Wildbienen für den Alaunplatz

Wildbienennistkasten bei den Stadtgärtnern auf dem Alaunplatz

Wildbienennistkasten bei den Stadtgärtnern auf dem Alaunplatz

Die Stadtgärtner auf dem Alaunplatz haben heute mit Unterstützung des BUND eine Nisthilfe für Wildbienen installiert. Seit heute Nachmittag findet dort das Saisoneröffnungsfest des Stadtgärten e.V. statt.

In einem gemeinsamen, von der Naturstiftung David finanzierten Projekt planten und bauten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Dresden und der Stadtgärten e.V., der einen Gemeinschaftsgarten auf dem Alaunplatz betreibt, eine Nisthilfe für Wildbienen.

Diese wurde zum Fest mit Nistmaterial befüllt und für die summenden Bewohner feierlich eröffnet. Ein Schild informiert darüber, was Nisthilfen sind und warum es wichtig ist, die Artenvielfalt der Insekten zu erhalten.

In einer Pressemitteilung weist der BUND in Dresden darauf hin, dass die Wildbienen bedroht sind. Mehr als die Hälfte der heimischen Wildbienenarten stehen auf der Roten Liste. Der volkswirtschaftliche Schaden, der daraus entstehe, beläuft sich nach Angaben des BUND auf ca. 2,5 Milliarden Euro. Wildbienen und Honigbienen zählen zu den wichtigsten Bestäubern im Ökosystem gehören.

„Die intensive Landwirtschaft ist durch den hohen Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln großer Mitverursacher des Insektensterbens“, sagt Jutta Wieding, Vorsitzende des BUND Dresden. Deshalb werben die Naturschützer gemeinsam mit Stadtgärtnern für mehr Grünflächen, Wiesenblumen, Permakulturen und Nistplätze. Durch das Projekt soll Bewusstsein für die Problematik geschaffen und die Artenvielfalt der Insekten auf dem Alaunplatz erhöht werden. Für Interessierte stellen die Aktivisten eine Bauanleitung für Nisthilfen zur Verfügung, damit es bald wieder in vielen Gärten summt und brummt.

    Stadtgärtnern auf dem Alaunplatz

  • Den Stadtgarten auf dem Alaunplatz gibt es schon seit 2016, weitere Infos dazu unter www.stadtgaerten.org
BUND-Vertreter und Stadtgärtner haben die Nisthilfe für Wildbienen eröffnet. Foto: PR/Ida Hadel

Jutta Wieding und Sarah Morwinski (vom BUND) und die Stadtgärtner Alexander Polte und Jonas Oeij (v.l.) haben die Nisthilfe für Wildbienen eröffnet. Foto: PR/Ida Hadel

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10 Kommentare zu “Wildbienen für den Alaunplatz

  1. Felix
    21. April 2018 at 08:01

    Ja, geil. Meine Frau hat gerade eine Blutstammzelltransplantation hinter sich und ist demnach immungeschwächt. Man rennt nur rum und passt auf, dass keiner um uns niest oder hustet. Wir waren froh, wenigstens eine Angst weniger zu haben – die vor Bienen – weil hier keine waren…
    Danke. Danke, Danke
    Wenn sie eine sticht und stirbt, mache ich eine fette Story drauß, das sag ich euch. Also. Drückt die Daumen, dass das nicht passiert.
    Ihr wollt die Digitslisierung kompensieren? Brsucht rinfache Jobs? Dann gebt Leuten Pinsel in die Hand und lasst sie die Pflanzen bestäuben. Spart man sich die Bienen

  2. Zuckerschnute
    22. April 2018 at 20:15

    Mal zur Info für dich: In Dresden gibt es 700 Bienenvölker. Die paar Wildbienen machen da keinen Unterschied.

  3. Don
    22. April 2018 at 21:28

    @ Felix:
    was ist das denn für ein flacher, absurder Kommentar?

  4. Willi
    23. April 2018 at 07:45

    Bienen retten schön und gut. Aber im Alauenpark?
    Also ein Park der so wenig mit Natur zu tun hat, wie kommt man da auf die Schnapsidee solche Plagegeister anzusiedeln?
    Nach dem ersten Bienenstich wird das Geschrei groß sein.

  5. Ich
    23. April 2018 at 08:12

    Sollen die Bienen die Dealer fernhalten, die ihre Drogenbunker in dem ‚Garten‘ haben, oder was soll das? Gegen das Pack gibt es weitaus bessere Möglichkeiten. Aber was will man machen, wenn das Ordnungsamt 10m neben Dealern in Aktion steht und sie ignoriert…

  6. goldfish
    23. April 2018 at 15:48

    Immer schön den Ball flach halten, da ist vielleicht Platz für 100 Bienen.
    Die Aktion ist doch völlig okay.

  7. Don
    24. April 2018 at 23:25

    Für alle, die hier Panik bekommen: in solche Insektenhotels ziehen hauptsächlich Mauerbienen ein – und die stechen nur in den seltensten Fällen. Dafür müsste man sie schon quetschen oder drauftreten. Und selbst dann: durch die Hornhaut an den Füßen kämen die Stachel auch kaum durch. Und Allergien auf das Gift der solitären Wildbienen sind bisher auch nicht bekannt. Alles in allem ist so eine Aktion in Zeiten des Insektensterbens mehr als angebracht!

  8. Peter
    25. April 2018 at 00:15

    Schick! Mehr Bienen.

    Wer mehr über Bienen, ihre Bedeutung für die Bestäubung und überhaupt eine spannende Sendung hören mag: https://forschergeist.de/podcast/fg046-bienenforschung/

    (Ab Zeitstempel 1:00:00 gehts übrigens ums Bienensterben. Hörenswert.)

    Beste Grüße
    Peter

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