Erfolg des Anwohner-Protestes

Stadt erfüllt Anwohnerforderungen
Stadt erfüllt Anwohnerforderungen
Da hat sich der monatelange Protest wohl gelohnt. Ab heute führt die Stadt auf Teilen der Marienallee, der Forststraße und der Arnoh-Holz-Allee eine Tempo-30-Zone ein.

Die Anwohner hatten mit Plakaten, Protesten in Ortsbeiratssitzungen und einer Ohrstöpsel-Schenkung immer wieder darauf aufmerksam gemacht: seit der Fertigstellung der Waldschlößchenbrücke hat der Verkehr im Preußischen Viertel erheblich zugenommen. Und gerade die Marienallee wurde zur Durchgangsstraße.

Konkret betrifft die Tempo-30-Zone nun die Straßenzüge Marienallee, zwischen Forststraße und Stauffenbergallee, die Forststraße und die Arno-Holz-Allee. Das Tempo ist zwar auch jetzt schon auf 30 Kilometer pro Stunde begrenzt, aber nun verliert die Marienallee dazu noch ihren Vorfahrtsstraßen-Status. Das heißt: an allen Kreuzungen gilt rechts-vor-links.

Die Stadtverwaltung erhofft sich von dieser Regelung eine Erhöhung der Verkerssicherheit. Außerdem soll so der Lärm und die Anzahl der Luftschadstoffe gemindert werden.

In Tempo-30-Zonen sind Ampeln oder Radwege unzulässig, weil ohnehin ein niedriges Geschwindigkeitsniveau herrscht. Auch das Gefahrenzeichen „Kinder“ ist in einer Tempo-30-Zone nicht erforderlich. Eine Tempo-30-Zone wird nur am Beginn und Ende der Zone beschildert. Mit der Erweiterung der Tempo-30-Zone entfallen Verkehrszeichen, zum Beispiel Vorfahrtsbeschilderung und sich wiederholende Verkehrszeichen. In der Äußeren Neustadt besteht fast auf allen Straßen „Tempo 30“.

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9 Kommentare zu “Erfolg des Anwohner-Protestes

  1. Na da wollen wir uns doch alle mal ganz dolle darüber freuen, dass die vielen Autos nun nicht mehr achtlos durchrasen sondern an jeder Kreuzung in die Eisen steigen und danach mit Vollgas weiterbrettern.
    Da wird der Protest sicherlich sofort enden.

    Und wie man so „..die Anzahl der Luftschadstoffe..“ mindern will muss mir auch erst mal einer erklären.

  2. man sollte auch endlich mal die irren sanktionieren, die die louisenstraße mit einer 60 langbrettern… *kotz*

  3. Und nicht nur spät in der Nacht die Leute abkassieren, welche ungehindert über die Luisenstraße auf die Königsbrücker fahren, sondern auch tagsüber. Seitdem die Radfahrerampel dort ist, fahren viel mehr Autos auch dort durch. Die Fahrer sehen nur die Ampel und nicht das Einbahnstraßenschild.

  4. Monatelang? War doch fast zwei Jahre lang. Aber die Anwohner, die dort protestiert haben und sich anfangs sogar teilweise vor den ankommenden Verkehr gestellt haben, haben schon einen an der Klatsche. Stadtviertel verändern sich nunmal. Ich würde aber nicht nur die Waldschlößchenbrücke für mehr Verkehr verantwortlich machen, sondern auch Kita/Schulen auf der Marienallee. Aber die Ursache für den Lärm ist doch das Kopfsteinpflaster, insofern sollte eigentlich eher einfach asphaltiert werden.

  5. jetzt sind da oben der Lärm und die Abgase länger in der Luft. Freut mich für sie! Vielleicht verkaufen die guten Menschen da auch eines ihrer Zweitwagen und fahren jetzt mehr mit dem Rad zur Arbeit oder Kita oder Bioladen. Ich würde ja überall die 30-iger Zone einführen, damit jetzt jeder in Ruhe schlafen und Fernsehen kann. Was auch sehr nervig ist, das die Autos da beidseitig Parken dürfen. Das finde ich eine echte Verkehrsbehinderung. Da gegen könnte man doch mal vorgehen, oder steht das nicht auf der Agenda der guten Menschen da oben??*lach*

  6. Finde ich eine gute Maßnahme. Man könnte zwar auch irgendwann mal das Kopfsteinpflaster im gesamten Gebiet ersetzen aber die Variante ist erstmal vernünftig und günstiger. Jetzt muss sich die neue Vorfahrtsregelung nur noch bei den Berufspendlern rumsprechen. Mal sehen wie’s sich entwickelt.

  7. Der Krach hat seine Ursache in der Verkehrsführung der Waldschlösschenbrücke. Unsinnigerweise gibt es keine direkte Möglichkeit, von der altstädter Seite kommend nach links auf die Bautzner zu gelangen. Man hat ja jetzt wenigstens den Ringelpiezt (über Fischhausstrasse, Heideparkstrasse und Radeberger) etwas entschäft, indem man am Abzweig Fischhausstrasse 180° links abbiegen kann. Wer jedoch von der altstädter Seite in die Neustadt will fährt eher durch den Tunnel und dann links.

    Eigentlich wollten die Anwohner ein Stück Einbahnstrasse, so dass man da nicht mehr durch kann. Das hätte das Problem aber nur in die Strasse hinter der Garnisonenkirche verlagert und von da den Schleichverkehr in die Neustadt geleitet.

    Aber weil alle Ihre Kraft gegen die Waldschlösschenbrücke an sich gerichtete haben, hat kaum jemand die eigentlich unsinnige Verkehrsführung bemerkt, ich übrigens auch nicht.

    Ich gehen davon aus, dass der Durchgangsverkehr abnimmt wenn die Albertbrücke fertig ist.

  8. Wieso gluaben eigentlich nahezu alle Kommentatoren hier, die Einführung/Errichtung von Tempo-30-Zonen sei eine politische Entscheidung?

    Dem ist nicht so! Guugelt es ggf. selbst nach!

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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