Wände des Widerstands

Graffito an einer Häuserwand in der Mohamed-Mahmoud-Straße in Kairo - Foto: Amnesty International
Graffito an einer Häuserwand in der Mohamed-Mahmoud-Straße in Kairo – Foto: Amnesty International
Vor mehr als zwei Jahren erreichte der „Arabische Frühling“ Ägypten. Während und nach der Revolution am 25. Januar 2011 eroberten ägyptische Künstler und Aktivisten mit Farbe und Pinsel den öffentlichen Raum in Kairo. Sie gestalteten die Häuserwände der Stadt mit ihren Forderungen und ihren Meinungen zum politischen Geschehen. Ihre Werke dienten auch als Mahnung und Andenken an die Opfer von Polizei- und Militärgewalt.

Der Amnesty-International-Aktivist Nicholas Piachaud hat bei einem Besuch in der ägyptischen Hauptstadt Fotos von der Straßenkunst gemacht. Daraus ist nun eine Ausstellung entstanden, die ab morgen im Hole of Fame auf der Königsbrücker Straße zu sehen ist. Die Ausstellung hat sich zum Ziel gesetzt, die Ereignisse der Revolution vom 25. Januar 2011 mit denen des aktuellen Umbruchs zu verbinden und zu erklären. Besonders soll über die begangenen Menschenrechtsverletzungen während der Amtszeit des in der Zwischenzeit inhaftierten Präsidenten Mohammed Mursi und des aktuellen Umbruchs aufgeklärt werden.

Im Zuge der Ausstellung wird es am 2. November 2013 ab 19 Uhr einen Themenabend im Hole of Fame zur Problematik in Ägypten geben. Mit dabei sind der ägyptische Journalist und Menschenrechtler Nabil Yacoub, Walid Gamal von der Vereinigung arabischer Studenten und Akademiker, Dr. Hoda Salah – ägyptische Politikwissenschaftlerin und Menschenrechtsaktivistin (via Skype) und Arne Gutsche von Amnesty International Deutschland.

  • Wände des Widerstands, Ausstellung im Hole of Fame, Königsbrücker Straße 39, Vernissage: Freitag, 25. Oktober, 19 Uhr, die Ausstellung hängt bis zum 8. November und ist von Montag bis Freitag, jeweils von 17 bis 20 Uhr zu besichtigen. Zur Vernissage soll es eine Live-Performance mit den Twenty Freaks und Andy K. (Bandits) geben.

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