Soli-Aktion für türkische Demokratie-Bewegung

Soli-Aktion auf dem Alaunplatz
Soli-Aktion auf dem Alaunplatz
Morgen soll um 17.30 Uhr auf dem Alaunplatz eine Solidaritätsbekundung mit der türkischen Demokratie-Bewegung stattfinden. Entstanden sei die Idee im Zusammenhang mit den Berichten über die gewaltsame Räumung des Gezi-Parks in Istanbul und einer ähnlichen Aktion im Hamburger Park Fiction, erklärt Anne Jung, die gemeinsam mit dem Neustadt-Grünen Torsten Schulze die Aktion ins Leben gerufen hat. Normalerweise ist Anne Projektmanagerin bei den Dresdner Sinfonikern, die sich in ihrem aktuellen Programm „Hasretim – eine anatolische Reise“ auch mit der Türkei auseinandersetzen.

„Wir wollen den Alaunplatz in Gezipark umbenennen“, sagt Anne und für den in Istanbul zerstörten Baum der Wünsche soll es hier einen neuen geben, der unsere Wünsche und die der Menschen in der Türkei lebendig werden lässt.

Schon vor zwei Wochen hatte es in der Neustadt eine kleine „Anti-Erdoğan-Demonstration“ gegeben (Neustadt-Geflüster vom 5. Juni 2013).


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17 Kommentare zu “Soli-Aktion für türkische Demokratie-Bewegung

  1. Oha, und ich eröffne demnächst eine Solidar-Eisdiele für Eskimos…;-)
    Ich möchte KEINEN Gezi-Alaunpark.
    Wir sind wohl den ebenfalls politisch gebeutelten Nachbarländern Polen++ manchmal ferner als den typischen Urlaubs-Ländern…
    Solidarität und Aktivitäten sind okay, aber doch bitte moderat, bzw. haben vielleicht Petitionen etc. an die türkische Regierung mehr Wirkung?

  2. Ich find die Idee sehr gut. Bin auch schon gespannt was ein „Baum der Wünsche“ ist.

    @dd-jazz: Sie dürfen den Alaunpark weiterhin Alaunplatz nennen. Andere werden ihn vlt. für eine kurze Zeit Gezipark nennen. Wieso muss man bei so einer Solidaritätsbekundung gleich wieder rumnörgeln?

  3. @A-Park
    Der Alaunpark steht per se ein friedliches multikulti-turbulentes Miteinander (wen man von der rücksichtslosen Vermüllung absieht) und >>Allgemein-Orte der Entspannung<< müssen doch nicht ständig überthematisiert sein.
    Auch Baum-Pflanzungen sind generell löblich.
    Gern kann auch jeder Baum in DD eine soli-demokratisch-patenschaftliche Parole plakettiert bekommen und als das Tochterkind eine gebastelten Wucnschbaum in der 3. Klasse mitbrachte, erhielt er sogar einen Ehrenplatz, ohne dass über dessen Recourcenverschwendung (er war aus Kupferdraht) diskutiert wurde… ;-)
    Gewiß erhalten die "Gezi-Patrioten" medial sehr viel Unterstützung und eine Frage mit einer Gegenfrage zu beantworten ist leider auch keine Lösung.

  4. wenn man das schlecht finden will dann villt mit folgender begründung: „die sollen lieber mal in gohlis und den anderen flutgebieten ordentlich mit anpacken … danach ist immer noch zeit für weltfrieden, freibier für alle oder was dann sonst so in den medien breit getreten wird“

  5. @ A-Park

    Das war keine Gegenfrage, sondern eine rhetorische Frage. Die Aussage lautete: „Es muß doch bei so einer Solidaritätsbekundung nicht gleich schon wieder herumgenörgelt werden.“

    Ich habe an dieser Stelle noch ein paar andere rhetorische Fragen. Vielleicht hilft dir der Hinweis, daß das rhetorische Fragen sind, ihren Inhalt zu erschließen.
    – „Findest du deine Biedermeier-Attitüde nicht übertrieben und anmaßend?“
    – „Kannst du dir persönliche, individuelle Freiheit ohne politische Mitbestimmung vorstellen?“
    – „Und wenn nein, wie ist politische Mitbestimmung ohne politische Anteilnahme möglich?“
    – „Kannst du nicht an die Elbe oder in den Prießnitzgrund gehen?“

  6. @Aber immer!
    Du hast ja so recht! Leider steht „politische Mitbestimmung“ auf der Wunschliste vieler weit hinter dem neuen , einem „sicheren Arbeitsplatz“ oder 10% Rabatt…
    Anton würde vllt. sagen „politische Mitbestimmung ist nicht mehrheitsfähig“ ;) (scnr)
    Aber möglicherweise (hoffentlich) verstärkt die Hitze nur meinen angeborenen Pessimismus…

  7. @Anton
    Vielleicht, weil die Erfahrung bisher nicht gemacht und Versuche im Keim erstickt oder abgekauft wurden?
    Keine Ahnung…
    Jedenfalls fehlt in meinem Beitrag das, was in spitzen Klammern stand, wrschl. wg. irgendwelchem html-Zeuchs…
    Es sollte ungefähr heißen: „steht …weit hinter dem neuen Auto, Fernseher, …bitte passendes Konsumgut einsetzen…“

  8. Das ließe sich trefflich bei mehreren Flaschen Rotwein ausdiskutieren. Man sollte dann aber bei den Ursprüngen der politischen Mitbestimmung anfangen und darüber nachdenken, wieso sich in jedem zwischenmenschlichen System bislang immer Leute gefunden haben, die vorpreschten und gestalten wollten, während der größere Teil hinterhertrottete.

    Ansonsten: Nimm bitte normale oder geschweifte Klammern.

  9. Naja, ausdiskutieren wrschl. eher nicht…
    Ich denke grundsätzlich schon, dass Menschen (mit-)gestalten und -bestimmen wollen, halt in unterschiedlicher Intensität und „Geschwindigkeit“. Allerdings war’s bisher mit dbzgl. Möglichkeiten nicht allzuweit her, „emazipatorische Bewegungen“ wurden doch zumeisst (eigentlich immer…) mehr oder weniger gewaltsam unterdrückt…anderseits, schon in kleineren Projekten Haufen „Mitläufer“, …Vllt. fehlt in der Tat ein ein Gefühl dafür, dass Mitbestimmung/Mitgestaltung „geht“, funktioniert…nuja, in der Tat ein „Weites Feld“…

  10. Eine Handvoll Selbstdarsteller benennen ein Stück Wiese um…na wenn das den bösen Erdoğan nicht vertreibt, dann weiß ich auch nicht…

  11. Wenn die Unterstützung „der“ Gezi-Proteste eine ähnliche Qualität wie die obige Karrikatur hat, geht es doch nur um schnelle und oberflächliche Meinungsmache und Selbstdarstellung. Ein Sterotyp hier, ein emotional aufgeladenes Wort da. Böser Erdogan, lieber Baum. Platt.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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