gestaltet werden.
Der S-Bahnhof-Vorplatz soll gleich mit gestaltet werden.

Gestaltung Vorplatz S-Bahnhof

Im Zuge der Arbeiten soll auch der Bahnhofsvorplatz am Haltepunkt Bischofsplatz neu gestaltet werden. Die Fläche erhält Granitkleinpflaster. Es werden zwei Bäume neu gepflanzt. Außerdem sind zwei Hockerbänke und Abfallbehälter vorgesehen. Zwei weitere Bäume wachsen künftig im Bereich der ehemaligen Längsparker. Nach Abschluss der Arbeiten beleuchten zwei Lichtstehlen den Platz und Niederschlagswasser läuft über eine Muldenrinne ab.

„Mit der Baumaßnahme schaffen wir die Verbindung für Radfahrer von der Königsbrücker Straße bis zur Fritz-Reuter-Straße. Der Haltepunkt Bischofsplatz ist ein stark frequentierter Zugang in das angrenzende Hechtviertel. Mit der Neugestaltung der Fläche, den Baumpflanzungen, der Möblierung sowie den neuen Lichtstelen wollen wir die Aufenthaltsqualität des Bahnhofsvorplatzes deutlich steigern“, beschreibt Schmidt-Lamontain die Ziele.

Die Arbeiten führt die Firma Teichmann Bau GmbH aus. Die Kosten für die Landeshauptstadt Dresden belaufen sich auf etwa 400 000 Euro brutto. Ein Teil der Kosten wird über Fördermittel aus dem Bund- und Länderprogramm für Städtebauförderung finanziert.

20 Kommentare zu “Asphalt für den Bischofsplatz

  1. Das ist sowas von überfällig!

    @christoph:

    denn wenn es eins gibt was in der Stadt bei Radfahrern ein Problem ist, ist es mangelnde Beleuchtung! Wissen wir ja alle! Man sieht ja auch zu Fuß schon nichts – gerade jetzt im tiefen Winter ist ja alles immer stockfinster! Auch tagsüber! /s

  2. Hut ab für relativ schnelles Verwaltungshandeln. Bin gespannt, ob die Umsetzung alltagstauglich wird. Bei drei(?) Radverkehrsbeauftragen in der Stadt hoffe ich auf Sachverstand.

  3. Das ist gleichsam eine wichtige Symbolmaßnahme, welche zeigt daß auch ein „relativ kurzfristig“ möglich ist, wenn die Hütte brennt. Vielleicht mal auch noch andernorts. Danke an die Pusher und die Chefsache.

    Auch sehr Vorbildhaftes in der Nebenbemerkung: „Zwei weitere Bäume wachsen künftig im Bereich der ehemaligen Längsparker.“ Das darf Schule machen – zwei Fliegen mit einer Klappe: viel Platz für Bäume, etwas weniger Luftverpester. In der Stadt braucht man meist kein eigenes Privatauto – eine Sache der Klugheit. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, daß 60% des Autoverkehrs sogenannter „Spaßverkehr“ sind – also Bequemlichkeit und vermeidbar. Wie immer sind alljene wirklich drauf Angewiesenen NICHT gemeint! Hallo…, mitlesen bitte: NICHT !! gemeint!

    @Frank: Es gibt 8 Radplaner in der Verwaltung. Darunter ist auch die schon längere Radbeauftragte in Stellung einer Sachbearbeiterin. Es gibt keinen Radchef für die Truppe, auch weil sie auf drei Ämter aufgeteilt sind.

    @christoph: Hier gehts um Verkehrssicherheit und nicht um Blödel-Kindergarten. Jeden Herbst macht der Radverband Adfc Lichtchecks gemeinsam mit paar Verkehrspolizisten. Dabei kam in allen letzten Jahren IMMER ein erstaunlicher Anteil von 80 bis 90% aller dortigen Radfahrenden mit korrektem Licht am Rad heraus. Hätt‘ ich auch nie gedacht, aber so ist das mit selektiver Wahrnehmung. Christoph suhlt sich also lediglich in seiner selbstgeschusterten Filterblase – kein Einzelfall.

    Falls die LDS die PFS-Köbrü abwatscht, machen wir es dort im Bestand dann auch so wie am Lord-Bischoph-Platz: Bestandskorrektur mit Asphaltbahn.

  4. Schön, ich freu mich, klingt gut. Wünschenswert wäre die Straba-Haltestelle unter der Bahnbrücke. Besser wettergeschützt, gut beleuchtet, barrierefrei.

    Höchstens noch ein kleiner Hinweis nepu&Co.: Der Kühlschrank wird nicht von alleine voll. Es ist nicht die Zimmerdecke, die im Dunkeln zu leuchten beginnt. Es gibt Autos und es gibt Wohnungen. Die Insassen davon nennen sich Mitmenschen. Ob ein Mitmensch ein Auto hat und benutzt oder nicht, ist nicht Pittiplatsch’s Bier und geht ihn rein gar nix an.

    (Pittiplatsch blamiert sich nur (und spaltet die Gemeinschaft), wenn er versucht, Probleme über die Existenz von Dingen wegzukehren, weil Pittiplatsch zu blöde ist, die Probleme zu lösen.)

    Geschmeidige Restsonne gewünscht. :-)

  5. @Erichsen F.

    Ganz offensichtlich bin ich zu blöd, irgendeinen Sinn in deinen Ausführungen zu entdecken. Bis auf die Restsonne.

