Heute Abschiedskonzert in der „Hundert“

In der „Hundert“, einem der ältesten Szenelokale der Neustadt, gibt es heute Abend ein Abschiedskonzert. Verabschieden wird sich die Crew um Stefan Kobel vom Café im Erdgeschoss. „Heute ist unser letzter Tag, der Pachtvertrag läuft aus“, bestätigt Kobel auf Nachfrage.

Der Eigentümer der „Hundert“, Tobias Meyhöfer, der auch den Weinkeller betreibt, wird das Lokal künftig allein weiterführen. „Für die Kunden ändert sich nicht viel“, sagt Meyhöfer. Allerdings wird es in Zukunft nicht mehr so viele Live-Konzerte in dem Lokal geben, Anwohner hatten sich beschwert. Außerdem verspricht er, dass sich die Qualität der Speisen verbessern soll.

Kobel hätte gern weiter gemacht, er sieht sich nun nach einem neuen Lokal um. „Das kann in der Neustadt, aber auch in Pieschen sein“, erzählt er am Telefon. Zur Abschlussparty heute Abend spielen Michael Otte’s Jazz Crimes zur Ultrafunk Explosion auf.

Die „Hundert“ hat ihren Namen ganz schlicht nach ihrer Hausnummer auf der Alaunstraße. Eröffnet wurde sie in den Wendewirren des Jahres 1989 und für mich war es das erste Lokal, dass ich je in der Neustadt besucht habe (vergleiche Neustadt-Geflüster vom 13. März 2002).

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4 Kommentare zu “Heute Abschiedskonzert in der „Hundert“

  1. schade. war gast von anfang an. alles, auch die speisen waren gut – müßten gar nicht verbessert werden. muss ja nicht alles ein „veganes wachtelei mit kränzchen“ sein. liebe anwohner: ihr wohnt in der neustadt- da ist leben drin.

  2. „“Für die Kunden ändert sich nicht viel”, sagt Meyhöfer. Allerdings wird es in Zukunft nicht mehr so viele Live-Konzerte in dem Lokal geben, Anwohner hatten sich beschwert.“ – Verdammt – dann sollen sie nicht hier her ziehen. Ich frage mich sowieso, was man in der Neustadt will, wenn man keine Lautstärke verträgt. Dresden ist goß genug. Und mein Fenster zeigt zum Hinterhof, keine 15 Meter entfernt von der 100. Ich hatte mit der Lautstärke nie Probleme. Es tut mir leid, aber wenn ich das lese, kommt sehr großes Unverständnis in mir auf.

  3. Kann mir nicht vorstellen, dass die Lautstärke die Ursache für das Nichtverlängern des Pachtvertrages ist. Mich als Anwohner hat hauptsächlich nur gestört, wenn Urin, Kot oder Erbrochenes tagelang den Durchgang zierten und wir mit den Kinder durchstiefeln mußten. Schade, dass sich die zwei Gastrobetriebe in der 100 da nicht einigen konnten, wer’s weg macht.
    Und was den Lärm angeht – die Musikauswahl zu den kleinen Konzerten in der Hundert war gut, nervte keineswegs und ich glaube kaum, dass die kleinen, regelmäßigen Konzerte das Problem waren. Das einzige mal, daß es nervte war, als nach einem langem BRN-Wochenende Sonntagabends noch eine Konzert losging, so laut, dass es für ein Konzert im Alaunpark gereicht hätte. Ist nicht fair, aber noch kein Grund den Pachtvertrag nicht zu verlängern.
    Das Problem der Hundert war einfach, dass zwei Gastrobetriebe in einem kleinen Hinterhof um die begrenzten Ressourcen konkurrierten und diese einfach nicht ausreichen. Am Ende den Anwohnern den schwarzen Peter zuschieben … da macht man es sich zu einfach. Vielleicht sind es einfach auch wirtschaftliche Gründe.

    „liebe anwohner: ihr wohnt in der neustadt- da ist leben drin.“

    Wer weiß das besser als ein Anwohner, der hier schon 15 Jahre lebt? Aber mal ehrlich, die Neustadt ist nicht mehr das, was sie mal war und vor allem die Gäste scheinen immer öfter keine Grenzen zu kennen. Und wer von diesen Gästen lebt, muß sich auch den Schattenseiten stellen.
    Und das die 100 auf zwei Pächter aufgeteilt war, war nicht immer so und anscheinend hat es einfach nicht funktioniert. Lassen wir uns überraschen, ob die 100 wieder zu alten Ruhm zurückfindet. Ich drücke Stefan die Daumen für einen erfolgreichen Neuanfang ohne widrige Umstände. ;)

  4. wie immer geballtes halbwissen hier im forum. die lautstärke war höchstens ein tertiär grund den vertrag nicht zu verlängern.
    es geht wieder zurück zu den wurzeln mit nur einem pächter auf drei etagen.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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