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Albertbrücken-Sanierung wird verschoben

Albertbrücke mit Blick auf das Radfahr- und Fußgängerprovisorium
Al­bert­brü­cke mit Blick auf das Rad­fahr- und Fuß­gän­ger­pro­vi­so­rium – Foto: Archiv
Die Brü­cke spal­tet den Stadt­rat. 35 Räte stimm­ten für den schnel­len Bau, 35 woll­ten lie­ber Geld spa­ren. Das muss nun der Frei­staat zu­schie­ßen. Wei­tere In­fos: Neu­stadt-Ge­flüs­ter vom 26. Juni 2013.

Wer die De­batte noch ein­mal nach­hö­ren möchte, ab 1:34:35 geht es los.

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Nun muss neu ge­plant wer­den. Ein Bau­be­ginn ist da­mit in weite Ferne gerückt. 

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21 Ergänzungen

  1. Weiß je­mand ob we­nigs­tens die zweite Fahr­spur mal ge­flickt und wie­der frei­ge­ge­ben wird? Es macht ab­so­lut kei­nen Spass aus der Neu­stadt raus über die Al­bert­brü­cke zu fahren.

  2. Eine Steil­vor­lage für den sach­sen­wei­ten Wahl­kampf ge­gen un­sere am­tie­rende, vom Volk weit ent­fernte Herr­scher­riege. (Wenn das Volk nur nicht so folg­sam und ver­gess­lich wäre.) 

    In Sach­sen wird ge­ar­bei­tet, in Dres­den verprasst. 

    Ins­be­son­dere in struk­tur­schwa­chen oder gar flut­ge­schä­dig­ten Ge­bie­ten der säch­si­schen Pro­vinz dürf­ten die nun sinn­los ver­pul­ver­ten Zu­satz­mil­lio­nen für Dres­dens x‑tes Brü­cken­aben­teuer volls­tes Ver­ständ­nis her­vor­ru­fen. Was ist schon eine ab­ge­sof­fene Klein­stadt ge­gen die Sor­gen ei­ni­ger we­ni­ger Au­to­freunde in der gelb­schwarz­groß­fürst­li­chen Residenzstadt.

    Ver­ges­sen die Zeit, als Dres­den Pro­vinz und Ber­lin die Haupt­stadt war? 781 Jahre Dres­den – 750 Jahre Ber­lin hieß es damals.

  3. Die "Er­spar­nis" für die Stadt be­trägt 700.000 Euro nach jet­zi­ger Schät­zung, da­von ge­hen al­leine 240.000 Euro für die Um­pla­nung drauf. Am Ende wird sich zei­gen, dass das nicht stimmt, und die Kos­ten noch hö­her lie­gen als in der jetzt ab­ge­lehn­ten Va­ri­ante. Das auch nur un­ter der Vor­aus­set­zung, dass das Land den Zu­schuss tat­säch­lich in der Höhe ge­währt wie ausgekungelt. 

    Zu­dem wer­den die Kos­ten für die DVB be­deu­tend hö­her, heute war was von über ei­ner Mio. Mehr­kos­ten zu le­sen. Die DVB ge­hört zu 100% der Stadt Dres­den, also wer­den da er­heb­li­che Mehr­kos­ten für ein städ­ti­sches Un­ter­neh­men ge­ne­riert. Die Kos­ten­ein­spa­rung für die Stadt ist in die Ta­sche ge­lo­gen. Ich finds unerträglich.

  4. nun, was soll mensch dazu noch sa­gen? ich lach mich ka­putt, wenn dem­nächst die brü­cke we­gen bau­fäl­lig­keit voll­ge­sperrt wer­den muss.

  5. Ich glaube man könnte auch die Au­to­fah­rer über­zue­gen. Lie­ber kurz ge­sperrt und fix re­pa­riert, als 2 Jahre lang je­den Mo­nat ne an­dere Ver­kehrs­füh­rung. Da ge­wöhn ich mich doch lie­ber nur ein­mal um und fahre dann dei ge­samte Bau­zeit die an­dere Strecke.

    Ich ver­steh das nicht, wir ha­ben doch bald die Wald­schlöss­chen­brü­cke, da wird man doch mal für ne kurze Zeit auf die Al­bert­brü­cke ver­zich­ten kön­nen. DAs mit dem Geld ist ja nur eine Sa­che, vor al­lem aber die Qua­li­tät lei­det, meinte doch der Stra­ßen­bau­amt-Typ oder?