  6. @ Erichsen:

    Was ist denn das für ne Pittiplatschgeschichte? Du meine Nase, Pitti trinkt doch gar kein Bier und löst Probleme stets zur vollsten Zufriedenheit. Auch die Gemeinschaft spaltet er nicht. Sie ist in dem Falle überhaupt unspaltbar, denn die Autos belegen gemeinsamen Platz und verpesten gemeinsame Luft.

  7. Nee, Anton, ich glaube, die Pfeiler könnten dann vor den Tramtüren sein. Die Höhe reicht ja zur Tramdurchfahrt – also wurscht ob die da hält oder rollt.

    Und Erichsen, nunja, üblicher Schwarz-Weiß-Mal-Reflex, wenn man noch nicht städtisch denken kann. Belassen wir ihn ruhig bei in Pitti’s Restsonnentonne. Der liebe Erichsen hätte, ja hätte Recht, wenn der Autoverkehr eben so gar keine negativen Auswirkungen auf ebenjene anderen „Mitmenschen“ haben würde. Weil dem nun aber so gar nicht ist, ist es eben NICHT nur Freiheit des Spaßfahrenden, sondern diskutabler Belang des Zusammenlebens. Dienst- und Wirtschaftsverkehre wie auch viele weitere sind ja nun gerade keine Sorte, welche unter dem wissenschaftlichen Terminus der „Spaßfahrten“ subsummiert werden. Also keine Sorge um Kühlschrank oder Deckenbeleuchtung. Wenn ich mir meinen Kühlschrank so anschaue, ist der seit langem viel zu voll – könnte gern mal weniger werden.

    Bis es im Kühlschrank aber soweit ist, lege ich mich nochmal kurz hin, ich träume jetzt bestimmt von Pitti & Schnattchen.

  8. @Anton: Hast du da genauere Infos dazu?

    @statler & waldorf: Zerbrich dir nicht den Kopf. Sogar ich darf mal Dünnes schreiben. :-)

    @nepumuk: Selbst deine Existenz hat Auswirkungen auf die Mitmenschen, zum Beispiel auf mich. Also: Hab heute legst du mir deine geplanten Aktivitäten für den Folgetag (inkl. Forengesabbel) zur Genehmigung vor. Kоне́ц фильмa.

    „wissenschaftlichen Terminus der „Spaßfahrten““ Dass du dich so eindrucksvoll disqualifizieren kannst, hätte ich nicht gedacht. Heh, du kannst mehr. ;) Und an sonsten: Träum süß.

    :-)

  9. Na hoffentlich verpissen sich die Radfahrer nach Fertigstellung endgültig vom Fußweg. Wie man da als Fußgänger ständig beinahe umgefahren wird…

    Unnütze Fahrten (nach nepumuk sogenannter „Spaßverkehr“) kann es nach § 30 Abs. 1 Satz 3 StVO eigentlich gar nicht geben, da jede Fahrt einem Zweck dient (zur Arbeit fahren, Einkaufen fahren…).
    Und wenn jemand lieber 20 Minuten Auto fährt, als sich eine Stunde in irgendeine schnarchlahme Bahn zu setzen, dann ist das gefälligst zu respektieren.
    Bin die letzten zwei Wochen extrem viel mit dem Fahrrad gefahren (auf/von Arbeit) und ich fand es extrem angenehm, einfach mal nicht die immer wieder gleichen mies gelaunt dreinblickenden Menschen im ÖPNV sehen zu müssen…

  10. @Zackbäm: mir ist letztens so ein mies gelaunt dreinblickender Fahrradfahrer entgegengekommen, der die ganze Zeit nur rum gepöbelt, mit sich selbst oder einem Baum gesprochen und sich über Gott und böse Welt beschwert hat… das kannst ja nur Du gewesen sein, oder?

  11. Schade, dass immer erst etwas passieren muss, bevor etwas passiert.

    Ich kann mich Zackbäms Wunsch nur anschließen: wäre schn, wenn die Radler sich dann auf der Fahrbahn bewegen, statt sich mit einem bemerkenswerten Selbstverständniss auf dem Fußweg zu tummeln…

    Heißt Radfahrstreifen denn, dass die Parker wegkommen?

  12. Die Asphaltierung für das Radfahren in der Ost-West-Verbindung ist sehr zu begrüßen. Zu erwähnen ist allerdings, dass es sich um ein mehrjähriges Provisorium handelt, denn längerfristig soll ja der Bischofsplatz neu gestaltet und die Straßenbahn-Haltestelle in den Bereich zwischen westlicher Bahnbrücke und Johann-Meyer-Straße verlegt werden. Zu den langfristigen Plänen gab es im April 2017 bereits eine Bürgerversammlung. Bedauerlicherweise ist die Planung für viele Jahre zurückgestellt worden, um die Sanierung der Königsbrücker Straße abzuwarten. Die weitere Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf dem Bischofsplatz rückt damit in weite Ferne. Außerdem fehlen weiterhin die Straßenbäume auf der Hechtstraße zwischen Bischofsplatz und Erlenstraße. Jahrelang hieß es aus der Stadtverwaltung, dass damit noch bis Fertigstellung des S-Bahn-Haltepunktes gewartet werden soll. Der Haltepunkt wurde im März 2016 eröffnet, und der Bauausschuss des Stadtrates hat im Januar 2018 den Wunsch bestätigt, dass diese Straßenbäume gepflanzt werden. Dies könnte sinnvoll mit gleichzeitiger Sanierung der Gehwege geschehen. Noch ist aber nicht absehbar, wann dieser Beschluss verwirklicht werden soll.

  13. Sehr geehrter herr Ton,

    im Haushaltsentwurf stehen für Straßenbaumpflanzungen 2019 0 € und 2020 50T€ für die ganze Stadt, es wird noch dauern.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.