Anzeige

Suzanne Vega am 9. Juli in Dresden, Konzertplatz Weißer Hirsch

Schaubudensommer 2026: Das Theaterkarussell ist zurück

Neustadt-Geflüster bei Google bevorzugen

In der kommenden Woche heißt es wieder: Hereinspaziert, hereinspaziert! Der Schaubudensommer erobert die Hauptstraße und lockt mit Show, Tanz, Artistik, Nachdenklichem und ganz viel Spektakel. Besonders schön: Das mit Muskelkraft angetriebene Karussell kehrt 2026 zurück – begleitet von Live-Musik.

Schaubudensommer hinter der Scheune - Foto: André Wirsig/2016
Schaubudensommer mit Karussell hinter der Scheune – Foto: André Wirsig/2016

Die Älteren werden sich noch erinnern an die legendären Abende hinter der Scheune, die gefühlt nie enden wollten – beim wilden Ritt um das Karussell. Nun ist es zurück. Die Georg-Traber-Productions aus der Schweiz verwandeln mit „Karruzik“ die Fahrt in ein poetisches Gesamtkunstwerk – irgendwo zwischen Fantasie und sanftem Schwebezustand.

Das Karussell dürfte bei der diesjährigen, immerhin schon 28. Ausgabe des Schaubudensommers eines der Highlights werden. Heute präsentierten Helmut und Käthe Raeder, Vater und Tochter, das Programm auf dem kleinen Platz vor der Dreikönigskirche. Gemeinsam mit Heiki Ikola haben sie das diesjährige Festival gestrickt. Hinter dem Straßentheaterfest steckt übrigens ein Kernteam von gerade einmal acht Leuten – dazu kommen viele helfende Hände während der drei Tage.

Das Programm hat sich im Vergleich zum Vorjahr etwas verändert. Statt Riesenschaukel am Goldenen Reiter und Drahtseilakt zwischen Thor und Löwe geht es diesmal etwas bodennäher zu. „Wir wollten uns damit auch ein bisschen vom gerade zu Ende gegangenen Zirkustheaterfestival abheben“, sagt Helmut Raeder.

Anzeige

Palais-Sommer am Neumarkt

Anzeige

VG Biomarkt

Anzeige

Dr. Lüder Warnken im Parkhotel

Anzeige

teilAuto

Anzeige

Die Linke

Anzeige

20. bis 10-18.Juli 2026 - Keine Ruhe, kein zurück - Christopher Street Day Leipzig

Anzeige

Radensleben Transporte

Anzeige

Come to the Woods, Konzertplatz Weißer Hirsch

Anzeige

Blitzumzug

Anzeige

TUD CAMPUS FESTIVAL

Anzeige

tranquillo

Erstmals im Programm-Team dabei ist seine Tochter Käthe. Erste Straßentheatererfahrungen sammelte sie bereits 1986 – als Einjährige an der Grenze zu Zgorzelec. Seitdem ist sie mit Zirkus und Straßentheater aufgewachsen und hat sogar ihre Bachelor-Arbeit über das Thema geschrieben.

Helmut und Käthe Raeder haben gemeinsam mit Heiki Ikola das diesjährige Schaubudensommer-Programm ausgeheckt. Foto: Anton Launer
Helmut und Käthe Raeder haben gemeinsam mit Heiki Ikola das diesjährige Schaubudensommer-Programm ausgeheckt. Foto: Anton Launer

Theater ohne Hürden

Eine ihrer wichtigsten Erkenntnisse: Straßentheater funktioniert niedrigschwellig. Egal ob reich oder arm, gebildet oder nicht, im Rollstuhl oder mit Kindern – das Festival ist für alle geeignet. „Vieles läuft nonverbal, es braucht keine Anmeldung und keine Vorkenntnisse, der Eintritt ist frei“, sagt Käthe Raeder. „Theater für alle“ sei auf der Hauptstraße gelebte Realität.

45 Künstler*innen aus neun Ländern

Insgesamt 45 Künstler*innen aus 18 Compagnien und neun Ländern – Deutschland, Schweiz, Ungarn, Spanien, Großbritannien, Italien, Tschechien, Litauen und Chile – bespielen die drei Festivaltage. Einige Acts kehren aus den Anfangsjahren des Festivals zurück.