  6. @ s. Ich hatte ge­le­sen, dass die Brü­cke beim letz­ten "Brü­cken­TÜV" nur noch eine 4 be­kom­men hat, und nur des­we­gen of­fen blei­ben konnte, weil die Sa­nie­rung un­mit­tel­bar be­vor­stand. Nach der Lo­gik müsste sie ei­gent­lich kom­men­des Jahr ge­sperrt wer­den. Und dann hat sich das mit den Au­tos so­wieso erledigt…

  7. Auch für mich macht das auf den 1. Blick al­les kei­nen Sinn.
    Mö­gen un­sere Stadt­ver­ord­ne­ten ja nicht die hells­ten Köpfe sein. Aber für so dumm halte ich sie dann doch nicht, dass sie wahr­haft glau­ben mit der neuen Ent­schei­dung eine kos­ten­güns­ti­gere Al­ter­na­tive für Dres­den ge­fun­den zu haben.
    Ich denke viel­mehr fol­gen­des. Mit Er­öff­nung der Wald­schlöss­chen­brü­cke nimmt der Ver­kehr auf der Kö­nigs­brü­cker ab. Eine Voll­sper­rung der Al­bert­brü­cke würde zu ei­ner zu­sätz­lich vor­über­ge­hen­den Re­du­zie­rung des Ver­kehrs auf der Kö­Brü füh­ren. We­gen der Wald­schlöss­chen­brü­cke würde es aber keine gra­vie­rende Be­ein­träch­ti­gung des Au­to­ver­kehrs in der In­nen­stadt ge­ben. Das würde zei­gen, dass ein vier­spu­ri­ger Aus­bau der Kö­Brü un­nö­tig ist. Da­vor hat man (CDU/​FDP) Angst.
    PS: ich war und bin für die Waldschlösschenbrücke.

  8. @Paul007: Han­lons Razor – nimm nicht Bos­haf­tig­keit an, wo Dumm­heit als Er­klä­rung aus­reicht. Wie dem auch sei: Ich halte das für ge­nauso eine Fehl­ent­schei­dung wie die 4‑spurige Kö­nigs­brü­cker oder den Glo­bus – letz­te­rer fällt dem Stadt­rat ja ge­rade satt vor die Füße, zum Scha­den der Stadt insgesamt.

  9. lt. DNN, die sich wie­derum auf Ver­wal­tungs­bür­ger­meis­ter W. Leh­mann be­ruft, gibt es seit dem neuen Stadt­rats­be­schluss keine "Rechts­grund­lage für den wei­te­ren Betrieb".
    Jetzt bin ich ge­spannt, wie sie aus der Nr. wie­der raus­kom­men. Wo­für brau­chen wir ein Som­mer­kino? Wir ha­ben die FDP! ;-)

  10. Die Grü­nen ha­ben so­eben in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung er­klärt, dass die 90-Pro­zent-För­de­rung nicht si­cher sei: "Bis­her wurde al­ler­dings die die­ser Milch­mäd­chen­rech­nung zu­grunde ge­legte er­höhte För­de­rung von 90 Pro­zent von der Staats­re­gie­rung nur in ei­nem Ge­spräch Mitte Mai münd­lich als mög­lich be­zeich­net, schrift­li­che Aus­sa­gen oder gar Zu­sa­gen vom Frei­staat gibt es bis heute nicht. Eine 90prozentige För­de­rung ist höchst frag­lich, da dies nur bei Bau­wer­ken mit er­höh­tem Lan­des­in­ter­esse ge­währt wird. Die För­der­richt­li­nie RL-KStB und das da­zu­ge­hö­rende Merk­blatt de­fi­nie­ren das be­son­dere Lan­des­in­ter­esse. Die Al­bert­brü­cke als rein kom­mu­nale Brü­cke (we­der Kreis‑, noch Staats- oder Bun­des­straße) fällt nicht un­ter die Kriterien."

