Besoffener greift Frau mit Bierflasche an

Am Freitagabend, gegen 21.25 Uhr wurde eine 34-jährige Frau an der Kreuzung Bautzner/Rothenburger Straße von einem alkoholisierten Mann angegriffen, des meldet die Dresdner Polizei heute. Die Frau hatte an der Haltestelle auf die Straßenbahn in Richtung Bühlau gewartet. Plötzlich trat ein bislang unbekannter Mann an sie heran. Er beleidigte die Mexikanerin mit Schimpfwörtern und fremdenfeindlichen Äußerungen. Außerdem versuchte er mit einer Bierflasche auf die Frau einzuschlagen. Sie konnte den Schlägen ausweichen. Daraufhin sprang der Mann sie an und riss sie zu Boden. In dem Moment kamen andere Personen hinzu und konnten den Angreifer von der Frau wegreißen. Sie wurde leicht verletzt. Als die erst eine Stunde später informierte Polizei vor Ort eintraf, war der Angreifer verschwunden.

Das operative Abwehrzentrum der sächsischen Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Gesucht wird ein Mann zwischen 25 und 35 Jahren, der etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß und von schlanker Gestalt ist. Der Angreifer trug sehr kurzes, dunkelblondes Haar, fiel durch ein ungepflegtes Erscheinungsbild mit Dreitagebart auf. Er sprach deutsch mit leicht sächsischem Dialekt. Die Polizei bittet Zeugen des Angriffs sich zu melden, Telefon: 0351 4832233.

Das operative Abwehrzentrum wurde vor etwas mehr als einem Jahr gegründet und ist laut Innenminister Markus Ulbig die „härteste Waffe im Instrumentenkasten gegen Rechtsextremismus“.

11 Kommentare zu “Besoffener greift Frau mit Bierflasche an

  1. Das ist somit schon der dritte rassistisch motivierte Angriff in der Neustadt innerhalb weniger Wochen…

  2. „Als die erst eine Stunde später informierte Polizei vor Ort eintraf, war der Angreifer verschwunden.“

    ich lachte…

  3. Hahaha, die “härteste Waffe im Instrumentenkasten gegen Rechtsextremismus”! Sind das die beiden älteren Typen, wo der eine Taube den anderen Blinden an der Hand führt? Bin ich froh, diese Stadt verlassen zu haben, diese spießige und rassistische, diese „schönste Stadt der Welt“…

  4. zum Thema Polizei: Ich habe letzte Woche eine heftige Schlägerei vor der Bio-Company (Louisen- Ecke Königsbrücker) morgens um 9:00 Uhr beobachtet und die Polizei gerufen, während sich die Männer prügelten. In der Zwischenzeit kamen noch einige Passanten hinzu und gemeinsam konnten die Streitenden auseinander gebracht werden. Die blutenden Herren haben sich dann geeinigt, zur Arbeit zu gehen. Gemeinsam mit zwei anderen habe ich auf die Polizei gewartet, die jedoch auch nach einer halben Stunde nicht kam. Das war ziemlich ernüchternd. Ich bin dann auch gegangen.

  5. @andi_dd

    im Gegensatz zu 100.000 gegessenen Dönern, 5.000 Unterhaltungen zwischen Erasmusstudenten und Dresdnern, 30.000 friedlich empfangenen Neustadttouristen aus dem Ausland, 10 Konzerten von fremdländischen Bands, usw….

    Frage mich nur gerade auf was du anspielst? Um die Anzahl oder Menge von etwas bewerten, oder darstellen zu können, muss dem doch was gegenüberstehen um einen Wert ermitteln zu können.

    Sollte ich mit meinen Zahlen falsch liegen, dann nur weil es sich bis 3 schneller zählt, im Gegensatz zu den Mengen an positiven Begebenheiten.

  6. @Lucy
    Zu Markus Ulbig, der in meinen Augen nur ein erblicher Heuchler ist und dessen Gequatsche ich einfach nur widerlich finde, möchte ich mit den Worten von Georg Schramm fragen: „Warum müssen diese Leute immer auch noch so aussehen, wie wir sie uns vorstellen?“ ;)

  7. Die Polizei meldet auch noch was anderes und sucht dazu Zeugen:

    Zeugen, die weitere Angaben zu den rabiaten Taschendieben machen können, werden gebeten, sich bei der Dresdner Polizei zu melden. Hinweise werden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegengenommen.

    http://www.polizei.sachsen.de/de/MI_2014_27920.htm

    Oder entscheidet neuerdings die Täterbeschreibung über die Auswahl der Polizeimeldungen?

  8. @ oha: Ich sehe da Vergleiche mit gegessenen Dönern nicht als notwendig an. Drei rassistisch motivierte Übergriffe: dreie zuviel. In letzter Zeit häufen sich in ganz Dresden solche Vorfälle wieder, nachdem es einige Jahre recht ruhig war.

    Dass sie sich nunmehr gerade in der Neustadt häufen, finde ich höchst bedauerlich. Es scheint so, dass jemand mit der „falschen“ Hautfarbe künftig besser durch Pirna wackelt, als sich in diesem Viertel aufzuhalten. Das kann nicht sein. Aus vergleichbaren Stadtteilen, etwa Connewitz, lese ich von solchen Angriffen nichts.

    Respekt übrigens an die Umstehenden, welche das Opfer vor Schlimmeren bewahrt haben.

  9. nach dem hinweis auf den „leicht sächsischem Dialekt“ des täters erwarte ich auch hier mal, dass die kommentare geschlossen werden !

  10. @Lenbach: Wer alle Beiträge liest, ist klar im Vorteil. Siehe hier.
    @andi_dd:

    Dass sie sich nunmehr gerade in der Neustadt häufen, finde ich höchst bedauerlich. Es scheint so, dass jemand mit der “falschen” Hautfarbe künftig besser durch Pirna wackelt, als sich in diesem Viertel aufzuhalten. Das kann nicht sein.

    Wie, das kann nicht sein. Ist es besser, wenn rassistische Überfälle in Pirna stattfinden? Meiner Meinung nach sollte so etwas nirgendwo stattfinden dürfen.
    @guhly: Ich werde generell keine Kommentare mehr zu Polizeimeldungen zulassen. Damit wird jetzt hier auch geschlossen.

Kommentare sind geschlossen.