Von Morgentau und Erdbeeren

Eigentlich sollte es nur ein kurzer Ausflug zum Bäcker werden. Doch der Morgen ist so herrlich ruhig, dass ich noch ein paar weitere Runden durch die Neustadt drehe. Es ist Sonntag, kurz vor acht Uhr. Der größte Teil des Viertels schläft noch. Nur wenige sind unterwegs.

Vor dem Café Europa sitzen die Unentwegten, die mit den geröteten Augen, die wahrscheinlich die ganze Nacht durchgetanzt haben und sich jetzt erst einmal ein kräftige Frühstück gönnen. Direkt daneben zwei Männer in Malerkluft, ihre Augen sind zwar nicht rot, dafür winzig klein. Die sind gerade erst aufgestanden, müssen wohl gleich arbeiten und das zum Wochenende.

Schnell ziehe ich weiter und kann auf dem Fußweg gerade noch einem kräftigen Wasserschwall ausweichen. Eine Putzfrau kippt ihren Wassereimer aus und spült so den letzten Dreck aus der Kneipe, die im leuchtenden Morgenlicht so vollkommen unromantisch wirkt. Grübelnd frage ich mich, ob es wirklich das selbe Lokal war, in dem ich neulich zu einem verführerischen Abendessen eingeladen war.

Neustadt-Hunde - Foto: Archiv
Neustadt-Hunde – Foto: Archiv
Der Gedanke verfliegt, ich werde massiv abgelenkt von einem struppigen, bellenden Schäferhund. Der will dringend an der Wand entlang streifen, doch da stehe ja ich nun schon. Ich gebe nach und der Struppige kann weiter streifen, von einem Herrchen weit und breit keine Spur.

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Grundsätzlich scheint das jetzt aber eine gute Zeit zum Gassi gehen zu sein. Vor allem für die Anwohner mit den etwas kleineren Hunden. So kommt mir ein Dackel entgegengewatschelt, der einen Herren mit sehr imposanten Schnauzbart hinter sich herzieht. Dessen violetter Jogginganzug bringt mich dazu stehen zu bleiben und den beiden ein Weilchen hinterher zu schauen.

Kaum ist er um die Ecke verschwunden, erscheint von der anderen Straßenseite eine ältere Dame mit einem Kleinstpudel, der neben seiner nicht vorhandenen Größe vor allem durch eine gewagte rosa Schleife auffällt.

Solcherlei Kleintiere sieht man in der Neustadt nur selten, normalerweise dominieren größere Kaliber, wie der struppige Herrenlose. Als auch die rosa Schleife um die nächste Ecke gebogen ist, fällt mir das ursprüngliche Ziel meines morgendlichen Ausflugs wieder ein.

Das hat wahrscheinlich auch damit zu tun, dass mein Blick auf einer Tafel hängen bleibt.

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„Frische Erdbeerschnitten.“

Wer kann da schon widerstehen.

Erdbeerschnitte - Foto: Pixabay
Erdbeerschnitte – Foto: Pixabay

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