Festival contre le Racisme 2014

Seit Anfang der Woche findet in Dresden das „Festival contre le Racisme 2014“ statt, auch in der Neustadt gibt es einige Veranstaltungen. Das Festival wird jährlich bundesweit an verschiedenen Hochschulen veranstaltet. Der Studentenrat der TU Dresden will mit einem breiten Kultur- und Vortragsangebot Menschen für das Thema Rassismus sensibilisieren. Der Rektor der TU Dresden, Professor Hans Müller-Steinhagen hat die Schirmherrschaft übernommen. Projektkoordinator Victor Vincze: „Wir hoffen, dass wir gemeinsam ein Zeichen setzen können, dass Dresden mehr kann, als seine Migranten/innen nur zu tolerieren. Ohne echte Teilhabe bleibt Weltoffenheit nur eine hohle Parole!“

  • Dienstag, 10. Juni, 19.30 Uhr: Film und Diskussion: „Just the Wind“ – in Kooperation mit dem Move it! Festival im Thalia Kino, Görlitzer Straße 6
  • Mittwoch, 11. Juni, 19 Uhr:Lesung: „Kara Günlük – Die Geheimen Tagebücher des Sesperado“ Autor: Mutlu Ergün im Literaturhaus Augustin (Erich Kästner Museum) am Albertplatz
  • Donnerstag, 12. Juni, 19 Uhr: Vortrag: Der Ruf nach Freiheit oder der Vorbote drohenden Unheils? Der 17. Juni 1953 aus historisch kritischer Sicht im AZ Conni, Rudolf-Leonhard-Straße 39
  • Sonnabend, 14. Juni, 13 Uhr: Workshop: „Stereotype lernen“ zu Diskriminierungsformen in Kinderliteratur im AZ Conni, Rudolf-Leonhard-Straße 39
  • Mittwoch, 18. Juni, 18 Uhr: Postkolonialer Stadtrundgang durch Dresden, Start am Jorge-Gomondai-Platz

10 Kommentare zu “Festival contre le Racisme 2014

  1. Ich versuche, recht freundlich zu bleiben – was soll aber bitte ein „Postkolonialer Stadtrundgang“ sein ???

  2. … da hab ich auch gleich noch ne Frage…

    auf der Seite des Veranstalter-innen-s steht:“Sollte es zu Störungen der Veranstaltung kommen, wird nach Ermessen der Veranstalter_innen das Hausrecht durchgesetzt“…

    wer hat in Dresden eigentlich das Hausrecht?

  3. @christoph

    Nicht nur das.

    Von dieser Veranstaltung ausgeschlossen sind Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch sexistische, rassistische, nationalistische, antisemitische oder andere menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind.

    Das betrifft praktisch jeden, der das alles nicht supi findet. Die Linken in ihrer ganzen, herrlichen Toleranz.

  4. Es stellen sich natürlich weitere Fragen. Apropos „hohle Parole“:

    Projektkoordinator Victor Vincze: “Wir hoffen, dass wir gemeinsam ein Zeichen setzen können, dass Dresden mehr kann, als seine Migranten/innen nur zu tolerieren. Ohne echte Teilhabe bleibt Weltoffenheit nur eine hohle Parole!”

    Gibt es dazu auch konkrete Forderungen? Wo wird wem „Teilhabe“ verwehrt?

  5. @christoph, na die veranstalterinnen, hier wohl der stura.

    @ lenbach, ja schon verwunderlich das nazis und rassisten von einer antirassistischen veranstaltung ausgeschlossen sind.

    und ja, das soll praktisch jeden rassisten ausschließen !

  6. @leni

    Da steht aber nicht nur was von Rassisten, sondern auch von „Sexisten“ und „anderen Menschenverachtern“. Das ist natürlich bewußt so schwammig gehalten, damit der Willkür Tür und Tor geöffnet ist. Irgendwas findet man immer, wen einem das Gesicht nicht paßt.

    Eine Freundin, die alles andere als „rechts“ ist, ist schon mal aus dem AZ Conni geflogen, weil sie bei einer Diskussionsrunde die löchrige Argumentation einiger Teilnehmer hinterfragt hat.

  7. @lenbach: Eine Bekannte von mir hat mal von einem Autofahrer, der FDP-Mitglied war, auf die Nase bekommen. Da kann mal sehen, wie Autofahrer ticken. Und das nennt sich dann liberal.

  8. Wirklich konsequent wäre doch, gerade die Rechten zu den Veranstaltungen zu holen, denn die haben ja offensichtlich den größten Nachholbedarf ;)
    Vielleicht prallt es aber auch an den glatten hohlen Schädeln ab…

    Zum Hausrecht in Dresden und der kolonialen Vergangenheit Dresdens stellen sich mir aber die gleichen Fragen…

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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