Bauarbeiten und Umwege auf Alaunplatz

Alaunplatz
Alaunplatz
Wie die Stadtverwaltung heute mitteilt, starten am Montag, 12. September, Wegebauarbeiten parallel zum Bischofsweg. Parkbesucher müssen sich auf kleine Umwege einstellen.

Bis Mitte November erneuert ein Fachbetrieb die stark beschädigten Fußwege zwischen Kita Bischofsweg 17 a und Markt sowie ab dem Markt entlang der Toilettenanlage zur Parkerweiterung Kamenzer Straße. Dazu müssen die Rad­wege im Park und der Zugang zum Spielplatz vom Bischofsweg aus unter­brochen werden. Als Belag dient neu Asphalt, um eine längerfristige Haltbarkeit zu erreichen. Das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft hat die Firma LLB GmbH aus Dresden beauftragt. Die Leistungen kosten 120 000 Euro.

Auf dem gesamten Alaunplatz erledigen in den Herbst- und Wintermonaten weitere Fachleute Baumschnitt- und Fällarbeiten. Bis spätestens März 2017 sollen die Ersatzpflanzungen abgeschlossen sein. Auch diese Arbeiten be­auftragt das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft.


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13 Kommentare zu “Bauarbeiten und Umwege auf Alaunplatz

  1. Jeden Tag frage ich mich, wie man den Zustand besagter Wege erklären kann. Und wie man das Nichtstun rechtfertigt. Und ich frage mich, wie lange meine Kinder dort noch unfallfrei ihren Weg zur Schule bestreiten.
    An dieser Stelle habe ich jetzt nur ein ehrliches kommentarloses *FREU*

  2. Kommt es eigentlich nur mir so vor, als würde die Westerweiterung so gut wie gar nicht genutzt wird?

    Bei mehreren „Expeditionen in die Westzone“ habe ich außer einem wohl vom Spielplatz „ausgebüchsten“, Blumen pflückenden Kind keinen einzigen dort Verweilenden gesehen.

    Hat jemand andere Erfahrungen/Beobachtungen gemacht?

    Woran liegt es ggf., dass die Westerweiterung nicht „so gut“ besucht wird?

  3. Klug gewählt auf jeden Fall – die fraglos notwendigen Arbeiten – jetzt zu machen, wenn Alaunplatz und -park quasi kaum genutzt werden.
    Oder vll. wollten die Arbeiter einfach auch was davon haben!

  4. Wird noch nicht fertig sein? Kein Baum, kein Strauch, keine Bank….und der neue Spielplatz ist zu klein. Sieht mir aus wie ein Stoppelfeld nach der Getreideernte…da sieht man mal wieder Landschaftsplaner sind hoch gebildet und haben keine Ahnung vom Leben.

  5. @Keks:

    Es waren in erster Linie die Grünen, die den Kauf der Westerweiterung vom Freistaat vorangetrieben haben. Die gleichen Grünen, die mit Linken und SPD den Doppelhaushalt 2015/16 zu verantworten haben. Offensichtlich war da – weil es auch noch viele andere „Baustellen“ in der Stadt gibt – nicht ausreichend Geld für eine ordentliche Verfügbarmachung eingestellt. Es gab eine durchaus umfangreiche Bürgerbeteiligung mit mehreren Veranstaltungen. Wenn jemand mE keine Schuld trägt, dann sind es die planenden Landschaftsarchitekten. Nichts desto trotz fordert Grünen-Stadtrat Torsten Schulze bereits eine weitere Erweiterung Richtung Norden, schön nahe dran ans neue Wohngebiet. Man muss ja diesen „hochpolitischen Konflikt“ schön am Köcheln halten, um im Gespräch zu bleiben. ;-)

  6. @Anton:

    Das war so nicht beabsichtigt. Sabine Friedel mag das eher von Seiten des Landtages unterstützt haben. Im #staDDrat haben vor allem die Grünen „gewirkt“, auch wenn es vom Beschluss zum Kauf bis zur Durchführung gut vier Jahre gedauert hat.