Die erste hat schon einen Rock an. Muriel Cornejo und César Olhagaray aus Chile verwandeln mit ihrer Installation "Die Himmelswaben" die Platanen der Hauptstraße für drei Tage in eine schwebende Welt. Foto: Anton Launer
Die erste hat schon einen Rock an. Muriel Cornejo und César Olhagaray aus Chile verwandeln mit ihrer Installation „Die Himmelswaben“ die Platanen der Hauptstraße für drei Tage in eine schwebende Welt. Foto: Anton Launer

Neu auf der Hauptstraße steht die Geisterbahn der Cie. Freaks und Fremde. „Ghost Train“ führt das Publikum auf einer Theaterfahrt in die eigene Dunkelheit.

Anzeige

Suzanne Vega am 9. Juli in Dresden, Konzertplatz Weißer Hirsch

Anzeige

Radensleben Transporte

Anzeige

teilAuto

Anzeige

Dr. Lüder Warnken im Parkhotel

Anzeige

Kieferorthopädie Dr. Manuela Beltz

Anzeige

Palais-Sommer am Neumarkt

Anzeige

20. bis 10-18.Juli 2026 - Keine Ruhe, kein zurück - Christopher Street Day Leipzig

Anzeige

Come to the Woods, Konzertplatz Weißer Hirsch

Anzeige

Kieferorthopädie

Der Spanier Adrian Schvarzstein zeigt mit „Arrived“ klassisches Straßentheater über jüdische Herkunft – gemeinsam mit Jūratė Širvytė-Rukštelė aus Litauen. Für diesen Programmteil gab es eine Förderung aus dem Stadtbezirksbeirat.

Aus der Schweiz kommt außerdem das „Panorama Kino Theatre“ – eine rotierende Rauminstallation für rund 25 Zuschauer*innen, die Kino und Wirklichkeit ineinander verschwimmen lässt. Gezeigt wird die Installation direkt am Goldenen Reiter. Weil das Programm quasi um die im Inneren sitzenden Besucher*innen herum spielt, bekommen auch Wartende draußen bereits einen Teil des Spektakels mit.

Bewegung und Mitmachen prägen mehrere Programmpunkte: Die irische Tänzerin Kristyn Fontanella lädt mit „Miss Mary“ zum gemeinsamen Tanzen ein, Ana F. Melero und Luna Sánchez aus Spanien zeigen mit „Pies de Gallina“ ein leises Tanzstück über Nähe und Vertrauen. Und am letzten Abend soll es noch einmal spannend werden: „Am letzten Abend wird es eine Überraschung geben, die aber noch streng geheim ist“, kündigt Helmut Raeder an.

28. Schaubudensommer

  • Termin: 7. bis 9. Juli 2026, täglich 15 bis 22 Uhr
  • Ort: Dresdner Hauptstraße
  • Eintritt: frei, ohne Anmeldung
  • Finanzierung: Spenden, Stadtbezirksrat, städtische Kulturförderung
  • Weitere Infos: schaubudensommer.de
  • Spenden unter: betterplace.org oder vor Ort in den Hut

Historisches

Das Festival fand erstmals 1998 im Hof hinter der Scheune an der Alaunstraße statt. Über die Jahre war das Festival immer weiter gewachsen und entwickelte sich zu einem fast zweiwöchigen Sommerspektakel mit Marktplatz-Charakter. Ein kurzer Eindruck aus dem Jahre 2001.

Mit der Sanierung der Scheune stand die Fläche hinter dem Jugendklub nicht mehr zur Verfügung. Gleichzeitig ergab es sich, dass Ko-Direktor Heiki Ikola die Leitung des Societaetstheaters übernommen hatte, das umbaubedingt nach draußen drängte. Also zog der Schaubudensommer mit freundlicher Unterstützung des Socies auf die Hauptstraße. Damit veränderten sich Charakter und Publikum.

Raus aus der Enge. Zuletzt musste der Zutritt zum Fest hinter der Scheune streng reguliert werden. Auf der Hauptstraße sammeln sich nun die Leute um die einzelnen Shows. Buden gibt es fast gar nicht mehr. Das komplette Fest ist eintrittsfrei. Finanziert wird über drei Säulen. Spenden in den Hut und online und ein bisschen Förderung durch Stadt und Stadtbezirk und ein paar Sponsoren.

Schaubudensommer vor zwölf Jahren. Foto: Archiv Anton Launer
Schaubudensommer vor zwölf Jahren. Foto: Archiv Anton Launer

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert