Kriminalität in der Neustadt

Polizeieinsatz an der Alaunstraße - Foto: Archiv/März 2017
Polizeieinsatz an der Alaunstraße – Foto: Archiv/März 2017
Am Freitag, 31. März, 18 Uhr lädt die Landeshauptstadt Dresden, Ortsamt Neustadt, zum Runden Tisch „Kriminalprävention Neustadt“ in die Scheune, Alaunstraße 36–40 ein. Unter der Moderation von Ortsamtsleiter André Barth informieren Vertreter von Polizei, Verwaltung, Staatsanwaltschaft und Politik über Themen wie Kriminalitätsentwicklung, Sicherheit, Sauberkeit und Stadtteilprojekte in der Äußeren Neustadt.

Im Anschluss gibt es die Gelegenheit für Fragen, Diskussionen sowie die Möglichkeit der Beteiligung mit eigenen Ideen und Projekten.

Die Veranstaltung wird moderiert von Ortsamtsleiter André Barth. Für Fragen und Diskussion stehen im Podium zur Verfügung:

  • Matthias Imhof, Revierleiter Polizeirevier Nord
  • Jutta Gerschner, Ordnungsamt, Abteilungsleiterin Gemeindlicher Vollzugsdienst
  • Dr. Kristin Ferse, Suchtbeauftragte
  • Lorenz Haase, Oberstaatsanwalt
  • Johannes Lichdi, Stadtrat (BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN)
  • Jaqueline Muth, Stadträtin (DIE LINKE)
  • Vincent Drews, Stadtrat (SPD)
  • Gunter Thiele, Stadtrat (CDU)

Schon seit Ende 2015 gibt es die Arbeitsgruppe „Ordnung und Sicherheit“ unter der Leitung des Ortsamtsleiters. Regelmäßig treffen sich Vertreter verschiedener Ämter, Gewerbetreibende und die Polizei zum Austausch über die Entwicklung der Kriminalität in der Neustadt. Dabei geht es vor allem um die Nachtstunden an den Wochenenden. Der Gewerbe- und Kulturverein hat schon zweimal zu einem Mitternachtstreffen mit Politikern auf dem Scheune-Vorplatz eingeladen und etliche Vertreter aus dem Ortsbeirat und dem Stadtrat waren gekommen.


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Polizei-Einsatz am Scheunevorplatz
Polizei-Einsatz am Scheunevorplatz – Foto: Archiv/Februar 2017
Seit der Einrichtung der Arbeitsgruppe wurde die Bestreifung durch die Polizei erhöht. Inzwischen gibt es an Wochenenden eine permanente Präsenz von Polizisten auf der Alaunstraße. Außerdem bleibt seit Februar die Beleuchtung die ganze Nacht an. Geplant ist unter der Einsatz von mehr Sozialarbeit vor Ort. Außerdem soll die Stelle des Neustadt-Kümmerers noch im April ausgeschrieben werden. Nicht zuletzt sollen die Verhandlungen mit der Scheune um die Bewirtschaftung des Vorplatzes bald abgeschlossen sein.

Von dem „runden Tisch“ am Freitag erhoffen sich die Beteiligten auch Anregungen zur Erhöhung der Sicherheit im Viertel.

Runder Tisch „Kriminalprävention Neustadt“

  • Freitag, 31. März, 18 Uhr Scheune, Alaunstraße 36–40, 01099 Dresden

24 Kommentare zu “Kriminalität in der Neustadt

24 Gedanken zu „Kriminalität in der Neustadt

  1. Leider kann ich nicht hin. Würde mich aber interessieren. Hoffentlich gibt’s hier einen schönen Artikel darüber :)

  2. Danke vorab an die Veranstalter! Es wäre in der Tat schön, wenn es einen Bericht dazu gibt. Ich kann leider auch nicht hin. Erst am Samstag kontaktierte ich die Polizei, da es nach 22 Uhr wieder einmal einen systematischen Krach (Privatkonzert) gab. Fenster schließen hilft dabei nicht, selbst bei undirekter Nachbarschaft. Die Antwort: Damit müssen Sie schon rechnen, wenn Sie in den Szenenviertel ziehen! Vor Null Uhr werden wir nicht eingreifen, dann versauen wir doch evtl. 100 Leuten Ihretwegen den Spaß. Auf meine Nachfrage, ob die gesetzliche Lage in der Neustadt tatsächlich von der in Striesen oder Altstadt abweicht, kam keine verständliche Antwort. Aber: wenn sich heute eine weitere Person wegen Ruhestörung meldet, werden wir schon eher was tun. Schade! Dann lasst uns beschweren. Der Frühling beginnt, die Cafes werden wieder unverschämt lange draußen offen haben… Bottoms up ist da ein super Vorreiter.

  3. die Kneipen im Sommer machen gerade die Neustadt aus. Wenn man in die Neustadt zieht, müsste man es doch vorher wissen. Das was gegen die Kriminalität gemacht wird, das finde ich sehr gut.

