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Fit together mit Claudia Seidel

Ausbau der Albertbrücke und Überraschung

Amtsleiter Reinhard Koettnitz und Baubürgermeister Jörn Marx
Amts­lei­ter und Bau­bür­ger­meis­ter auf der Al­bert­brü­cke – Foto: W. Schenk
Der Bau­bü­ger­meis­ter Jörn Marx und sein Stra­ßen­bau­amts­lei­ter, Rein­hard Koett­nitz, hatte heute mal wie­der zum Al­bert­brü­cken­treff ein­ge­la­den, um über den Bau­fort­schritt zu be­rich­ten. Ir­gend­wie ist in den Um­bau der Brü­cke eine Ver­zö­ge­rung rein­ge­rutscht. Denn die Stra­ßen­bahn, die ei­gent­lich schon am 28. Juni auf dem neuen Gleis auf der Ober­strom­seite fah­ren sollte, darf das nun erst ab 24. Au­gust. Und für Au­to­fah­rer bleibt die Brü­cke in Rich­tung Neu­stadt noch län­ger gesperrt.

Das hat­ten die Dresd­ner Neu­es­ten Nach­rich­ten kürz­lich um­fang­reich be­rich­tet. Die kom­plette Sa­nie­rung der Brü­cke soll üb­ri­gens wie ge­plant im Som­mer nächs­ten Jah­res fer­tig sein. Für FDP-Chef Hol­ger Za­strow den­noch ein Grund, eine Pres­se­mit­tei­lung her­aus­zu­ge­ben: "Bei­nahe hat man es er­war­tet", tönt er: "Die Sa­nie­rung ver­zö­gert sich und das ob­wohl der ver­gan­gene Win­ter quasi aus­ge­fal­len ist." Er weist in dem Zu­sam­men­hang dar­auf hin, dass die FDP sich sei­ner­zeit für eine durch­gän­gi­gen Of­fen­hal­tung für den Au­to­ver­kehr stark ge­macht hatte. Die Leid­tra­gen­den, so Za­strow, seien vor al­lem die An­woh­ner des Preu­ßi­schen Vier­tels, die jetzt mit Schleich­ver­kehr zu tun hät­ten. Diese An­woh­ner mel­de­ten sich heute auf der Brü­cke zu Wort und über­reich­ten ein "An­woh­ner-Sur­vi­val-Kit" mit Ohrstöpseln.
Regina Gerdiken übergibt das Survival-Kit an Baubürgermeister Jörn Marx
Re­gina Ger­di­ken über­gibt das Sur­vi­val-Kit an Bau­bür­ger­meis­ter Jörn Marx – Foto: W. Schenk

Forderungen der Anwohner an der Marienallee
For­de­run­gen der An­woh­ner an der Marienallee
Für die könnte es ab heute schon ein biss­chen ru­hi­ger wer­den, denn ganz spon­tan hat das Stra­ßen- und Tief­bau­amt eine Än­de­rung an der Am­pel Bautz­ner Straße/​Fischhausstraße vor­ge­nom­men. Dort darf man seit heute wen­den. Hin­ter­grund: Wenn man über die Wald­schlöss­chen­brü­cke kommt und in die Neu­stadt will, führte der schnellste Weg bis­lang über die Fisch­haus­straße zur Stauf­fen­berg­al­lee, dann von dort über die Ma­ri­en­al­lee in die Neu­stadt. Die An­woh­ner wei­sen auf den zu­sätz­li­chen Lärm seit Wo­chen mit Pla­ka­ten und Trans­pa­ren­ten hin. Nun kann der ge­neigte Neu­stadt-Be­su­cher ei­nen schmu­cken Wen­de­vor­gang an der Kreu­zung vor­neh­men und dann zü­gig über die Bautz­ner hin­un­ter in die Neu­stadt gelangen.
Ab heute erlaubt: Wenden auf der Bautzner, Höhe Fischhausstraße.
Ab heute er­laubt: Wen­den auf der Bautz­ner, Höhe Fischhausstraße.

Doch zu­rück zur Al­bert­brü­cke: Um den ur­sprüng­li­chen Fer­tig­stel­lungs­ter­min im Som­mer 2016 ein­zu­hal­ten, soll der Fuß­gän­ger- und Rad­ver­kehr nun be­reits Mitte Sep­tem­ber von der Be­helfs­brü­cke auf die fer­tige Brü­cken­seite ver­legt wer­den. Da­mit hat die Bau­firma Platz für die Tech­no­lo­gie­an­pas­sung und Vor­be­rei­tung des Bau­fel­des. Mit der Au­ßer­be­trieb­nahme der Be­helfs­brü­cke wer­den, so die Stadt­ver­wal­tung, dar­über hin­aus Re­pa­ra­tur­ar­bei­ten in Höhe von rund 200 000 Euro so­wie Un­ter­hal­tungs­kos­ten von rund 80 000 Euro gespart. 

