Fußgängertunnel unter der Elbe?

Fußgängertunnel: Arbeiten hinter blickdichten Wänden.

Arbeiten hinter blickdichten Wänden.

An der Elbe wird gebaut. Unterhalb des Diakonissenkrankenhauses, nahe der Prießnitzmündung, direkt neben der Fähre, stehen große Spundwände. Dahinter sind Bagger im Einsatz. Und auf der anderen Elbseite, neben dem Fährgarten ebenfalls. Entsteht hier ein neuer Fußgängertunnel? Natürlich nicht.

Stadtentwässerung verlegt Rohre

Die Stadtentwässerung erneuert hier Rohre für die Abwasserleitungen. So entsteht ein sogenannter Mischwasserkanal. Die Rohre mit 60 Zentimeter Durchmesser nehmen Schmutz- und Regenwasser auf. Der Kanal reicht von der Kreuzung Prießnitz-/Forst-/Bautzner Straße bis zum Käthe-Kollwitz-Ufer auf der anderen Elbseite über insgesamt 658 Meter. Ende Mai sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Dabei wird der Fährbetrieb nicht beeinträchtigt. Aber der Radweg am Körnerweg musste ein kleines Stückchen umgeleitet werden.

Insgesamt ist das gesamte öffentliche Abwassernetz in Dresden rund 1.800 Kilometer lang. Davon sind 780 Kilometer Mischwasser- , 465 Kilometer Schmutzwasser-, 342 Kilometer Regenwasserkanäle und 60 Kilometer Druckleitungen. Am Ende fließt alles in die Kläranlage in Kaditz.

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5 Kommentare zu “Fußgängertunnel unter der Elbe?

  1. nepumuk
    10. September 2016 at 21:06

    Ja, Fußgängertunnel wäre schön, dann könn‘ mer zudem die olle Johanna stromabwärts schicken und zur „Pieschostra“ machen. Die DVB haben ja clevererweise ihren alten Äppelkahn verkauft, damit man sich das Defizitdings zwischen Pieschener Winkel und Ostras Gehege endgültig vom Leibe schafft.

    zum Rohrbau an der Prießnitzmündung: soviel zu lesen war, handelt es sich nicht nur um lapidare „Leitungserneuerung“, sondern hier wird ein ziemlich dickes Ding von Elbedüker gebaut. Nagut, 60cm Durchmesser ist sicher nur für die Krabbelgruppe interessant, hektischste Elternsuchaktionen vermißter Knirpse inbegriffen. Der neue Abpumpkanal kostet in Summe über stolze 6 Millionen Euro, was schonmal locker als SEDD-Großprojekt durchgeht. Er soll bei Starkregen und Hochwasser angebliche Kanalisationsrückstauungen gen Prießnitz- (hää?) und Neustadtflur verhindern. Mit 6 Mio. Euro könnte man z.B. ALLE maroden Straßen der Neuse sanieren und dazu noch paar von Antons Bermudalöchern stopfen. Mag sein, daß es „gewisse“ Bedürftigkeit für diese Dükeraktion gibt, wobei mir quasi noch nie die Gullideckel entgegengeflogen kamen, aber ich bezweifle echte Dringlich- und Begründbarkeit. Das ist doch nur wieder so ein zweifelhaftes Wirtschaftsförderding, um trotz Einfallslosigkeit den Geldrundumfluß und die Arbeitsbeschaffung aufrecht zu erhalten. Im Grunde ist es also ein Geldflußtunnel, dessen Nichterrichtung auch keine nassen Füße gebracht hätte. Hauptsache, man zerfleddert schön die Elbwiesen auf Monate, schmiert Asphalt für die Abgaskarawane und lärmt von früh bis spät die Nachbarschaft zu. Dergleichen sieht man ja überall in der Stadt, an jeder Ecke wurstelt irgendein Wurstesser an seinem Löchlein in der Straße, gerne ist wochenlang auch niemand vor Ort – außer die Absperrungen, und das alles scheint nie mal zuende zu gehen. Jeden Tag neue Segnungen des Fortschritts. Die Einzigen, wo ich ok sage, sind die Strippenzieher fürs Glasfaser. Aber schon die neuen Sprühmarkierungen auf der Kami künden neues Gas-Wasser-Schei…-Unheil an. Seit 2 Jahren wird nun die erst erneuerte Kamenzer Straße erneut aufgerissen – schön stückchenweise – wohl die Rache für einstige Anti-Supermarkt-Proteste. Gleich dem Fall Kamenzer halte ich den Fall Düker hier. Irgendwas stimmt hier nicht (und ich weiß auch was)!
    Amen. Und angenehmes sinnfernes Weiterwurschteln.

  2. Peter
    11. September 2016 at 01:12

    Schade, dass uns die Stadtentwässerung Deine Kommentare über Dir entgegen fliegende Gullydeckel vorenthält.

    Rhetorische Frage: dein iNet-Anschluss reicht doch fürs Kommentieren hier. Warum also Glasfaser?!

    Peter

  3. Keks
    11. September 2016 at 14:31

    Hier entsteht eher die Dresdner U-Bahn für Exkremente, denn auch Bakterien wollen Ihren Spaß haben. Der neue Pumpenantrieb erhöht erheblich den Spaßfaktor. Jetzt brauch ich mich auch nicht wundern warum immer so ein Gelächter aus den Gullydeckeln kommt die möglicherweise Gullyver verlegt hat.

    Ich hoffe nur das man irgendwann einmal über Brauchwasseranlagen nachdenkt, jene zusätzlich Energie gewinnen bzw. einsparen…aber so lange sich mit Energieproblemen und Umweltverschmutzung Geld verdienen lässt, sind solche Ideen wohl eher fehl am Platz.

  4. Frank
    12. September 2016 at 12:43

    Also ich freue mich ganz dolle über diese Abwasserleitung. Nach jedem heftigen Regen wurde nämlich aller Unrat, der aufgrund des vielen Wassers nicht mehr in die normale Abwasserleitung passte, einfach ab Bautzner Str. in die Prießnitz geleitet. Dann konnte man an der Mündung bewundern, was das Preußische Viertel so alles übers Klo entsorgt. Die Scheiße ist schnell durchgelaufen, aber jeglicher Sanitärbedarf hing noch wochenlang an Ästen und Steinen fest, von Rasierklingen und ähnlichem ganz zu schweigen. Nach dem wir mal unter der Fahrradbrücke Unterschlupf vor ’nem Gewitter gesucht hatten und die Show live sehen und riechen durften, haben wir die Prießnitzmündung nach solchen Regenereignissen gemieden und damit auch das Baden in Dresdens schönsten Freibad ;-)

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