CDU-Abgeordnete wollen zuhören

Die Dresdner CDU lädt für heute und morgen zum Dialog in die Prager Bierstuben auf der Königsstraße. Heute wollen der Landtagsabgeordnete Patrick Schreiber und die Ortsbeiräte Jörg Logé und Lutz Barthel den Anliegen der Bürger lauschen, morgen gesellt sich der Kreisvorsitzende der CDU, Christian Hartmann hinzu.

Das Angebot versteht die CDU als Reaktion auf die zahlreichen Gesprächs- und Diskussionswünsche der Menschen in unserer Stadt. Hartmann: „Vor allem in der Landeshauptstadt Dresden sind in den letzten Wochen gesellschaftliche Spannungen offenkundig zu Tage getreten. Viele Menschen haben das Gefühl, dass sich Politik nicht mehr für ihre Belange interessiert, dass bestimmte Themen gar politisch tabuisiert werden.“ Darauf reagieren die CDU-Abgeordneten nun mit dem Diskussionsformat unter dem Slogan „Dresdner miteinander im Gespräch“. In dieser Dialogreihe sollen in erster Linie Bürgerinnen und Bürger zu Wort kommen. Die Politiker wollen Meinungen, Wünsche und Anregungen aufnehmen und Fragen beantworten. Patrick Schreiber: „Wir wollen zuhören, ich freue mich aber auch, wenn daraus eine Diskussion entsteht. Zu klärende Fragen nehmen wir gern auf und versuchen, Antworten zu geben.“

  • CDU-Dialog in Wenzels, Prager Bierstuben, Königstraße 1, 01097 Dresden, Dienstag, 3. Februar, 18.30 Uhr, Mittwoch, 4. Februar, 19 Uhr. Um telefonische Voranmeldung (0351 8104001) wird gebeten.

7 Kommentare zu “CDU-Abgeordnete wollen zuhören

  1. Wäre ja zunächst erstmal gut, wenn die an CDU (und FDP) gerichteten Anfragen beantwortet würden. Meine Anfrage an Herrn Vaatz zu seiner und der Meinung der CDU zum Fracking feiert bald Jahresjubiläum „unbeantwortet“.
    asa

  2. Bin überhaupt kein CDU-Fan und halte wenig von deren Politik, aber die anderen Dresdner Parteien könnten offenbar von denen lernen, wie man Wähler fängt. Irgendwie sind die linken Kräfte seit der Stadtratswahl abgetaucht, man nimmt sie höchstens bei gemeinsamen Empörungsritualen wahr, aber von Bürgerdialog halten die wohl nicht viel. In der Presse meldet sich jedenfalls meist nur die CDU oder Zastrows Loosertruppe zu Wort. Wenn das so weitergeht, bleibt das linke Intermezzo im Rathaus kurz.

  3. @Anton: Ja, für lokale Initiativen macht man sich stark (völlig o.k). Aber damit bedient man v.a. die eigene Klientel, schmort im eigenen Saft. Der CDU-Ansatz zielt m.E. hingegen auf Mehrheiten: Zuhören und sich auch allgemeiner Kritik zu stellen, scheint mir ein (zwar symbolischer) aber sehr demokratischer Vorgang, verschafft mittelfristig Sympathie und neue Wähler. Die CDU ist hier insofern recht clever und wenn die anderen nicht verstehen (wollen) wie das läuft, wird nach der nächsten Wahl wieder Beton angerührt, was ich sehr bedauern würde.

  4. Es war wegen des Neuigkeiteneffektes interessant, hatte dennoch wenig Infos über die thematisierte Asylpolitik zu bieten. Die Frage über Zuwanderung im Gegensatz dazu wurde ausführlich vollmundig nichtssagend nicht beantwortet.
    Das Bier war ok.
    Alraune

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