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Ahorn vor der Scheune gefällt

Nur der Stumpf und ein paar Holzstücke künden vom ehemals größten Schattenspender des Platzes.
Nur der Stumpf und ein paar Holz­stü­cke kün­den vom ehe­mals größ­ten Schat­ten­spen­der des Platzes.
Heute in den frü­hen Mor­gen­stun­den wurde der große Ahorn­baum vor dem Haupt­ein­gang zur Scheune gefällt.

Schon ges­tern wa­ren die bei­den Groß-Bü­sche an der Süd­seite des Ein­gangs ent­fernt wor­den, heute früh nun der große Ahorn-Baum. Die bei­den Schnur­bäume, die jetzt noch auf dem Vor­platz ste­hen, sol­len er­hal­ten bleiben.
Der Scheune-Vorplatz wirkt jetzt schon erheblich kahler.
Der Scheune-Vor­platz wirkt jetzt schon er­heb­lich kahler.

Inzwischen ein historisches Foto, der große Ahorn vor der Scheune aufgenommen Ende August.
In­zwi­schen ein his­to­ri­sches Foto, der große Ahorn vor der Scheune auf­ge­nom­men Ende August.

Wie es wei­ter­geht mit der Bau­stelle steht hier.

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13 Ergänzungen

  1. Lie­ber Ahorn, in Dei­nem Schat­ten habe ich mich schon ver­gnügt, als es von den Häu­sern ge­gen­über noch nicht mal Pläne gab. Als die BRN ein klei­nes Fest mit ein paar Tau­send Be­su­chern war. Hier habe ich mich mit Skin­heads ge­kloppt, die nachts die Scheune über­fal­len woll­ten. In Dei­nem Schat­ten wurde ich an­ge­schnorrt und voll­ge­sun­gen. Hier habe ich in der Schlange zu den Schau­bu­den gestanden. 

    Du wirst mir fehlen. 

    Schade drum.

    Viel­leicht wäre mit et­was grö­ße­rem pla­ne­ri­schen Ehr­geiz ein Er­halt des Bau­mes mög­lich gewesen.

  2. @Anton Lau­ner
    Sollte auch nur ein in­spi­rie­ren­der (Tagtraum-)Tipp sein, denn wenn man sich bspw. den neuen Bau­ab­schnitt der eng­ste­hen­den Wohn­bo­xen auf der Tan­nen­straße an­sieht, scheint sich Dres­den von In­no­va­tion as­tro­no­misch zu entfernen…

  3. Hat­ten die den eine Ausnahmegenehmigung?
    Laut Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz ist es ver­bo­ten "Bäume .…in der Zeit vom 01. März bis 30. Sep­tem­ber abzuschneiden.."
    Ohne Ge­neh­mi­gung ist das si­cher mehr als nur eine Ordnungswidrigkeit

  4. dd-jazz: Die Tan­nen­stra­ßen-Wohn­bo­xen sind das Er­geb­nis der ein­fa­chen For­mel m²=Geld – je mehr m², desto mehr Kohle macht der In­ves­tor. Wohn­qua­li­tät? Gar städ­te­bau­li­che Qua­li­tät? Ain´t no­body got time fo dat. An­ge­sichts der Mond­preise, die man für Neu­bau­ten auf­brin­gen muss, sind das trotz­dem Luxuswohnungen.

  5. @ein an­de­rer Ste­fan: Vollste Zustimmung.
    Aus die­sem Grund wird an an­de­rer Stelle in Dres­den auch schon mal eine Villa ab­ge­ris­sen da­mit mal das kom­plette Grund­stück mit ei­nem gro­ßen ein­falls­lo­sen Be­ton­block zu­bauen kann.

  6. @ein an­de­rer Ste­fan: Ak­tu­ell 2 Fälle: Ein­mal Ende letz­ten, An­fang die­sen Jah­res in Bla­se­witz, da wurde die Villa ab­ge­ris­sen, war lei­der kein Denk­mal­schutz drauf, aus­ser­dem ak­tu­ell auf der Würz­bur­ger Straße 45/​47, da musste das gut er­hal­tene vil­len­ähn­li­che Haus auch wei­chen, jetzt wird die ganze Flä­che, in­klu­sive Gar­ten mit ei­nem sinn­lo­sen Klotz bebaut.

  7. @ Rand­hecht: Tja, so ist das halt, wenn keine ge­nauen Re­geln was an­de­res vor­ge­ben. Da wird in­takte oder zu­min­dest nutz­bare Bau­sub­stanz ab­ge­ris­sen, und dann wird "op­ti­miert" neu ge­baut. Und dann wird im Zwei­fel mit der tol­len Um­welt­bi­lanz des Neu­baus ge­wor­ben, der schön dick in Erd­öl­pro­dukte ein­ge­packt ist… Den Aspekt, dass der Ab­bruch des Alt­baues auch er­heb­li­che Um­welt­be­las­tun­gen pro­du­ziert, blen­det man da­bei ge­flis­sent­lich aus. Ei­gent­lich ge­hört der Ab­bruch noch ver­wen­dungs­fä­hi­ger Bau­sub­stanz schon aus Um­welt­schutz­grün­den verboten. 

    Und um mal wie­der zum Thema zu kom­men: Das sollte erst recht für Bäume gel­ten – so lange sie noch ge­sund sind und keine Ge­fahr dar­stel­len, soll­ten sie kei­ner Um­pla­nung zum Op­fer fallen.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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