  11. Heute re­agiert dann auch die FDP. Hol­ger Za­strow, Vor­sit­zen­der der FDP-Stadt­rats­frak­tion, per Pressemitteilung: 

    "Der schlechte Zu­stand der Brü­cke ist seit vie­len Jah­ren be­kannt. Warum aus­ge­rech­net jetzt, we­nige Tage nach dem Stadt­rats­be­schluss, die Be­triebs­er­laub­nis er­lö­schen sollte und nicht be­reits 2011, als die Brü­cke in ge­nau dem glei­chen schlech­ten Zu­stand wie heute war und die Sa­nie­rung durch die Stra­ßen­bau­ver­wal­tung be­wusst und ei­gen­mäch­tig ver­scho­ben wurde, ist nicht plau­si­bel. (…) Of­fen­bar passt ein­zel­nen Ver­wal­tungs­mit­ar­bei­tern die Ent­schei­dung des Stadt­ra­tes nicht und sie ver­fol­gen (…) ihre ganz per­sön­li­chen In­ter­es­sen – zum Scha­den der Stadt. Man kann er­ken­nen, wie sich Ver­wal­tungs­struk­tu­ren in­zwi­schen kom­plett ver­selb­stän­digt ha­ben und sich der dienst­recht­li­chen Auf­sicht ent­zie­hen. An­ders ist nicht zu er­klä­ren, wie hier lei­tende Mit­ar­bei­ter der Stadt­ver­wal­tung nach Gut­dün­ken eine Sau nach der an­de­ren durch die Stadt ja­gen und Ver­un­si­che­rung fernab der tat­säch­li­chen Fak­ten stif­ten dür­fen, ohne je nach der ei­ge­nen Rolle und der ei­ge­nen Ver­ant­wor­tung für Ver­zö­ge­run­gen, Mehr­kos­ten und Män­gel bei Bau­maß­nah­men ge­fragt zu wer­den. Eine kom­plett frei­dre­hende Stra­ßen­bau­ver­wal­tung, der so­wohl die Be­schlüsse des Stadt­ra­tes als auch die An­wei­sun­gen der Ober­bür­ger­meis­te­rin bzw. der Bür­ger­meis­ter egal sind, kann sich Dres­den auf Dauer aber nicht leis­ten. Ich bitte die Ober­bür­ger­meis­te­rin ein­dring­lich, für Ord­nung in ih­rer Ver­wal­tung zu sor­gen und das Dienst­recht durchzusetzen. 

    Der Stadt­rat hat mit der Ent­schei­dung zur Al­bert­brü­cke seine Ent­schei­dung aus dem Jahr 2010 be­stä­tigt und sich klar für eine Of­fen­hal­tung der Brü­cke für alle Ver­kehrs­teil­neh­mer aus­ge­spro­chen. Diese Va­ri­ante ist die ver­kehrs­or­ga­ni­sa­to­risch und fi­nan­zi­ell sinn­vollste Lö­sung für die Stadt, weil sie die In­ter­es­sen al­ler Ver­kehrs­teil­neh­mer gleich­be­rech­tigt be­rück­sich­tigt und so­wohl die Stadt­kasse als auch den Etat der DVB um viele Mil­lio­nen Euro ent­las­tet und durch an­dere Bau­va­ri­an­ten ent­ste­hende fi­nan­zi­elle Ri­si­ken ausschließt." 


    Ich möchte an die­ser Stelle gerne auf den Kom­men­tar von E‑Haller von heute Vor­mit­tag hinweisen.

  12. @ An­ton: Danke für die Blu­men! Btw: gibts die Za­strow-Mel­dung ir­gendwo im Ori­gi­nal? Will sie mir aus­dru­cken und rah­men lassen…

  13. die Brü­cke brauch doch eh kei­ner… die paar Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer kön­nen auf der klei­nen Brü­cke rum­hol­pern, Au­to­fah­rer neh­men in ein paar Wo­chen die WSB oder die Ca­ro­l­a­b­rü­cke und die DVB er­höht ein­fach die Preise und baut bis nächs­tes Jahr ei­nen Tun­nel… der Sach­sen­platz er­hält eine un­ter­ir­di­sche Sta­tion und kann end­lich kom­plett be­grünt wer­den… Ein­wände??? keine ?? gut