    Irgendwann Ende 2015 hat sich dann auch Frau Muth (DIE LINKE) eingemischt und hat auf ihre Anfrage nach dem Umsetzungsstand zur Antwort bekommen, dass „das Kernthemavon Bürgerbeteiligung und Planung der Parkerweiterung West, Angebote für Jugendliche zu schaffen, […] ohne entsprechende Finanzierung nicht realisierbar [ist].“

    Nun steht die Diskussion um den kommenden Doppelhaushalt 2017/18 im #staDDrat an. Dieser bzw. der Verwaltungsentwurf wurde am 8. September offiziell durch OB Hilbert in den #staDDrat eingebracht. Jetzt geht er durch die verschiedenen Ausschüsse/Gremien, um dann im Dezember 2016 voraussichtlich beschlossen zu werden.

    Meiner Wahrnehmung nach versteift sich die selbsternannte Gestaltungsmehrheit aus #RGRO aber weiterhin darauf, den „schwarzen Peter“ regelmäßig einer vermeintlich untätigen Stadtverwaltung in die Schuhe schieben zu wollen. Einer Stadtverwaltung mit jeweils zwei Bürgermeistern der Grünen, der Linken, der CDU und einem der SPD.

    Für Fortschritte und Verzögerungen im Alaunpark sollten sich Bürger also am besten an die Parteien bzw. fraktionen wenden, die seit Jahren laut rumbleeken, aber (bisher) kein Geld in den Haushalt eingestellt haben. :-)

    P.S. Stattdessen soll – wenn es z.B. nach der SPD geht – das Dynamostadion zurückgekauft werden, oder das Sachsenbad saniert werden… oder eine Pieschener Elbfähre wiederbelebt werden. Lauter Millionenkosten mit denen man sich öffentlich ins Gespräch bringen kann.

  7. Äh, doch, der neueste Parkteil wird schon genutzt, und zwar von einem Typen, welcher frühmorgens auf den Wiesen rumwirbelnd Flaschen und Zeugs in allerlei Getüte sammelt und sein Konglomerat ganz hinten am Zaun versteckend bunkert. Zuletzt lagen auch am nächsten Tag seine Rückstände noch da, sodaß wir uns bei erfolgreichem Fortführen dieser Praxis über eine Müllhalde mehr freuen können. Man muß sich dann den Anblick in etwa so vorstellen, wie im aktuellen Fall des mustergültigen Kreativgartens von Falschensammler-Ralf (aka Schneewittchen) in Froschcotte.

    Das dankenswerterweise eingestellte Geld für die Parkerweiterung ist ja nicht weg, sondern wird nun zum letzten Teil und auch völlig zu Recht für die überfällige Erneuerung des kompletten Geh-Parallelweges zum Bischofsweg verwendet.

  8. Nope! Das Eine ist das Geld für die Parkerweiterung (Kauf und Herrichten), das Andere dürften Gelder aus dem Budget des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft sein. Eine Zweckentfremdung von Geldern ist nur in Ausnahmefällen, bei Umwidmung oder bei „Lappalien“ möglich.
    Das bedeutet u.a., dass mit einer einmaligen Erweiterung öffentlicher Grünflächen dauerhafte Kosten für deren Pflege entstehen. Leider spielt das – meiner Wahrnehmung nach – bei Überlegungen/Beschlüssen über Investitionen (Grünflächen, Papierkörbe, Elbfähren usw.) nur eine untergeordnete bis gar keine Rolle.

