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Die Seilschaft am 15. August bei den Filmnächten am Elbufer

Publikumspreis in Moskau

Szene aus "Der Papagei"
Szene aus "Der Papagei"
Ein Dresd­ner Film hat beim Mos­kauer Herbst­film­fest den Pu­bli­kums­preis gewonnen.

"Der Pa­pa­gei" – so heißt der acht Mi­nu­ten kurze Film von Re­gis­seur An­dreas Ra­jchert und Ka­me­ra­mann An­drej Bavt­schen­kov. Ein Film über Krieg oder wie nah der Krieg uns ist. Ge­dreht wurde an vie­len Schau­plät­zen in der Neu­stadt. Un­ter an­de­rem vor der Mar­tin-Lu­ther-Kir­che, auf der Böh­mi­schen Straße und auf der Gör­lit­zer Straße.

Von An­fang an war ge­plant, den Film auch in Russ­land zu zei­gen, des­we­gen auch die rus­si­schen Un­ter­ti­tel. Dass es nun bei dem re­nom­mier­ten Fes­ti­val zum Pu­bli­kums­preis reichte, hat den Re­gis­seur dann doch et­was über­rascht: "Ein Film­preis in Mos­kau, in ei­nem Land, in dem Schwule, Les­ben, Trans­se­xu­elle vom Staat ver­folgt wer­den – und dann ent­schei­det sich das Pu­bli­kum für ein klei­nes Film­chen aus Dres­den mit ei­nem blon­den Transvestiten."

Ra­jchert wei­ter: "Wenn man alle Um­stän­den in Mos­kau ins Be­tracht zieht, kann man sa­gen: es ist ein dop­pel­ter Sieg – ein­mal für die Film­kunst, an­der­seits – ein Schlag ins Ge­sicht das po­li­ti­schen Sys­tem, das ge­rade in Russ­land herrscht und se­xu­el­len Min­der­hei­ten stän­dig un­ter­drü­cken lasst."

Dreharbeiten zum Film "Der Papagei"
Dreh­ar­bei­ten zum Film "Der Papagei"
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Rund zwei Jahre hat die Now-Bud­get-Pro­duk­tion ge­dau­ert. "Ohne An­drej Bavt­schen­kov hätte das al­les nicht funk­tio­niert, der war nicht nur Ka­me­ra­mann und Cut­ter, er hat auch den Sound ge­stal­tet und mir bei der Re­gie ge­hol­fen", be­rich­tet Rajchert.

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Vom Dresd­ner Kul­tur­amt gab es eine kleine Fi­nanz­spritze, an­sons­ten funk­tio­niert ganz viel über Eh­ren­amt. "Un­ser Haupt­dar­stel­ler, Chris­tian Clauß, sorgte nicht nur für Re­qui­si­ten, er war auch der Chauf­feur", schmun­zelt Ra­jchert rück­bli­ckend. Um dann gleich um­fang­reich zu be­rich­ten, wer al­les beim Dreh ge­hol­fen hat: Das Mi­li­tär­his­to­ri­sche Mu­seum, der Säch­si­sche Aus­bil­dungs- und Er­pro­bungs­ka­nal, der Zoo-Shop, ein Tat­too-La­den, das Staats­schau­spiel, das Café Combo und na­tür­lich die "Banda Internationale".

Das Preis­geld, ins­ge­samt 10.000 Ru­bel (knapp 150 Euro) ha­ben die bei­den Fil­me­ma­cher an eine Stif­tung für krebs­kranke Kin­der in Mos­kau über­wie­sen. Das nächste Film­pro­jekt heißt "Ber­lin in Flam­men" – das Dreh­buch hat An­dreas Ra­jchert schon fertig.

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