  14. @ Hol­ger Zastrow:
    Als In­ha­ber ei­nes Fach­ab­iturs für Wirt­schaft und Ver­wal­tung soll­ten Sie wis­sen, dass ein Stadt­ge­füge nur funk­tio­niert, wenn Ver­wal­tung und Stadt­po­li­tik zu­sam­men ar­bei­ten und sich nicht ge­gen­sei­tig dif­fa­mie­ren – Kom­mu­ni­ka­tion ist in ei­nem ge­sun­den Ar­beits­pro­zessn es­sen­ti­ell. Sie wer­fen den zu­ge­ge­be­ner­ma­ßen sehr fä­hi­gen Ver­wal­tungs­an­ge­stell­ten ge­nau das vor, was Sie selbst prak­ti­zie­ren – Stur­heit und Durch­drü­cken per­sön­li­cher Interessen!
    Ich bin auch in der öf­fent­li­chen Ver­wal­tung tä­tig (nicht in Dresden)und wenn ich mit mei­nem De­zer­nen­ten oder Ver­tre­tern der Stadt­po­li­tik rede, hö­ren die sehr oft auf mich – nicht im­mer, aber ir­gendwo tref­fen wir uns. Das ist ein sehr gu­tes Ar­beits­klima und für die Mo­ti­va­tion un­ge­mein wichtig.
    Ich würde Ih­nen gern ei­nen Tipp mit auf den Weg ge­ben: Re­den Sie doch mal bitte mit dem Stadt­pla­nungs­amt, ge­hen Sie mal hin, trin­ken zu­sam­men nen Kaf­fee und se­hen Sie sie nicht als bloße Hand­la­ger für Stel­lung­nah­men und Zuarbeiten.
    Noch­mal: Es kann nur gut ge­hen wenn beide Sei­ten sich an­nä­hern und ge­gen­sei­tig re­spek­tie­ren – auf der Straße, auf der Sie sich be­fin­den, geht das lei­der nicht!

  15. @rolle
    Kann das aus ei­ge­ner Er­fah­rung so nicht be­stä­ti­gen … In der Dresd­ner Ver­wal­tung sitzt lei­der viel In­kom­pe­tenz. In an­de­ren Städ­ten hab ich da sehr viel bes­sere Er­fah­rung gemacht.

  16. @ Dom: Ich würde es nicht "in­kom­pe­tenz" nen­nen – ich würde eher "Ab­stump­fung" sa­gen. Wenn Dein All­tag aus der Ab­ar­bei­tung von Zu­ar­bei­ten sinn­lo­ser An­fra­gen be­steht oder Dir zeit­li­che Rah­men ge­setzt wer­den, die nicht halt­bar sind oder po­li­ti­sche Ent­schei­dun­gen nichts mehr mit Lo­gik zu be­gründne sind – dann wirste halt so. (Keine Angst, ich bin nicht be­trof­fen, kenne aber ein paar…)

  17. Dann hätte man sich nicht für so ei­nen Job ent­schei­den sol­len. Finde es im­mer span­nend, dass bei Bau­an­fra­gen und Pla­nun­gen sich nie je­mand zu­stän­dig fühlt oder Ent­schei­dun­gen tref­fen darf. Da wird man zum Um­welt­amt ver­wie­sen, die aber erst an­fan­gen dür­fen, wenn die Bau­be­hörde ih­ren Stem­pel drun­ter ge­setzt hat, der aber erst kommt wenn das Um­welt­amt sich ge­äu­ßert hat.
    Ich komm mir in Dres­den oft wie im Haus der Ver­rück­ten bei As­te­rix & Obelix vor.

    — und dann be­kommt man aus der Presse im­mer die­ses Kom­pe­tenz­ge­ran­gel von Stadt­rat und Ver­wal­tung mit.

  18. @ Dom: Es kann ei­nem über­all so ge­hen, dass die Rea­li­tät an­ders ist, als ei­nem das Be­rufs­bild vor­her erschien… ;)

    Ver­wal­tung und Stadt­rat sind schwie­rige Part­ner: der Stadt­rat stellt die For­de­rung nach ei­ner "al­len ge­rech­ten" Lö­sung, die Ver­wal­tung darf sich da­nach um die recht­li­chen De­tails küm­mern – da­mit an­schlie­ßend der Stadt­rat wie­der un­zu­frie­den ist, was da rauskam. 

    Bei­spiel Kö­brü: hält man sich an alle recht­li­chen Vor­ga­ben, kann es keine "be­stands­nahe" Lö­sung ge­ben. Ge­for­dert wird sie aber vehement…

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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