    P.S. Am Montag, 26. September findet eine/die Bürgerkonferenz zum Doppelhaushalt 2017/2018
    im Dresdner Rathaus statt. Dort werden neben nackten Zahlen auch interessante haushalterische Zusammenhänge erläutert. Leider juckt das idR „nur“ ca. 10-20 Bürger. :-(

  9. Wieso kommt’n da eigentlich Asphalt drauf? Zitat „Um eine längere Haltbarkeit…“?
    Das müsste eigentlich auch mit dem Material gehen, was jetzt drauf ist, Stichwort „Wassergebundene Decke“ ::-( Versiegelungsstöhn)-::
    Das Problem wäre nur das wochenlange Absperren, und da hält sich eh keiner dran. Also lieber im Winter machen…

  10. Du kannst natürlich auch Recht haben, lieber Fidel.
    Ich glaube es waren 240.000 Euro, um die es hier geht.
    Dank Lichdi waren die mal da, dann gesperrt und wieder da – oder so.
    Man stellt dann fest, daß es für Kauf und Herrichten zuviel, aber für die umfangreiche Gestaltung gemäß Bürgerbeteiligung hinten und vorne nicht reicht. Von den 240.000 waren gefühlsmäßig 100.000 übrig. Das sind normale Eigenmittel, die falls sie überhaupt irgendwie zweckgebunden wurden als „Parkgeld“ so oder so da waren. Das ASA ist bei „Parks“ immer federführend, aber die bringen i.d.R. kein Geld mit, da sie fast keins für Investitionen haben. Unser „Parkgeld“ kann hier m.E. getrost für alles mögliche in, am und mit Bezug zum „Park“ verwendet werden. Ich denke, das stand auch vor Monaten in einer Zeitung, daß das „Restgeld“ für den Parallelweg genutzt wird. Aber egal, mir ist das letztlich wurscht.

    Es ist richtig, daß betreffs zusätzlicher Flächen die jeweiligen Ämter, welche dann dauerhafte Mehraufwendungen bekämen, meist mit negativen Stellungnahmen aufwarten. Heißt oberflächlich z.B.: das Grünflächenamt ist gegen weitere Grünflächen. Hört sich doof an, liegt aber daran, daß die Satdtpolitik andere Prioritäten setzt und Mehrbedarfe ablehnt. Daher gibts schon ne Reihe von Plätzen oder Flächen, um welche sich erstmal oder schon länger kaum einer kümmert. Auch beim neuen Haushalt werden die Ämter unter Spardiktat gehalten, es ändert sich damit kaum was an der Situation. Das ASA/Umweltamt machte bereits aus der Not eine Tugend und erklärte die Nichtpflege von Grünstreifen und -flächen mit Bienen-, Insekten- und Naturschutzabsichten, was in sich natürlich auch wieder richtig ist.
    Also das mit den Kosten-Ausgaben-Anteilen hier am A-Park sollte nochmal befragt und berichtet werden. Die schönen Bürgerwünsche kommen nun erst dann, wenn mal wieder (unverhofft) Geld einflattert. Im HH17/18 habe ich dazu nichts entdeckt. Ciao.

  11. Wassergebundene Wegdecken sind ziemlich wartungsintensiv. Meist haben die entsprechenden Ämter eben keine Mittel, nach im Schnitt 3 bis 5 Jahren die notwendigen Arbeiten durchführen zu lassen, also erodieren die Oberflächen schön vor sich hin…
    Zum Thema Versiegelung gab es vor Jahren mal eine interessante Untersuchung (glaube Uni Rostock?) – die hochverdichteten wassergebundenen Wegdecken lassen bei Wegbreiten von < 3 m, also typischer Radverkehrsweg wie in diesem Fall, ähnlich wenig Wasser versickern wie ein gleichbreiter Asphaltweg.
    Kann man mal beim ADFC suchen, die haben diese Untersuchungsergebnisse im Zusammenhang mit den gern von den Forstbehörden angeschobenen Entsiegelungen diverser Haupt-Radverkehrswege in Waldgebieten ausgegraben. (Diese Untersuchung aber nicht beauftragt, was bei einer Lobby-Organisation, egal ob ADAC, ADFC oder Deutscher Zigarettenverband, zur Einordnung enorm wichtig ist :-)

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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