Von rauen Randalierern und frustrierten Polizisten

Wir hetzen zur Königsbrücker Straße. Nichts zu sehen. „So weit können sie eigentlich noch nicht sein, vielleicht an der Haltestelle.“ Dort sind zwar ein paar Jugendliche, aber die von uns gesuchten nicht. Schade, meint der junge Mann, wir eilen zum Tatort zurück, denn inzwischen ist die Polizei angekommen. „Sind Sie der Zeuge?“ Der Polizist, er ist vielleicht Mitte 30 und in seinem Element: „Kommen Sie mal in den Wagen, wir müssen ein Protokoll aufnehmen“.

Der junge Mann verschwindet im Polizei-Auto, für mich bleibt Zeit den Schaden zu begutachten. Auf der vorangegangen erfolglosen Verfolgungsjagd hatte mir der junge Mann, ich hab nicht einmal nach seinem Namen gefragt, erzählt, was passiert war. Zwei dreiste Burschen, möglicherweise betrunken, waren nur so zum Spaß über die Dächer der am Straßenrand geparkten Autos gesprungen. Dummerweise gab es dabei nicht nur die eine oder andere Beule, bei meinem Auto splitterte die Heckscheibe unter den Tritten des Übeltäters.

John Travolta, der Schauspieler, hat in einem Film sinngemäß mal gesagt, dass ein Mann der sich am Wagen eines anderen Mannes vergeht, das wohl Feigeste sei, was er sich vorstellen könnte. An diesem Abend möchte ich ihm uneingeschränkt recht geben.

Nichts gegen ein bisschen Spaß am Leben, aber wenn man Mist baut, sollte man auch dazu stehen und nicht einfach auf die billige Tour die Kurve kratzen.

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Der Polizist hat inzwischen die Ermittlungen am Tatort aufgenommen. Erst fotografiert er den Wagen von verschiedenen Seiten, dann nimmt er mit einer Spezialfolie den Schuhabdruck von der Kofferhaube ab.

Viel verspricht er sich nicht davon. „Wenn Sie uns den dazu passenden Schuh, mit dem dazugehörigen Fuß liefern, dann kriegen wir auch den Kerl.“ Sein Humor klingt bitter. „Denn dann müssen wir nur nach nem Einbeinigen suchen.“

Dennoch macht er die Arbeit genau und lässt sich auch nicht von neugierigen Passanten stören. Die Zeugen-Vernehmung ist beendet, dankend drücke ich dem jungen Mann noch einmal die Hand, dann werde ich befragt. So langsam verstehe ich den Frust des Polizisten. Als ich vorsichtig nachfrage, wie es denn aussieht, ob der Täter vielleicht gefasst wird, platzt es aus ihm raus. Bis zu 20 Sachbeschädigungen haben sie in der Neustadt pro Abend und falls mal einer gefasst wird, verurteilt würde dann doch keiner.

Inzwischen hat meine Nachbarin mitgeholfen den Wagen provisorisch mit einer Folie abzudecken, für den Rest der Nacht kann ich das Auto in einem Hof abstellen und ich denke jetzt ernsthaft darüber nach, eine Garage zu mieten.

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2 Kommentare zu “Von rauen Randalierern und frustrierten Polizisten

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