  4. Frühlingsbeginn ist echt der beste Anlass sich zu beschweren. Über die Heiterkeit der Anderen, über das Wachsen und das Mensch-Sein, diesen elenden Zustand. – Wo gibt es Formulare?

  5. Menschen sollten einfach allgemein alle verboten werden… dann is auch leise.. naja.. Elstern müssmer auch noch verbieten

    uuund Amseln…

  6. Samstag nach 22 Uhr? Oh mein Gott… Mir liegt auch daran das sich Menschen, auch in der Neustadt, rücksichtsvoll benehmen aber ein wenig sollte man schon damit rechnen wenn man nun mal in ein solches Viertel zieht. Ganz ehrlich? Wenn sie schon mit Striesen- und Altstadtvergleichen kommen dann – na sie wissen bestimmt was ich sagen will. Ich für meinen Teil habe mich daran NIE gestört in der Neustadt. Es war ein Grund warum ich mich dort so wohl gefühlt habe.
    Mittwochs 1:30 oder so, da hätte ich sie aber direkt unterstützt.
    Aber ja, schon schlimm wenn in einem so lebendigen Viertel Menschen die Abende genießen und Lebenslust versprühen. Schrecklich!

  7. So viele Reaktionen, danke! Es geht doch nicht darum, Genuß zu verbieten. Es gibt nun gewisse Regeln. Samstagabend war ein aktuelles Beispiel, den Lärm gibt es auch in der Woche, in einer unverschämten Lautstärke eben. Mit einer Elster leider nicht zu vergleichen. Ist es denn nicht enttäuschend, wenn sich die Nachbarn und Cafes auf einen Dialog nicht einlassen, die Regeln wiederholt ignorieren und die Zuständigen nichts unternehmen? Neustadt ist auch ein Wohnviertel. Ob Ihnen der Zigarettendunst von Kneipengästen deutlich nach 22 Uhr, der steigende Drogenkonsum und die damit verbundene Lautstärke nachts (nein, das ist kein Singen oder Zwitschern), die Glassplitter uwm. so egal sind?

  8. ’s wird wahrhaft Zeit für mich, besonders nach diesen „Frühlingsgefühl(t)e(n) Kommentaren, nach Löbtau oder Kaditz zu ziehen. Dort bin ich wenigstens von echten und wahrhaften Spießern umgeben und nicht von Möchtegernmodernundhippinderneustadtlebenaberbitteleeeeiiise-Leuten…

  9. Ich will hier nicht meckern, Dauerlärm geht deutlich zu weit. In meiner Ecke ist alles im grünen Bereich, die 2 3 Fanggesänge am Wochenende, locker. Andererseits. hilft wegziehen, denn die Umstände werden sich, je nach Ort und Lage, nicht wirklich ändern.

  10. man könnte doch schön dorthin ziehen wo der sprichwörtliche Hund begraben ist… und das Lärmproblem wäre gelöst

  11. tja, dann hast du dir leider den falschen stadtteil ausgesucht!
    wünsche viel erfolg bei der wohnungssuche!
    samstag..22 uhr.. haha.. lach mich schief

  12. Also das einzige, was mich anfangs an der direkten Nachbarschaft zum Bottoms gestört hatte, war die Kirchenglocke.

  13. @ sylvia

    … zwischen richtig immer Lärm und Leise gibt’s wohl mehr als einen Unterschied, deine ganzen anderen Attribute, braucht es nicht.

    Möchtegernblabla…, Menschen, wie du und ich, nicht mehr, nicht weniger …

  14. Ich finde schon, dass der Lärm in den letzten 15 Jahren deutlich zugenommen hat. Das Argument: Biste selbst Schuld. Warum ziehst Du auch in ein solches Viertel?… dürfte beim Großteil der Leute die hier leben verpuffen, da sie seit Ewigkeiten hier wohnen. Und was nun? Bei dem Satz: Leben und Leben lassen ❤ zuckt bei mir Nachts um 3 auch nervös das linke Auge. Wie man den einfallenden Horden und dem dazu gehörigen Lärm her werden soll, gute Frage…nächste Frage.

  15. Da wird sich einfach mal gar nix machen oder reglementieren lassen… es wird jeden Tag zu irgendeiner unchristlichen Uhrzeit Heimkehrer aus diversen Etablissements geben, die uns entweder fröhlich jubilierend oder frustriert gröhlend an ihrem Heimweg teilhaben lassen. Man kann sich dann entweder empört und lautstark am Fenster äußern… oder man hält sich halt die paar Minuten das Kopfkissen übers Ohr… nervt zwar, aber mal ganz ehrlich…. ich komm auch gern mal 06.30 nach Hause und würde nicht unbedingt meine Hand ins Feuer legen, das ich da immer auf Zehenspitzen durchs Treppenhaus …äääh… schreite ;)

  16. Dann formuliere ich es mal mit anderen Worten: Wenn der Mensch sich aufregen will, wird er immer etwas finden, worüber er sich aufregen kann.

