„Solidarity without Limits“ – am Albertplatz

Demo endete am Albertplatz.

Demo endete am Albertplatz. Foto: Gehilfe Oph

Unter dem Motto „Solidarity without limits – Nationalismus ist keine Alternative“ sind heute einige hundert Menschen durch Dresden gezogen. Gegen 20 Uhr endete die Demonstration am Albertplatz.

Anlass der Demo sind die während des Wochenendes stattfindenden Feiern zum Jahrestag der Deutschen Einheit, die in diesem Jahr unter dem Motto „Brücken bauen“ in Dresden stattfinden. In einem Aufruf zur Demons­tration wird dieses Motto grundsätzlich begrüßt, aber unterstellt, dass mit den Feierlichkeiten „die vermeintliche Einheit von Kultur, Tradition, Staat und Bevöl­kerung herbei­gefeiert werden“ soll. Der Protest richtet sich unter anderem gegen „völkische Nationalist*innen“ und Dresden als Hauptstadt der Vergangenheits­über­wältigung mit „Pegida, Anschläge(n) auf Geflüchtetenunterkünfte und den immer wieder wütenden rechten Mob“. Der ganze Aufruf lässt sich hier nachlesen.

Weitere Demonstrationen morgen

Nach der heutigen Demonstration soll es morgen eine Kundgebung für Solidarität mit allen Geflüchteten und dezentrale Aktionen gegen die Einheitsfeierlichkeiten geben.

Nach Berichten des Twitter-Recherche-Teams von „Straßengezwitscher“ wurde die Demonstration um 20.36 Uhr beendet. Wenige Minuten später gab es eine Ingewahrsamnahme. Die Dresdner Morgenpost berichtet von einem Farbflaschenwurf am Schlesischen Platz. Ansonsten soll die Demo nach einem Bericht der Dresdner Neuesten Nachrichten (DNN) weitestgehend friedlich geblieben sein. Auch die Polizei meldete bislang keine besonderen Vorkommnisse (Stand 22 Uhr).

Wie die DNN außerdem berichteten, gab es schon am Nachmittag zwischen 18 und 19 Uhr eine unangemeldete Demonstration am Albertplatz unter dem Motto: „Von Dresden bis Aleppo unsere Solidarität gegen Kriege“.

Demo endete am Albertplatz.

Demo endete am Albertplatz. Foto: Gehilfe Oph

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7 Kommentare zu “„Solidarity without Limits“ – am Albertplatz

  1. Seldon
    4. Oktober 2016 at 09:24

    Na, zum Glück gab’s einen Farb“anschlag“ auf nen Burgerladen (wtf?) sonst wäre die Demo wohl gar nicht in der Presse erwähnt worden. Ansonsten schweigt sich die Qualitätspresse über linke Aktivitäten beredt aus…deren Anliegen sind wahrscheinlich zu komplex…

  2. anonym
    4. Oktober 2016 at 21:55

    in dem laden arbeitet ein typ mit thor-steinar-jacke

  3. Franzl Lang
    5. Oktober 2016 at 09:20

    @anonym: Paraphrasiert nach der ZEIT:

    „Wie würden Wahlplakate aussehen, wenn es nicht schon wieder um Nazis, Rechtspopulismus und Rassismus ginge? Wer wäre man dann? Wahrscheinlich immer noch eine verunsicherte Nation mit mickrigem Selbstbewusstsein. [..] Die Thor Steinar nicht etwa verbieten will, weil sie findet, dass Thor Steinar verboten gehört, sondern weil sie als Symbol für etwas steht. Dabei ist Thor Steinar kein Symbol. Sie ist Thor Steinar. Und ein Nazi ist ein Nazi. Er ist auch kein Symbol.

    Und ein Mann, der Thor Steinar trägt, hat seine Gründe. Man kann aber keine Gründe verbieten, und es ist unlogisch, Thor Steinar stellvertretend als Symbol für die Gründe zu verbieten. Denn es gibt nur einen Thor Steinar, aber viele Gründe.“

    Hältst du für schwachsinnig? Ich auch.

  4. toto
    5. Oktober 2016 at 09:55

    aha.. das legitimiert einen Farbanschlag natürlich ungemein

  5. Karsten
    5. Oktober 2016 at 18:30

    @anonym: Wenn man kein Feindbild hat, bastele man sich eins…. Nicht, dass sonst noch die eigene Existenzberechtigung, gar noch die Pöstchen und die Geldchen flöten gehen. Man könnte auch nicht mehr, wie es sich für schlaue und moralisch perfektionierte Menschen gehört, als schwarz gekleider, halb vermummter und brüllender Mob durch die Gegend ziehen und bezüglich anderer Leute vom „wütenden Mob“ fabulieren. Noch schlimmer wär’s, wenn man sich genötigt sähe, sich mangels Feindbild mit dem eigenen Spiegelbild zu befassen. So manch Ego könnte dann in insichzusammenfallende Karten oder gar Pulver übergehen. Sowas kann man ja in vielen Themen des Lebens bei vielen Menschen beobachten. Lustig ist sowas nicht, deswegen wehrt sich ja jeder so lange dagegen, wie er kann…

    Vermutlich ist der erneute Hinweis wie Perlen vor die Säue gestreut, aber ich hab grad Langeweile: Seit ungefähr 1945 gab es erst mal nur noch „Altnazis“. Unter der Annahme, dass Leute vor 1945 aktive Nazis waren und wenigstens volljährig waren…. nähme man sich den Kopf oder den Taschenrechner… Später kamen dann Neonazis dazu. Ich kann behaupten, dass ich diese Horden in meinen jungen Jahren erlebt habe. Und nein, ich habe keine Sehnsucht danach, ich muss das nicht wiederhaben.
    Nur: Einige unserer aufrechten Widerstandskämpfer, die heutzutage ständig hinter jeder Ecke echte Nazis sehen, sollten sich mal in eine Zeitkapsel setzen. Da könnten sie mal erleben wie es wohl gewesen sein möge, als noch echte Nazis durch die Straßen marodiert sind. Nun, wenn ich sehe wie unsere heutigen aufrechten Widerstandskämpfer sich bereits in die Hosen machen, sobald sie nur mal den Müll runterbringen oder für Oma einkaufen gehen sollen…. naja, ich beende hiermit meine Fantasie. :-)
    Schönen Abend noch.

  6. Seldon
    6. Oktober 2016 at 07:05

    Hallo Karsten: echt, bei der Antifa gibt’s Jobs? Kannste da mal die Kontaktdaten liefern oder läuft das übers Arbeitsamt? Thx, S.

  7. Karsten
    6. Oktober 2016 at 16:21

    Hi Seldon, keine Ahnung eh. Müssteste echt mal nachfragen. Nur mit Kontaktdaten sieht’s mau aus, da hab ich auch keine. Frag doch mal beim Arbeitsamt nach, ist ne gute Idee. Aber lass Dich nicht irritieren falls die behaupten sollten, dasses auf der Welt mehr als die Antifa gibt. Die lügen!

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