Hochhaus historisch

Damals residierte noch die Sächsische Staatsbank im Gebäude.
Damals residierte noch die Sächsische Staatsbank im Gebäude.
Während am Hochhaus am Albertplatz die Flügel schon auf die künftige Höhe heruntergebrochen sind und der Einkaufskomplex rund um das alte Haus immer mehr Gestalt annimmt, erreichte mich dieses historische Foto aus dem Jahre 1932.

Das Hochhaus wurde 1929 nach Plänen des Architekten Hermann Paulick errichtet. Zurzeit wird es zum Einkaufszentrum mit Büroetagen umgebaut. Die Eröffnung des Einkaufscenters und damit auch die Fertigstellung der Turmsanierung ist für den Mai geplant. Die im Oktober 2012 angebrachte wunderbare Farbgestaltung wird leider nicht aufgegriffen.
So soll das fertige Gebäude dann aussehen.
So soll das fertige Gebäude dann aussehen.

13 Kommentare zu “Hochhaus historisch

  1. Ich bin ja eigentlich kein Fan von Historien-Kitsch in der Architektur. Aber wenn man sich den neuen Planungsentwurf ansieht – vor allem im Gegensatz zu dem wirklich tollen Foto von anno tobak – dann wundert man sich nicht mehr, weshalb so viele Leute die heutige Gebäudegestaltung als kalt und menscheinfeindlich anlehnen. Ich auch.

  2. Ich erkenne in dem Foto von 1932 zwei verschiedene Baustile, einmal den betonklotzartigen Hochbau und daran anlehnend die wohnhausähnlichen Gebäude.
    Aus dieser Sicht ist die neue Architektur, wenn sie dann auch dem Entwurf entsprechen sollte, regelrecht gelungen.
    Es wurde ein dem vorhandenen Hochbau korrespondierender Baustil gewählt.
    Ich schreibe das obwohl ich beim Vorbeifahren einen anderen Eindruck habe.
    Da kann man ja mal gespannt sein wie es in echt aussieht, wenn es fertig ist.

  3. Evtl. waren die älter anmutenden Gebäude schon eher da als das DVB-Hochhaus und die Leute damals haben genauso ob der für die Zeit unschönen Architektur des Neubaus gemotzt. Genau so wie wir jetzt bei den hässlichen Klötzen, die überall entstehen.
    Allerdings waren die schönen Altbauten damals eindeutiger in der Überzahl als heute. Leider…

  4. Bei der heutigen Architektur packt einen mittlerweile
    des öfteren das kalte Grausen,
    insbesondere, wenn man sieht und weiß, wie es einmal aussah.
    Und wundert sich darüber, das überhaupt ein Architekt für
    diese(n) Betonklötze/-klotz von Nöten ist, bzw. für den Entwurf sogar
    bezahlt wird anstatt Regress zu leisten.

    Abrazzo, Du hast vollkommen recht.

  5. Ich dachte das wird noch dieser ganz futuristische Entwurf der damals 2010 oder 2011 in der Zeitung war :-) Ich glaube das wird ein ganz schön heftiger Kontrast zur sonstigen äußeren Neustadt werden. Jedenfalls zu den meisten Teilen, ich meine Aussehen ist vermutlich Geschmackssache und klar beißt sich „moderne Architektur“ immer mit Altbauten aber kann es der Neustadt schaden? Mehr als der REWE? Es wird sich ja zeigen wie es angenommen wird. Wirkt zumindest auf dem Entwurf erst einmal ziemlich überdimensioniert.

  6. Beim Anblick des Gebäudeensembles auf dem Schwarzweiß-Foto von 1932 fühle ich mich wesentlich wohler, als beim Betrachten dieses „modernen“ kalten und ausdruckslosen Betonklotzes. Keine Schönheit; keine Seele des Gebäudes; nichts. Hauptsache Kosten gespart und schnell Gewinn gemacht. Lebensqualität und Lebensgefühl in dieser Stadt ist dem garantiert ortsfremden Investor doch völlig sch**ßegal.

    Ich stimme abrazzo vollkommen zu.

  7. Die Häuser, die neben dem Hochhaus stehen, sind älter. Wenn ich mir die Giebel anschaue, ist das irgendwas jugendstiliges oder vielleicht noch ausklingender Neobarock. Da würde ich mal Baujahre um 1905 vermuten. Um das Hochhaus gab es seinerzeit wohl auch heftige Auseinandersetzungen.

  8. dieses Hochhaus steht (oder stand) unter Denkmalschutz.
    Eigentlich auch die beiden Anbauten am Hochhaus???

    Denn diese sind nun – unter Planen bedeckt- auf 3 Etagen einfach abgetragen wurden!!! Warum eigentlich?

    wie das aussieht…

  9. @Bildermann: sehr schön gesehen :-) Ich denke aber, es ist ein Tablet. So ganz äh neumodsches Ding, auf dem man wohl keine Biergläser transportiert, sondern unbedarft noch nach der Fahrbahn-Überquerungs-App sucht, während der NSA-Typ (gleich rechts daneben) ohnehin schon dicht auf den Fersen ist :-) … ein Gruß an die schöne neue Welt.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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