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Die Seilschaft am 15. August bei den Filmnächten am Elbufer

Blütenstaub und ein niesender Hund

Hat­schi! Der junge Mann ne­ben auf der an­de­ren Stra­ßen­seite brüllt es re­gel­recht hin­aus. Und noch mal: Hat­schi! Und gleich noch ein drit­tes Mal hin­ter­her. Ich kenne das, schließ­lich leide ich auch un­ter die­ser Blü­ten­staub­all­er­gie, die all­ge­mein als Heu­schnup­fen be­kannt ist.

Nur habe ich cle­ver vor­ge­beugt und mir von ei­ner freund­li­chen Apo­the­ke­rin Ta­blet­ten ver­kau­fen las­sen. Und so kann ich nun Abend für Abend mit­tels ei­ner win­zig klei­nen Pille sol­chen Nies­at­ta­cken vorbeugen.

Heuschnupfen: In manchen Straßen sind Pollen Mangelware
In man­chen Straße ist das Grün zwi­schen den Pflas­ter­stei­nen das einzige.
In­zwi­schen bin ich ei­nige Schritte wei­ter ge­trot­tet und der junge Mann wohl auch, doch noch im­mer höre ich sein Nie­sen. Nun, wenn ei­nen eine sol­che At­ta­cke ge­packt hat, hört sie so schnell nicht mehr auf. Doch, so frage ich mich ge­rade, wo kommt ei­gent­lich der Blü­ten­staub auf die­ser Straße her, weit und breit kein Strauch kein Baum zu se­hen. Die Zei­ten sind längst vorbei.

Ja, frü­her, da nann­ten Ta­xi­fah­rer die Straße hier zy­nisch Gör­lit­zer Al­lee, weil in den Dach­rin­nen der halb­ver­fal­le­nen Häu­sern et­li­che Bäume wuch­sen. Doch da­mit ist nun schon seit ei­ni­gen Jah­ren Schluss, das ein­zige Grün, was sich ab und an fin­det, ist ein Gras­bü­schel, dass sich zwi­schen den Geh­weg­plat­ten durch­mo­gelt. Aber sonst steht doch hier, wie auch in den meis­ten an­de­ren Stra­ßen der Neu­stadt über­all Stein auf Stein.

Den­noch ist der Grün­an­teil im Szene-Vier­tel sehr hoch. Und da­mit meine ich nicht nur das letzte Wahl­er­geb­nis. Wie grün die Neu­stadt ist, sieht man jetzt im Früh­ling am Bes­ten vom Turm der Mar­tin-Lu­ther-Kir­che. In je­dem noch so klei­nen Hof steht min­des­tens ein Baum, man­che schon über Jahre alt und viele blü­hen jetzt schon. Da­bei treibt die Neu­stadt herr­lich bunte Far­ben, die man sonst nur von den Haa­ren der Punks vor der Scheune kennt. Und da heute ein leich­tes Lüft­chen durch die en­gen Gas­sen schlen­dert hat es wohl den Pol­len vor sich her­ge­trie­ben, di­rekt in die Nase des jun­gen Man­nes, den ich in­zwi­schen aus den Au­gen ver­lo­ren habe. 

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Doch da niest es schon wie­der, dies­mal di­rekt hin­ter mir. Zwei trau­rige schwarze Äug­lein schauen zu mir hoch. Hat­schi! Kön­nen Hunde ei­gent­lich auch Heu­schnup­fen bekommen?

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Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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