  17. Da ich es wahrscheinlich auch nicht schaffe:
    Ist es nicht möglich, das Polizeirevier Böhmische Straße zu reaktivieren? Alternativ bietet ja auch die nun unbesetzte Feuerwache auf der Louisenstraße eine Möglichkeit, oder?

  18. Warum muss man sich immer und immer wieder anhören: ja selber Schuld, was biste hergezogen, ja ist nunmal so, man das ist die Neustadt, das bisschen Lärm, nun hab dich nicht so…schoonmal daran gedacht das es auch Leute gibt die hier seit Jahrzehnten leben? Achso, die können ja wegziehen. Die müssen ja hier nicht wohnen bleiben. Die können sich ja verdünnisieren und schon kann gelärmt und gesoffen, randaliert werden. Ist die beste Alternative wenn man hier einige so liest.
    Es ist aber nunmal lauter geworden, es ist nunmal gewaltbereiter geworden, rücksicht ein Fremdwort. Und ich verstehe wenn bei der Polizei angerufen wird, weil es einfach kein Ende mehr gibt, gut nicht gerade kurz nach 22 Uhr, aber hier ist nachts um 2 Uhr auch keine Ruhe. Wenn man mal was sagt kriegt man direkt die volle Breitseite alá: zieh doch weg oder was bistn hergezogen. Kann man sich direkt aussuchen.

  19. Na ja Tamara, der Witz ist, dass du was von Rücksichtnahme palaverst. Aber damit ausschließlich meinst, dass alle anderen auf dich Rücksicht zu nehmen hätten. :-D

    Gewiss, in der Neustadt isses manchmal nervig. Mehr noch, es ist nerviger geworden. Und ich bin durchaus ein Freund von Rücksichtnahme. Insofern stimme ich Dir sogar zu. Aaaber:

    Ich als denkender Mensch bin in meinen jungen Jahren bewusst nicht ins „Altersheim“ oder „aufs Dorf“ gezogen. (Genau genommen hätte ich dann nur „bei meinen Alten“ bleiben brauchen.) Und in meinen alten Jahren werde ich bewusst nicht ins Studentenwohnheim oder in ne WG oder in ein mitten ins Kneipenviertel ziehen. Mehr noch, das tat ich alles früher mal, mittlerweile bin ich weg von dort. Und nicht etwa, weil ich zum Wegzug gezwungen wurde. Nein, bewusst, gewollt, mir war von Anfang an klar, dass ich nicht für ewig dort wohnen werde. Man wird halt älter, mit allen Konsequenzen. Darüber hinaus wäre es mir zu dusslig, mir täglich die Nerven zu ruinieren, weil ich mich über meine eigene Blödheit aufrege. Anstatt einfach woandershin zu ziehen. :-)

    Wo liegt also der Unterschied zwischen uns? Ich vermute, dass du auch schon etwas älter bist. An den „neuartigen Erziehungs(vermeidungs)methoden“ kann’s also nicht liegen. (Es ist ja schon seit Dekaden vorhersehbar, dass dadurch Sozialterroristen herangezüchtet werden. Extremstes Anspruchsdenken, null Eigenverantwortung, völlig unfähig und zu nichts zu gebrauchen.) Aber woran liegts denn dann? Habe ich etwa herausragende intellektuelle Fähigkeiten? Scheint so. Aber bevor ich völlig abhebe :-) : Es gibt immer noch mehr als genug klar denkende Leute. Nur, die regen sich hier nicht auf, von denen liest man nichts, die handeln einfach nachvollziehbar…

  20. Karsten, nein, wo steht das man hier nur auf mich Rücksicht nehmen muss, wo? Aber muss man sich denn alles gefallen lassen? Muss ich jetzt weichen nur weil ich älter bin? Mich macht wirklich dein allererster Satz wütend. Ist es zuviel verlangt wenn man nachts um 2 oder um 4 Uhr mal endlich schlafen möchte mmmh? Nicht nur ICH möchte das, nein, auch mein Nachbar, auch mein Untermieter. Und da bin nicht ich es der mal bei der Polizei durchklingelt. Muss man sich entschuldigen das man hier geboren ist? Das die Eltern hier gelebt haben? Ich fass es einfach nicht.

  21. Karsten, Sie müssen nicht Rücksicht auf Tamara nehmen. Es geht um gegenseitige Rücksichtnahme als Einhaltung gewisser Regeln. Kneipen müssen nun die allgemeinen Ruhezeiten nach 22 Uhr einhalten. Es ist eine Regel, die das (Zusammen)Leben angenehmer und auch gesünder (normaler Schlaf) macht. Und wenn Sie meinen sollten, das klingt nach Paragraphen-Spießer. Was machen Sie denn, wenn die Regeln gebrochen werden? Sie suchen auch Hilfe bei den Zuständigen – Ärzten, Anwälten, Feuerwehr, Polizei…

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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