Der Auf­trag für die Ar­bei­ten am Ge­län­der konnte erst im März 2015 ver­ge­ben wer­den, da im Vor­feld um­fang­rei­che Ab­stim­mun­gen mit Denk­mal­schutz und Stadt­pla­nung er­for­der­lich wa­ren. Jetzt läuft die Fer­ti­gung der Ge­län­der. Bis diese voll­stän­dig mon­tiert sind, wer­den die Fahr­rad­fah­rer in bei­den Fahrt­rich­tun­gen zu­nächst die neue Fahr­bahn nut­zen. Den Fuß­gän­gern steht der zu­künf­tige Rad­weg zur Ver­fü­gung. Die Frei­gabe ei­ner Fahr­spur für den In­di­vi­dual-Ver­kehr wird bis No­vem­ber 2015 verschoben.

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10 Ergänzungen

  1. das ab­bie­gen auf Bautz­ner Straße/​Fischhausstraße der finde ich echt gut. Hof­fent­lich staut es sich dann nicht in den Tun­nel rein:-)

    Zu den An­woh­nern im Preu­ßi­gen Vier­tel muss ich ein­fach nur,sehr pein­lich, sa­gen. Man wohnt in ei­ner Stadt und nicht auf dem Land. Die meis­ten ha­ben da zwei Au­tos und ma­chen den Lärm ganz ein­fach wo an­ders. Oder ge­hen sie mit der Sack­karre zur Ar­beit und zum Ein­kau­fen?? Gibt es Fahr­ge­mein­schaf­ten?? Ich denke mal eher nicht. Also ein­fach weg zie­hen oder die B6 bestreiken

  2. Was? Die ha­ben ihre Gold­grube auf­ge­ge­ben und das Ab­bie­gen er­laubt? – Cool. 

    Zu dem Be­woh­nern stimme ich TomDD zu.

  3. Meine Güte sieht der da­zu­ge­malte Wen­de­pfeil furcht­bar aus. Kann man das nicht or­dent­lich ma­chen, oder musste es nur bil­lig sein?

  4. Zack­bäm: war das jetzt iro­nisch, oder hast Du wirk­lich keine an­dere Sor­gen als das Aus­se­hen von Straßenmarkierungen?

  5. @TomDD

    es geht wohl eher darum, das die über­wie­gende Mehr­zahl der
    Au­to­fah­rer wie die Ber­ser­ker ohne Rück­sicht auf Ver­luste durch die
    Stra­ßen bret­tert – ob­wohl fast über­all 30er-Zone ist.
    Ganz ab­ge­se­hen da­von ufert die in Dres­den zu­neh­mende absolute
    Rück­sichts­lo­sig­keit der Au­to­fah­rer und in Tei­len der Radfahrer
    so wieso im­mer mehr aus.

  6. @alle Nicht­an­woh­ner: Wenn die Strasse dort mit ei­ner Asphalt­de­cke ver­se­hen wäre, dann hätte sich auch ga­ran­tiert kei­ner über den plötz­lich über­aus um­fang­rei­chen Ver­kehr be­schwert (aus­ser ein paar Leu­ten die sonst nix zu tun ha­ben). Nur lei­der be­steht die Strasse aus bes­tem Kopf­stein­pflas­ter. Ob die Neu­re­ge­lung am Ende aber wirk­lich was bringt wage ich mal zu be­zwei­feln. Schließ­lich führt der schnellste Weg von Ost nach West über den Bi­schofs­weg (ja dort kommt man am schnells­ten über die Kö rü­ber). Und da komm ich über die bis­he­rige Route schnel­ler hin. 

    Den Bi­schofs­weg für den Durch­gangs­ver­kehr un­at­trak­tiv zu ma­chen würde mehr bringen.

  7. @TomDD, Pim­pa­nella
    euer Kom­men­tar ist pein­lich – es geht eher darum,
    das die Mehr­heit wie die ge­seng­ten Säue durch die Straßen
    jagt, ob­wohl quer durch die Sei­ten­stra­ßen Tempo 30
    an­ge­sagt ist.
    Macht eh den Ein­druck, das ver­nünf­tige Autofahrer
    im Vier­tel ei­nen ver­schwin­dend ge­rin­gen An­teil ausmachen
    und die Mehr­heit den Füh­rer­schein im Supermarkt
    er­wor­ben hat.

  8. … ha­haha, erst für die wald­schlöss­chen­brü­cke vo­ten und dann über den ver­kehr jammern.

  9. Als ehe­ma­li­ger An­woh­ner kann ich den er­höh­ten Lärm be­stä­ti­gen, nicht aber, dass die Mehr­heit der Au­tos mit über­höh­ter Ge­schwin­dig­keit über das Pflas­ter bret­tert. Aus­nah­men gibt es hier sicherlich. 

    Das Haupt­pro­blem ist ja auch eher, dass Durch­gangs­ver­kehr durch ein Wohn­ge­biet ge­lei­tet wird. So­was ist nir­gendwo wün­schens­wert. Ob der neue Ab­bie­ge­pfeil an der Fisch­haus­straße von den Durch­ge­lit­te­nen wahr­ge­nom­men wird, muss sich erst noch zeigen.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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